Hallo
ich würde gerne mit Frauen Erfahrungen austauschen, die auch einen Partner haben, der an NPS leidet.
Ich kenne meinen Mann nun schon seit 20 Jahren und wo ich nun weiss, was er hat, wird mir auch so einiges klar, was in unserer Beziehung abgelaufen ist.
Ich hatte immer ein unterschwelliges Gefühl, dass was nicht stimmt. Nun habe ich schon ziemlich viel darüber gelesen, wäre aber froh, wenn ich auch von Euch hören würde, wie Ihr damit umgeht.


Gruss


verrückt1

2 Monate später

Narzistische Persönlichkeitsstörung
Liebe verrückt1


mein Exfreund war (oder ist mit grosser Wahrscheinlichkeit immer noch) ebenfalls ein persönlichkeitsgestörter Narzist.


Ich frage mich, wie Du es 20 Jahre mit so einem Menschen ausgehalten hast. Für mich war es nämlich wirklich furchtbar, zu dem ich mir immer Selbstvorwürfe gemacht habe, da ich das damals ja nicht wusste, dass diese Persönlichkeitsstruktur hochgradig pathologisch ist.


Es scheint mir, als hätten diese narzistisch- persönlichkeitsgestörten Menschen eine Kompetenz darin, dass sie für ihr nahes Umfeld oder gerade in ihren (Liebes)-Beziehungen genau solche Menschen auswählen, bei denen sie ihre narzistischen Bedürfnisse ausleben können.


Als ich begann, mich mit dieser Störung auseinanderzusetzen, ist mit ebenfalls vieles klarer geworden.
Es passte einfach wirkich alles in das Schema. Das war sehr gut für mich, denn so hatte ich einen neuen Erklärungsansatz und konnte mich von meinen Selbstvorwürfen verabschieden.


Wie hast Du herausgefunden, dass Dein Mann an dieser Störung leidet? Ich bei meiner Therapeutin...


Liebe Grüsse

    Liebe verrückt1
    Ich habe ebenfalls einen Partner, der wohl an dieser Persönlichkeitsstörung leidet. Wir sind seit 10 Jahren zusammen. Da ich noch sehr jung war, als ich ihn kennenlernte, hatte ich für viele Ereignisse in unserer Partnerschaft keine Vergleichsmöglichkeiten. Ich nahm vieles als "normal" in einer Beziehung hin, weil ich es nicht besser wusste. Bis zur kompletten Selbstaufgabe. Nun bin ich langsam daran, wieder zu mir selber zu finden. Aber für den Umgang mit meinem Freund habe ich noch keinen Weg gefunden.


    Ich würde mich ebenfalls über Erfahrungsaustausch freuen. Ich möchte ihn nicht verlieren und wäre sehr froh, wenn ich einen Weg finden würde, wie ich damit umgehen kann.
    Ich habe dir einen PN geschickt.


    Liebe Grüsse fratz

      talya_12147243

      Hallo Fratz,
      darf ich dich mal fragen wie sich das Ganze denn so äußert bei deinem Partner? Wie ist denn so ein typisches Verhalten von ihm?


      Vielen Dank schonmal!!


      LG Celisha

        anaos_12880416

        Hallo Celisha
        Naja, das sind jede Menge Sachen. Ist noch schwierig, das so zu beschreiben. Er ist zum Beispiel extrem auf sich selber fixiert. Was er macht ist richtig und gut, alle anderen machen alles falsch. Er hat an allen Menschen, inklusive mir uns einen Kollegen, etwas auszusetzen. Das geht mittlerweile so weit, dass er sich total von allen zurückgezogen hat. Er ist extrem auf sportliche Leistung fixiert. Nur das zählt für ihn. Er will alle "besiegen", er hat nur noch dieses Thema. Aber für einen Wettkampf kann er sich dann doch nicht motivieren.
        Für mich jedoch ist das schlimmste, dass er mir das Leben schwer macht. Ich mache alles falsch, ich kann ihm nichts recht machen. Mache ich es so, ist es falsch, mache ich es gerade anders rum, ist es auch verkehrt. Er hat sich oft nicht unter Kontrolle, wirft mir Sachen an den Kopf, flippt völlig aus, grundlos. Er beschimpft mich, er vertraut mir nicht, er setzt mich ständig mit allem unter Druck. Wenn er etwas nicht will, dann ist es so und fertig. Keine Diskussion, keine Kompromisse, nichts. Wenn er aber etwas will, habe ich zu spuren und wehe, ich mache das nicht. Mein Leben, meine Bedürfnisse, meine Interessen zählen überhaupt nichts. Ich habe genau das zu machen, was er von mir erwartet oder verlangt. Nur ja nicht selber etwas machen. Er kann sich an nichts mehr erfreuen, ich weiss gar nicht mehr, wann ich ihn das letzte Mal habe lachen hören. Das ist schon sooooo lange her.
        Ich habe mich selber völlig aufgegeben, habe mich von unseren und meinen Kollegen und Kolleginnen zurückgezogen, nur um ihm ja alles Recht zu machen. Um ihm ja keinen Grund zu geben, auszuflippen. Mich zu beschimpfen. Als ich irgendwann entdeckte, dass ich kaputt gehe, begann ich dank hilfe einer lieben freundin von mir, wieder mehr nach meinen Bedürnissen zu leben. Aber das führte zu noch mehr Kämpfen mit ihm. Wenn ich ausnahmsweise mal an einem Abend mit einer Kollegin etwas trinken gehen möchte, gibt es tagelang ein Theater. Umgekehrt ist es aber selbstverständlich. Ich mache alles falsch, kann seinen Ansprüchen nicht genügen. Er will mehr sein, als er ist. Und wehe, man kritisiert ihn. Kritik an sich oder seinem Verhalten geht gar nicht. Oder wenn ich versuche, mit ihm über unsere Beziehung zu reden. No way. Er macht keine Fehler, er ist perfekt. Aber rund um ihn herum sind alle Menschen schlecht. Etwas unternehmen mit ihm? Unmöglich. Ausser Sport zählt nichts für ihn. Mal mit Kollegen etwas trinken gehen, mal gemütlich zusammen auf dem Sofa liegen? Nicht möglich. Ich darf ihn nur berühren, wenn er das wirklich mal will. Und das ist äusserst selten. Nichts an mir ist gut, weder Kleidung, noch Figur, noch Frisur oder meine Art. Er spottet mich aus, nimmt mich nicht ernst. Naja, ich hatte schon vorher kein grosses Selbstvertrauen, aber in all den Jahren ist es gänzlich verloren gegangen. Und jetzt kämpfe ich darum, wieder mich selber zu werden.
        Und dann diese Selbstvorwürfe. Immer dreht er es so, dass ich für alles schuld bin. Sogar wenn etwas passiert, dass ich nun absolut nicht beeinflussen konnte, oder wo ich nicht mal dabei bin, ich bin schuld. Ich bin schuld, dass wir streiten, ich bin schuld, dass das Wetter schlecht ist, ich bin zu passiv, ich bin nicht liebenswert. Rückblickend ist mir aufgefallen, dass in den ganzen 10 Jahren unserer Beziehung von ihm nie ein "Sorry" zu hören war. Immer habe ich eingelenkt, immer habe ich die Schuld auf mich genommen. Und er ist sehr aggressiv. Nicht dass er mich schlagen würde, aber verbal.
        Auf der anderen Seite kann er so lieb sein. ABer das ändert von einer Sekunde zur anderen. Ein falsches Wort und alles ist im Eimer. Ich möchte ihm helfen, aber ich habe keine Ahnung, wie ich das anstellen soll.
        Und gegen aussen ist er der perfekte Charmeur. Er wird von allen gemocht, er ist für alle der Held. Er ist einfach perfekt. Hat alles im Griff, ist gut im Job, hilfsbereit und und und. Und zu Hause stänkert er über alle, denen er noch vor wenigen Minuten ins Gesicht gelacht und sie gelobt hat. Und auch da, wenn er über jemanden herzieht, bringt er es fertig, mir zu verstehen zu geben, dass ich auch dafür verantwortlich bin. So quasi, weil er wegen mir mit diesen Leuten sich abgeben musste. Auch wenn es seine Kollegen sind.
        Naja, ich hoffe, ich konnte dir so einen kleinen Einblick geben. Es ist schwierig zu erklären. Vorallem aufzuschreiben. Oder wenn ich dann zum Beispiel mal weggehe, eins Trinken oder so, dann macht er mir vorher Vorwürfe und hält mir vor, dass ich ihn immer alleine lassen würde (dabei gehe ich selten weg) und tagelang nachher. Aber dass er früher immer ohne mich unterwegs war, lässt er gar nicht gelten. Dann springt er mir gleich wieder an den Kopf, wenn ich ihm diese Tatsache vor Augen halte. Hmm, ich glaube, ich konnte das ziemlich schlecht beschreiben.


