Michi...
... ich habe alle deine Beitraege der letzten 6 Wochen gelesen.


"Naja, wenn du lieben kannst ( und das bedeutet BEDINGUNGSLOS und nicht weil du irgendwas dafür haben willst ) dann liebst du ja eigentlich auch dich selbst oder hast die Fähigkeit dazu"


Aha! Auf einmal kehrt sich die Sache um! Vorher hast du gemeint, erst kaeme die Selbstliebe, dann die Liebe zu den andern. So wie du jetzt sagst, muss ich's dir natuerlich zugeben. Wenn ich alle liebe, dann insbesondere mich selbst, glaube aber kaum, dass Fromm allzuviel Wert darauf gelegt haette... ;)


"Das ist nur die angenehme Nebenwirkung auf die es aber nicht ankommt."


Ich fuerchte, ich fuerchte, dass es dir gerade exakt auf diese angenehme Nebenwirkung ankommt. Pruefe genau. ;) Wenn es nicht so ist, vergiss, was ich geschrieben habe!


n

Am Anfang...
... war die Tat!
Goethe
;)


Wieso nicht nachempfunden? ;) Ich denke, das meiste sehe ich auch so. Natuerlich sind Gefuehle und Bilder primaer und Sprache ist sekundaer. Die Frage ist, wo das (Selbst)bewusstsein steht, d.h. ab wann "weiss" ein Tier, dass es etwas fuehlt oder sieht.


Und: das Wort ist keine Hohlform und jedenfalls nicht "nur" Ausdruck von Bewusstseinsinhalten. Warum haben wir denn angefangen zu sprechen? ;) Weil wir bewusst beschlossen haben uns einander mitteilen zu wollen? Wohl kaum. Vielmehr weil es einfach "ging", Gesten und Sprachlaute wurden unbewusst produziert, und die Menschen, die sie *zufaellig* richtig deuten konnten und reproduzieren konnten, hatten viel bessere Ueberlebenschancen.


Sprache entsteht nur zwischen mehreren Individuen, es gibt keine Privatsprache, ein isoliertes Individuum kann niemals sprechen, auch nicht mit sich selbst. Lies mal Wittgenstein, wenn du magst... ;)


Ganz vorsichtig sage ich dann: also auch nicht denken. Selbstbewusstsein hat man erst dann, denke ich, wenn man den Satz: "ich bin" formulieren kann und sich somit selbst sagen kann, und genau so gebraucht, wie wir das tun.


Wer das nicht kann und nur Gefuehle hat und Bilder sieht, traeumt und ist nicht selbstbewusst.


cu,
n

  • hexxana7 hat auf diesen Beitrag geantwortet.

    Ich mag...
    ... meine grundlegende Ueberzeugung von der Wichtigkeit der Worte sehr... ;)


    Deshalb lese ich auch bewusst viele Buecher! ;) Das mit "Sprache vor Bewusstsein" ist eine extrem private Spekulation und vermutlich Unsinn, aber ich mag den Gedanken...


    Ich grenze Traeume, Bilder und Gefuehle ueberhaupt aus gar nichts aus! Ich meine nur, dass ich ohne Worte nichts von ihnen wuesste, und du kannst mich auch vom Gegenteil nicht ueberzeugen, denn du sprichst ja, und ich auch. Wir wissen nicht, wie es ohne Worte waere.


    Treffe haeufiger mal Leute, die mir unterstellen, ich wuerde Dinge wie Intuition, Inspiration, Wuensche, Traeume, wortloses Verstaendnis, Gefuehle usw. geringschaetzen, nur weil ich Wissenschaft und Literatur cool finde, da ist aber GAR NICHTS dran! ;)


    Diese Leute (vielleicht auch du ;)) unterschaetzen einfach ganz gewaltig unsre abendlaendischen Philosophen und setzen den platten Schul-common-sense gleich mit dem was in den *guten* Buechern steht... Dass du damit nicht zufrieden sein kannst, ist ja klar! ;)


    Nur ein paar Beispiele...


