Demos sind tatsächlich wichtig und nicht dafür da, ein Gefühl von "wohliger Moralität" zu erzeugen. Das klingt so, als ob die Leute alle gefühlsgesteuert und unterbelichtet wären! Nope!! Und: Die Leute, mit denen u.a. ich auf die Demos gehe, bekommen keine Subventionen. Was ist das für eine verrückte Idee? Man kann nur hoffen, dass die Rechten, die "Fliegenschiss-Partei" (wie ich sie gerne nenne) niemals in der Regierung sitzen wird. Sie hat nur populistische Sprüche drauf, Hass und Hetze. Zu mehr reicht es nicht. Aber wir leben in einer Demokratie und man kann nur das Beste hoffen!!
newspirit

- vor einem Tag
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melida Habe auch eine Freundin, der das passiert ist! Ihr Freund hatte eine Vasektomie, und beide haben sich darauf verlassen, dass nun nichts mehr passieren kann. Sie ist am Anfang gar nicht draufgekommen, dass sie schwanger ist, obwohl sie schon ein Kind hatte und die Übelkeit und die Müdigkeit eigentlich kannte. Sie sah dann lustigerweise eine Reportage im TV über Frauen, die ein Kind bekommen und ihre Schwangerschaft gar nicht bemerkt hatten. Da schwante ihr was! Sie machte einen Test und wusste nun, dass das eigentlich Unmögliche passiert war. Sie und ihr Freund haben dann überlegt, ob sie den Arzt verklagen können. Aber bei einer Vasektomie unterschreibt man grundsätzlich, dass man darüber aufgeklärt wurde, dass der Eingriff auch schiefgehen kann und dass man in so einem Fall auf sämtliche Ansprüche verzichtet. Sie hat das Kind bekommen und beide haben sich darüber gefreut. Danach haben sie wieder auf die übliche Verhütung gesetzt, um sicherzugehen!
Susa0907 Super, dass du genau erklärst, wie die gesetzlichen Zusammenhänge sind! Es herrscht leider viel Unkenntnis in der Bevölkerung, wenn es um das Thema geht. Natürlich gibt es Leute, die sich nur ausruhen wollen und zu faul zum Arbeiten sind. Ein großer Anteil darf aber gar nicht arbeiten (Asylantragsteller), und andere können es tatsächlich nicht aus diversen, aber durchaus nachvollziehbaren Gründen.
Sollte man also allen einfach die Mittel kürzen oder streichen, käme es zu einer sozialen Katastrophe. Und was würde mit den Familien geschehen, die sich weigern zu arbeiten - warum auch immer. Würde man sie mit ihren Kindern auf die Straße setzen oder aber die Kinder in Obhut nehmen?
Oder sollte man besser auf Sachleistungen setzen? Das wäre aber ein immenser, organisatorischer Aufwand, der am Ende mehr Geld kosten würde wie jetzt das Bürgergeld. Man muss also bei den Lösungen differenzieren und nicht verallgemeinern. Dass das nicht "einfach so" möglich ist, sollte allen klar sein!
Das klingt immer recht populär und eingängig. Leute mit Bürgergeld sollen sich engagieren, arbeiten gehen und etwas für die Gemeinschaft tun. Doch viele davon sind dazu schlicht nicht in der Lage. Dabei geht es nicht nur um körperliche Behinderungen sondern auch um psychische und/ oder Suchtprobleme. Entzieht man ihnen das Geld und zahlt ihre Miete nicht mehr, landen sie auf der Straße.
Was das bedeutet, kann man in den USA vor allem in den großen Städten sehen. Los Angeles und San Francisco sind das beste Beispiel dafür. Ganze Familen wohnen dort in Zelten auf der Straße und das über viele, viele Blocks hinweg. Man kündigt ihnen die Wohnung und wirft sie raus und das wars. Freunde von mir, die in LA wohnen, schicken Fotos, die man gar nicht glauben kann und will. Es ist ein soziales Desaster und nicht mehr rückgängig zu machen.
Es muss also mehr her als die Idee, dass ab sofort alle arbeiten, damit sie sich selbst am Leben halten können. Und das ist und bleibt nun mal ein politisches Thema. Man kann viel überlegen und sich wünschen, aber am Ende des Tages muss ein Konzept her, das nicht schön einfach klingt ("Arbeiten oder kein Geld mehr"), sondern das auch die Kinder dieser Menschen, ihre Lebensumstände und ihre Möglichkeiten berücksichtig.Was ich nicht mehr hören kann sind diese simplen Ideen, die alle toll finden, die aber keinen Sinn machen. Damit holt man Wählerstimmen, aber das war's dann auch.
