morag_12465106

@found
Ich bin überrascht, wie klar Du das siehst, ich erkenne mich wieder.


Ein guter Denkansatz, found.
Danke Dir.


Ich werde dies ausdrucken, öfters durchlesen....
und hoffe, ich werde (auch durch diesen ganzen thread ausgelöst) endlich den Mut finden, mir meine Gedanken bis zuletzt machen, mit allen evtl. Konsequenzen.


Bis jetzt bin ich immer schnell wieder aufgetaucht.....

    Was hat das mit seiner kultur zu tun?
    er will halt nachwuchs haben und das is ja erstma ein ganz legitimes bedürfnis.
    und was hat das jetzt soo viel mit dir zu tun? du hast dich entschieden keine kinder haben zu wollen und dich sterilisieren lassen. nehme mal an, du hast ihn da auch nich vorher um erlaubnis gefragt, obwohl es eure beziehung mindestens genauso betrifft, wie sein mögliches externes kind. also was? genauso wie du dein recht wahrnimmst, keine kinder haben zu wollen, kann er sein recht wahrnehmen und kinder zeugen. dass du es ihm unmöglich gemacht hast, diese in eurer beziehung zu bekommen is ja nich seine schuld.
    und wenn du dich für ein leben mit ihm entschieden hast, gehört doch auch dazu, ihn mit seinem wunsch nach fortpflanzung so zu nehmen, wie er is.


    ich glaub absolut nich, dass das kulturbedingt is. die meisten leute die ich kenne, wollen irgendwann mal kinder haben. und ich finde es total pervers, dieses legitime bedürfnis eines menschen mit irgendwelchen "unsere kultur"-, "wert der frau"-, "das arme kind"- oder sonstigen argumenten ihm absprechen zu wollen. andedre menschen werden auch keiner kontrolle unterzogen, ob man ihnen zutrauen kann, kinder zu bekommen. das darf jeder bei uns.

      Falsche frage im falschen forum
      du hättest hier genau so gut fragen können, ob du deinen trinkenden, schlagenden ehemann verlassen sollst.. an den antworten siehst du ja, dass kaum jemand auf deine kernfrage eingeht, sondern alle dir "den kopf waschen wollen".. denn im emanzipierten deutschland ist sowas unmöglich!!


      ich persönlich sehe es folgendermassen: wenn du dir sicher bist, dass durch das kind keine wesentlichen änderungen entstehen, d.h. wenn deine beziehung nicht drunter leidet und vor allem du mit der situation klarkommst, ist es eine überlegung wert.
      du als "afrika-expertin" wirst selber wissen, dass es keine grösseren probleme geben dürfte, eine geeignete frau zu finden (wahrscheinlich wird dein freund sie dann standesgemäss nach lokalem recht ehelichen müssen, oder?) und entgegen der meinung hier wird's der frau und dem entstehenden kind für die lokalen verhältnisse nicht schlecht gehen, im gegenteil.
      dass das ganze auch was gutes für diese fraue hat, die damit finanziell abgesichert wäre, können einige hier sicher nicht nachvollziehen (stichwort gebärmaschine). es ist aber leider nicht überall auf der welt so, dass sich menschen "verwirklichen" können und nur aus liebe zueinander finden - es spielen sehr oft wirtschaftliche interessen eine grosse rolle.
      jedoch wirst du wie gesagt hier kein verständnis dafür finden..


      summa sumarum: DU must wissen, ob du damit klarkommst - alle anderen beteiligten werden das ganze weitaus undramatischer sehen.



      ps: deshalb bin ich übrigens auch gegen sterilisationen, weil man im leben nie weiss, was kommt..