        liebe Grüsse

          anaos_12880416

          Nachtrag
          ... zu meinem Post unten: Etwas sehr schwieriges ist auch die fehlende Unterstützung. Ich für meine Person bekomme von ihm als meinem Partner absolut keine Unterstützung. Sei das in beruflicher Hinsicht oder auch sonst im Leben. Im Gegenteil, wenn ich sage, dass ich dieses oder jenes probieren möchte, lacht er mich höchstens aus und sagt, dass ich das sowieso nicht kann und dass das sowieso Mist ist. Er hingegen erwartet von mir 100 %ige Unterstützung ihm gegenüber. Und wenn ich nicht bereit bin, für ihn alles stehen und liegen zu lassen oder mich kritisch zu irgend einem Vorhaben seinerseits äussere (nicht unangebrachte Kritik, sondern berechtigte), dann werde ich sofort als negativ und schlecht hingestellt, dann nimmt er das gleich wieder persönlich. Und dann ist die Stimmung wieder tagelang am Tiefpunkt.
          Im Nachhinein betrachtet muss ich sagen, dass diese Tendenzen von anfang an da waren in unserer Beziehung. Aber die Ausprägung ist von Jahr zu Jahr schlimmer geworden. SChleichend. Und in den letzten zwei Jahren, als extremer Stress durch Veränderungen hinzu kam, wurde es um das vielfache schlimmer.
          Was mich bei ihm hält? Ich halte mich an den guten Zeiten, die wir durchaus auch hatten. Daran, dass er doch eigentlich krank ist und im Grunde ein sehr liebenswerter Mensch wäre. Aber ich bin auch realistisch genug, dass ich es irgendwann nicht mehr aushalte, wenn ich keinen Weg finde, mit ihm und seinem Verhalten um zu gehen.

            talya_12147243

            Vielen Dank für deine Antwort!!!
            Das wäre meine nächste Frage gewesen! Was dich bei ihm hält!! klar die guten Zeiten und dass du ihn liebst! Ok! Aber das was du mir geschrieben hast klingt ja furchtbar! Der Typ hält dich klein, dass kann doch nicht Sinn der Sache sein oder?
            Weiß er selbst denn dass er eine NPS hat? Macht er Therapie? Kann man sowas denn überhaupt in den Griff kriegen?
            Darf ich fragen wie alt ihr beide seid?

              anaos_12880416

              Ich würde...
              ... ihm gerne helfen. Er ist im Prinzip ein guter Mensch und ich finde es schade, dass er sich selber dermassen ins Abseits manöveriert. Wenn er mich auch noch verliert, steht er alleine da. Und doch, so langsam habe ich auch keine Kraft mehr. Es erscheint mir je länger je mehr hoffnungslos. Ich erkenne, dass ICH es nicht schaffen werde, ihm bewusst zu machen, in welche Richtung sein Leben läuft. Dass er sich profesionell helfen lassen sollte. Nach meinen Erkundungen gibt es spezielle Therapien, teilweise mit Medikamenten unterstützt. Doch dazu kann ich ihn nicht bewegen. Letzten Winter habe ich ihm deutlich gesagt, dass er drauf und dran ist, mich zu verlieren. Auch das zeigte keine Reaktion. Mittlerweile habe ich mich zu meinem SChutz ziemlich von ihm distanziert. Er merkt das und macht mir darauf wieder Vorwürfe. Ich würde ihn nicht genügend lieben und so. Der Fehler liegt somit wieder bei mir. Bei sich sucht er gar nicht. Er macht keine Fehler.
              Eine Therapie wäre das einzige, das ihm wirklich helfen könnte. Alleine mit meiner Liebe schaffe ich das nicht. Ich habe meine Unterlagen über NPS zu Hause rumliegen lassen, aber mein Versuch, ihm etwas darüber zu erzählen, endete damit, dass er wütend abzog und mich beschimpfte.
              Er ist 32 und ich 28. Weisst du, er kommt mir auch oft wie ein Kind vor. Über Gefühle reden ist unmöglich. Zärtlichkeiten und Sex sind für ihn schmutzig, verboten.

              Hallo cefeu
              Ja, das habe ich mittlerweile erkannt, dass ich ihm nicht helfen kann. Dass er mich nicht als gleichberechtigten Partner anerkennt und mein Wort nicht zählt. Ich denke mittlerweile auch, dass eine Trennung wohl irgendwann unausweichlich ist, aber ich will es mir noch nicht eingestehen. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich habe mich in ihn verliebt und aus irgendeinem Grund war ich immer überzeugt, dass ich mit ihm alt werden möchte. Es ist schwierig, das Scheitern zu akzeptieren. Aber es geht immer einen Schritt vorwärts. Mittlerweile habe ich innerlich schon eine ziemliche Distanz zu ihm und teilweise fühle ich mich ihm sogar "überlegen". Immer öfter ertappe ich mich dabei, wie ich feststelle, dass ich fast wie eine "Mutterrolle" habe. Und er das trotzige Kind ist.


              Die einzige Hilfe wäre wirklich von aussen, aber dazu kann ich ihn ebenfalls nicht bewegen. Weil meine Meinung nicht zählt. Das müsste dann schon eher von jemandem kommen, der für ihn eine Vorbildfunktion hat, aber dennoch nicht direkt betroffen ist. Aber ich weiss nicht, wer das sein sollte.


              Eine Trennung auf Zeit ist nicht möglich. Ziehe ich vorübergehend aus, dann brauche ich gar nicht mehr zurück zu kommen. Das würde er nie machen, mich wieder "zurücknehmen". Ja, ich bin wieder auf dem Weg zu mir zurück. Ich fühle mich wieder wohler mit mir selber. Manchmal fehlt mir einfach die Kraft, mich ihm zu wiedersetzen, meine Wünsche durchzusetzen, weil ich genau weiss, wie dann die Stimmung ist. Manchmal ist es mir egal, da kann ich es ertragen und manchmal bin ich zu schwach dazu. Aber ich werde mich ganz bestimmt nicht nochmals dermassen verlieren. Aber es ist schon traurig, wenn man sich alleine unter Freunden oder mit sich selber freier fühlt, als in Gegenwart des Partners. Und dann mache ich mir halt teilweise auch selber Vorwürfe.


              liebe Grüsse

                ein Monat später

                Bin betroffen - was wollt Ihr wissen?
                Hallo zusammen,


                also, ich habe zwar keine Freundin, die an einer "NPS" leidet, aber ich bin SELBST betroffen:


                Ich leide - das behaupten zumindestens meine Ärzte- an einer kobinierten Persönlichkeitsstörung mit narzistischen und dissozialen Zügen
                (ich fassen diese Diagnose nun wirklich nicht als Kompliment auf!).


                Aber vorsicht:


                Viele "Narzisten" sind weder selbstverliebt noch "arrogante A-löcher" (!)


                Ich z.B. bin ein sehr freundlicher, umgänglicher Typ, der unaufdringlich, unauffällig und hilfsbereit wirkt (was ich eigentlich "im normalen Leben" auch bin.


                Und obwohl ich nicht wirklich häßlich bin, und mich pflege, so bin ich auch kein "Schönling" (also nix mit dem Klischee von "Dorian Gray" (!!!) ).


                Was charakterisiert denn mich bzw. meine Persönlichkeitsstörungen ??


                Also, die Narzistische Persönlichkeitsstörung ähnelt - zumindestens bei mir sehr der Symptomatik der (vgl.) BORDERLINE-Persönlichkeitsstörung.
                Will heißen: Selbstverletzungen, fehlendes (oder STARK schwankendes Selbstwertgefühl (wie bei mir: einmal das arme Würstchen, dann die strahlende, augenzwinkernde "Testosteron"-Schleuder - bei mir schwankt das stark, manchmal stündlich - sogar mein Gang verändert sich dann). In diesem Zusammenhang wertet man lachen, Äußerungen, etc. fast IMMER auf sich (auch wenn man mal "ausnahmsweise" nicht gemeint war...).