Ich denke, es kann (fast) nur individuelle Antworten auf die Frage geben, was männlich und was weiblich ist. Noch vor sechzig Jahren gab es klare Definiitionen, wie Männer und Frauen aussehen und sich fühlen sollten. Die Rollenverteilung und die Charaktereigenschaften waren vorgegeben. Von der Geburt bis zum Tod eines Menschen gab es Anweisungen, wie man zu sein hatte und was sich gehört oder eben nicht. Ich frage mich immer, wie Menschen, die nicht in diese strikte Welt passten, überlebt haben! Es muss die Hölle gewesen sein. Heute ist es deutlich besser aber es gibt noch viel zu tun. Transmenschen müssen nach wie vor um ihre Anerkennung kämpfen. Das biologische Geschlecht ist eben nicht alles! In meinem Freundeskreis gibt es ein Paar, das einen jetzt siebenjährigen Jungen hat. Er hat schon mit vier Jahren behauptet, ein Mädchen zu sein. Meine Freunde waren völlig überfordert damit und konnten gar nicht damit umgehen. Es ist auch nicht "von allein wieder weggegangen" wie ihnen ein Kinderarzt versprochen hat. Er/sie zieht jetzt nur noch Mädchenkleidung an, ist mittlerweile Klassensprecherin, hat lange Haare und trägt am liebsten Kleider. Den andern Kindern macht das nichts aus, nur die Boomer-Verwandtschaft regt sich auf. Seine Eltern stehen voll hinter ihm. Zeiten ändern sich!!
Yin Hallo Yin, ich würde die großen Städte empfehlen! Das liegt daran, dass ich ein total urbaner Typ bin und es sehr genieße, wenn direkt um die Ecke die Uni, viele kleine Cafes und schöne Shops zu finden sind. Jeden Tag gehe ich raus und denke: "Hurra, Freunde treffen, einen Dopio Espresso trinken, sich austauschen und verabreden und abends zusammen ausgehen. Man lernt automatisch so viele Leute kennen und wird nonstop inspiriert. Ich liebe Modern Art und Interior Design, shoppe gerne in coolen Second Hand Läden und bin immer auf der Suche nach neuen Locatiosn. Ich glaube, in einem Dorf auf dem Land würde ich innerhalb von zwei Wochen sterben!
Da gibt es nichts, was mich wirklich begeistert und meistens sind die Leute eher konservativ, "bodenständig"
und sehr für sich. Ein Alptraum!
Ariana223 Natürlich gibt es im Internet hunderte wenn nicht tausende von Beispielen, wo Menschen ein schlechtes Vorbild sind und ihr eigenes ungesundes oder toxisches Leben vorführen. Wenn es um die Ernährung geht, sind es vor allem die über- oder untergewichtigen Leute, aber auch die Extrem-Fintness-Fans, die ihre Lebensweise ins positive Licht rücken anstatt sich mit ihrem Problem zu beschäftigen. Genauso gut kann man sich auch über Leute aufregen, die sich dabei filmen, wie sie mit 200 km/h durch die Stadt heizen und das großartig finden. Oder Leute, die gewalttätig sind - egal aus welchem politischen Lager sie stammen oder wieviele Drogen sie genommen haben - und die sich dafür feiern, usw. Ich frage mich nur, warum gerade Frauen und zwar hauptsächlich Frauen für ihren Körper so intensiv gehasst und beschimpft werden. Dicke Männer werden eher toleriert als dicke Frauen - da wird mit so viel Hass und Verachtung argumentiert, dass einem nichts dazu einfällt. Es ist am Ende wieder mal ein Beweis dafür, dass Frauen über ihren Körper definiert werden und sich oft auch selbst darüber definieren. Du hast Recht, wenn du schreibst, dass du ein Vorbild sein kannst, weil du dich aus der Magersucht befreit hast. Aber wie du sicher weißt, gibt es auch da für Betroffene genügend Posts und Plattformen, auf denen sich die Frauen gegenseitig antreiben, noch mehr abzunehmen, noch weniger zu essen und noch dünner zu werden. Ich sehe da keinen Unterschied zu den Menschen, die ihr Übergewicht feiern und schönreden. Trotzdem bekommen die Leute und vor allem die Frauen mit mehr Kilos deutlich mehr Hass und Verachtung ab als die Magersüchtigen. So tickt eben unsere Gesellschaft leider! Wieso beschäftigst du dich nicht mit den Frauen, die von Magersucht betroffen sind und das nach außen hin feiern? Da weißt du selbst am besten, wie schrecklich diese Krankheit ist und was sie im schlimmsten Fall bewirken kann. Ich bin nicht der Meinung, dass Dicksein keine Gefahr darstellt. Ich selbst bin schlank und habe in der Hinsicht keine Probleme. Aber ich wehre mich gegen die Verachtung und Missachtung vor allem gegenüber Frauen, deren Körper nicht "vorschriftsmäßig" sind!!! Auf Gefahren und Irrtümer hinweisen - ja, das ist wichtig. Aber bitte mit Respekt und nicht mit Hass!