        tomke_12518961

        Gleiche situation...
        ich kenne ein paar,bei dem es genau so war wie bei dir.sie ist steriliesiert und er hatte einen kinderwunsch.die beiden haben dann etwas getan,was in deutschland gar nicht erlaubt ist (aber es hat geklappt!).sie haben sich im internet eine polin als leihmutter gesucht und gefunden.zur befruchtung sind sie dann nach polen gefahren,aber geboren wurde das kind hier in deutschland.er ist der leibliche vater und hat auch das sorgerecht (das haben die vorher vertraglich so vereinbahrt).die polin ist jetzt wieder in polen-mit ihrer abpfindung-klar,daß sie das nicht umsonst gemacht hat!aber nur ist das paar glücklich und sie bereuhen gar nichts.seine frau nimmt das kind als "ihres" an und freut sich,daß das kind dem vater ähnelt :-)


        lieben gruß

        Mich würde interessieren...
        ... wie ihr euch das praktisch vorstellt.
        und mal ganz grundsätzlich- wie lange ihr zusammen seid?


        das kind würde dann bei der familie deines mannes aufwachsen? und er würde alle halben jahre hinfahren und ansonsten die frau und das kind finanziell unterstützen( weisst du wie hoch diese belastung sein wird? ob das ein problem werden könnte?) was ist denn deine rolle dabei? kennt seine familie dich? würdest du das kind kennen lernen?
        hier besteht nämlich die gefahr, dass du von einem wichtigen teil seines lebens ausgeschlossen bleibst.


        und was ist, wenn das kind nach deutschland will- vielleicht in 15jahren?


        du sagst ihr habt von anfang an über diese schwierigkeiten gewusst- was hast du gedacht wie sich das alles entwickeln wird? wie du damit umgehen willst?


        :amour:
        sparkling

        detta_12238014

        Die schwierigkeit eben dabei ist...
        ...dass man eben nicht vorher weiss, wie sehr einen sowas belastet. denn sonst könnte sie ja sagen können, ob sie das will oder nicht.


        und ich denke maya geht es auch hier weniger darum wie es der anderen frau ergehen wird, sondern welche mögliche konsequenzen diese, durch aus ungewöhnliche konstellation, haben wird. es ist ja nicht so, dass dies einmalige sache ist, sonder ihr weiteres leben verändern wird, wenn sie mit dem mann zusammen bleibt.


        und ganz allgemein: ich wehre mich immer gegen traditionen, die dabei vergessen, dass menschen auch gefühle haben und ich wehre mich gegen menschen, die an traditionen festhalten und sie durchsetzen, egal was auf der strecke bleibt.


        tigerle

          Das musst du ganz allein wissen!
          Heute kommen ja auch die meisten damit klar, wenn ihr Partner/ ihre Partnerin bereits ein Kind oder Kinder mit einem/einer anderen hat- auch wenn die Zeugung in der Vergangenheit liegt.
          Für mich ist das nämlich trotzdem fast keine andere Situation, denn das Hauptproblem dürfte bei dir(und einigen anderen Patchworkfamilien) auf lange Sicht gesehen die Eifersucht auf die andere Familie(die es aber so nicht gibt) sein und nicht der zweckgebundene Sex mit einer anderen.
          Ich wünsche dir, dass du die für dich richtige Entscheidung triffst!

          detta_12238014

          Ja, in unserer Beziehung
          rein vom Ablauf würde sich fast nichts ändern.


          Du hast das richtig dargestellt @Herbert, nachvollziehbar für uns Europäer oder nicht, die finanz. Absicherung (durch Heirat oder Kind) ist dort vorrangig, nicht Liebe oder Zusammenleben. Eine 'passende' wird evtl. schon durch Familie vor-ausgewählt; *huaah, Gänsehaut*


          Nur der gemeinsame Urlaub wird etwas anders geplant werden; er insgesamt 3 od. 4 Wochen, ich nur 2 Wochen (wo ich dann bestimmt sehr relaxt bin ;-)
          Gemeinsames Kennenlernen von seiner Seite aus nicht ausgeschlossen. Wie einfach. Ironisch gemeint natürlich.

          jed_12537471

          @betonmischer
          ich habe mich schon laaange vor unserer gemeinsamen Zeit sterilisieren lassen.


          Es ging bei der Kulturfrage darum, dass es "als normal" angesehen wird, ein Kind im Heimatland zu haben, es ein- oder zweimal jährlich zu sehen..... und für die Frau ein Kind als finanzielle Absicherung zu sehen.