    - Sokrates' " daimonion" - seine phantastische innere Stimme, die ihn lebenslang begleitete und ihm sagte was er fragen sollte und was zu tun sei


    - Goethes "Wahlverwandschaften" - die krasse Symbolik der Zeichen, die vielleicht etwas bedeuten, vielleicht nicht...


    - Schopenhauer - die Welt als *ein* Wille, es gibt nur "ein" Bewusstsein, an dem alle teilhaben, der meint das genauso ernst wie's da steht, bezieht als erster die komplette indische Philosophie ein (bevor Esoteriker ueberhaupt mal vom Nirvana gehoert hatten ;)) und ist einer der groessten deutschen Philosophen...



    Kurz gesagt - alle coolen Typen in der Weltgeschichte haben Traeume, Gefuehle, Bilder und so weiter extrem wichtig genommen. Es ist schade, dass in der Schule der Eindruck entstehen mag, wir lebten in einer Gesellschaft die von trockener Zahlenwissenschaft und "Schulmedizin" gepraegt wurde. Dem ist *nicht* so.


    Und noch zum Schluss... Lesen ist auch nicht allzu wichtig, richtig. Intuition hat man auch so. Aber ich fuehle mich wohler in meiner Welt, wenn ich weiss, von wem sie gepraegt wurde, und dass diese Leute keine trockenen Lehrer waren! ;)


    cu,n

    Kurz aber mit Inhalt
    @Imandra: jaja, ich habe auch mal solche Tage, an denen ich viel zu geradeaus bin. Und sowieso nichts los hier gerade.


    Tja, Pasikam, beweg dein A.., und so kommst du von deinen Tief heraus.


    Wann sehe ich dich im Diät Club?


    Lucille

    hexxana7

    Vielleicht...
    ... stimmt das wirklich, mit den Hirnzellen, aber Beweise gibt's dafür nicht! Auf jeden Fall ist das nicht alles, denn Gedanken haben Bedeutung, Hirnzellenaktivitäten nicht. Bedeutung erlangen sie erst durch Interaktion mit Zellen anderer Gehirne, mittels Vermittlung durch die Sprache, die wiederum definiert sich durch Gebrauch.


    Kurz: ohne soziale Kontakte sind Hirnzellenaktivitäten nichts als physikalische Vorgänge und sicher keine Gedanken... ;)


    n

    • hexxana7 hat auf diesen Beitrag geantwortet.
      lilia_12629207

      Bei aller Liebe :-(
      da helfen Esoterik und Familienaufstellung (Hellinger) auch nicht weiter.


      Nur Flucht vor der Realität...finde ich.

      Ändern, und zwar zügig....
      Dein Thread, der Reihe nach,meine Interpretation ;-)
      Deine Einstellung....besch....
      Deine Lethargie und Umgang mit allem
      Glück ist (auch)Arbeit,nie nur Zufall...
      Weil Du Dich selbst nicht akzeptierst.
      Weil Du vielleicht durch Deine Art des Umganges abschreckend auf andere wirkst, ohne das eigentlich zu wollen...
      Abnehmen,Diät,Sport, was auch immer....Übergewicht hat auch mit der Nicht-Balance im Leben zu tun...


      Spiegel?Meinung von Freunden über Deine Optik? Pflegen, das Beste daraus machen, Farb-und Stilberatung etc....


      Umdenken lernen,und den Weg auch gehen lernen, ist A r b e i t, geschenkt bekommt man geänderte Lebensmuster nicht.


      LG
      B.

      • hexxana7 hat auf diesen Beitrag geantwortet.

        Es gibt
        nur einen der dich erfolgreich da heraus holen wird. Du selbst.