Ariana223 Ich finde, du solltest dich lieber fragen, warum dich das Thema so triggert! Warum schaust du dir diese Sachen an und regst dich dann darüber auf? Natürlich weiß jeder, dass Fettleibigkeit eine Gefahr für die Menschen darstellt. Trotzdem sind diese Personen nicht besser oder schlechter als du oder ich. Vielleicht profitieren sie von der Aufmerksamkeit, vielleicht möchten sie andern Mut machen, zu ihrem Körper zu stehen. Eines Tages wollen sie ihren Körper vielleicht wieder verändern oder sie sehen sich für immer als Vorbild für Menschen mit einem anderen Aussehen - auch wenn man das kritisieren kann. In jedem Fall gibt es keinen Grund, sie zu missachten, zu beschimpfen oder sie vorzuführen. Durch den Link zeigst du direkt anklagend mit dem Finger auf sie, warum auch immer. Du selbst warst mal magersüchtig und machst jetzt extrem Sport. Beides kann ab einem gewissen Übermaß deine Gesundheit gefährden und doch erwartest du von deinem Umfeld, dass du als Mensch geachtet und respektiert wirst. Warum gestehst du das anderen Leuten nicht zu? Was wäre, wenn junge Menschen dich zum Vorbild nehmen würden? Würde dich das auch so empören? Ich frage mich sowieso, warum die Figur von Menschen immer wichtiger wird. Wenn ich mir die Hasskommentare z.B. gegen Ricarda Lang anschaue, kann ich es kaum fassen. Was ist das? Woher kommt diese Verachtung? Sie ist erwachsen und kann tun, was sie will. Und nein, niemand nimmt das zum Anlass, selbst dick zu werden. Aber vielleicht emutigt sie die Menschen, zu ihrem Körper zu stehen, den Hass an sich abprallen zu lassen und selbst keinen zu verbreiten. Denn jeder Erwachsene trifft seine Entscheidungen selbst. Und ich oder wer auch immer sollte das akzeptieren.
Ariana223
Da du selbst davon schreibst, dass du mal magersüchtig warst, erstaunt mich dein Urteil über Menschen, die übergewichtig ist. Stell dir vor, jemand hätte dir in der Zeit der Magersucht gesagt, dass es doch ganz einfach wäre, da rauszukommen. Einfach mehr essen, es ist ja genug da, also wo ist das Problem? Einfach mal den Kühlschrank aufmachen und zugreifen, und schon ist das Problem gelöst! Natürlich ist das ein absurder Vorschlag, denn bei Magersucht handelt es sich um eine schwere Erkrankung, an der nicht wenige Menschen sterben. So ähnlich ist es auch bei Menschen, die zuviel essen. Sie sollen doch einfach keine Pizza und keinen Donut mehr essen, schreibst du. Wenn sie es nur wollten, dann würde das schon klappen! Das ist natürlich viel zu kurz gedacht!! Denn auch wenn man es "will", ist der Weg meist lang und von Rückschlägen geprägt. Manchmal braucht man eine professionelle Unterstützung usw. Body Positivity heißt letztendlich ja auch, dass man Menschen, die nicht der "Norm" (die es sowieso nicht gibt) entsprechen, akzeptiert, sie nicht diskriminiert, beschimpft, missachtet usw. Und das hat letztlich jeder Mensch verdient - egal wie er aussieht.Ricardo1 Oh je, das klingt eher nach einem kleinen Teenager, der gesucht wird, als nach einer erwachsenen Frau mit Selbstbewusstsein und Intelligenz. "Launisch, zickig, trotzig, frech, süß" - man stelle sich vor, eine Frau würde das von ihrem Traummann erwarten! Völlig absurd natürlich!