          Ich habe nie gesag, das der generelle Kinderwunsch kulturabhängig ist.


          Ich spreche ihm keineswegs das Recht ab, Kinder zu bekommen. Es ging um die Frage, ob und wie ich es 'verkraften' könnte - ob jemand evtl. ähnliche Erfahrung hat.

          jaana_11887320

          Klar
          kann letzendlich nur maya bestimmen, wie sie sich entscheidet, keine frage! - da kann ihr aber auch niemand, auch nicht hier im forum, weiterhelfen.


          ich finde aber auch, dass wir hier gar nicht beurteilen können, dass evtl. gefühle auf der strecke bleiben, wie du es z.b. vermutest. all das können wir aber wirklich nur VERMUTEN, einfach aus dem grund, dass wir eben nicht mit den gleichen traditionen gross geworden sind.
          dort jetzt "unser" wertesystem zugrunde zu legen und zu behaupten, dass diese 2. frau und somit auch das kind, nicht glücklich werden können, finde ich etwas anmassend..
          wer sagt, dass die frau (und womöglich ihre familie) sich z.b. nicht besonders stolz und glücklich schätzt, weil sie von einem in deutschland lebenden afrikanischen mann "auserkoren" wurde? ..dass das für dort lebende menschen gar ein privileg ist??


          das übertragen eigener moralvorstellungen in andere kulturkreise ist immer so ne gefährliche sache..


          deshalb habe ich auch nur darauf hingewiesen, dass sie sich selber klar werden muss und nicht noch für die anderen beteiligten mutmassen sollte. ich denke, dass ist schwierig genug.


          einen guten ansatz finde ich übrigens auch den von soraja weiter unten! warum nicht eine leihmutter, womöglich aus dem heimatland, "engagieren"?? - ausser natürlich, maya will auf gar keinen fall kinder grossziehen..

          tomke_12518961

          Der thread ist bißchen durcheinander geraten,
          wo stelle ich nun meine Antworten hin ?! ;-)


          Herbert, Deine Einstellung und Darstellung ist absolut richtig, kann nur dazu nicken.


          Zur der künstl. Befruchtung: Bin ab und zu schon verwirrt, vielleicht besteht der JETZT manchmal aufkeimende Kinderwunsch nur aus der Angst heraus, ihn zu verlieren. Aber das ist wohl nicht die richtige Basis ein Kind in die Welt zu setzen.
          Es wäre auch ein gesundheitl. Risiko, Hormonbehandlung, bin 41 Jahre, hatte vor 3 Jahren Brustkrebs..... (normalerweise wird es nur bis 40 durchgeführt, aber meine Gynäkologin würde schon eine Möglichkeit finden meinte sie)


          Das Thema Leihmutter kann ich nicht beurteilen, ich habe keine Ahnung von der rechtlichen Lage.
          Einfach zu Hause bleiben, wie ist dann die finanzielle Absicherung? Nach Adoption die selbe, als wenn man selbst...


          Die finanz. Vesorgung der Mutter und des Kindes in Nigeria ist tragbar um das mal ganz lapidar zu sagen.


          Ein späteres Herholen des Kindes (evtl. nach der Schule) wäre für mich denkbar.


          Meine Rolle ist klar, ich bin und bleibe seine Lebenspartnerin in D (von der Familie UND auch der Mutter akzeptiert). Schockierend? Tja....
          Das wäre ja sein Gedanke (vorgemacht von seinen 'Brüdern'
          alles so easy, ich akzeptiere, sie akzeptiert, happy family :-O


          Aber, trotz meiner jetzt gesträubten Nackenhaare, anscheinend machbar, denn wir haben zwei dieser Paare in der Bekanntschaft.


          Wie sich alles entwickeln wird (vorallem wie ich meine Eifersucht unter Kontrolle bringe), kann ich nur wissen, wenn dies wirklich eintritt.