                Dann Wutausbrüche (emotionale Instabilität, nicht angemessenes Reagieren):
                Ein klassisches (bei mir schon vorgekommenes Beispiel bei einer NPS:
                Man fragt im Supermarkt freundlich einen Mitarbeiter, ob er einem eine Frage zum Sortiment beantworten könne.
                Dieser (obwohl man vorher Sichtkontakt aufgebaut hat - und er ein Namensschild trägt, ignoriert einen vollkommen (ich sehe manchmal etwas "unorthodox" aus - bin ein auffälliger, großer Mann mit Tattoos). Arbeitet einfach weiter, als sei er taub.
                Dann kommt eine andere Angestellte herbeigeeilt und beantwortet die (eigentlich an den Mitarbeiter gestellte) Frage.
                Eine Bemerkung fällt (meinerseits): "Ach so, ihr Kollege ist taub" (Provokationsversuch).
                Weiter keine Reaktion.
                Man(n) eilt zur Kasse: Macht seinem Unmut Luft, fragt nach dem Filialleiter;
                Dabei stellt sich heraus, dass der (vermeintlich) "Taube" selbst der Filialleiter ist (!!) - und deshalb so arrogant zu einem war.
                Jetzt fallen, verbale, indirekte Drohungen (bei der Kassiererin) gegenüber dem Filialleiter.
                Man(n) verläßt den Supermarkt, Agressionen bauen sich auf.
                Man(n) schlägt und tritt gegen Mülleimer, Plakatwende, um seinem Ärger Luft zu machen.
                Man schlägt in eine gläserne Reklametafel mit der blanken Faust (AUTSCH!)...


                DAS, liebe FreundInnen, ist ein ECHTES Beispiel aus dem Leben!
                Das hat übrigens auch gar NICHTS mit Jähzorn oder Kolerik zu tun: Denn DIESEN Leuten tuen ihre Reaktionen später leid - sie "vergessen" auch recht schnell.
                Bei Personen mit einer Narzistischen Persönlichkeitsstörung kocht das SEHR lange IMMER mal wieder hoch.


                Außerdem verletzen sich viele Menschen mit einer NPS selbst: z.B. "Ritzen", Verbrennen mit Kippen usw.
                Dann habe -zumindestens ich- psychotische Schübe: Angstzustände, schwere Depressionen, gefolgt von sog. manischen Phasen (übersteigerter Antrieb - Hochgefühl, Euphorie, "Rumkasperei" etc. (Effekt ist etwa, wie wenn man alle antriebssteigernden Drogen und jede Menge Testosteron (bei Frauen wohl Östrogen ;) in eine große Schüssel kippt und alles austrinkt; diese "wahnsinnigen" Phasen können im Extremfall Wochen andauern; bei mir war das längste allerdings mal 48 Stunden "non stop".
                Außerdem sind Narzisten manchmal "größenwahnsiing" (Selbstüberschätzung, "fixe Ideen": "Ich konstruiere mal eben ein Auto" (eine vollkommen erntgemeinte "Tagträumerei" [wo ist die Grenze?, Überlegung, die ich am nächsten Tag bzw. nach Einnahme meiner Medikamente doch recht lächerlich fand.


                Das ist jetzt ein kleiner Einblick in das Seelenleben eines Menschen mit einer Narzistischen Persönlichkeitsstörung.


                Woher kommt das?
                Ursachen liegen in der Kindheit/dem Heranwachsen, fehlende Liebe, evtl (nicht zwingend!) Missbrauch, dominante Elternteile etc. (vgl. "Borderline").


                Na ja, außerdem bin ich ja - angeblich - auch "dissozial" (ein Verbrecher) [Dissoziale Persönlichkeitsstörung].


                Dissoziale Menschen lernen nicht aus ihren Fehlern, sie begehen Verbrechen nicht nur, um sich zu bereichern, sondern auch wegen des "Kicks".
                (Ich bin zwar vorbestraft, aber wegen Steuerhinterziehung).
                Wobei "dissozial" nicht unbedingt mit "asozial" gleichzusetzen ist, eher schon mit der amerikanischen Bezeichnung ANTISOZIAL (= Verbrecher).


                Ich aber würde mich nicht als Verbrecher bezeichnen, ich bin zwar vorbestraft, aber nicht wegen Gewaltverbrechen (also muss man auch nicht unbedingt ein Sadist, Vergewaltiger oder Mörder dazu sein).


                Ich hoffe, die gröbsten Fragen hier benatwortet zu haben.


                ANY OTHER QUESTIONS?


                DarkArtAC@yahoo.de


                DER SCHWARZE WITWER

                  kaarle_12062135

                  Hard Candy
                  Dazu gibt es übrigens einen sehr schönen Kinofilm derzeit: Er heißt "Hard Candy" - und die 14jährige Hauptdarstellerin HALE (sie erinnert mich übrigens sehr an meine kleine Schwester...) hat mind. auch zwei Persönlichkeitsstörungen (Filmtipp!)

                  10 Tage später
                  kaarle_12062135

                  Danke!!!!
                  Hi Schwarzer Witwer, ganz vielen Dank für den Beitrag. Mein Freund hat eine NPS und er ist ebenfalls in keinster Weise selbstverliebt, arrogant etc. Als ich erfuhr, was er "hat", habe ich erstmal gegoogelt und versucht mich schlau zu machen. Was ich herausfand war total erschreckend, ich war fertig und hab mir bei einer Freundin, die Psychologie studiert hat, Rat geholt. So habe ich erfahren, dass es auch andere Ausprägungen gibt. Mein Freund ist beinahe ein Abziehbild von dem, was du beschreibst. Ich finde es so wichtig, dass nicht nur das eine Bild von NP verbreitet wird. Auch mein Freund ist extrem liebenswert (er selbst kann das nicht so sehen) und sehr freundlich und höflich. Ich würde eine NP eher dahingehend definieren, dass jemand SICH SELBST NICHT lieben kann, also das genaue Gegenteil von selbstverliebt. Und ich bin einfach nur froh, dass ich nach den anfänglich wenig ermutigenden Informationen trotzdem bei ihm geblieben bin. Er ist nicht einfach, flippt wegen "Kleinigkeiten" aus, verletzt sich etc. Aber in erster Linie ist er ein wunderbarer Mensch, der leider von seinen Eltern nie vermittelt bekommen hat, dass er liebenswert ist und dass Fehler machen erlaubt ist. Mit Kritik kann er schlecht umgehen, aber nur wenn sie ungerecht ist, dann reagiert er total überzogen. Aber immer ist er eher eine Gefahr für sich selbst, nicht für andere. Er glaubt, wertlos zu sein, es nicht zu verdienen, glücklich zu sein usw. Das ist für mich das schlimmste, dass derjenige, den ich liebe, sich selbst kein bisschen mag. er strebt immer nach Perfektion, nichts was er macht ist gut genug, er meint, der ewige Verlierer zu sein. Es stimmt, dass er in seinen Gefühlsäußerungen eingeschränkt ist. Aber nicht, weil er sich nicht für andere interessiert und z. B. kein Mitleid empfinden kann, sondern weil er oft nicht mal weiß, was er selbst fühlt. Wie soll er sich da in andere hineinversetzen?! Er ist schon sehr lange in Therapie und es gibt echt Fortschritte - also nicht gleich aufgeben! Manche Dinge werden sich vermutlich nie ändern, aber ich werte es schon mal als gutes Zeichen, dass er jetzt schon eine ganze Weile mit mir zusammen ist. Er hat früher nie "normale" stabile Beziehungen geführt, immer ein Problem mit Nähe gehabt und sich ausschließlich von Borderline-Frauen etc. angezogen gefühlt. Und im Grunde sind all seine Tattoos und Piercings doch auch nichts anderes als Selbstverletzung. Ich kann nur sagen, ich musste schon einiges ertragen in unserer Beziehung in Hinsicht auf seine extremen Stimmungsschwankungen, Wutausbrüche, grenzenlose Hilflosigkeit, Selbsthass, Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen, (Selbst-)Zerstörungsanfälle usw. Aber ich habe in all der Zeit nie an dieser Beziehung gezweifelt. Es sind also nicht alle NPS vom selben Muster und es ist durchaus möglich, eine Partnerschaft zu führen. Aber man sollte selbst psychisch recht stabil sein und in der Lage, die genannten Symptome abzufedern. Und man muss Leute haben, mit denen man darüber sprechen kann. Manchmal ist man nämlich verdammt einsam neben einem Menschen mit einer NPS!

