Liebe Imandra,
ich bin gar nicht gegen sex und möchte auch nicht dagegen plädieren.


wenn ich genauer beschreiben müsste, wie es sich bei mir verhält, dann ist es vergleichbar mit einer art appetitlosigkeit.


wenn wir kein appetit haben, dann wissen wir zwar, wie gut schokolade schmeckt, aber wir kriegen dann einfach keinen bissen runter. oder wenn wir an einer magen-darm-grippe leiden, dann reicht oft schon der geruch von nahrungsmitteln aus, um ein brechreiz auszulösen. das heisst aber nicht, dass wir nicht doch wissen, wie lecker essen sein kann.


das sind vielleicht blöde beispiele, aber ich denke es kommt dem, wie ich schon seit einiger zeit empfinde schon nah. und leider ist es so, dass ich einfach nicht weiss, woran es liegt? ich habe auch schon mit meiner frauenärztin darüber gesprochen und diese hat mir einen sexualtherapeuten empfohlen. den habe ich bisher noch nicht konsultiert, weil ich nicht glaube, dass er mir helfen kann, zudem ich gar nicht wirklich das gefühl habe, dass mir etwas wesentliches fehlt und dass ich mir helfen lassen müsste.... es wundert mich einfach nur.


und als lösung bin ich dazu gekommen, dass sex eben vielleicht nur dann eine wirkliche, echte und erstrebenswerte erfüllung ist, wenn man ihn mit einem partner erlebt, den man wirklich liebt, denn dann ist es das stück extra für unsere seele das sonst fehlt.


und zudem frage ich mich auch, ob es denn überhaupt möglich ist, sein leben lang ohne sex auszukommen, ohne dass es psychische oder sonstige folgen hat. natürlich gibt es auch katholische geistliche, die zölibatär leben, allerdings bin ich mir da nicht so ganz sicher...


liebe grüsse
cosmic.

jszsef_12944792

Lieber Carriesmisterbig,
danke für deine antwort. und du hast auch recht mit dem was du schreibst. wir dürfen uns nicht von diesem ganzen medienmüll beeinflussen oder uns irgendetwas einreden lassen.


du schreibst, es wäre schade, wenn ich mit keinem mehr schlafen würde... hach ich weiss auch nicht so genau..., vielleicht werde ich ja irgenwann wieder mit einem schlafen wollen. ich weiss nur wie es sich jetzt bei mir verhält.


liebe grüsse
cosmic.

    Auch Männer können sich Sex abgewöhnen,
    jedenfalls haben das viele Männer (aus religiösen Gründen) schon bewiesen. Setzt natürlich voraus dass man nicht ständig von den Frauen in Versuchung gebracht wird. Also auf Sex verzichten wollen und dann läuft da wieder so eine rum: Rock hört knapp unter dem Po auf, bauchfreies Top, Titten zum Anbeißen in den Vordergrund gerückt und der Blick sagt auch schon alles: Da sind alle guten Vorsätze dahin.


    Aber letztendlich lebensnotwendig ist für den Menschen nur das was die Überlebensfähigkeit sichert. Selbst Medien (z. B. Bücher) sind nicht lebensnotwendig. Und Sex auch nicht. Und Frauen sowieso nicht.


    chicogo

      Lt. gesetz brauchen wir menschen scheinbar sex
      hi cosmic,


      dieser zeitungsbericht hing bei uns im betrieb aus. da steht drin, daß einem beamten beihilfe genehmigt wurde für viagra. hier der komplette auszug:


      "Bayerischen Verwaltungsgerichtshof Urteil vom 03.04.03 - 3 B 00.3631


      Der Staat muss Beamten und Ruhestandsbeamten, die wegen einer Zuckererkrankung an Erektionsstörungen leiden, Zuschüsse zum Potenzmittel Viagra zahlen. Das hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in einem Grundsatzurteil entschieden. Der Staat habe sich im Rahmen der Beihilfe an den Kosten der Behandlung zu beteiligen, entschied der 3. VGH-Senat (Az.: 3 B 00.3631). Die in diesem Fall beklagte Stadt München könne das Urteil noch beim Bundesverwaltungsgericht anfechten, sagte Gerichtssprecher Stephan Kersten am Donnerstag in München.


