• Mein Baby
  • Plötzlich unglücklich über sein Leben? Hilfe :(

xue_12850032

<<Ich muss mich im Grunde wirklich nur von meiner Mutter lösen, glaube dann ist mein Leben gar nicht so schlimm.


Meine Rede;-)


<< Es ist anders, nicht perfekt aber trotzdem erzählenswert


Wie würde denn Dein "perfektes" Leben aussehen, wenn Du in Ruhe überlegen würdest. Versuche Dich doch zumindest gedanklich für einen kurzen Moment von den Vorstellungen Deiner Mutter und Deiner Schwester und grundsätzlich von den Vorstellungen anderer Menschen zu befreien und frage Dich ganz ehrlich, was DU DIR für Dein Leben wünschst. Überlege, was Du hast, wo Du stehst und wie Dein gewünschtes Leben aussähe. Überlege, wie Du Dich in 10, 20 Jahren sehen willst- wo würdest Du da gerne stehen. Wie gesagt: losgelöst von den Vorstellungen Deiner Mutter.


<<Hoffe ich bekomme das abnabeln irgendwie hin, daß wäre so viel einfacher dann


Wie wäre es mit therapeutischer Hilfe?

dinis_12452859

<<Was du tust tun viele hier nebenbei.


Das ist doch gar nicht möglich, weil es unmöglich ist, gleichzeitig an zwei Orten zu sein.:-D
Während sie zu Hause ihre Kinder betreut, werden Kinder berufstätiger Eltern in Kindergärten betreut. Viele von ihnen bis 16.00, 17.00 Uhr. In dieser Zeit ist keiner zu Hause, für den man kochen muß, auf den man aufpassen muß- es fallen keinerlei Arbeiten an. Eine berufstätige Mutter ( ich gehe von einer Vollzeitbeschäftigung aus) kümmert sich vielleicht 2 Stunden um ihr Kind abends, weil die meisten Kinder doch recht früh ins Bett gehen- meine zwischen 19.00 und 20.00 Uhr- abgesehen von der Ferienzeit. Was in dieser Zeit an Haushalt anfällt, ist meines Erachtens nach zu vernachlässigen.
An Wochenenden haben auch berufstätige Eltern frei, viele zusätzlich unterstützung von Oma und Opa und schlussendlich gibt es viele Jobs, die nicht sooo unglaublich stressig sind.

    dinis_12452859

    Warst Du mal mit Kleinkind(ern) Zuhause? Arbeiten gehen kann echt Erholung sein. Alleine auf dem Klo! Warm essen! Es will mal keiner was von einem. Das ist so was von toll! Vollzeitmama sein ist nicht einfach rumhängen...

      franka_12528037

      Wenn ich Kinder bekomme muss ich aber damit rechnen, dass man vorerst wenig Zeit für sich hat. Hier liest man permanent wie stressig und schrecklich es doch ist mit Kindern.... ich frag mich bei manchen echt warum sie dann welche haben? Wenn arbeiten so "chillig" ist frage ich mich warum viele Mütter dann gar nicht oder nur teilweise arbeiten gehen?

        Unmöglich sind deine Träume aber nicht... Ich habe auch alleinerziehend und ohne Abitur (mit einer fachgebundenen Zugangsberechtigung; habe davor 10 Jahre als Krankenpflegerin gearbeitet; während meiner Studienzeit wurde an meiner Uni die zugangsvoraussetzungen nochmals ausgeweitet) Medizin studiert und ja, es war hart, anstrengend und zeitaufwendig, aber es hat sich gelohnt. Ich war damals ähnlichbfrustriert wie du - zudem noch frisch getrennt nach 7 Jahren Ehe, in der mein Ex alles gemacht und erreicht hat und ich ihm nur "den Rücken frei gehalten habe" wie man so schön sagt - ich wollte mir auch mal meine Träume erfüllen. Ich wollte nicht immer nur im "Was wäre wenn" schwelgen... Und dann habe ich es einfach mal probiert und durchgezogen. :Fou:
        Wenn du dir das nicht zutraust, dann würde ich den Traum auch endgültig begraben und mir was realistischeres suchen. Aber bitte nicht, weil man halt nichts anderes mit sich anzufangen weiß, einfach ein paar mehr Kinder bekommen. Das verlagert das Problem nur und du wirst immer unglücklich bleiben. Wenn du mehr aus dir machen möchtest, dann auch nur mit dir.

        goldschatz89

        Mich nervt diese schwarz-weiß Malerei. Ich beschwere mich z.B. nicht, aber Du reagierst gleich darauf, als hätte ich es getan. Menschen denken immer in Gegensätzen: es ist stressig oder chillig. Dabei gibt es so viel dazwischen. Und diese ewige Diskussion, ob es härter ist, Mama Zuhause zu sein oder arbeitende Mutzer, ist begleitet von so vielen Faktoren, da sind wir alle total beeinflusst von unserem Wertesystem usw.


        Mich nervt es. Man kann auch einfach mal ein bisschen offener daran gehen, mit weniger Vergleichen, bei denen das Eine immer härter als das andere sein muss, weil ja alles immer mit Profilierung zu tun hat...