                    Hallo....
                    bin beim schnökern im netz auf diese seite gestossen und finde die bisher geposteten beiträge sehr hilfreich... auch ich gehöre in diesen club, denn seit einigen jahren lebe ich mit einem mann zusammen, der auch an nps leidet, es mitunter auch zugibt, an guten tagen, wie die schlechten tage aussehen, wurde hier von andern mitgliedern schon gut beschrieben und ich würde es nur wiederholen...... fazit: man (frau) muss selber eine starke psyche haben und eine persönlichkeit um dem stand zu halten, was einem da im täglichen leben geboten wird ;-(. anfangs konnte ich diese plötzlichen stimmungswechel und die wutausbrüche (aus meiner sicht ohne grund) nicht nachvollziehen und war sehr verletzt, weil er dann verletze worte umsichwirft... später kam ich dann durch gespräche mit freunden drauf, dass es ggf. eine form von borderline sein könnte - er kennt keine grenzen! dann stoss ich auf einen artikel, in dem führungskräfte mit dem nps-syndrom beschrieben wurden und erkannte meine (auch führungskraft) zu hause wieder..... seit dem sauge ich wie ein schwamm alles auf, was ich an informationen bekommen kann zu diesem thema und berücktige es in meinem verhalten ihm gegenüber..... mitunter schwer, wenn ich meine freunde nicht hätte, mit denen ich dann meinen *kummer* diskutieren kann, wäre ich auch schon ganz schön down....es ist ein leben zwischen peitsche und zuckerbrot..... durch die liebe - die doch da ist, habe ich die kraft, es durchzustehen und ja auch *auszuhalten* - was ich gelernt habe: MICH nicht aufzugeben! wenn er wieder mal seine ausbrüche bekommt ist es wirklich ratsam, nicht darauf einzugehen (was mir oft sehr schwer fällt, denn dann fange ich an zu kochen) und ihn links liegen zu lassen....er spricht dann oft 2 bis 3 tage nicht mit mir! die schuld wird mir zugewiesen - obwohl er provoziert hat und mich angreift ---- wer anderen die schuld gibt, gibt ihnen die macht - daran denke ich dann immer! das hilft!
                    --- vielen dank für eure beiträge ----- es hat mir geholfen und hoffnung gegeben.... denn vor einigen stunden war meine kleine welt noch eckig, langsam wird sie wieder rund!


                    ... wünsche eine gute nacht, werde morgen wieder schnökern......


                    alegria 621

                      slava_12728690

                      Ergänzung
                      menschen mit nps umgeben sich gern mit menschen, die sie anhimmeln und alles toll finden, was sie machen, das gibt ihnen die selbstbestätigung, die sich selbst nicht geben können, da sie unter starken minderwertigkeitsgefühlen leiden. so lange die anderen alles gut finden, ist auch ihre welt in ordnung, gibt es widerworte oder verhalten, welches sie nicht tolerieren können, dann hauen sie verbal umsich und an dem anderen bleibt kein gutes haar übrig! nur um sich selbst zu schützen - der andere ist unwürdig, nur ich bin gut! sie machen keine fehler - dafür sind die anderen da ... ihr eigenes fehlverhalten wird auf den menschen in seiner nähe reflektiert! und er bestraft ihn für sein verhalten.....


                      .... morgen mehr dazu, ich höre jemanden unten laufen ;-)


                      lg
                      alegria 621

                      kaarle_12062135

                      Hmm vllt. mehr ein narzistisches Trauma
                      Hi SchwarzerWitwer & andere hier,


                      die NPS hat viele Gesichter, wie hier ja auch sichtbar geworden ist.
                      Sind nicht alles egoistische A...löcher, es gibt 3 Haupt-Ursachen der Narz.Prägung. Zeigt mir mal den, der nicht auch ein paar Prozent davon in sich trägt !


                      Eine davon basiert auf selbst erlebtem narz. Trauma, die narz. Prägung ist dann ein Kompensierungsversuch.
                      Diese Leute geniessen nicht , sie LEIDEN. S. schwarzer Witwer.


                      Vor kurzem ist ein neues Selbsthilfebuch dazu rausgekommen, das zeigt auch sehr deutlich die Hintergründe und wieso man für Partner mit anderen "Störungen =" Prägungen bzw. Schemata anziehend ist.


                      Wer Interesse dran hat, kurz ne PM schicken dann such ichs raus und sende genau Angaben zum Bestellen, liegt glaub ich bei 25,- .


                      Das mit Deinen Verbrechen ist seeehr interessant ! Hast Du Freud gelesen 1916 über das Verbrechen bzw. Die dynamik des Stigmas ?
                      Du bist bereits früher beschuldigt, stigmnatisiert und bestraft ohne was getan zu haben. Irgendwann hälst Du dieses Schuldgefühl trotz unschuldig nicht mehr aus und beginnst von selber Dein Stigma zu erfüllen...begehst was UM ERWISCHT zu werden, denn lieber eine Strafe für was was Du getan hast als ewig diese Schuldgefühle für etwas was Du nicht getan hast - Kurzfassung :-)


                      Ciao ragazzi !

                      ??
                      Narzisstische Persönlichkeitsstörung - und du willst damit "umgehen" ??Ich glaube, und das ist mein voller Ernst - du musst dich mal von einem Psychotherapeuten durchchecken lassen. Ein gesunder Mensch hält es nicht 20 Jahre mit so jemandem aus.
                      Ich kann dir nur sagen - das ist eine der hartnäckigsten Persönlichkeitsstörungen überhaupt, Behandlungssaussichten sind minimal. Finde dich damit ab oder leb dein eigenes Leben, einen anderen Rat kenne ich nicht.
                      Wie kam die Diagnose auf????

                      jayda_12574497

                      An alle und iphigenie84
                      Ich wäre vorsichtig, mit Diagnosen von Therapeutinnen, die aufgrund deiner Erzählungen sog., in der seriösen Psychologie, verpönten "Ferndiagnosen" stellen.
                      Wenn dein Mann so eine Störung hat - bist du meistens das Komplementär dazu und nicht minder "gestört" (klingt hart). Schön ist es ja schon, dass du einen Erklärungsansatz für die vorkommnisse gefunden hast. dennoch bringt dich das nciht weiter sondern die frage lautet doch vielmehr - wieso hattest du es "nötig", dich mit so einem Menschen zu verbinden....Mein Name armesopfer heißt nicht umsonst so - ich finde, jeder Mensch sollte die Verantwortung bei sich suchen und sich nicht zum Opfer der Umstände machen..und das lese ich aus vielen Threats hier raus - von wegen "Och, wie schlimm, mein Mann hat diese Störung, jetzt weiß ich, wieso alles so scheiße war" - anstatt vielmehr darüber nachzudenken, das man sich freiwillig auf diese Bezeihung eingelassen hat! Nur so kommst du von diesem Muster, dich weiter an solcher Art Männer zu binden weg u hast die Chance auf eine andere Art von Partnerschaft.

                        "Narzistische Persönlichkeitsstörung NPS"
                        Hallo,
                        ich würde mich gern mit Frauen austauschen, die auch einen Partner mit NPS haben und dabei erfahren, was man (Frau) evtl. tun kann, um dem Partner zu helfen. Ich kenne meinen Partner seit knapp 2 Jahren, habe lange gebraucht, (letztlich durch eine Bekannte, die ihn kennt und beruflich in der Psychiatrie beschäftigt ist) um zu erkennen, warum sich mein Partner mir gegenüber so verhält und würde nun gern wissen ob es eine Chance für mich und unsere Liebe gibt.


                        Freundliche Grüsse


                        segelflug

                        talya_12147243

                        Narz. Persönlichkeitsstörung
                        Hallo fratz12,


                        ich bin heute das erste mal auf der Internetseite und beschäftige mich mit dem Problem Narz. Persönlichkeitsstörung. Ich habe auch seit 2 Jahren einen Partner, der darunter leidet und ich bin erstaunt, wie dein Beitrag genau das aussagt, was ich erlebe.
                        Bist du noch mit ihm zusammen oder hast du dich getrennt? Ich weiß nicht, was ich tun soll ...


                        lieben Gruß

                          talya_12147243

                          Trennung
                          ist meiner Meinung nach der einzige Ausweg. Du zählst in dieser Beziehung nicht, warum solltest Du auf ihn Rücksicht nehmen? hat er das jemals auf Dich genommen.
                          Mein Vater hatte auch diese Persönlichkeitsstörung und meine Mutter hat sich nach 26 Jahren von ihm getrennt. Und Für Sie war es das beste was Sie tun konnte, weil Sie nun langsam wieder zu sich finden kann und merkt, das sie ein Person ist, die Respekt verdient hat und ein Recht hat glücklich zu sein.
                          Auch für ihn war diese Trennung gut, so wie Du Deinen Mann beschrieben hast trifft genau auf ihn zu. Besser wurde es bei ihm erst durch die Trennung und sogar ich habe dadurch wieder so etwas wie einen Draht zu ihm gefunden, obwohl er trotzdem noch die selben Schwächen hat. Ich hoffe Du hast keine Kinder mit ihm, oder die sind schon aus dem Haus. Weil ich hätte mir schon eher gewünscht, dass sich meine Mutter von ihm getrennt hätte, vielleicht hätte ich dann auch etwas weniger Knax davongetragen. Er will sich nicht von Dir helfen lassen und das braucht er auch nicht. Denke an Dich Du kannst wieder glücklich sein!! Viel Viel Glück!

