Dann ist man aber für eine monogame Beziehung nicht geschaffen. Dann bist du wohl eher der Typ für eine offene Beziehung.
Hier gibt es anscheinend aber schon Probleme die die TE nicht wahrhaben wollte/will.
Seitensprung - ist beichten wirklich „falsch“
Nur weil mal ein Ausrutscher passiert, heisst das noch lange nicht, dass einem Treue nicht wichtig ist oder man seine Triebe nicht unter kontrolle hat... :roll:
Was soll denn der Ausrutscher sonst heißen? Entweder man verstößt gegen seine Prinzipien weil man seinen Trieb nicht unter Kontrolle hat oder man nimmt Treue nicht so wichtig.
Ich möchte noch dazu sagen, dass mein Freund es nach eigener Aussage schön und auch gut findet, dass ich ihm die Wahrheit gesagt habe, mit einem Menschen, der es schaffen würde, so etwas für sich zu behalten, würde er nicht zusammen sein wollen. Also denke/hoffe ich wenigstens in dieser Sache halbwegs „richtig“ gehandelt zu haben. Aber natürlich ist es, wenn das vorher vereinbart wurde, auch „richtig“ nichts zu sagen. Da mein Freund jedoch genau das Gegenteil von mir wünscht, also so etwas auf jeden Fall wissen zu wollen, denke ich, dass er es auch verdient, dass ich das respektiere.
haha darauf habe ich gewartet :larme:
Kein Mann will mit einer Betrügerin (Genau wie andersrum) zusammen sein. Das stimmt zwar, aber wenn Mann nicht in der Lage ist, einen einmaligen Fehler zu verzeihen, will Frau vielleicht auch nicht mit Mann zusammen sein.
Ich bin der Meinung, dass ein einmaliger Fehltritt immer verzeihbar ist. Natürlich macht er Vertrauen kaputt und vieles wesentlich schwieriger. Aber daran kann eine Partnschaft sogar wachsen (natürlich auch zerbrechen).
Es kommt immer darauf an, was beide daraus machen.
Beim nächsten Mal.. das wird es nicht geben. Aber ich würde es immer wieder „beichten“. Wie gesagt, es gibt sicher Menschen, die damit umgehen können bzw. Absprachen mit ihrem Partner getroffen haben, solche Dinge für sich zu behalten, was aber in meiner Beziehung nicht der Fall ist. Mir haben 1. die Schuldgefühle und mein Gewissen so zugesetzt und 2. wusste ich genau, mein Partner wünscht sich auch in dieser Hinsicht absolute Ehrlichkeit. Die paar Wochen, die ich meinen Fehler verschwiegen habe, waren schlimm genug. Zudem haben wir auch über eine Hochzeit immer wieder gesprochen, ich hätte meinen Partner niemals heiraten können in dem Wissen, dass er vielleicht gar nicht mehr mit mir zusammen sein wollen würde, wenn er nur wüsste.. Das muss er doch selber entscheiden dürfen.. Ich bin sehr froh, dass er mir meinen Fehltritt vergeben kann und habe sehr viel daraus gelernt. Sicher gibt es jetzt mehr Komplikationen als wenn ich einfach nichts gesagt hätte, es ist wohl immer bequemer in so einem Fall zu schweigen. Ich finde dennoch dass der Partner die Wahrheit verdient, wenn er das schon ausdrücklich wünscht und nachdem ich mich nun sehr viel mit dem Thema beschäftigt habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich es auch wissen wollte. Was wäre es für eine Beziehung, wenn (ohne diesbezügliche Absprache) beide Partner mit anderen Personen schlafen, das einfach immer verschweigen und die Beziehung weiterführen als wäre alles in Ordnung?..
ja, lassen wir es so stehen. es hat mich tatsächlich sehr gequält.
tststs, so unlogisch kenne ich Dich sonst gar nicht, venus. Monogamie ist nicht das Gegenteil von Fremdgehen. Auch polyamore Menschen können Fremdgehen. Auch in offenen Beziehungen kann man fremdgehen.
Jede Art von Beziehung beruht auf impliziten oder expliziten Vereinbarungen. Wenn man die bewusst bricht und täuscht, lügt und Vetrauen missbraucht, ist das Fremdgehen.
Die wirklich interessante Frage ist, wie Menschen ihren (engeblich) geliebten Partner schmalos anlügen und hintergehen können. Das ist für mich das eigentlich Interessante. Wie muss jemandes Psyche gestrickt sein, dass er/sie etwas bewusst tut, dass der Partner extrem verletzen würde?
Leider unterscheidet Deine Studie nicht zwischen einmaligen Ausrutschern und der bewussten, geplanten Untreue.
Andererseits finde ich die 50% auch nicht ungewöhnlich. Es gibt so viele kaputte Partnerschaften und Psychen. Da wäre es schon sehr ungewöhnlich, wenn mehr als die Hälfte der Menschen partnerschaftlich-ethisch einwandfei handeln würden.