        Was findest du beschissen?
        Warum meinst du, hast du kein Glück? (verdient?) Was wäre Glück für dich?
        Warum wunderst du dich, dass etwas nicht klappt , wenn du schon mit dieser Einstellung: "Klappt eh" nicht, herangehst?
        Magst du dich? Woher willst du wissen dass dich keiner mag? Ist es wirklich sooooo wichtig dass man gemocht wird? dadurch würde man sich nur abhängig machen von anderen. Lerne dich selbst zu akzeptieren. Du mußt schließlich 24 Stunden am Tag mit dir leben.
        Nimmst du dich ernst?
        Warum hasst du dich? Suche mal nach etwas liebenswertem bei dir.
        Du findest dich zu fett? Dann geh in die Apotheke/ Ernährungsberater lass feststellen ob du es auch laut BMI bist. Wenn ja, kannst du dich dort auch beraten lassen wie du abnimmst.
        Das Leben will gelebt werden.Und dem ist es egal, ob du es hasst oder liebst. Allerdings lebt es sich leichter, wenn du dir bewußt die positiven Seiten suchst. Fang klein an.- Tue täglich etwas bewußt, was dir Spass macht. Nur für dich.Und wenn es nur 5 Minuten sind.


        Wenn du es alleine nicht schaffst, hole dir Hilfe. Das ist völlig ok.

        oliver_12558894

        Sicher beginnt alles mit einem
        physikalischen Vorgang. Keine Beweise? Sie sind noch beim Forschen ;-). Ohne die Hirnzellen gäbe es keine Gedanken.?
        Ich denke das Gehirn werden sie nie so ganz erforschen können. Ist wohl auch gut so.


        Bedeutung für wen? Für den der den Gedanken hat, hat er schon Bedeutung. Entscheiden sie nicht letztendlich über das Leben, dessen der da denkt? Über sein Verhalten? Seine Taten? Über seinen Umgang mit sich selbst und den Mitmenschen? (Sozialer Kontakt ;-) eben ) Unterschätze die eigenen Gedanken nicht. Gefährlich sind die "leisen" Gedanken die so unbewußt ablaufen.


        Wenn du mit sozialem Kontakt meinst, eine Hirnzelle alleine kann keinen Gedanken "erfassen", ist es vielleicht so. Aber wenn du meinst, ein Menschenhirn allein kann es nicht, so würde ich da widersprechen.
        Er hat schließlich viele Zellen, die miteinander kommunizieren. Ein Gedanke ist vielleicht das Ergebnis dieser Zusammenarbeit?
        Ein Gedanke ist beeinflussbar, durch vieles, unter anderem auch durch eigene Gedanken ;-). Ein Kreislauf.

          Tja,
          eben, vielleicht ist alles auch ganz anders;-)
          Es gibt vieles, was der Mensch nicht erklären kann. Gerade deshalb finde ich verschiedene Blickwinkel sehr wichtig.


          Die klinisch Toten: es ist die Frage: haben sie Gedanken, oder nehmen sie etwas wertungsfrei wahr?
          Ich weiß nicht, ab wann ist es ein Gedanke, und wann ist es "etwas anderes"?
          Und wie ist es, wenn 2 gleichzeitig den gleichen Gedanken haben,z.B. zum gleichen Zeitpunkt aneinander "denken", zum Telefon greifen? wo kommt das her? Fragen, Fragen....
          denk an die Diskussionen zum Thema Organspende, da streiten sie sich auch manchmal, wann das Hirn keine Aktivität mehr hat...



          interessantes Beispiel mit dem Veilchen. Doch ob eine Pflanze oder ein Tier sich je mit dem anderen vergleicht? Vielleicht ist das ein "menschliches Merkmal"? Dieses Vergleichen. Die Pflanze wächst einfach, so, wie sie es eben kann. Der Mensch schaut sich um, wie die anderen sind, bevor er wächst ;-)


          Die Bedeutung der Gedanken: Da sie so unser Leben beeinflussen, haben sie eine, die besser beachtet wird, oder?
          Hm....meist sind mit Gedanken Hirnaktivitäten gemeint.


