Mich würde mal einfach Eure Meinung zu dem Thema interessieren.


Ich schreibe mal extra provokant und stelle eine These in den Raum. Ich fänd es interessant, wenn Ihr ehrlich für Euch antworten würdet, Außerdem würde mich interessieren, was Ihr denkt, was Eure Freunde, Familie, Bekannte etc.darüber denken.
Und wasEuch sonst noch einfällt. Hier oder per pn.


These:
Der Mensch ist nicht monogam. Jeder hat ihm/ihr nahe Menschen für unterschiedliche Dinge/Situationen im Leben. Mit den einen kann man z.B. super reden, mit den anderen besser feiern. Warum soll man mit seinem Partner/der Partnerin die eine Person gefunden haben, mit der es alles stimmt? Demzufolge wäre auch Sex/Affären mit anderen OK, wenn genau das mit dem Partner nicht oder nicht mehr so klappt, man sich aber aus anderen Gründen dennoch mehr als mag.

  • chawa_18647165, ciera_18756245, romal_18762801, und 6 weiteren haben auf diesen Beitrag geantwortet.
  • Also; der Mensch kann sein wie er will. ICH bin monogam und WILL es sein. Ich erwarte von meinem Partner dieselbe Einstellung. Ich bin glücklich mit meinem Partner und wünsche mit keinen anderen Mann daneben. Was andere Leute machen ist deren Sache und ob sie monogam Leben. Solange man niemandem absichtlich weh tut und hintergeht ist doch alles gut.

    Also; der Mensch kann sein wie er will. ICH bin monogam und WILL es sein. Ich erwarte von meinem Partner dieselbe Einstellung. Ich bin glücklich mit meinem Partner und wünsche mit keinen anderen Mann daneben. Was andere Leute machen ist deren Sache und ob sie monogam Leben. Solange man niemandem absichtlich weh tut und hintergeht ist doch alles gut.

      ryo_12775606

      Da muss ich dich leider enttäuschen, auch wenn ich natürlich nur für mich sprechen kann. Ich bin absolut monogam, mein Partner auch(das Thema hat er wegen schlechter Erfahrungen schon ganz am Anfang aufs Tapet gebracht). Weil wir es so wollen und aufeinander heiß sind, nicht auf fremdes Fleisch. Und nicht, weil Gesellschaft, Konventionen etc. es- vermeintlich- so wollen.
      Natürlich kann einem der Partner nicht alles geben- für bestimmte Hobbies und andere Interessen, die keine gemeinsamen sind, haben wir andere Menschen zum Frönen-, aber gerade das körperliche wollen wir ausschließlich miteinander. Das macht doch den Unterschied zur Freundschaft aus, selbst wenn diese noch so tief und innig ist.
      Aber mit dieser Einstellung sind wir wohl eher eine Minderheit.

      Immer gut, unterschiedliche Meinungen zu hören. Vielen Dank dafür!!

      Wie alles im Leben kann man auch hier nicht Verallgemeinern.
      Ich bin definitiv monogam und damit sehr glücklich.

      ryo_12775606

      Feines Thema :BIEN:


      These :
      Es spielt keine Rolle in was ein Mensch reingeschoben wird.
      Er wird entscheiden müssen, was ihm wichtig ist.
      Demzufolge gibt es demzufolge nicht ;-)

        romal_18762801

        Ich rede von Thesen! Und ich schrieb ja, dass es extra provokant ist.
        Prinzipiell sehe ich das auch so, aber nicht unbedingt in letzter Konsequenz.
        Mich interessieren Meinungen und Ansichten.

        ryo_12775606

        Ich bin nicht durch und durch monogam. Es gibt viele tolle Leute auf der Welt und ich bin nicht so, dass ich nur den Partner sehe.


        Ich bin aber ein Gefühlsmensch und kann Sex und Liebe schlecht trennen. Für mich kommen daher, wenn es nur um Sex gehen soll, nur ONS in Frage und an denen habe ich schon sehr lange kein Interesse mehr.


        Freundschaft plus und dergleichen entziehen sich meinem Begreifen und meiner Erlebniswelt. Nie probiert, null Interesse.


        An polyamoren Konstellationen habe ich zwar Interesse, bin aber nicht gut darin, sie zu leben. Bei mir kommen dann immer Gefühle ins Spiel und es wird kompliziert.


        Ich bin auch sehr anfällig für Schwärmereien und Tagträumereien.