Und umgekehrt wird auch kein Schuh draus. Eine Frau ist doch kein süßes, kleines, verpeiltes Kind. Höchstens kann frau so tun als ob - für kurze Zeit. Das ist doch der Klassiker. Kleinen Mädchen wird schon oft mitgeteilt, dass sie so süüüüß und niedlich und zickig sind. Jungs sollen dagegen mutig und stark sein. Irgendwann glauben die Leute das dann selbst - oder hoffentlich nicht. Man stelle sich eine Frau vor, die Physik studiert (macht eine Freundin von mir), die dann gesagt bekommt, sie soll doch bitte süß und trotzig sein. Das kann nichts werden. Andererseits bist du vielleicht selbst erst 17 und weiter reicht es noch nicht. Ich drücke die Daumen!!
Man denkt bei dieser Rollenverteilung an den Trend "Tradwife" aus den USA. Da bleiben die Frauen absichtlich zu Hause und backen, kochen und putzen den ganzen Tag, während die Männer arbeiten gehen und das Geld verdienen. Man könnte meinen, dass die Frauen damit automatisch in die selbstverschuldete Armutsfalle rutschen (nach einer Trennung), aber in Wirklichkeit verdienen sie oft mehr Geld als ihre Ehemänner, da sie tausende Follower haben und als Influencer mit Werbung richtig Geld verdienen. Viele osteuropäische Frauen signalisieren dagegen mit ihrem Fünfziger-Jahre-Look (adrette Kleidung, niedliche Accessoires) eine sexuelle Bereitschaft, um zu mehr Status und Geld zu kommen. Sie unterwerfen sich dem Patriarchat und hoffen auf finanzielle Unterstützung. Die Frauen in der westlichen Welt brauchen das nicht (mehr), denn sie machen selbst Karriere und sind unabhängig. Sie ziehen das an, was ihnen gefällt und leben vollkommen eigenständig. Trotzdem sollte man nie vergessen, dass die Rente von Frauen in Deutschland (!) immer noch fast 40 Prozent niedriger ist als die von Männern. Man muss also dranbleiben und darauf achten, nicht in die Hausfrauen-Falle zu tappen. Es lohnt sich!
Du hast vollkommen recht, wenn du schreibst, dass viel von den individuellen Entscheidungen abhängt. Wenn du dich mit der typischen, tradierten "Rolle" wohlfühlst, ist das doch in Ordnung. Man sollte aber nicht vergessen, dass wir alle Individuen sind, Unikate sozusagen. Die Idee, dass es nur ein einziges Rollenverständnis und nur einen einzigen Lebensentwurf (heiraten, Kinder bekommen, zurückstecken) für Milliarden von Frauen gibt, kann nicht klappen und hat ja auch nie geklappt. Zudem sind Frauen nach wie vor in vielen Bereichen im Nachteil. Wenn sie nur zu Hause sind - aus welchen Gründen auch immer - rutschen sie später schnell in die Armustfalle. Wenn sie arbeiten gehen und an ihrem Arbeitsplatz mehr Frauen als Männer arbeiten, verdienen sie statistisch belegt weniger als wenn es umgekehrt wäre. Wenn sie krank sind, sollten sie besser zu Ärztinnen als zu Ärzten gehen, denn die Frauen hören ihnen nachgewiesenermaßen besser und länger zu und geben sich mehr Mühe bei der Behandlung. Bisexuelle, homosexuelle oder transsexuelle Personen müssen nach wie vor damit rechnen, benachteiligt oder sogar angegriffen zu werden. Undsoweiterundsofort. Wir sind noch lange nicht bei der Gleichberechtigung angekommen, von der auch du als Individuum profitieren kannst und profitierst. Denn wären die Frauen nicht schon in den Sixties und Seventies auf die Straße gegangen, würde ihnen z.B. bis heute nicht mal erlaubt, einen Beruf ohne die Zustimmung ihrer Männer zu ergreifen oder selbst darüber zu bestimmen, wann sie in einer Ehe Sex haben wollen und wann nicht. Es lohnt sich also, nach vorne zu schauen und nicht nur zu sagen, ach bei mir passt alles! Männer sind für fast 90 Prozent der Gewalttaten verantwortlich und zu fast 100 Prozent an für Vergewaltigungen. Es gibt noch viel zu tun...
