Wer war alles schon auf einer DEMO GEGEN RECHTS?
Wir, mein Mann und ich - Gestern
DEMO GEGEN RECHTS
Wir waren auch am letzten WE. :BIEN:
Wir waren auch unterwegs in München zusammen mit 100.000 Leuten! Es ist so wichtig und so beeindruckend! Ich hätte nie gedacht, dass in Deutschland so viele Leute auf die Straße gehen. Die Mitte der Gesellschaft, jung und alt, zeigt, was sie von den Rechten hält. Niemals die Augen verschließen und für unsere Freiheit kämpfen!!!
[gelöscht]
Was bewirken diese Demos, ausser, dass man von sich sagen kann, dass man beim Demonstrieren war?
Ich glaube nicht, dass Demonstrationen heutzutage noch Hebel sind, die Veränderungen ins Rollen bringen.
Die wirklich Mächtigen und Tonangebenden dieser Welt brauchen sich für Demonstrationen doch gar nicht interessieren.
[gelöscht]
[Demonstrationen]
> Niemals die Augen verschließen und für unsere Freiheit kämpfen!!!
Genau.
Der Baum der Freiheit muß von Zeit zu Zeit mit dem Blut der
Patrioten und der Tyrannen begossen werden. Dies ist der Freiheit
natürlicher Dünger.
(Thomas Jefferson, Dritter Präsident der Vereinigten Staaten von
Amerika, Verfasser der Unabhängigkeitserklärung.)
Spaß beiseite.
Demonstrieren ist für mich nicht das Selbe wie Kämpfen.
Von was für einem Kampfbegriff gehst du aus?
Auf diesen Demos laufen doch nur pro-palästinensische Antisemiten mit, die laut gegen Israel gröllen. Sowas muss man nicht noch unterstützen.
Wir waren gestern auch wieder. :BIEN:
Das Wort "Kampf" bedeutet im Grunde nur eine Auseinandersetzung verschiedener Gruppen. Das kann beim Sport sein oder bei einem Wettbewerb oder bei anderen Kontroversen. Es kann mit Worten gekämpft werden oder mit Waffen oder Bällen. Der Begriff an sich gibt keine Mittel vor. Ich sehe den Kampf gegen rechtsradikale Tendenzen als sehr wichtig an für unsere Gesellschaft, lehne aber alles ab, was mit Gewalt zu tun hat. Es war wunderbar, all die Menschen zu sehen, die friedlich demonstriert haben und Haltung zeigten. Ich werde nie verstehen, wie man sich radikalisieren kann, ob nach rechts oder nach links. Wenn man sich ein wenig auskennt mit Geschichte, müsste doch klar sein, wie radikale Politik die Menschen und das Land vernichten kann!!
[gelöscht]
Geht es bei den Demonstrationen gegen rechtsradikal oder generell gegen rechts?
Rechts und rechtsradikal sind verschiedene Dinge.
Genauso, wie links und linksradikal verschiedene Dinge sind.
Die ich allesamt so ablehne, wie ich alles ablehne, was damit zu tun hat, Menschen in verschiedene Lager auseinander zu dividieren und davon abzubringen, einander als Brüder und Schwestern zu sehen.
Einer der Gründe, warum ich mich für meinen Beruf entschieden habe, ist, dass in früheren Varianten des Genfer Gelöbnisses auch der Satz drinstand "Meine Kolleginnen und meine Kollegen werden meine Schwestern und meine Brüder sein". In der Fassung vom Oktober 2017 haben sie das leider rausgenommen. Das hat mir auf den Magen geschlagen.
Haltung zeigen ist nett. Aber was bringt es, wenn damit zwar z.B. nette Massenzusammenkünfte und Happenings und Spektakel verbunden sind, aber keine echten Druckmittel dahinter sind, sodass diejenigen, die die Macht haben und Tatsachen schaffen, sich nicht darum scheren brauchen, ob da irgendwo welche beim Happening Haltung zeigen oder nicht?