          Ich werde diesen Thread sicher noch öfters durchlesen, wirken lassen und in den nächsten Monaten den Film ablaufen lassen, was wäre wenn....
          Vielleicht kann ich dann eine Entscheidung VORHER fällen, ohne zu warten, wie es sich anfühlt.

          tomke_12518961

          Maya -
          ich bewundere fast, wie Du mit der Sitation umgehst und Dir auch nicht hereinreden lässt. Ganz ehrlich: Nur so haben derartig unterschiedliche Kulturen eine Chance!
          (Hatte selbst mal eine Beziehung mit jemandem aus einer Kultur, die unsere nicht wirklich ähnlich war und habe mich damals viel zu viel beeinflussen lassen!! Gut, ich war jung, passé).
          Ich finde es auch nicht verantwortungslos o.ä. -


          Die Frage, die sich mir aufdrängt ist: Hast Du in irgendeiner Form ein Mitspracherecht? Nein, oder? D.h. Du wirst es lernen müssen zu ertragen. D.h. Deine Rolle ist es, zu akzeptieren. So milde wie möglich. Ich glaube, dass Du das durch Deine Liebe zu ihm überwinden kannst. Ich glaube das ganz ehrlich ...


          Bist Du so ein Typ? Kannst Du hinnehmen, was Du nicht ändern kannst?
          Ich fürchte zum Schmerzlevel können wir Dir hier nun gar nichts sagen ...


          Alles Gute!

            alanis_12681975

            Das...
            ... kann man nicht trennen!


            Wir kulturlosen Westeuropäer (sorry) haben keine Ahnung von einer solchen Verbundenheit.

            Ich wiederhole:
            "Wir kulturlosen Westeuropäer (sorry) haben keine Ahnung von einer solchen Verbundenheit".


            Wenn man mal länger in einem völlig anderen Kulturkreis, in dem es mehr um das WIE denn als das WAS geht, gelebt hat, weiß man, dass ein Dirndl rein GAR NICHTS damit zu tun hat!

            tomke_12518961

            Ähm -
            ... mal ganz blöde gefragt, kann er nicht Unfruchtbarkeit "vortäuschen" ??


            Jetzt mache ich mich mit meiner Frage vermutlich zum Horst....

              biddy_12156480

              Unfruchtbarkeit vortäuschen.....
              wie ich oben schon beschrieben habe, schockierenderweise wird eine Ehefrau (im Falle der Unfruchtb. des Mannes) sich von einem anderen schwängern lassen -IN AFRIKA-; der Mann wird dazu schweigen um der Schande der Kinderlosigkeit zu entkommen.
              Der Fortpflanzungswunsch ist verankert und natürl. auch in meinem Freund vorhanden.

              tomke_12518961

              Wochenende.....
              war grausam, heisse Diskussionen, Tränen, erschreckend ehrlich und offen, trotzdem sehr viel Nähe, Vertrautheit. Wir fühlen uns näher und verbundener denn je.


              Ich habe dies auch diesem thread zu verdanken.
              Denn ich habe mich (er auch) endlich getraut, nicht nur das Thema zu streifen, sondern wie hier schwarz auf weiß in Worte zu fassen. Schonungslos diskutiert. Nicht nur das Thema angeschnitten und schmerzhaft tiefergehendes ignoriert.


              Danke.
              Wir können tatsächlich nur Abwarten, wie es sich entwickelt, wie es sich anfühlt; es ist ja noch kein Zeitdruck sozusagen.....
              aber es ist, als würde man unausweichlich einer dunklen Wolkenwand davonrennen, die einem doch irgendwann einholt.....

              biddy_12156480

              Lieber elbengel
              Das ist intessant, ich bin nämlich eigentlich nicht so ein Typ, ich ertappe mich selbst oft dabei, Dinge ändern zu wollen, dadurch Energie zu verschwenden, die unabänderlich sind.


              Ich hatte auch, als ich jung ;-) war, eine über 10jähr. Beziehung zu einem aus einer anderen Kultur. War nicht einfach, aber ich bereue keinesfalls.


              Ich rede mir auch ein, Liebe überwindet vieles. Aber .....
              den Schmerz kann man erst erfühlen, wenn es tatsächlich soweit ist.
              Danke.