                          slava_12728690

                          Man muss nur...
                          ...aufpassen, dass der Freund und seine Störung nicht zum Hobby werden. DU selbst bist auch wichtig und auch du hast ein Recht auf schlechte Laune und Probleme etc. Wenn mein Freund schräg drauf ist, hat er kein Ohr für meine Sorgen, was mich oft ziemlich verletzt hat. Sobald die schlimme Phase vorbei ist, entschuldigt er sich,hört mir zu und versucht, mit mir Lösungen zu finden. Aber er ist wie gesagt auch schon sehr lange in Therapie und hat viel an sich gearbeitet. Trotzdem, ich ertappe mich immer wieder dabei, dass für mich sein Befinden an erster Stelle steht und sich meine Stimmung danach richtet. Solche Co-Abhängigkeiten sind gefährlich und im Sinne von "Gefahr erkannt - Gefahr gebannt" muss ich immer wieder gegensteuern und mich wieder auf mich besinnen und auch mein Leben weiter gestalten. Das mit dem Ignorieren ist ein ganz guter Tip, ich mache das mittlerweile auch. Wenn er ausflippt, ziehe ich mich zurück, signalisiere aber deutlich, dass ich noch (für ihn) da bin. Das war bisher eine gute Strategie. Und es ist definitiv nicht so, dass ich in dieser Beziehung nur gebe und nichts bekomme. Er gibt mir sehr viel und im Gegensatz zu früher sind seine schlechten Phasen seltener und fallen milder aus, was ich durchaus als Therapieerfolg werte. Ich habe ihn auch schon mal gebeten, seiner Therapeutin eine Frage von mir auszurichten, so dass ich dann von ihr einen Rat bekommen konnte. Das kann sehr hilfreich sein. Ich glaube allerdings nicht, dass ich mit jemandem mit NPS zusammen sein könnte, der nicht therapiewillig ist. Diese Störung ist wirklich ernst und schwer bis gar nicht zu therapieren. Doch dass der Versuch lohnt, zeigt sich bei meinem Freund.
                          Schöne Grüße
                          Orchideenliebhaberin

                            tuyjn_12151668

                            Hallo segelflug
                            ja, ich bin noch mit ihm zusammen. Ich weiss einfach nicht, was ich machen soll. Ich habe es noch nicht geschafft, mich zu trennen, ich liebe ihn. Aber das, was wir führen, ist keine Beziehung, es ist einfach ein Kampf. Ich wünschte mir, ich würde einen Weg finden, um mit ihm und seinem Verhalten umgehen zu können.
                            Wie ist es denn bei Euch? Wie verhält sich dein Freund? Und wie alt seit ihr? Ist er sich bewusst, woran er leidet?

                              aniks_12443397

                              Wie hast du es geschafft...
                              oder kam es von ihm, eine therapie zu machen, ist er von allein drauf gekommen, dass er unter nps leidet...gab es ein schlüsselerlebnis?


                              würde mich schon interessieren, denn bei uns ist die situation die, dass ich die allein-schuldige bin, die immer alles falsch macht... er nicht, er ist ohne fehler usw.... und wenn ich ihn mal darauf anspreche - an guten tagen, dann wird es mehr oder weniger als normal hingestellt und es folgt die antwort: es gibt 2 möglichkeiten - du gehst oder du akzeptierst!


                              berichte mal bitte
                              liebe neugierige grüsse
                              sabine

                                slava_12728690

                                Er hat selber...
                                ...gemerkt, dass er Hilfe braucht. Wir kannten uns damals noch nicht. Seine damalige Freundin hat sich von ihm getrennt, er hat im Leben keinen Sinn mehr gesehen und nach Suizidversuch die Therapie gewählt. Der erste Verdacht ging in Richtung Borderline, dann hat sich NPS herauskristallisiert. Aber wie gesagt gibt es unterschiedliche Ausprägungen von NPS. Mein Freund ist beinahe exakt so, wie es Schwarzer Witwer in diesem Thread beschreibt. Und er kann zwar Kritik nicht gut ab, aber es ist eher so, dass er sich selbst für total unzulänglich, wertlos und so weiter hält. Wenn ihm ein Fehler unterläuft oder etwas Blödes passiert, dann sieht er das als gerechte Strafe dafür, dass er "so scheiße ist". Bei ihm ist also die Selbstliebe in der Hinsicht gestört, dass er sich für nicht liebenswert hält. Aber es gibt auch Phasen, in denen er wie größenwahnsinnig wirkt, tausend Projekte hat, voller Energie ist. Der Absturz und Stimmungswandel folgen meist auf dem Fuße... Bei deinem Freund scheint es ja gar keine Einsicht zu geben, meinst du er leidet unter dem Zustand so wie du? Oder ist er einfach sehr selbstherrlich, nach dem Motto "wer nicht für mich ist, ist gegen mich" ? Solange er nicht wirklich von einem Psychologen als Mensch mit NPS eingestuft wurde, kannst du ja auch gar nicht sicher sein, dass es eine NPS ist. Und vielleicht gehen deine Bemühungen dann in die falsche Richtung. Bei vielen Menschen mit NPS ist der Leidensdruck irgendwann so groß, dass sie selbst Hilfe suchen. Bei deinem Freund scheint das (noch) nicht der Fall zu sein. Zugegebenermaßen ist es ja auch ein großer Schritt zu sagen: "ich möchte das ändern, schaffe es aber nicht alleine". Wenn er sein Verhalten normal findet und meint, du müsstest das akzeptieren, ist es natürlich erst recht schwierig, ihn zu einer Therapie oder Beratung zu bewegen. Dann musst du dich in letzter Konsequenz fragen, ob das das Leben ist, das du führen möchtest - mit einem Menschen, der nur auf sich zentriert ist und dich nicht achtet?

                                  aniks_12443397

                                  ...hört sich gut an
                                  .. du hast offensichtlich viel erfahrung im umgang mit anderen menschen, es wirkt auf mich sehr abgeklärt.... und auch plausibel....
                                  ja, ich vermute es sehr stark, dass es nps ist, er hat keinen wirklichen leidensdruck, zeigt es nicht, lebt eher nach der devise "wer nicht für mich ist, ist gegen mich" .... am anfang dachte ich auch, es ist eine art borderline.... weil er ständig an grenzen geht ... er bestraft sich nicht, er bestraft andere für sein verhalten, sie haben schuld, wenn er sich so verhält, er provoziert aber dieses verhalten.... kritik ist unmöglich! alles was direkt an seine person geht oder er vermuten könnte, dass es seine person betreffen könnte.... deine letzte frage ist eine gute, auch von mir manchmal gestellte frage..... seine stimmungwechsel sind unvorhersehbar, in sekundenschnelle! ich denke schon, dass er temporär auch unter diesem zustand leidet, dann redet er auch mit mir darüber.... es ist nur kurz und nicht tiefgreifend, wird am nächsten tag auch wieder verworfen, weil ja alle ärzte keine ahnung haben.... auf die rote couch bekomme ich ihn nicht, jedenfalls derzeitig.....


                                  gut ding braucht weil - oder guter rat ist teuer ... im moment sammle ich alle informationen und lege dieses als teile eines puzzlespiels aus, mit dem versuch es zusammen zu legen und ein bild zu bekommen.... auch damit ich damit umgehen kann, denn es kann wirklich der wahnsinn werden, wenn die schlechten zeiten bei nps dominieren......


                                  liebe grüsse
                                  alegria

                                  talya_12147243

                                  Neu hier
                                  Hallo,
                                  ich schreibe zwar ziemlich spät, aber habe jetzt erst deine Beitrag gelesen.
                                  Dieser Beitrag hätte auch von mir sein können.
                                  Wie hat sich deine Beziehung bis jetzt entwickelt. Ich habe mich gerade von meinem Mann, auf den deine Geschichte voll zutrifft, getrennt.
                                  Würde mich über eine Antwort von dir sehr freuen, falls du meinen Beitrag noch liest.
                                  LG Susanne

                                  talya_12147243

                                  JETZT WIRD MIR SO EINIGES KLAR
                                  Ich habe mich heute abend eigentlich in diesem Forum angemeldet, weil ich meinen Stress mit meinem Freund niederschreiben wollte. Meinem Freund, der permanent cholerisch, streitsüchtig, selbstverliebt und mühselig ist. (Siehe Thema: ICH WEISS EINFACH NICHT MEHR WEITER).


