Ich bin nicht aggressiv und ich bin auch kein Verfechter der Monogamie. Und ganz bestimmt lasse ich dir auch deine Meinung. Wie ich bereits gesagt habe zählt nur, was beide Partner in einer Partnerschaft für eine Einstellung haben und das die zueinanderpasst.


Deine Meinung lasse ich dir. Du hast allerdings die ganze Zeit von Wissenschaft gesprochen und die belegt deine Meinung eben nur zum Teil, zum anderen Teil widerlegt sie das, was du denkst. Es gibt weder "die eine" glaubhafte Studie zum Thema Polygamie, noch "die eine" glaubhafte Studie zum Thema Monogamie.


Wenn man mit Wissenschaft argumentiert sollte man das jedenfalls berücksichtigen und sich eben nicht nur das raussuchen, was am besten zur eigenen Meinung passt.

es geht nicht nur darum, das gewissen zu erleichtern, sondern wieder klare und faire verhältnisse zu schaffen. in unserer beziehung ist zb monogamie vereinbart mit dem wunsch meines partners, dass ich es ihm sage, sollte ich dagegen „verstoßen“. das habe ich nun einmal und nach einigem hadern mit mir selbst habe ich es ihm, vorrangig schon aufgrund der massiven schuldgefühle, aber auch mit dem hintergrund, mich an seinen wunsch zu halten und ihm die möglichkeit zu geben darauf zu reagieren, „gebeichtet“. wurde es von vorneherein anders vereinbart, alles schön und gut, dann eben schweigen.

Jaja schon gut, hab keine andere Antwort erwartet.

Wie wär's wenn du selbst in die Wissenschaft gehst? Mit deinem bahnbrechenden Wissen könntest du da bestimmt ganz ohne Studien irgendwelche Thesen belegen.

    Falsch. Ich halte nichts davon, wenn man sich aus den Studienergebnissen nur subjektiv das herauspickt, was man gerne lesen/ hören will.

    Ich wundere mich, dass es so vielen Foristen schwer fällt, zwischen Seitensprüngen bzw Affären auf der einen Seite und Beziehungsmodellen auf der anderen Seite zu unterscheiden.


    Du rechtfertigst das un-schwere Seitensprung-Gewissen mit anderen Beziehungsformen, wie sie zB die Wikinger pflegten. Leider vergisst Du hierbeit völlig, dass auch bei den Wikingern klare Konventionen herrschten und Moral und Ethik eine wichtige Rolle spielten. Nur eben nicht die heute und hier gültigen.


    Es ist völlig egal, welche Beziehungsform man pflegt: Wenn man von der vereinbarten Form abweicht, wenn man den Partner belügt und hintergeht, ist man untreu. Um zu Deinem Wikinger-Beispiel zurück zu kommen. Untreue wurde meist mit Verbannung oder Tod bestraft. Nur hatte die Untreue dort andere Formen.

    Ich glaube wir beide benutzen Monogamie in unterschiedlichen Kontexten. Du im biologischen Kontext (ein und genau ein dedizierter Sexualpartner im Leben). Ich im partnerschaftlichen Kontext (ein und genau eine Sexualpartner pro Partnerschaft).

    Ich stimme Dir vollumfänglich zu. Das Problem liegt darin, dass Treue und Monogamie hier häufig als Synonym verwendet werden.


    Legen wir die biologische Definition von monogam zu Grunde, ist der Mensch natürlich nicht monogam veranlagt und kaum ein Mensch wird heutzutage lebenslang nur einen einzigen Sexualpartner gehabt haben.


    Legen wir aber sexuelle Treue als Definition von monogam zu Grunde, lebt der Mensch in unserer heutigen Gesellschaft anscheinend ziemlich monogam. Zumindest 50% ein ganzes Leben lang und die anderen 50% mit einer oder mehreren Abweichungen.


    Wir sollten hier also besser in Zukunft über Treue sprechen. Dann weiß jeder, was gemeint ist.

    Ich denke, dass sich Treue und Einehe als Element unserer Kultur etabliert hat, liegt an der Ausgeglichenheit der weiblichen und männlichen Population. Setzt man voraus, dass Polygamie ein höheres Krankheits- und/oder Konfliktrisiko beinhaltet, lässt sich mathematisch beweisen, dass die Einehe (verbunden mit sexueller Treue) bei ausgeglichenen Populationen die bestmögliche Überlebenssicherheit der Gesamtpopulation sicherstellt.


    Ich will jetzt nicht abschweifen, aber die meisten Kulturelement entstehen nicht aus Jux und Dollerei, sondern sind evolutionäre Entwicklungen, die erfolgreich verlaufen sind und sich daher durchgesetzt habe nund zum Kulturgut wurden.

    helmi_12451895

    Hallo liebe Elsa,


    nun mach Dich selbst mal nicht so fertig! Du bist kein "gewissenloser Mensch", wie ich hier grad gelesen habe.


    Aus welchen Gründen auch immer hast Du im Suff eine Dummheit gemacht. Überprüf Deine Beziehung mal generell. Denn normalerweise hat eine "dritte Person", in dem Fall der Fremdgehpartner, keine Chance in eine intakte Beziehung zu kommen. Bzw. Du hast ihn reingelassen, auch wenn es nur kurz aber heftig war. Das würde mir selbst zu Denken geben.


    Du machst Dich jetzt fertig und plagst Dich mit einem schlechtem Gewissen.
    Du hast ihm das nicht verschweigen können und das zeigt, dass Du ein Gewissen hast!
    Und er bietet Dir jetzt sogar an, Dir zu vergeben. Der liebt Dich wirklich!
    Es hätte auch ganz anders ausgehen können, nämlich das er sofort Schluss macht.
    Ihr kriegt das bestimmt auf die Reihe. Du bist ein Mensch und Menschen machen manchmal Fehler.


    Ich wünsch Dir was


    Freitag (w)

      Das ist aber schon sehr paranoides Denken. Ist nicht gerade die Regel, dass Betrogenen direkt ein Freifahrtschein in den Sinn kommt. Die meisten, die sich nicht trennen, sind einfach nur zutiefst verletzt, wollen aber die Beziehung wieder kitten und "dass alles wieder so wird wie früher".

      Da gibt es sicher mehrere Erklärungsansätze. In den von Dir beschriebenen Fällen handelt es sich häufig um Gesellschaften mit einem Frauenüberschuss. Männer waren durch Kriege uns Jagd einem weit höheren Sterberisiko ausgesetzt als Frauen, demnach war Vielweiberei die evolutionär beste Lebensform.


      Schade dass hier kein Antropologe rumspringt :-)