• Meine Familie
  • Aus "Dein" und "Mein" wird "Unser" - oder doch nicht?

Mein Mann verdient ca. dreimal so viel wie ich. Er hat ein ganz normales Konto, wir haben ein gemeinsames Sparkonto und ich hab nochmal mein Konto. Alles überflüssige Geld kommt aufs Sparkonto, das nur bei größeren Anschaffungen angerührt wird. Er lässt allerdings immer ein bisschen mehr Geld auf seinem Konto, eben um so Zeug wie ein neues Handy, Wochenendtrips, etc. zu bezahlen. Das machen wir vorallem auch mit seinem Konto, weil er auf Geschäftsreisen oft das Geld zuerst selbst bezahlen muss, bevor er es erstattet bekommt.
Ich lass immer recht wenig Geld auf meinem Konto, da ich nur Teilzeit arbeite, mache ich die Lebensmitteleinkäufe und andere kleinere Besorgungen.
Die Miete zahlt er, manche von den anderen Rechnungen gehen auf meinen Namen, einfach weil ich mehr Zeit gehabt hab für die Anmeldungen, als wir in diese Wohnung gezogen sind.


Insofern haben wir schon getrennte Konten, aber es ist alles unser Geld. Wir geben nie irgendwem Geld zurück oder sowas. Ich sag ihm auch ab und zu, dass er mir so und so viel Geld geben soll, damit ich das und das bezahlen kann. Da wir beide sehr gut mit Geld umgehen können haben wir uns noch niemals über irgendwelche Geldangelegenheiten gestritten.

Wenn du schwanger bist und natürlich weniger zahlen kannst, dann verändert man die Quote, so dass er dann mehr bezahlt du z.B. das Mutterschaftsgeld und das Kindergeld auf dein Konto bekommst usw. .

Soweit klar, aber wie löst ihr das praktisch? Ein Gemeinschaftskonto für beide Gehaltseingänge?

Wenn eine Frau aus DEIN und MEIN.........UNSER machen möchte, dann nur aus einem einzigen Grund...........Er hat mehr als sie und sie möchte Zugriff aus SEIN.

was soll man auf so eine Frage antworten? Kommt das nicht auf den Umstand der Scheidung an? Oftmals macht sowas ein Anwalt. Wenn man sich einig ist, kann es von alles dir/alles mir bis zu 50/50 gehen. Aber wenn ich jemanden heiraten, dann denke ich in erster Linie nicht an die Scheidung. Mag naiv sein, aber eine harmonische Ehe ist mir mehr Gedankengut wert, als ein wenn und aber. Im Falle einer Scheidung ist bestimmt mehr zu regeln, als einen Kontostand zu teilen.

Und, was ist daran so dramatisch für "normalsterbliche"? Ich kenne niemanden bei denen das wirklich irgendeine Auswirkung hätte, ob man nun ein gemeinsames oder getrennte Konten hat. Wie gesagt, sowas teilt der Anwalt und da ist es egal, WO das Geld liegt. Anders verhält es sich mit "das Konto wurde leergeräumt und ist geflüchtet", dafür gibt es einzustellende Höchstbeträge, die per Karte nicht überschritten werden dürfen. So etwas habe ich sowoeso, aber nur wegen Betrügern, die die Karte mopsen, nicht wegen meines Mannes.

rosered1989

es war "unser" statt mein und dein so ziemlich von Anfang an. Wir sind aber schon lange vor der Hochzeit zu einem gemeinsamen Konto gewechselt, die Hochzeit hat da gar nichts geändert.


Ich kenne aber auch nicht wenige Paare, bei denen die Beziehung / Ehe nur als mein + dein + unser (also jeder sein Konto und ein gemeinsames) funktioniert - wäre für mich nichts.

5 Tage später

Also bei uns gibt es 1 mein, 1 dein und 1 unser. Das entspricht unseren bedürfnissen am besten.
Aber wenn ihr in gütergemeinschaft verheiratet seid, gibt es ohnehin kein meins und deins mehr. Das ist ja gerade der witz an der gütergemeinschaft, dass das alles zusammen gehört.

rosered1989

Hallo, wir haben nach der Hochzeit unsere beiden Konten zu einem zusammen gelegt. Haben das Konto mit den höheren Gebühren platt gemacht. Alles Einnahmen gehen auf das Konto und alle Ausgaben gehen davon weg. Unsere Geldanlagen verwalten wir gemeinsam, er hat bei mir die Vollmachten und ich bei seinen. Wir haben nur noch unser, egal wer wie viel einbringt. Haben vor den Kindern immer etwa gleich verdient, teilweise ich mehr. Vor der Hochzeit haben wir immer verrechnet, hat nur genervt die Rechnerei.

5 Tage später
rosered1989

Hallo Rosered 1989,


ich halte es ebenfalls für hoch riskant seine Konten einfach zusammenzulegen. Wir (verheiratet) haben jeder ein Konto und dann noch eines gemeinsam. Von dem gemeinsamen Konto gehen alle gemeinsamen Haushaltskosten, Miete etc. ab. Alles was wir individuell haben (Auto, Keidung, Handy) zahlt jeder für sich.


Auf das gemeinsame Konto zahlen wir jeder circa 70 Prozent unseres Gehalts.


Ich finde diese anteilige Zahlung sehr sinnvoll. Gerade wenn ihr mal Kinder bekommt, wird sich dein Einkommen zumindest für eine Weile verringern (außer er bleibt mit dem Kleinen zu Hause). In dieser Situation sollte ganz klar sein, dass du noch eigenes Geld hast und Anteilig deine Anteil am Familieneinommen zahlst.


Für den Auto-Fall halte ich die "Mein-Dein-Regelung" für sinnvoll, weil du ja offensichtlich wirklich nichts mit seinem Auto zu tun hast, sondern dein eiges Auto (allein!) finanzieren musst.


Viele Grüße