      Der zuckerkranke Ruhestandsbeamte hatte von seiner Ärztin wegen erektiver Disfunktionen Viagra verschrieben bekommen und bei der Stadt im Wege der Beihilfe einen Zuschuss von umgerechnet rund 55 Euro geltend gemacht. Die Stadt lehnte dies ab und stützte sich dabei auf auf entsprechende Durchführungshinweise des für das Beamtenrecht zuständigen Bundesinnenministeriums. Danach sind Mittel zur Behandlung von Erektionsstörungen sowie zur Anreizung und Steigerung der Potenz generell von der Beihilfe für Beamte ausgenommen.


      Der zuckerkranke Beamte erhob Klage gegen die Entscheidung der Stadt und berief sich dabei auf die Weltgesundheitsorganisation, die neben Schlaf und Essen auch die sexuelle Aktivität zu den Grundbedürfnissen des Menschen zähle.
      Der Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gab ihm Recht und stellt fest, dass die Beihilfe Viagra nicht einfach als unwirtschaftliches Arzneimittel von der Erstattung ausschließen dürfe. Denn davon, dass es nur Kosten verursache, ohne die bezweckte Wirkung zu erzielen, könne ja keine Rede sein. Es gebe auch kein vergleichbares billigeres Präparat. Man dürfe auch nicht zwischen den nicht immer krankheitsbedingten Gründen zur Anwendung von Viagra differenzieren. Und es gehe auch nicht an, dass wegen der Pillen-Menge in der Intimsphäre der Betroffenen gestochert werde die benötigte Menge richte sich nach der individuellen Lebensgestaltung. Das Medikament könne außerdem nicht unter dem Gesichtspunkt der privaten Lebensgestaltung zu den ebenfalls nicht erstattungsfähigen Gütern des täglichen Bedarfs gezählt werden.


      Wenn der Staat für Viagra nicht zahlen wolle, müsse er es in die Liste der ausdrücklich nicht beihilfefähigen Präparate aufnehmen so, wie die Antibabypille. Solange das aber nicht geschehen sei, müsse gezahlt werden."


      aber mal davon abgesehen, natürlich braucht der mensch sex. das war schon immer so und wird auch so bleiben. und es ist ganz sicher zu früher nicht weniger (vielleicht aber eher etwas mehr) geworden. sex ist ein bedrüfnis. mal ein schwächeres, mal ein stärkeres. und wie du schon sagtest: "möglicherweise will das defizit früher oder später wieder kompensiert werden" nicht bloß möglicherweise, sondern ganz bestimmt sogar.


      was wäre das leben ohne die schönste nebensache der welt


      in diesem sinne.


      lg
      willow

      Wußte gar nicht,
      dass du auf einer klosterschule warst *g*.


      vielleicht ist es aber auch der massive stress, den ich die ganzen letzten monate hatte und ich schwächel einfach und das wirkt sich in meiner libido aus und/oder ich hab jetzt was am kopf oder so... ?


      zumindest habe ich mal irgendwo gelesen, dass manager viel weniger sex haben als andere *g*. ob das wohl wahr ist?


      ist schon irgendwie seltsam.


      danke für deine antwort.


      liebe grüsse
      cosmic.

      6 Tage später
      Cosmicgirl

      Aber...
      wie konnte es nur soweit kommen? Es hört sich so an, als wenn nicht nur die Werbung und dieser Uberfluß an Sexbildern Dich zu solchen Gedanken getrieben hat.
      Sorry, aber ich komme nicht immer gleich zum antworten, habe mich über Deine auch gefreut!
      Viel Spaß noch!

      Stimmt,...
      ...und das es Dir jetzt besser geht hat ja auch damit zu tun, daß Du welchen hast!
      Viel Spaß noch!

      Warum sagst es nicht gleich...
      dem kann ich abhelfen!!!!