performerin Ich sehe das genau andersrum. Die Rechte der Frauen sind und bleiben ein großes und wichtiges Thema. Da ist noch längst nicht alles erreicht und der Kampf wird und muss weitergehen. Mit "Gewalt und Verboten" ist natürlich niemandem geholfen. Ich sehe aber auch nicht, wo dies zum Einsatz kommt, wenn es darum geht, dass Frauen und Menschen, die nicht zum Cis-Mainstream gehören, gleichberechtigt und unvoreingenommen wahrgenommen werden sollen. Trump in den USA mit den verrückten Evangelikalen wird jetzt vormachen, was es bedeutet, wenn z.B. Frauen wieder vorgeschrieben wird, wie sie leben sollen. Ein Alptraum! Ich weiß nicht, wen du mit "schillernden Protagonisten" meinst. Falls damit z.B. Transmenschen gemeint sind, so sollen und können sie bitte und unbedingt so schillernd sein, wie sie wollen. Das gilt schließlich auch für Heteros. Dass das für die weißen Boomer Bernds und Elkes nicht so einfach ist, kann ich verstehen. Aber die Welt wird sich auch ohne sie weiterdrehen.
Gewisse Dinge zu kritisieren ist das eine, aber Frauenfeindlichkeit ist etwas anderes. Es scheint doch so zu sein, dass du die freie Selbstbestimmung der Frauen über ihre Sexualität oder ihre sexuelle Identität ablehnst. Das ist natürlich dein gutes Recht. Die Frauen in meinem Alter (Ende 20) reden jedenfalls keine Sexarbeit schön, machen stattdessen auf die sozialen Missstände aufmerksam, setzen sich gegen Menschenhandel ein und plädieren für die Anerkennung verschiedener Geschlechter. Jede Frau (und jeder Mann) kann und soll seine Sexualität frei leben können. Ob dir das gefällt, ist wieder eine andere Frage. Wie aber soll sich das auf andere Frauen schädlich auswirken? Jede(r) kann sich doch selbst entscheiden, wie er oder sie sein Leben gestalten möchte. Die Welt der Boomer mit all ihren Einschränkungen, Vourteilen, Verboten und Diffamierungen von Frauen ist vobei.
Finde Talkshows immer spannend, gerade weil oft sehr spontan geantwortet wird und Überraschendes dabei herauskommt. Die großen Herausforderungen unserer Zeit wie z.B. die Transformation hin zur Klimaneutralität oder der wichtige, technologische Wandel werden da zwar auch diskutiert, aber viel aufregender ist doch, wie die einzelnen Politiker miteinander umgehen und wie sie sich selbst darstellen.
Ich denke, das Wichtigste wurde gesagt in den Antworten! Da spricht die typische "internalisierte Misogynie" aus dir - warum auch immer! Warum dürfen Frauen nicht "sexuell flexibel" sein? Wir alle haben mittlerweile die Möglichkeit, über unsere Sexualität zu sprechen und sie individuell auszuleben. Die Stereoptypen der Vergangenheit sind endlich auf dem Rückzug - hoffentlich bleibt es so. Bitte denke darüber nach, warum du so wütend bist über Frauen, die anders leben und sich anders definieren als du. Was steckt dahinter? Hast du Angst vor deinen eigenen Wünschen und Vorstellungen? Gehörst du einer bestimmten Religionsgemeinschaft an oder bist du sehr konservativ und fürchtest dich generell vor Veränderungen? Wie auch immer - diesen Hass hat niemand verdient!