                                  Dann habe ich durch Zufall dieses Thema entdeckt und etwas darin geschmökert, bis ich bemerkt habe, dass mein Freund eine Kopie von den Männern sein könnte, die ihr hier beschreibt. Gerade deinem Freund, Fratz, ähnelt mein Freund sehr.


                                  Ich bin mit meinem Freund nun ca. 1 1/2 Jahre zusammen, von denen wir ein halbes Jahr in einer gemeinsamen Wohnung leben. Am Anfang dachte ich, er ist etwas cholerisch, weil er manchmal schon wegen Kleinigkeiten austickt, die anderen gar nicht mal auffallen. Die Stimmungsschwankungen von einem extrem ins nächste von einer Sekunde zur anderen sind mir auch mehr als bekannt. Ich habe heute am Abend noch darüber gerätselt, warum mein Freund wegen einer solchen Kleinigkeit, wie sie heute passiert ist, so austicken kann. Vielleicht erzähl ich euch die Geschichte mal kurz:


                                  Also. Ich habe ein Sportpferd, bei dem ich heute am nachmittag gewesen bin. Da mein Pferd ein kleiner Temperamentsbolzen ist, hat er sein Lederhalfter kaputt gemacht bzw. ist eine Naht aufgegangen, die ganz normal geklebt werden konnte. Also habe ich das halfter mit nach hause genommen um es zu reparieren und es morgen wieder mit in den Stall zu nehmen. Dann, am frühen Abend hab ich es eben hervorgeholt, den Kraftkleber rausgekramt und es geklebt. Auf einmal stürzt er auf mich zu, schreit mich nieder, was mir eigentlich einfällt, das selber zu machen, er hätte es eh irgendwann gemacht und warum ich immer glaube, dass ich so gescheit bin und alles selber machen kann. Ich hab dann versucht, ihm zu erklären, dass es sich dabei um ein ganz normales pferdehalfter handelt, und nicht um eine atombombe, die entschärft werden muss, und dass ich wohl denke, dass ich fähig bin, zwei teile aneinander zu kleben. Daraufhin hat er angefangen, zu schreien, mich zu erniedrigen, mich zu beleidigen und mich natürlich wieder einmal als schuldige hinzustellen. Ich bin ja schliesslich immer schuld, wenn wir streiten, weil ich so arrogant und dumm bin.


                                  Genauso vergangenen Montag: er sagt zu mir total in einem blöden ton: aja, nur dass dus weißt, am freitag muss ich mit xy und xyz saufen gehen!" Ich sag ihm, dass wir uns da schon ausgemacht haben, dass wir gemeinsam auf ein festl gehen (auf der er jetzt übrigens alleine bzw. mit xy und xyz ist). Da hat er ebenfalls angefangen, mich niederzumachen. Angefangen vom Geschäft, in dem wir gerade waren, über die gesamte autofahrt vom geschäft nach hause (ein freund von uns war ebenfalls dabei und hat sich gar nix mehr sagen getraut) bis dazu, dass er mich daheim wieder total niedergeschrien hat, mich vor diversen Leuten, die in unserem Wohnblock wohnen als "Fette kuh, die sowieso mindestens 10 kg abnehmen muss" und "deppates a-loch" deklariert hat.


                                  Gestern - die nächste Streiterei: wir waren bei der Post, weil ich dort einen Brief abschicken wollte. Am Schalter standen ungefähr sieben Leute, die Dame am schalter war vollkommen überfordert und hat bereits eine ewigkeit gebraucht, um einen Stempel auf einen Umschlag zu machen. Ich hab zu meinem Freund gesagt:"Lass uns zum anderen Postamt (das ungefähr zwei Kilometer weiter ist) fahren, vielleicht gehts da schneller!" Auf einmal fängt er an, mich nieder zu schreien, mich wieder als a-loch zu bezeichnen, mir vor allen Leuten in der Postfiliale zu sagen, was für ein wertloses Stück dreck ich nicht bin usw. usf. zehn Minuten später ist es so, als wäre nie etwas gewesen. Er ist lustig, macht scherze, alles beim alten - bis zum nächsten Streit.


                                  Ich habe mich - aufgrund dieses Themas - jetzt auch etwas im Internet schlau gemacht über NPS und ich glaube, auch mein Freund leidet daran. Allein die Charakterisierung dieser Krankheit trifft so voll und ganz auf ihn zu. Er ist ebenfalls ziemlich selbstverliebt. Ja, er ist optisch auch sehr ansprechend, groß, durchtrainiert mit waschbrettbauch, sehr gepflegt usw. usf. Und tut nichts lieber, als sich im Spiegel selber zu bewundern. Es gibt niemanden, der - nach seiner meinung nach - optisch an ihn heranreicht. Zweimal ist es bis jetzt vorgekommen, dass er einen exfreund von mir gesehen hat - einen auf einem foto, den anderen in echt. beide (ebenfalls recht attraktiv, einer sogar model) - wurden von ihm nur müde belächelt, als "Milchbubi", "Bauernjunge" und "hässlich" abgestempelt. Kaum sage ich, dieser und jener sieht gut aus, findet er 1000000 verschiedene gründe, warum er noch viel attraktiver und besser ist. Er sagt auch total oft, dass er - sollten wir uns mal trennen - sowieso jede andere, die er haben möchte, kriegen kann. Er meint auch, er wäre bisher von noch keinem Mädchen abgewiesen worden und die Frauen wären ihm bisher immer nachgelaufen (von seiner ex kann ich das bestätigen).


                                  Es ist jedenfalls sehr mühsam. Ich hab ihn sehr lieb und ich mag das zusammenleben mit ihm auch sehr gerne. Mit diesem netten Teil seiner Persönlichkeit. Aber mit der Zeit nimmt der böse Teil seiner Persönlichkeit immer mehr überhand.


                                  Ich glaube, die NPS ist bei meinem Freund noch mit einer anderen Störung gekoppelt. Was für mich auch sehr schwer ist. Er hat einen extrem fetisch, ein fixes bild von einer "geilen" Frau. Das heißt, eine "geile frau" muss, unabhängig davon, wie ihr gesicht aussieht, folgende Merkmale aufweisen: sie muss halterlose Strümpfe tragen, dazu high heels und einen minirock.


                                  Früher, als ich noch nicht mit ihm zusammen war, hab ich so ein Zeugs nie getragen, weil ich es ersten billig, doof und unbequem finde. Außerdem bin ich eben der Meinung, dass eine Frau nicht nur auf solche Werte reduziert werden sollte. Seit ich mit ihm zusammen bin, und er mir nahe gelegt hat, dass ihm sowas gefällt, quäl ich mich halt hin und wieder in dieses Zeugs rein. Allerdings ist das auch so ein streitpunkt, wo er immer in die höhe geht. Würde es nach ihm gehen, würd ich immer und überall so rumlaufen. Egal, ob es draußen minus 20 grad hat, ob wir irgendwo hin gehen, wo das unpassend ist usw. usf. Manchmal rastet er deswegen auch total aus. und gerät vom hundertsten ins tausendste.


                                  Dieser Beitrag hat mir die augen geöffnet. Ich werde mich jetzt gleich noch weiter schlau machen im Internet. Ich weiß aber auch, dass ich meinen Freund nie soweit bringen werde, dass er vielleicht zu einem Therapeuten geht und sich helfen lässt. Denn in seiner kleinen Welt ist alles so richtig, wie es ist. Er ist der perfekte, und alle anderen sind armselige, wertlose amöben.


                                  Was mich noch brennend interessieren würde:


                                  Wie reagiert ihr, wenn eure männer/freunde wieder in ihre nps-muster verfallen. Ich bin jemand, der eben immer alles bereden will und versucht, alles zu bereinigen, was nicht möglich ist bei meinem Freund. Wie verhaltet ihr euch?


                                  Am besten wird es wohl sein, wenn man gar nicht auf die attacken eingeht, oder? Habt ihr vielleicht irgendwelche Tipps, wie ich (und vielleicht auch mein freund) mit dieser Sache umgehen können?


                                  Gerne auch per eMail an:


                                  Dany@rainersleben.com


                                  dank euch im voraus!