      Dr. Lovet

      Hi
      es hört sich tatsächlich ziemlich gefrustet an.. aber das muss es eigentlich nicht sein.


      ich denke, wir tun uns nichts schlechtes daran, eine zeitlang passiv zu sein und sich auf andere dinge zu konzentrieren, so wie ute beschreibt.


      die frage ist aber eher: warum sollte sich jemand bewußt dafür entscheiden? macht das überhaupt irgendeinen sinn?
      und warum sollte jemand auch danach leben, gerade wenn oder weil es schwerfällt?


      und den punkt, den traumfee aufgegriffen hat, den haben wir bisher noch nicht berücksichtigt. aber ich denke sport und schoki ist natürlich eine alternative, aber bestimmt kein wirklicher ersatz bei sexuellem frust. *g*


      meine lebensweise im moment folgt keinem zwang und ich das gefühl habe, dass mir etwas fehlt. vielmehr IST sie einfach so - und es ist gut so, wie es ist.


      für mich gilt folgendes:


      das bedürfnis nach sex ist für mich wahrscheinlich hin und wieder angesagt, aber es *zündet* längst nicht ständig wie ein automotor.
      hin und wieder ist eben pause (so wie zur zeit) und die kann man auch ganz gelassen hinnehmen, denn: es kommt wieder ! und ist wahrscheinlich dann auch umso schöner.


      liebe grüsse an euch alle
      cosmic.

      Das würde..
      mich jetzt überraschen, wenn du überrascht wärst!!!!


      Stets zu Ihren Diensten Gnädigste!!!


      Dr. Lovet

      anoush_11978179

      Na das wundert mich jetzt ganz und gar nicht!
      nach ihrer langen Beziehung muss man sich ersteinmal um sie kümmern und dann ums "andere"....


      Dr. Lovet

      Das kann nicht gesund sein
      Hi,
      deine kritik an der Gesellschaft kann ich oberflächlich verstehen, sex ist allgegenwärtig. ABER:
      Sex ist wie essen und trinken und schlafen, es ist ein GRUNDBEDÜRFNIS.
      Ohne diese essentiellen Dinge geht der Mensch kaputt, er überlebt, aber ein normales Leben ist dies nicht. Ob das Übermaß an allgegenwärtiger Erotik tendenziell luststeigernd wirkt oder frustriert, hängt vermutlich von persönlichen Grundbefindlichkeiten ab, denke ich mal.


      Für mich macht sex und erotik das leben erst so richtig l(i)ebenswert.


      Nomen est omen Eros@gofeminin.de


      Kleiner Nachtrrag:
      Für sehr viele Menschen ist sex sehr wichtig, ist es da nicht natürlich, dass das thema dann auch present ist.
      Für mich ist es weniger die Häufigkeit mit der über Sex geredet wird, sondern die art und weise, die ggf. mich aufregt.

      Was ist eigentlich SEX?
      Im Grunde fängt diese Diskussion doch bei der Definition des Wortes "Sex" an...


      Für manche ist lediglich GV Sex, für wieder andere gehört auch kuscheln dazu. Und so gibt es doch 208347 Arten von Sex.


      Eines ist denk ich ganz klar. Zärtlichkeiten braucht jeder! Mal in den Arm genommen werden, usw...


      Ich für mich kann nur sagen, dass Sex sich absolut nicht nur auf GV bezieht. Meine Sexualität ist wesentlich breitgefächerter. Ich bin SMlerin (jetzt bitte nicht an wilde Prügelszenen, Gewalt und Verachtung denken, denn das ist KEIN SM!!!) und geniesse viele Arten des Sexes. Für viele wohl nicht nachvollziehbar, aber ich trau mich fast zu wetten, dass es so viele Arten von Sex gibt, wie es Menschen gibt und daher kaum alles über einen Kamm geschoren werden kann.


      Um auf das Thema zurück zu kommen. Ich denke, dass man durchaus ohne Sex leben kann, aber niemals ohne Gefühl, Zärtlichkeit und Anerkennung!


      Denn das braucht jeder...


      Bis denn denn
      schabuhama