Dummerweise trägt man halt den Charakter nicht auf der Stirn spazieren. Du als bekennde Lügnerin und Fremdgängerin kommst wahrscheinlich genauso nett und verlässlich daher wie andere.
würde er nie machen. und bevor du es sagst: ja er hat charakter im gegensatz zu mir. oder wolltest du anders kontern?
Du hast den Seitensprung weder mit Vorsatz gemacht, noch den gleichen Fehler zum zweiten Mal. Insofern sehe ich da jetzt nicht unbedingt ein charakterliches Defizit. Fehler können alle machen. Einmal.
ich bin mir nur in Bezug auf dein Antwortverhalten sicher
nein, muss ich wirklich nicht
Auch wenn Venus und ich nicht häufig die gleiche Meinung haben: ihr zu unterstellen, sie würde partnerschaftliches Lügen und Betrügen propagieren, ist schlicht falsch. Was ich von Venus immer lese ist die Aufforderung, dass Frauen zu sich selbst stehen sollen. Monogamie ist nicht Dein Ding? Dann ändere Deine Beziehung in Abstimmung mit deinem Partner oder suche Dir einen besser passenden Partner. Ich zumindest habe keinen Aufruf zur Untreue von Venus gesehen. Wäre doch auch unsinnig, denn in offenen Beziehungen kann es genauso Untreue geben, wie in normalen Beziehungen. Es gibt auch keine richtige oder falsche Beziehungsform, sondern nur eine individuell passende oder unpassende. Allein die betroffenen Personen entscheiden.
In einem Forum begegnen einem meistens die Negativfälle. Deshalb lesen wir hier auch häufiger von Betrug und Lügen als von harmonischen Beziehungen, zumal dieses Forum nur einen minimalen Ausschnitt an Beziehungen zeigt. Die Paare die keine Probleme haben und zufrieden monogam leben posten hier keine Beiträge.
Das bezweifle ich ja gar nicht. Aber man kann trotzdem keine Aussage darüber treffen wie vielen Paaren es so geht. Es könnten 60%, 80% oder 90% sein, die Mehrheit oder bloß 30% oder 5% der Paare. Wir sehen diejenigen, die mit dem Thema Sex in irgendeiner Weise unzufrieden sind. Aber wir wissen nicht in welchem Verhältnis sie zu denen stehen, die glücklich sind mit ihrer Monogamie/ dem Thema Sex insgesamt.
aber heißt es, „nur“ weil man einmal fremdgeht, dass man nicht monogam leben kann bzw. dafür nicht geeignet ist? ich war ja nicht mit der absicht unterwegs mir jetzt einen anderen sexpartner zu suchen, sondern es ist leider so „passiert“, was mir jetzt ja auch sehr, sehr leid tut und woraus ich gelernt habe. aber muss ich jetzt deshalb meine eigentlich monogame beziehung in frage stellen und mich als mensch sehen, der in einer solchen nicht leben kann? das mache ich nämlich nicht..
Wenn ihr spürt, dass ihr es nicht schafft, gemeinsam an der Geschichte zu arbeiten und die Beziehung wieder ins Reine zu bringen - und zwar ganz tief im Herzen - dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: 1. Paartherapie und 2. Trennung. Ich rate Dir zu 1. und hoffe, dass Dein Freund mitmacht.
Die Mathematik (Wahrscheinlichkeitsrechnung) hilft uns hier die Fremdgehwahrscheinlichkeit des (durchschnittlichen) Partners in einer Partnershaft zu bestimmen. Wenn 50% alle Menschen mindestens 1x fremdgehen, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass mein aktueller Partner mir nicht fremdgeht? 50%? Leider falsch
80% ist ungefähr richt! Oder andersrum: Mit 20% Wahrscheinlichkeit geht mir mein Partner fremd, wenn 50% aller Menschen mind 1x in ihrem Leben fremdgehen. Hört sich paradox an, aber das ist die Faszination an der Statistik.
Kurze Herleitung:
Nehmen wir an, dass jeder Mensch im Schnitt 5 feste Partnerschaften im Leben hat.
50% betrügen in keiner Partnerschaft.
50% betrügen in mindestens 1 Partnerschaft.
Von diesen 50% Betrügern, betrügen wiederum 50% nur einen ihrer 5 festen Partner (also 50% der 50% = 25% aller Partner).
20% der 50% Betrüger betrügen 2 der 5 Partner (macht 10%).
10% der 50% Betrüger betrügen 3 der 5 Partner (macht 5%).
10% der 50% Betrüger betrügen 4 der 5 Partner (macht 5%).
10% der 50% Betrüger betrügen alle 5 Partner (macht 5%).
Ich halte die Zahlen zwar für hoch gegriffen, aber seis drum.
Nimmt man nun an, dass man sich gerade in einer der 5 angenommenen Partnerschaften befindet, ergibt sich durch Addition der Entscheidungsbaum-Wahrscheinlichkeiten der Wert 0,21. Also eine Wahrscheinlichkeit von 21% dass ich in meiner Partnerschaft betrogen werde bzw knapp 80%, dass mir mein Partner treu bleibt.
qed (P.S. Ist Statistik nicht herrlich?)