                                    sl`ine_12061175

                                    Halle littleangel
                                    Wie ich darauf reagiere? Ich habe noch keinen Weg gefunden, kein Rezept. Ich versuche gerade heraus zu finden, wie ich am besten reagieren sollte. Soll ich mich einfach in ein anderes Zimmer verziehen, ihm den Rücken kehren? Soll ich auf die Attacken eingehen und mich verteidigen? Soll ich versuchen, ihn zu beschwichtigen? Ich habe schon alles probiert. Ich habe schon alles gemacht, bloss damit er aufhört, damit er mir nicht weiter so schreckliche Dinge an den Kopf wirft. Bloss geweint habe ich noch nie vor ihm. Ich habe schon zurück geschrien, ich habe sachlich probiert Argumente vor zu bringen, ich habe mich verteidigt, ihm seine ungerechtigten Vorwürfe versucht richtig zu stellen, ich habe mich im Gästezimmer eingeschlossen, ich bin aufs bike abgehauen. Genützt hat nichts. Weh tut es mir immer und ganz egal, was ich mache, es trägt sowieso nicht zu einer Besserung bei. Habe ich jedenfalls das Gefühl. Ich hätte so gerne ein Rezept, fast so wie einen "Notfallzettel", auf dem Schritt für Schritt steht, wie man vor zu gehen hat, um diesen Wutanfall zu beenden. Um ihn "zurück zu holen".
                                    Ich versuche für mich heraus zu finden, wie ich damit um gehen soll oder kann. Und ich wünschte mir nichts mehr, als das jemand sagt, was ich machen soll. Welchen "Knopf" ich drücken muss, um ihn "abzustellen". Vielleicht wüsste da jemand, der selber betroffen ist, eine Antwort. Wie sie in einer solchen Phase am liebsten behandelt werden würden. Es ist zum Verzweifeln, wenn man jeden Weg versucht und trotzdem immer auf verschlossene Türen stösst, alles versucht und doch keine Besserung erkennen kann. Und man dann an die vielen schönen Momente, guten Phasen denkt und wie schön man es doch normalerweise zusammen hat.


                                    liebe Grüsse und ich bin für jeden Tip dankbar

                                    sl`ine_12061175

                                    ... willkommen im club ;-)
                                    hallo littleangel,


                                    deine niedergeschriebenen zeilen könnten auch von mir sein - *traurig guck* .....
                                    auch ich habe, wie die anderen hier auf diesen seiten, diese nicht schönen erlebnisse gehabt.....


                                    ich versuche in der letzten zeit vermehrt mir klar zu machen, dass er nix dafür kann, wenn er wieder einmal angreift - er weiß und kann es einfach nicht besser - und ich werde mir dann auch sofort bewusst, dass ich es nicht persönlich nehmen darf, was er dann sagt. oft fällt es mir schwer, ruhig zu bleiben, keine kommentare zu geben oder nicht in tränen auszubrechen, weil diese angriffe dann einfach über den normalen verstand hinaus gehen.


                                    meine erfahrung:
                                    gehe ich auf sein streitpotential ein - dann wird alles nur noch schlimmer - er steigert seine angriffe und es ist wirklich nur noch ratsam, sofort das weite zu suchen - ohne ein wort zu sagen.....
                                    ich lasse es ihn schon wissen, danach, wenn er dann stillschweigend (er ist ja mit seiner wutattacke verletzt worden und ich muss jetzt dafür bestrafft werden) in der ecke am pc sitzt, dass er mich verletzt hat! irgendwie so verpackt, als wenn ich mit einem 5jährigem jungen rede, dem gerade sein spielzeug weggenommen wurde.


                                    nicht reden können im/nach dem streit und nicht bereinigen können - so ist es bei uns auch.... meine worte werden sofort verworfen, ich bin dann einfach nur blöd, kapiere überhaupt nix, habe keine ahnung und schon gar nicht das recht zu sprechen, ohne aufforderung.... er ist der, der alles perfekt sagt, kann, weiß.....und vorallem tut!
                                    sinnlos... selbst dann, wenn er sich wieder beruhigt hat - nach tagen des schweigens endlich wieder mit mir spricht - darf das thema nicht angesprochen werden, weil er keine schuld hat (die liegt natürlich immer bei mir) ......


                                    ich habe eigentlich nur den tipp:
                                    - achte dich selbst, du bist eine persönlichkeit!
                                    - gehe ihm aus dem weg, wenn er anfängt oder du merkst, dass es alarmstufe rot geben könnte
                                    ... momentag weiß ich auh nix mehr.....bin auch noch auf der suche.....


                                    gestern hatte ich auch wieder so ein erlebnis der *dritten art* - seit dem redet er wieder nicht mit mir, weil ich ihn verletzt habe, in dem ich nicht seinen weisungen folge leiste und mich hingebungsvoll aufopfere .....(hab' noch wut im bauch!)


                                    übrigens: 10 kilo wiegen wir *mädchen* hier alle zu viel ;-)- laut aussage unserer *Süssen* .... und das schlimme ist, sie sehen gut aus, sind sich dessen bewusst und setzen es als trumpf ein. diese szenarien vor dem spiegel sind mir auch sehr bekannt - mal himmelhoch begeistert, mal sich selbst nur "scheiße" findend - je nach stimmungslage.

                                    8 Tage später
                                    talya_12147243

                                    Narz. Persönlichkeitsstörung
                                    hallo fratz12,
                                    komme leider erst heute dazu, zu antworten.... auch unsere Beziehung ist teilweise ein Kampf. Ich habe von einer Freundin ein Buch empfohlen bekommen, das heisst "Narzißmus.Das innere Gefängnis" von Heinz-Peter Röhr, Walter Verlag. Ich besorge mir es gerade,kann daher noch nichts Konkretes berichten, verspreche mir aber eine Hilfe für uns. Mein Freund ist 43 Jahre und ich bin 50 Jahre alt. Ich habe ihn vor 2 Jahren kennengelernt und mich in ihn total verliebt. Mein ExMann mit dem ich 28 Jahre verheiratet war, ist ein ganz anderer Typ, ruhig, besonnen, überlegt und niemals aufbrausend - allerdings frage ich mich heute, ob ich ihn eigentlich wirklich geliebt habe, denn VERLIEBT bin ich jetzt, in einen Menschen der ganz und gar nicht einfach ist.
                                    ...und weil das so ist, koome ich nicht von ihm los. Nach dem letzten Streit und der letzten körperlichen Attacke mir gegenüber, bei der ich wieder einmal die Polizei rufen musste, um meine Haut zu retten, war ich mir sehr sicher, dass es das war. Ich fing an, mir eine Wohnung zu suchen und war fest entschlossen, ihm zu sagen , dass unsere Beziehung beendet sei. Er dagegen fing ein paar Tage nach der Eskallation an, mir wie ein kleiner Junge zu erklären, dass er sich einsam fühlt, mit den Menschen in Hannover nicht klar käme (er kommt aus Hamburg)usw. usw. ... und er würde die Beziehung nicht beenden. Nach ein paar weiteren Tagen haben wir versucht, unsere Meinungsverschiedenheiten zu diskutieren, wobei er mich abfällig beschimpfte. Ich bin mir sicher, dass er sich eigentlich nur richtig Luft machen wollte. Ich habe darauf hin gemeint, dass unsere Beziehung unter diesen Umständen keine Zukunft mehr hat. Das war eigentlich das Ende....
                                    Der Zufall wollte es, dass ich sofort eine Wohnung fand und nur noch die Entscheidung den Mietvertrag zu unterschreiben treffen musste. Ich merkte, es ging nicht, ich kann diesen Mann (noch) nicht verlassen .... ja ist das nun krank oder wahre Liebe und der Wunsch, ihm helfen zu wollen, ich glaube letzteres...
                                    Die Freundin, die mir das Buch empfohlen hat (sie selbst arbeitet in der Psychiatrie u. hat sich für mich bei einer Ärztin erkundigt über NPS)hat meinem Freund gesagt, dass er so eine Störung hat und dass dies aus der erlebten Kindheit kommt (Vater hat ihn geschlagen hat die Mutter beschimpft und ihn selbst gehasst). Er hat meiner Freundin gegenüber zu alllem nichts gesagt oder gefragt und ich traue mich nicht, das Thema anzusprechen. Ich werde jetzt erst einmal das Buch lesen, mal schauen, was dann wird....
                                    liebe Grüsse
                                    segelflug

                                    4 Monate später

                                    Hallo verrückt1
                                    ich habe deine zeilen gelesen und ich möchte mich daraufhin melden.
                                    ja.ich kenne auch so eine person..ich kenne sie seit fasst zwei jahren und habe genau.wie du ..gewusst, irgendwas stimmt nicht mit ihm.. und ich habe hier nachgelesen.und weiss..er leidet darunter.mit sicherheit!! nur..was kann man tun? egal..was man macht, man macht es falsch..dieses ständige auf und ab..ich halts manchmal nicht mehr aus...ich möchte so gern wissen, wie man mit solchen menschen umgeht..habe aber noch nichts drüber gelesen..

