treasa_12668737

Danke für Deine Ausführliche Antwort.


Du solltest wissen, dass meine Frau über die Ergebnissen der beiden Spermiogramme informiert ist, weil wir zusammen in der Kinderwunschklinik waren. Wir haben zusammen die beiden Proben für die Spermiogrammen abgegeben und auch die Ergebnisse vom Arzt anhören müssen...also meine Frau weisst ALLES. Nach den Ergebnissen von den Spermiogrammen hat der Arzt uns empfohlen eine ICSI durchzuführen und wir wollten es auch machen. Wir waren, meine Frau und ich sehr aktiv, und uns erkundigt haben über die Kosten der ICSI; diesbezüglich fanden wir, dass es günstiger für uns wäre, wenn wir in der gleichen Krankenkasse wären...meine Frau hatte dann die Krankenkasse gewechselt zu meiner Krankenkasse damit bis zu 75% der Kosten übernommen wird. ALSO MEINE FRAU UND ICH WAREN DABEI UNS VORZUBEREITEN AUF EINE ICSI.
Also nochmals ich vertraue schon meine Frau und weiss auch, dass die Wissenschaft NIE zu 100% richtig ist. Bezüglich die Spermiogramme, weiß ich auch, dass es NUR eine Momentaufnahme ist und wiederspiegelt nicht unbedingt die Realität. (wir hatte zwei Tests gemacht, beide Spermiogramme sehr schlecht). Klar kann ich den Test in einem anderen Labor durchführen lassen, vielleicht mit eine "bessere" Ergebnisse! (schon möglich)


Es ging für mich viel mehr darum:


1- Meine Frau zu vertrauen (das tue ich sowieso, sonst hätte ich sie nicht nach diesem Geschehen geheiratet! Wir haben NACHDEM sie schwanger war geheiratet!) und KEINE Test machen damit Sie sich nicht zutief verletzt fühlt.


2- Der Vaterschaftstest machen lassen und riskieren, dass meine Ehe zerbricht aufgrund des Vertrauensbruchs


Letztendlich muss ich selbst entscheiden, was ich tun werde...nur war ich auf "andere Meinungen interessiert"

    quanah_12939528

    Also ich will ganz ehrlich zu dir sein..
    Klar kann man es verstehen, dass du Zweifel hast. ABER wenn du schon sagst rein rechnerisch könnte es deins sein und deine Frau sagt es ist deins sie wäre dir nie fremdgegangen und ihr sogar über weitere Schritte nachgedacht hattet um ZUSAMMEN ein Kind zu bekommen.. Kann man von deiner Seite ganz klar NICHT von Vertrauen sprechen.. Rede dir ein was du willst aber da ist definitiv nicht viel Vertrauen da!
    Solltest du einen Vaterschaftstest machen und es rauskommen das es deins ist, musst du fest damit rechnen das sie ziemlich verletzt und wütend sein wird und es sich dann mit eurer Ehe aufgrund des fehlenden Vertrauens ihr gegenüber auch erledigt hat!
    Für mich als Frau wäre es ein absoluter Vertrauensbruch und für eine Ehe nicht tragbar. Denn wenn ich weiß mein Mann ist der Vater ich mich freue, dass es endlich geklappt hat obwohl alle Chancen schlecht stehen und er dann ankommt und mir quasi ins Gesicht sagt das ich ja fremdgegangen bin und er um mir 'vertrauen' zu können, dass es nicht so ist, einen Vaterschaftstest will. Ich wäre damit einverstanden aber dann wäre die Beziehung/ Ehe für mich gegessen.. Weil wer braucht denn einen Partner der kein Vertrauen hat?

      quanah_12939528

      Lieber Jens
      Danke für die Antwort. Geheiratet hast Du in einem Moment wo Du vertrauen gefasst hast. Die Frage ist halt, kannst Du mit diesem "nagenden" Zweifel leben? Und ganz offen das Gespräch mit Deiner Frau suchen? Das wäre in diesem Fall eine Option. Die Entscheidung kann Dir niemand abnehmen. Und weisst Du, ich habe viele Wunder (das heisst wissenschaftlich nicht erklärbare Phänomene) gesehen. Ich habe mit Frauen, die vergeblich versuchten, schwanger zu werden, gebetet und sie wurden schwanger von ihren Männern, eine war schon über 40. Deshalb - manchmal fidet das eine Sperium seinen Weg und bei einer Million ist dass immerhin 10'000 ;-).