Es waren ja nicht "irgendwo welche", die da ein "Happening" veranstaltet haben. Es waren insgesamt eine Millionen (!) Menschen in ganz Deutschland, die friedlich auf die Straße gegangen sind, um sich von den neuen Rechten abzugrenzen. Nicht nur eine beeindruckende Zahl, sondern auch ein klares Statement! Das ganze Land hat dies wahrgenommen, auch das Ausland hat darüber berichtet. Damit ist auch klargeworden, dass die sogenannte schweigende Mehrheit für die Demokratie eintritt und das Grundgesetzt verteidigt. Demos, die in Gewalt münden, haben ihr Ziel noch nie erreicht, denn dann steht die Gewalt im Mittelpunkt und nicht die Inhalte (mal abgesehen, dass ich das vollkommen ablehne). Wenn man sich die Geschichte von Demonstrationen anschaut, wird klar, dass sie ein wirksames Mittel sind. Allein in den Sechziger- und Siebzigerjahren wurde so viel erreicht. Auch die "Happenings" waren und sind wichtig, wenn man an die Wahrnehmung der LGBTQ Gemeinschaft denkt, die vorher im Verborgenen gelebt haben und um ihr Leben und ihre Freiheit fürchten mussten. Sichtbarkeit und Präsenz sind wichtige Faktoren, wenn es um Veränderungen geht.
- Bearbeitet
Jetzt hab ich mich hier doch mal angemeldet. Glaub hab hier schon vor über 10 Jahren oft mitgelesen. Bin der Christian. War nicht nur auf einer Demo seitdem. In Nürnberg und Hrezogenaurach gegen Rechts, dann in Hanau auf Gedenken der Anschlagsopfer und auf der Demo für Frauenrechte in Nürnberg. Und es werden noch weitere folgen. Das Ganze bringt definitiv schonmal eine Sache: Es konfrontiert einen selbst mit der Sache und verfestigt die innere klare Antifaschistische Haltung. Besonders Hanau hat mir hier echt "zugesetzt". Stand direkt bei den Familien (habs erst nicht gewusst) - das war echt heftig. Es im TV zu sehen und drüner zu lesen ist immer das eine. Dabei sein was ganz anderes. Die Familien hinter sich zu haben und den Hinterbliebenen bei den Reden zuzuhören ist ganz schön heftig. Wer meint, dass bringt alles nichts, der hats noch nicht verstanden und sollte vielleicht mal auf eine Demo fahren. Am besten direkt nach Hanau nächstes Jahr. DSann versteht ihr auch, was es bringt. Nämlich die volle Konfrontation mit etwas, dass unvorstellbar ist. Kein Millimeter nach rechts. Jetzt erst recht. Besonders weil es heftig im Freundeskreis wütet und mir mittlerweile einige Freundschaften gekostet hat. Der braune dreck durchzieht alle Schichten und seit ich genauer hinschaue ist es ganz schön erschreckend. Gute Freunde (ehemals jetzt) sprechen von Genetischer Reinheit und schimpfen über LGBTQIA+ und dass früher alles besser war. Ganz zu schweigen von den vielen antifeministischen Aussagen - es schockiert extrem, wenn man mal hinhört. Und drum ist Demonstrieren für mich sehr wichtig geworden. Einmal um klar zu zeigen, wo ich stehe. Und umm gleichgesinnte kennenzulernen. Und um den eigenen Horizont und das Wissen hier zu erweitern. Und da hilft Lesen und Guggen halt nur bedingt. Drum ran an den Speck.
[gelöscht]
Ich sehe den Kampf gegen rechtsradikale Tendenzen als sehr wichtig an für unsere Gesellschaft
Ich sehe nicht "unsere Gesellschaft" sondern einen Flickenteppich an Parallelgesellschaften, die auf alle möglichen Weisen co-existieren - manche konkurrieren, andere bekämpfen einander, wieder andere ignorieren einander bzw kommen einander nicht ins Gehege.
Ich bin der Ansicht, dass allen radikalen Tendenzen kritisch begegnet werden muss, nicht nur rechtsradikalen. Übrigens ist auch gegenüber Radikalität Verhältnismäßigkeit zu wahren, egal welcher politischen Couleur, denn ansonsten wird man selbst auch radikal, nur vielleicht in einer anderen Variante.
[gelöscht]
schalli1980 Der braune dreck
Auch die, die du als Dreck bezeichnest, sind Menschen. Solange, wie es Leute geben wird, die leichtfertig Menschen als Dreck bezeichnen, und auch noch glauben, dafür eine gute Rechtfertigung zu haben, so lange wird es Leute geben, die bereit sind, das Konzept der Achtung der Würde des Menschen mit Füssen zu treten. Und solange wird die Welt der Menschen nicht besser werden, egal wie sehr man sich mit Aktionismus und Pseudo-Engagement profiliert.