Sehe das insgesamt anders. Deine Frau will vor allem eins - wieder gesehen und verstanden werden. Ihr seid aktuell so weit voneinander entfernt, dass ihr die Bedürfnisse des anderen nicht wahrnehmt. Dein Bedürfnis nach Sex hat mit ihr als Person erstmal gar nichts zu tun. Im Grunde ist dir ja fast egal, mit wem du Sex hast - Hauptsache, er findet statt. Deine Frau weiß das ganz genau und fühlt sich dadurch wie ein Gegenstand, der irgendwie benötigt wird. Wenn du ihr ein Kompliment machst, sieht sie das eher als Mittel zum Zweck, damit sie nach Wunsch funktioniert. Sie hat aber ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche, die über die Existenz ihres Körpers hinausgehen. Ich kenne mich mit Wechseljahren nicht wirklich aus, aber der "Wechsel" ist wahrscheinlich eine größere Sache. Wer bin ich, was will ich, wie bringe ich Körper und Geist in Einklang. Und wenn du ehrlich bist, machst du dir über sie keine weiteren Gedanken, außer dass sie endlich wieder so funktionieren soll wie früher. Was weißt du eigentlich wirklich von ihr als Mensch? Da hilft nur eins (denke ich). Ihr müsst sprechen, vielleicht mit einem Paar-Therapeuten. Eine Prostituierte tut nur so als ob. Willst du das auch bei deiner Frau so haben? Oder brennst du für sie als wichtigste Partnerin an deiner Seite? Genau darüber macht sie sich nämlich Gedanken...
Denke auch, dass das einfach ein Business ist. Entweder zahlen die Interessenten über eine Agentur oder sie suchen sich selbst eine Frau aus dem Ausland und zahlen direkt oder indirekt. Da kann dann auch der ältere Boomer Bernd mit etwas Hübschem glänzen. Aber was soll's - damit sind ja dann alle zufrieden!
- blowmore
Mit dem richtigen Mann hat das wenig zu tun! Es geht dabei um eine prinzipielle Entscheidung. Mit Kindern ändert sich das Leben fundamental und man sollte sich darüber im Klaren sein, was das bedeutet - beruflich, finanziell, organisatorisch und vor allem alltäglich über Jahre hinaus. Eine "romantische" Entscheidung kann dabei genau falsch sein. Ich sage immer zu meinem aktuellen Partner, aber auch zu allen davor und danach, dass ich mich in dieser Hinsicht entschieden habe. Ein Leben mit Kindern ist nur für diejenigen richtig, die sich das wünschen. Und ich weiß genau, dass das für mich nicht in Frage kommt. Ich habe andere Ziele im Leben und möchte nicht jahrelang an zu Hause angebunden sein. Für manche ist das ein Traum, für mich ein Alptraum. Aber hurra, wir leben in einer Zeit, in der sich alle selbst entscheiden können. Der "richtige" Mann ist derjenige, der das versteht. :super:
Wie so oft lohnt es sich, das Thema „Verbot der Hisbollah und AfD“ genauer unter die Lupe zu nehmen! Die AFD hat prinzipiell wenig bis kein Interesse daran, das Judentum zu verteidigen. Ihr geht es vielmehr darum, den Islamhass zu verbreiten. Sie hat z.B. gute Kontakte zu Syrien und dem Hisbollah-Verbündeten und Massenmörder Assad. Deshalb hat sie auch das Verbot der Hisbollah beantragt, ohne Syrien zu erwähnen. Trotz allem wäre ein frühes Verbot der Hisbollah eine gute Sache gewesen! Bis dahin hatte Deutschland aber so wie die meisten anderen europäischen Staaten nur den militärischen Arm der Hisbollah verboten, den sogenannten politischen Arm jedoch erlaubt. Durch diese künstliche Einstufung der Hisbollah wollte sich Deutschland die Option offenhalten, als möglicher Vermittler zwischen Israel und der Hisbollah auftreten zu können, z.B. bei dem Austausch von Gefangenen. Mittlerweile haben mehrere Länder (darunter Großbritannien, die USA und Kanada) die Hisbollah in ihrer Gesamtheit auf die Terrorliste gesetzt. Letztes Jahr hat der Bundesinnenminister dann ein Betätigungsverbot für die Hisbollah in Deutschland ausgesprochen. Ein entsprechender Antrag wurde mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD und FDP beschlossen. Enthalten haben sich Linke, Grüne und die … AfD. Die jüdischen Verbände sagen zum Thema AfD und Judentum: „Die AfD schiebt Juden vor, um ihre rassistischen und antimuslimischen Parolen unter das Volk zu bringen. Aber dieses Feigenblatt wollen und werden wir nicht sein.“ Zudem würden AfD-Politiker die Schoa, den nationalsozialistischen Völkermord an den Juden Europas, relativieren. Ich persönlich denke: Wer in diesem Zusammenhang von einem „Fliegenschiss“ redet, hat für immer seine Glaubwürdigkeit verloren.