Also...
Hi,
ich hab damals mal einen Beitrag zu dem Thema "Geliebte" geschrieben und ich füge ihn an dieser Stelle einfach nochmal ein...
Find ich schon heftig: "Ihr seid nur Geliebte geworden, weil ihr nicht in der Lage seit, MEHR zu sein..."
Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob Geliebte nichts anderes zu tun haben, als sich auf den Mann vorzubereiten und dann immer rausgeputzt zu sein - denke einfach, auch Geliebte sind "normale Menschen"...
Vor allem werden "Geliebte" immer nur auf Bettgeschichten reduziert - vielleicht denkt man aber mal darüber nach, dass auch wirkliche Gefühle eine Rolle spielen können???
Nun, ob sie richtig oder falsch handeln, ob ihr Verhalten gut oder böse ist - darüber kann man streiten.
Ich denke, man darf nicht alle Geliebten über einen Kamm scheren...
Es gibt mit Sicherheit Unterschiede:
Zum einen wird es tatsächlich solche Frauen geben, die DIE GELIEBTE sind, wie man sie sich so vorstellt:
der Vamp schlechthin, der immer supertoll aussieht, den Mann an jeder Ecke verwöhnt, die Ehefrau schlecht macht oder was weiß ich.
Die wirklich nur ein Ziel hat - nämlich den Mann für sich zu gewinnen, koste es was es wolle...
Um zu triumphieren, um was für ihr Ego zu tun; die einfach Spass daran hat, eine Familie / Ehe zu zerstören - und die den Kerl danach vielleicht wieder fallen lässt...
Aber hast Du auch schonmal darüber nachgedacht, dass es eine "andere Art" von Geliebten gibt???
Nämlich Frauen, die zur Geliebten werden, weil sie LIEBEN???
Es ist tatsächlich so - Du magst es vielleicht nicht glauben - dass "diese Geliebten" sich verdammt viele Gedanken machen... Über den Mann, darüber, ob es wirklich eine Zukunft geben kann - aber auch über seine Familie... Die auf der einen Seite die Zeit mit ihm genießen, auf der anderen Seite aber immer wieder vom eigenen schlechten Gewissen gequält werden und die sich selbst vielleicht auch oft die Frage stellen: "Was mach ich hier eigentlich..."
Es gibt Geliebte, die sich in der Tat einen Kopf darüber machen, was z.B. seine Frau empfinden wird, wenn sie etwas erfährt; die versuchen, sich auch in ihre Lage zu versetzen, die sich Gedanken über evtl. Kinder des Mannes machen...
Die nicht aus Spass an der Freude eine Familie oder Ehe zerstören wollen - sondern einen Mann für sich "gewinnen", weil sie ihn einfach aus tiefstem Herzen lieben...
Es ist nunmal so, dass die Liebe JEDEN treffen kann.
Man ist nicht davor gefeit; man kann sich keinen Schutzmantel umlegen oder ein Schild mit der Aufschrift: "Mich bitte nicht lieben, da bereits vergeben..."
Die Liebe fällt dorthin, wo sie will; Gefühle nehmen keine Rücksicht darauf, ob der eine Part vielleicht verlobt, verheiratet oder sonstwas ist...
Natürlich kann man gegen Gefühle ankämpfen; versuchen sie runterzuschlucken, aber auf Dauer hält man das nur sehr schwer durch...
Ich würde nie (mehr) jemanden verurteilen, der sich in einen bereits gebundenen Menschen verliebt oder vielleicht auch etwas mit ihm anfängt...
Aus eigener Erfahrung habe ich gelernt: "Sage niemals nie..."
NIEMAND kann sich davon freisprechen, dass ihm sowas auch mal passiert. Man rutscht manchmal schneller in eine solche Situation, als einem lieb ist...
Und spätestens zu dem Zeitpunkt, an dem man sich selbst nicht mehr versteht, weil man nun plötzlich SELBER so handelt, wie man es vorher immer ausgeschlossen hat - dann wird einem bewusst, dass das "Geliebte werden" JEDEN treffen kann!
Liebe ist frei...
Gefühle halten sich nicht an Regeln...
Und wenn es zu einer Affäre kommt, ist nicht die Geliebte alleine "schuld" - der Mann lässt sich schließlich drauf ein oder bringt das Ganze selber ins Rollen...
Von daher sollte man nicht nur - wenn überhaupt - die Geliebte "beäugen", sondern auch den männlichen Gegenpart...
Ich bin allerdings auch dafür, dass man, wenn es in der Ehe / Beziehung nicht mehr klappt, wirklich mit dem Partner reden sollte - offen und ehrlich...
Das ist allen Beteiligten gegenüber nur fair, auch wenn es weh tut...
Alles andere ist gemein, feige und hinterlistig.
Entweder, man steht zu seinen Gefühlen oder man lässt es bleiben.
Beide(s) haben zu wollen geht nicht gut
- zumindest nicht auf Dauer...
In diesem Sinne,
Lg
Sha