          Ich wünsche auch dir einen schönen Tag

          Mhm...
          nur ganz kurz, hab viel zu tun... ;)


          Nein, nein, so kann das alles nicht sein. Gedanken erhalten Bedeutung erst durch soziale Kontakte. Isoliere ein neugeborenes Kind sprachlich - es stirbt entweder oder wird unter extremer geistiger Behinderung leiden. Solche grausamen Experimente wurden frueher leider tatsaechlich manchmal gemacht. Selbst die physiologische Entwicklung des Gehirns setzt sprachliche Kontakte voraus, das Gehirn faengt gar nicht an zu wachsen wenn sie ausbleiben.


          Das Eremitenbeispiel ist ein schlechtes, denn der Eremit entscheidet sich ja erst zu seinem Dasein wenn er schon sprechen und denken (inklusive Bedeutung) mittels sozialer Interaktion gelernt hat und mit sich selber reden kann.


          Dass andere nicht mit all unseren Gedanken etwas anfangen koennen, besagt doch gar nichts, ein einziger anderer Mensch reicht doch schon! Wenn du allein fuer dich einen Gedanken mit Bedeutung formulierst, kannst du das nur, weil dir deine Eltern deine Sprache beigebracht haben.


          Mit Bildern und Gefuehlen ist's anders natuerlich, mich interessiert aber vor allem der Unterschied zwischen Mensch und Tier und der ist nun einfach mal die komplexe menschliche Lautsprache.


          cu, und LG zurueck,
          nathan

          • hexxana7 hat auf diesen Beitrag geantwortet.
            hexxana7

            Auch nur...
            ... kurz... ;) Zellbereiche eines Hirns, die miteinander kommunizieren sind tatsaechlich fuer einige (wenige) Wissenschaftler der Ausgangspunkt fuer die Entstehung von Gedanken.


            Sprache kann man aber nicht so lernen, denn es gibt aus verschiedenen philos. Gruenden keine Privatsprache (Wittgenstein). Etwas zu benennen, um ueberhaupt Begriffe bilden zu koennen aus denen sich dann Gedanken aufbauen, geschieht in erster Linie einfach durch draufzeigen. Hirnzellen koennen aber nicht zeigen. Nur ein Mensch dem andern, dabei den Namen des Dings aussprechend.


            Deine Hirnzellen haetten ihr eigenes Vokabular und kein Mensch koennte den andern verstehen, es gaebe keine gemeinsame Bedeutung der Woerter und Saetze...


            Das mit dem Kreislauf stimmt. Gedanken werde beeinflusst von eigenen Gedanken, von Gedanken anderer, von der Struktur des Gehirns (die wiederum von Gedanken nachweislich beeinflusst wird - gereizte Bereiche wachsen staerker usw.), von Sinnesdaten usw.


            Tja, komplex. ;)


            cu,n

            • hexxana7 hat auf diesen Beitrag geantwortet.
              oliver_12558894

              Aber
              bevor der Finger drauf zeigt, muß der Gedanken dazu auffordern, oder? ;-)


              Interessanterweise ist die Mimik ("Sprache der Muskulatur")angeblich bei allen Menschen sehr ähnlich.


              Ja, komplex . Und sicher auch gut so. ;-)

                hexxana7

                ;)
                ja, da ist schon was dran... Aber es gibt halt verschieden komplexe Gedanken, und solche, die zeigende Gesten ausloesen, haben Tiere definitiv auch, Rudeljaeger geben sich ja auch Signale usw...


                Aber wie gesagt, mich interessieren eher so die Gedanken die spezifisch fuer Menschen sind, und ich denke immer noch, dass Sprachgebrauch eine Voraussetzung fuer begriffliches Denken ist und nicht einfach Ausdruck dessen... ;)


                cu,n

                • hexxana7 hat auf diesen Beitrag geantwortet.