          Ich bin ein Mensch der bei jedem anerkennt und sieht was er leistet. Mütter die früh arbeiten leisten vielleicht "mehr" haben aber nunmal trotzdem auch einfach eine Pause. Mütter die daheim sind habe das nicht. Un ja, ich finde mein Leben gerade sehr stressig. Ich habe zwei Kinder mit 3 Jahren und 15 Monaten, sie werde beide von mir betreut und brauchen mich in vielen Dingen extrem z.b.Thema schlafen, beide brauchen Einschlsfbegleitung und ich muss mich oft teilen deswegen. Da leiste ich einfach auch viel, nur anders eben :)

            Ich bin ein Mensch der bei jedem anerkennt und sieht was er leistet. Mütter die früh arbeiten leisten vielleicht "mehr" haben aber nunmal trotzdem auch einfach eine Pause. Mütter die daheim sind habe das nicht. Un ja, ich finde mein Leben gerade sehr stressig. Ich habe zwei Kinder mit 3 Jahren und 15 Monaten, sie werde beide von mir betreut und brauchen mich in vielen Dingen extrem z.b.Thema schlafen, beide brauchen Einschlsfbegleitung und ich muss mich oft teilen deswegen. Da leiste ich einfach auch viel, nur anders eben :)

            Ich bin ein Mensch der bei jedem anerkennt und sieht was er leistet. Mütter die früh arbeiten leisten vielleicht "mehr" haben aber nunmal trotzdem auch einfach eine Pause. Mütter die daheim sind habe das nicht. Un ja, ich finde mein Leben gerade sehr stressig. Ich habe zwei Kinder mit 3 Jahren und 15 Monaten, sie werde beide von mir betreut und brauchen mich in vielen Dingen extrem z.b.Thema schlafen, beide brauchen Einschlsfbegleitung und ich muss mich oft teilen deswegen. Da leiste ich einfach auch viel, nur anders eben :)

            franka_12528037

            Das ist einfach auch eine Charakterfrage. Für manche Menschen ist die Arbeitswelt nix, andere fühlen sich nur daheim nicht wohl, denen fällt die Decke auf den Kopf. Und bei vielen - vielleicht den meisten - macht es eben die Mischung aus. Ich liebe es bis 14 Uhr in der Arbeit zu sein und dann mein Kind abzuholen. Wenn wir nur daheim sind zu zweit dann ist mir der Tag aber oft einfach zu lang (auch weil mein Kind sich wenig allein beschäftigt) :FOU: Aber wenn ich nur arbeiten würde, dann würde sie mir auch schrecklich fehlen :-D


            Letzten Endes musst du rausfiltern was für ein Mensch du bist und was dich glücklich machen könnte. Und dann realistisch überlegen, was ist möglich und was eher Träumerei?

            alyson_11905641

            Meinte das eigentlich imme sinne von (Die Mütter hier im Forum) :shy: Und das mit den Jobs stimmt, es gibt sicherlich einige die nicht so stressig sind, aber trotzdem empfinde ich es doch generell als stressiger Kind UND Job UND Haushalt unterzubringen als einen Faktor davon nicht zu haben. Außer man Lackiert sich auf der Arbeit nur die Nägel oder sowas :lol:

              franka_12528037

              :lol: war ich. Mein Kind ist marke: Ich kletter die Wände hoch, zieh die Tapete ab und guck mal was drunter ist. Find ich immernoch entspannter als Job und Kind. Es will keiner was von einem? :shock: Wo denn? Auf der Arbeit? Wo arbeitest du bitte und was verdienst du? Braucht ihr noch Leute?

                franka_12528037

                Das hat nichts mit profilieren zutn. Aber je mehr faktoren in eine gleichung kommen, desto komplizierter wird das ganze. Und wenn man Arbeit zum Mutter sein noch dazu packen muss, ja dann ist das schon anstrengender als wenn man nur zwei faktoren hat. Es gibt natürlich ausnahmen, wenn ein Kind oder die Mutter behindert ist oder andersweitige einschränkungen hat, aber wenn wir vom Normalfall ausgehen kann mir keiner erzählen das es nicht leichter ist wenn man nicht arbeitet. Das ist einfach vom organisatiorischen her schon komplizierter, mal abgesehen davon hat man als Mutter immer im Hinterkopf ob man nicht zu wenig Zeit mit dem Kind verbringt. Das kann ich echt nicht nachvollziehen, klar, zuhause sein ist auf seine Art anstrengend, gerade wenn man mehrere Kinder hat, aber für mich wird immer Arbeiten UND Kind UND Haushalt (+ eventuelle Beziehung) anstrengender sein, unabhängig von der Art des Jobs, weil von Anfang an schon so viel organisiert werden muss.

                  xue_12850032

                  Dann erkenn das doch für dich an. Wenn dir das momentan reicht, dann kann dir auch egal sein was andere davon halten. Such doch nicht immer nach anerkennung, die brauchst du doch garnicht wenn du zufrieden bist.