                                    vena_12329618

                                    Hallo ihr da oben ich versteh euch nicht!
                                    Ich lese gerade diese Einträge hier und bin geschockt. Nicht, weil es eine solche Krankheit gibt und es sicher nicht angenehm ist, sie zu haben (siehe Schwarzer Witwer).
                                    Sondern weil es soviele Frauen gibt, die sich jahrelang absolut erniedrigend behandeln lassen und dann, wenn sie die scheinbare Erklärung dafür in einer Krankheit finden, ihr Helfersyndrom ausleben und das Verhalten des Mannes völlig entschuldigen. Sorry, aber wenn ich schon sowas lese wie "Ich darf es nicht persönlich nehmen...er kann ja nichts dafür", davon, daß ihr euch schlagen laßt, öffentlich als fett und häßlich bezeichnen laßt... HALLO???
                                    Glaubt ihr nicht, daß viel mehr IHR eine Therapie machen solltet?
                                    Und glaubt ihr wirklich, ihr könntet die Arbeit eines ausgebildeten Psychologen übernehmen? Holt euch erst mal eine Portion Selbsbewußtsein, das ist ja schlimm, wie ihr diesen Männern auch noch Futter bietet.
                                    Es scheint mir auch, daß eure Partnerwahl von sehr oberflächlichen Kriterien bestimmt ist. Eine hier hat nur "Models" mit Waschbrettbauch, die andere mißt ihrer momentanen Verliebtheit mehr Bedeutung zu als der Liebe zu ihrem Exfreund, auch wenn der vielleicht nicht so spannend war. Sorry, aber das klingt alles verdammt unreif.
                                    An einen Scheißtypen kann jeder mal geraten, aber was ihr da mit euch machen laßt, dafür hab ich echt null Verständnis.

                                    2 Jahre später
                                    aniks_12443397

                                    An alle Betroffenen
                                    Alles was hier beschrieben wurde habe ich so in den vergangenen 8 Jahren erlebt, allerdings in der gesteigerten Kombination mit Alkohol.Mehrere Therapien waren sinnlos und haben die BfA nur viel Geld gekostet, weil mein Lebensgefährte gar keine Änderung will. Ich habe den Eindruck, dass er sich in seiner Rolle, die er mit theatralischen Mitteln perfekt beherrscht, sehr wohl fühlt.Wenn man für "Nichts"immer wieder sein Ziel erreicht, zum Beispiel auch bei den Eltern, ist das doch toll ! Die Beschreibung der Narzistischen Persönlichkeitsstörung passt perfekt auf seine Person und sein Verhalten, allerdings mußte ich es selbst heraus finden, indem ich viele Bücher gelesen habe. Ich habe ihn zu Hause in allen erdenklichen Lebenslagen erlebt und wenn man mit anderen über dieses unmögliche Verhalten spricht, läuft man Gefahr, dass man selbst als verrückt eingestuft wird, weil sich diese Personen nach außen, auch bei Ärzten und Therapeuten, völlig anders und ganz toll darstellen können. Im vergangenen Jahr hatte ich zum ersten Mal die Gelegenheit in seinem Beisein( der Patient muß das wollen)sein Verhalten einer Psychologin zu schildern. Seitdem ist die Diagnose bestätigt worden.
                                    Als er vor 2 Jahren in Bad Neustadt bei Schweinfurt eine Therapie wegen Alkoholabhängigkeit gemachte, lernte er dort eine Alkoholikerin kennen, die außer Alkoholabhängigkeit auch psychische Störungen hatte. Danach begann die Hölle . Aus den Erlebnissen der letzten 2 Jahre könnte man einen 2-teiligen Horrorfilm drehen. Alles, was ich in den letzten Jahren versucht habe, ob im Guten, ob im Bösen oder gar nicht, war sinnlos, weil im Kopf nichts ankommt. Ich selbst stand immer mit beiden Beinen fest auf dem Boden, aber nach diesem Terror waren auch meine Nerven am Ende. Ich habe vor einem Jahr einen Schutzgürtel um mich herum aufgebaut, um diese Situation zu ertragen.Jeder Arzt sagt: "Selbstschutz geht vor Fremdschutz", weil man diesen Menschen nicht helfen kann. Unsere Beziehung geht jetzt auseinander, weil er ein neues Opfer gefunden hat, denn ich war auch an allem Schuld und die Anderen verstehen ihn alle viel besser - alles nur eine Frage der Zeit !!! Unser Hund hat mir über viele schwere Stunden hinweg geholfen, deshalb hier die Frage: " Mann oder Hund ? Versauh ich mir nur den Teppich oder gleich das ganze Leben ?" Eine Psychologin gab mir den Rat: "Mache die Tür ganz weit auf.............". Und trotz allem tut er mir auch sehr leid, weil diese Menschen in sich gefangen sind und er auch sehr liebenswürdig sein kann - wenn er was haben will ! Man muss aber den Verstand walten lassen. Einen interessanten Artikel findet man bei google unter: " Der Umgang mit unmöglichen Leuten". Ich wünsche allen Betroffenen, die dieses stressige Abenteuer weiter aushalten wollen, ganz viel Kraft für die ständige Rücksichtnahme, Beleidigungen, Rücksichtslosigkeit, Lügen usw. Für mich beginnt endlich wieder ein normales Leben, das mit viel Lebensfreude erfüllt sein wird.


                                    Eure Reximama

                                    NPS
                                    also erstmal ist ds wichtig hier keine falschen Diagnosen zu stellen ,das kann in diesem Fall Fatal sein .
                                    In erster Linie gibt es den Narzissten nicht es gibt unterschiedliche Formen Narzissmus Historine und Borderliner ....diese sind meist in einer Mischung anzutreffen .
                                    Es gibt Foren die sich im Netz genau damit beschäftigen.
                                    Ich selbst hab eine NPS seit 10 Jahren Diagnistiziert bekommen ,habe Beziehungen mit IN ANFÜHRUNGSTRICHEN Borderliner sowie auch Narzisten gehabt
                                    Jeder Cholerika muß nicht gleich eine NPS haben .
                                    Nur der jenige der sich mit dme Thema tief auseinander gesetzt hat erkennt auch sollche Leute
                                    gruss Frispa

                                    2 Monate später
                                    slava_12728690

                                    Komme nicht von ihm los
                                    Guten abend,


                                    ich bin mehr oder weniger mit einem Mann mit NP seit 3 Jahren zusammen. Gott sei dank leben wir nicht zusammen. Ich habe die Beiträge hier sorgfältig durchgelsen und habe gehofft, dass ich hier eine Antwort auf meine Fragen finde. Meine Frage, bzw. mein Problem ist, dass ich bis jetzt NIE richtig geschafft habe, von diesem Mann für immer wegzukommen. Seine Wutausbrüche, die ganzen Streite, seine Untreue usw. habe ich bis jetzt mehr als genug erlebt, ich habe dann darauf auf meine Weise reagiert. Hab Schluss mit ihm gemacht aber nicht einmal, tausendmal. Aber letzten endlich schaffe ich einfach nicht von ihm wegzukommen. Nach gewisser Pause nach der Auseinandersetzung habe ich so eine Sehnsucht nach ihm und ich laufe wieder zu ihm. Ich gebe ehrlich zu, ich denke inzwischen, ich bin auch nicht normal und weil ich von ihm weg will, habe ich mit einer Therapie angefangen. Und jedoch wie schaffe ich im Alltag ohne ständig zu ihm zurückzulaufen ? Kann mir einer helfen ?
                                    Suedwasser

                                    2 Jahre später

                                    NPS
                                    Hallo liebe Leidensgefährtin,
                                    Du hast schon vor einiger Zeit geschrieben, ich weiß nicht ob Du noch antworten willst....
                                    Bei mir ist das Ganze aktuell, mein Freund war 11 Wochen in einer Klinik und kam mit diesem Befund und massiven Angststörungen und Depressionen wieder nach hause. Er trennt sich nurn von mir, da er sich vor mir schützen muss, lt. seinem Pyschiater, mit dem ich nicht sprechen darf.
                                    Ich habe seit 10 Jahren mit diesem Mann eine Beziehung, es war immer schwierig und zuletzt hat er mich nur noch gedemütigt, da er seit 11 Monaten arbeitsunfähig war und nun eine Frühpensionierung erhält. Es war furchtbar...
                                    Aber nun, da er mich abserviert hat, tuts schrecklich weh, ich denke, ich wollte ihm immer nur helfen. Aber das geht wohl nicht. Doch was bin ich, ohne dass ich helfen darf? Da bleibt wohl nicht mehr viel übrig. Kennst Du dieses Problem?


                                    Liebe Grüße
                                    Angelika