      kinderwunsch22

      Lieber Jens,
      die Antwort von Kinderwunsch22, ist ein ernstzunehmendes Votum.
      Ich würde Dir raten, einmal heraus zu finden, warum Du Mühe hast, wirklich zu vertrauen. Am Besten kann man das mit einem Therapeuten oder Seelsorger.
      Gründe warum man nicht vertrauen kann: (Symptome können nagende Zweifel sein)
      - man wurde selbst immer wieder reingelegt.
      - oder man ist selbst nicht so vertrauenswürdig und projiziert den eigene Vertrauensunwürdigkeit auf andere
      - oder man hat eine misstrauische Natur, meist wurde einem das in die Wiege gelegt, d.h. als Kind wurde man vernachlässigt, nicht gestillt, oder lag im Brutkasten, so hat es innerlich eine ängstliche, misstrauische Natur entwickelt.
      Wie auch immer, es stimmt schon - lieber Jens - du vertraust nicht! Da hat Kinderwunsch22 schon recht. Dass Du Deine Frau geheiratet hast, war eher ein Versuch, ihr vertrauen zu wollen, aber die Zweifel plagen Dich ja offensichtlich. Das heisst, dass Du nicht wirklich vertrauen kannst, ich würde das auch einmal abklären und daran arbeiten mit einem Therapeuten oder Coatch zusammen, weil das Deine Ehebeziehung und auch andere Beziehungen hindern kann. Tu Dir diesen Gefallen und geh dieses Problem an, das ist eine grosse Chance.

      Ich kann deine Zweifel verstehen. Aber hier sind zwei Variante möglich – entweder du deiner Frau vertraust, oder machst diesen Test. Ich denke im zweiten Fall werden aber eure Beziehungen verdorben. Hast du nicht gedacht, vielleicht ist es ein Wunder, dass sie schwanger ist? Auf jeden Fall sollst du glücklich sein, dass du bald Vater wirst.

      Liebst du deine Frau und bist du glücklich mit ihr? Ich glaube dann würde ich das nicht hinterfragen sondern mich auf das Kind freuen - und es so oder so als das gemeinsame Kind annehmen und lieben. Alles Gute :kikou:

      Ich merke schon, dass in diese Thematik, es eine leichte diskrepanz (Meinungsunterschied) gibt zwischen Männer und Frauen.


      1- Die Frauen tendieren mehr mir zu empfehlen das Kind so anzunehmen ohne das Mutterkind DIREKT zu fragen einen Vaterschaftest zu machen, weil auf eine Gefühlebene eher für die Mutter sehr verletzen sein könnte FALLS sie treu war


      2- Männer sind ja eher für FAKTEN und wollen dabei Frauen nicht angreifen.


      Danke für euer Meinungen

        quanah_12939528

        Hi,


        ich kann dich verstehen und wäre ich deine Frau würde ich dem Test zustimmen. Alle Emotionen mal ausgeklammert, müsste ich als Frau nachvollziehen können, dass du Zweifel hast. Grundsätzlich kann ein Mann ja nie Sicher sein, dass die Frau sein Kind bekommt. Für diese Aussage werden mich hier wahrscheinlich einige lynchen aber ich sehe das so. Die Frau hat immer ihr Kind, der Mann muss letztlich drauf vertrauen...


        Was verliert sie durch den Test? Du hast schon über deine Zweifel gesprochen, sie ist darüber informiert und sollte verstehen, dass auch die größte Unschuldsdarstellung Zweifel nicht ausradiert. sie weiß also, dass du befürchtest, sie könnte fremd gegangen sein... da ist ja schon ein Riss in der Beziehung. Der Test sollte für sie die Chance sein, deine Anschuldigungen zu neutralisieren.
        Und die Aussage nimm das Kind an auch wenns nicht deins ist, finde ich emotional verständlich, jedoch vom prinzip her unfair. Ich möchte nicht so verarscht und hintergangen werden!


        wenn bei einer Frau bei einer künstlichen Befruchtung falsches Sperma genommen wird, können alle das Gefühl der Frau beschmutzt zu sein verstehen, ein Mann soll das Kind einfach annehmen? Mich würde der Zweifen irgendwann auffresse...


        das Kind ist bei euch eh schon in den Brunnen gefallen, macht den Test und sorgt für klare Verhältnisse. Danach solltet ihr zur Eheberatung gehen, das wird Spuren hinterlassen...

        quanah_12939528

        Ich würde auch auf einem Test bestehen. ABER: wenn du ihn ohne Einverständnis deiner Frau machen lässt, dient er nicht als Beweis vor Gericht. Bis zu zwei Jahren nach Kenntnisnahme, dass du nicht der Vater bist, kannst du die Vaterschaft anfechten.


        Nochmals ABER: Überleg dir genau, ob du das willst. Das Kind kann nichts dafür und hat auch deine Liebe verdient!

        Klar muss die Mutter das Kind ehrlich über seine Herkunft aufklären!

        ein Jahr später
        quanah_12939528

        Lieber Jens
        Hast Du jetzt diesen Vaterschaftstest machen lassen?
        Mich interessiert halt schon, was ist rausgekommen. Ja man kann Fakten schaffen. Wenn die Frau nicht treu war, aber wenn sie treu war, dann ist der Mann in Erklärungsnot. Warum kann er seiner Frau nicht vertrauen? Es gibt mehrere Möglichkeiten:
        Er selbst ist nicht vertrauenswürdig - Projektion
        Sie ist nicht vertrauenswürdig
        Oder eine tiefe Enttäuschung liegt im Leben vor, die die Grundlage zu Misstrauen bildet. Daran sollte unbedingt gearbeitet werden.
        Ist das Kind jetzt von Dir?