        Ich hatte noch nie eine offene Beziehung, war aber einmal in jemanden verliebt, den ich wohl nicht für mich gehabt hätte. Ich wäre nicht abgeneigt gewesen, es zu versuchen. Wir mögen uns noch immer sehr, wurden aber kein Paar.


        Vielleicht könnte ich mit dem richtigen Partner unter bestimmten Umständen schon eine offene Beziehung führen, ich muss aber nicht. Ich kann auch monogam leben. Jede Konstellation hat ihre Vor- und Nachteile.

        Ich bin monogam. Aber ich glaube nicht mehr an "bis dass der Tod uns scheidet". Wenn ich liebe, will ich nur den Mann. Aber wenn die Liebe im Alltag verblasst, dann kann ich nicht mehr dafür garantieren, daas das so bleibt. Ich trenne mich dann aber konsequenterweise, denn sobald ich einen Anderen im Kopf und Herzen habe, will ich nur den, ergo bin ich dann bei dem auch wieder monogam, bis zum Nächsten. ;-)

          allshewants

          Also bist du nur "relativ monogam"!
          Ich sehe das auch so. Ich bin gegen das Wechseln des Partners so wie man die Unterwäsche wechselt. Aber wenn dann eine Situation entstanden ist, die das weitere Leben irgendwie unschön macht oder gar behindert, dann soll man sein Recht auf Freiheit auch in Anspruch nehmen und auf die christliche These "getreu bis an den Tod" verzichten. Nikolai Ostrowski prägte einst die Worte: "Das Wertvollste was der Mensch besitzt, ist das Leben und er solle es so verbringen, dass...." weiter möchte ich hier nicht zitieren, weil es politsch wird! Aber eins stimmt doch: Du lebst nur einmal hier und jetzt! Und da muss ich im fortgeschrittenem Alter sagen: Genieße es!
          Alle weiteren Entscheigungen muss der Mensch in Eigenverantwortung treffen.

            rigmor_18745586

            So sehe ich das auch, bin auch nicht mehr die Jüngste, mit Ende 40 sind Familienplanung, Karriere und auch eine langjährige Ehe (über 20 Jahre treu, nicht immer im Kopf und Herz, aber zumindest physisch :-D ) abgeschlossen. Ich möchte nicht noch Mal jahrelang im goldenen Käfig hocken mit Sehnsucht nach "mehr". Es war ein langer anstrengender Weg, sich daraus zu befreien, diese Freiheit werde ich für nichts und niemanden mehr aufgeben, und sobald ich mir im Leben irgendwann wieder die Frage stellen sollte "soll das jetzt schon alles gewesen sein und so weitergehen bis ins Grab?", weiß ich, dass es Zeit ist, wieder was zu ändern.

            Der Mensch ist nicht monogam? Ich denke, es ist viel eher so, dass "der Mensch" nicht (mehr?) liebes- und beziehungsfähig ist. Was verheerende Auswirkungen für ihn hat. Sexuelle Untreue ist da noch das geringste Problem von;-)

              beate_18414845

              Das sehe ich anders. Bin sehr liebes- und beziehungsfähig. Trotzdem hat Liebe leider bei mir bisher immer ein Verfallsdatum gehabt. Vielleicht bin ich aber auch noch nicht "dem Einen" begegnet, bei dem die gegenseitige Anziehung, Faszination und das Gefühl, endlich angekommen zu sein "für immer" anhalten wollte.

                ryo_12775606

                Ich denke biologisch betrachtet ist monogam sein weder sinnvoll noch zielführend. Letzten Endes sind wir darauf ausgelegt, uns zu vermehren und das möglichst vielfältig...dieser Instinkt ist vorhanden, bei Männern ist dieser "Bioauftrag" noch deutlich klarer, denn vom Prinzip her kann er sich dauerhaft "Paaren". Frauen sind erstmal 9 Monate außer Gefecht und quasi nach alten Zeiten noch darauf angewiesen, dass sie in der Zeit jemand versorgt und beschützt...tendentiell sollten damit Frauen mehr Interesse an festen und dauerhaften Beziehungen haben, als Männer, denn sie brauchen eigentlich Hilfe und Unterstützung mit den Kids...Soweit die Biologin in mir :-) ABER ich denke wir können inzwischen mehr, als unseren Instinkten folgen...Jeder entscheidet für sich, wie er gerne leben möchte und was ihm wichtig ist...Verurteilen kann man keine der Lebensformen, denn jeder hat nur dieses eine Leben und sollte das so wertvoll füllen, wie eben möglich...