Hat irgendeiner von den ganzen linken und rechten Haltungzeiger/inne/n und Positionsbezieher/inne/n in der letzten Zeit etwas anderes getan als von anderen etwas zu verlangen? Z.B. selbst jemand Obdachlosen von der Straße zu holen mitgeholfen und wenn auch nur über den Winter?
Zum Thema "den Stab über guten Freunden brechen, die man im Unrecht wähnt": Das ist leicht und nichts, was man sich als Verdienst anrechnen sollte. Weil das leicht ist, haben die Menschen dieser Welt im Grunde genommen wenig Probleme damit, über einander herzufallen und so die Welt in ein Jammertal zu verwandeln. Von Mark Twain/Samuel Clemens stammt der folgende Spruch: "Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist, dir beizustehen, wenn du im Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist." Er meinte damit nicht, dass man dem Freund zustimmen und ihn in schlimmen Dingen bestärken muss.
Was versteht man denn allgemein unter „rechts“?
Meine Einstellung:
Niemand kann was dafür, in welchem Land, in welche Verhältnisse er geboren wird.
Darum sollte jeder die Möglichkeit haben, sein Leben frei zu gestalten, in ein anderes Umfeld/ Land zu wandern, in dem er seine Ziele erreichen kann.
Solidarität ist wichtig, ein armes Land soll vom besser gestellten Land unterstützt werden.
Aber:
Wenn das in Schieflage gerät, wenn der unterstützende Teil die eigene Versorgung nicht mehr angemessen sicherstellen kann, muss man abwägen!
Also sprich, man gibt gerne was vom Kuchen ab… aber wenn man selbst hungern muss, ist das nicht mehr tragbar!
Bin ich nun rechts??
Florina911
Gegenfrage: Musst Du selber hungern oder kennst Du einen, der hungern muss wegen der Geflüchteten? Ich kenn keinen..
lissy1208
Das hab ich blöd formuliert!
Hungern meine ich nicht wörtlich.
Wir merken die Folgen nicht in Alltag, das System gerät aber dennoch ins Wanken. Es kann eben nicht unkontrolliert weitergehen auf Dauer. Das ist eine einfache Rechnung.
Selbst gespürt haben wir es bereits im Gesundheitswesen, da wird gestrichen oder nur mit Zuzahlung.
Aber solange es tragbar ist, die Zuzahlung verkraftbar, okay, akzeptiert.
Aber es geht nicht ewig gut!
Aus meiner Sicht sind Demos vor allem alternative Freizeitgestaltung. Man trifft Bekannte, Gleichgesinnte und bekommt das Gefühl wichtig zu sein und Wichtiges zu tun. Das gibt ein Gefühl wohliger Moralität.
Diese Demos sind zudem Wahlkampf und werden teilweise von Organisationen geführt, die mit Geld des Bundeskanzleramtes und anderen staatl. Organisationen subventioniert werden. Da hat man dann auch ein gewisses Störgefühl.
Demos sind tatsächlich wichtig und nicht dafür da, ein Gefühl von "wohliger Moralität" zu erzeugen. Das klingt so, als ob die Leute alle gefühlsgesteuert und unterbelichtet wären! Nope!! Und: Die Leute, mit denen u.a. ich auf die Demos gehe, bekommen keine Subventionen. Was ist das für eine verrückte Idee? Man kann nur hoffen, dass die Rechten, die "Fliegenschiss-Partei" (wie ich sie gerne nenne) niemals in der Regierung sitzen wird. Sie hat nur populistische Sprüche drauf, Hass und Hetze. Zu mehr reicht es nicht. Aber wir leben in einer Demokratie und man kann nur das Beste hoffen!!
Das sehe ich ziemlich anders.
Das Bild der lachenden Grünen-Spitze auf der Demo belegt meine Ansicht wunderbar. Alle happy, alles lustig, man fühlt sich toll und so erhaben.
Natürlich sehen das die Demo-Eventler anders.
Boudicca666
So sieht es aus. Mutig zu sein und die Opposition zu diffamieren, wenn die Herde hinter einem steht, spricht nicht für Stärke.
Eine Demokratie ohne Opposition und Meinungsfreiheit funktioniert aber nun mal nicht, aber augenscheinlich fehlen den Gegnern die Argumente. Daher werden ein paar Beleidigungen auf ein Plakat gerotzt und ab geht es zur nächsten Demo gegen rechts..yeah.
Witzig, wenn man bedenkt, dass es viele Homosexuelle und Ausländern in den Reihen dieser Partei gibt.
Ich dachte immer, eine unliebsame Partei wird durch gute Politik und handfeste Argumente bekämpft