                  Stimme dir zu 100% zu. Wenn ich von der Arbeit komme dann finde ich schon das ich was geleistet habe, vielleicht auch weil man etwas dafür bekommt (Lohn), alsos chwarz auf weiß "sieht" was man geleistet hat. Im Haushalt sieht man das weniger, zumindest die alltäglichen Dinge. Vielleicht weil es auch eine sehr stumpfe arbeit ist, die man immer wiederholt, aber das sind ja viele andere Jobs auch. :???: Ich denke das es wohl daran liegt das es so alltägliche Dinge sind die nebenbei laufen, die man macht wie Schuhe anziehen und sowas alles. Das ist für mich nichts besonderes, deshalb sehe ich es nicht als Leistung an. Ausnahmen sind wie gesagt fälle die besondere Hintergründe haben weshalb diese alltäglichen Dinge für diese Personen eben nicht alltäglich sind.

                  Für Medizin muss man denke ich auch sehr viel biss haben. Immer weiter machen obwohl man keine Lust mehr hat, keine Anerkennung bekommt, alles schief läuft usw. Ich finde das braucht man für jedes Studium wenn ich mich so umschaue, und mit Kindern noch dreimal mehr und für Medizin noch zehnmal mehr. Ich weiß ja nicht wie alt die TE ist, aber ich würde mir auch überlegen ob man dann mit vllt. mitte/ende dreißig (wenn alles gut geht) nochmal beruflich komplett bei 0 anfangen will mit übermotivierten jungen hüpfern die gefühlt die eigenen Kinder sein könnten. Für mich wäre das denke ich nichts, ich wäre da auch ganz ehrlich zu faul für. Wenn ich höre das man 12 semester studieren muss und danach erstmal eine Facharztausbildung macht wird mir schon schlecht. Und das auch nur wenn man das Studium in Regelstudienzeit schafft. :shock: Und wenn ich dann nachrechne wie alt ich am Ende bin hörts bei mir ganz auf. :roule:Da kann ich fast schon wieder in Rente gehen :lol: Nee, ich finde man sollte die Kirche schon noch im Dorf lassen. Man muss ja nicht gleich das höchste anstreben was es so gibt an Berufen, das heißt nicht das man nichts findet was einem nicht auch spaß macht. Wer weiß ob die TE Medizin am Ende doch nicht so mag. Man hat ja immer vorstellungen wie ein Studium oder Job so ist, und am Ende ist man froh das man doch was anderes gemacht hat. :mrgreen:

                  dinis_12452859

                  Das dachte ich mir auch. :mrgreen:


                  Ich muss ehrlich zugeben, dass ich die ganze Organisation drumherum sehr stressig finde...also z.b. Schliesszeiten vom Hort, Freizeitaktivität vom Kind und unsere Arbeitszeiten irgendwie unter einen Hut zu bekommen. Auf meinen Mann kann ich da gar nicht zählen, weil er so gut wie nie vor 18/19 Uhr zuhause ist. Meistens noch später. Der Hort schließlich um 16 Uhr. Ich gehe bis 17 Uhr arbeiten...vor 18 Uhr bin ich meistens nicht zuhause. Die Kinder müssen in der ersten Klasse gebracht und geholt werden. Juhu...
                  Man ist nur am hetzen.


                  Auf Arbeit dreht man auch nicht Däumchen...ich zumindest nicht. Mein Frühstück würde nie im Magen landen, wenn ich nicht neben den Telefonaten mir mein Frühstück in die Backen schieben würde. In Ruhe essen sieht definitiv anders aus.
                  Da kommt es dann wohl auch auf das Kind an. Mein Kind ist nicht so nervig wie die meisten Kunden und Kollegen. Da hat der eine Mist gebaut und dann ist das Fahrzeug kaputt und da muss der Kollege frei haben und dann fehlen da 5 Leute durch Krankmeldung und nicht zu vergessen die Eltern, die alle 3 Minuten anrufen, weil die Kinder ihre Fahrkarte vergessen/verloren haben und gleich morgen brauchen sie eine neue und wenn es heißt, dass sie dafür zahlen müssen, dann rasten sie auch noch aus und der rote Lieblingspullover von Lilly ist auch verschwunden und sie weiß nicht wo sie ihn als letztes hatte...ich könnte doch mal bitte suchen gehen und wenn ich ihn gefunden habe, dann soll ich bitte dem nächsten den Pulli mit ins Fahrzeug legen...man hole ihn dann da und da. Das ist alles zusätzliche Arbeit für mich, die man vermeiden könnte, wenn Leute mal ihre Gedanken zusammennehmen würden.
                  Meine Mittagspause ist auch nicht sicher.
                  Ich habe jetzt Urlaub und ich weiß jetzt schon, dass ich meine ersten 2 Wochen auf Arbeit keine Pause haben werde, weil die Schule wieder anfängt. Und in meinen 3 Wochen Urlaub...ja, 3 Wochen "Urlaub" nachdem ich 4 Monate durchgängig arbeiten war...in der der Zeit hat auch keiner meine Arbeit gemacht...die ich dann noch parallel nachholen darf.
                  Da lobe ich mir meinen Urlaub, denn da muss ich nur mein Kind betreuen und das ist einfacher als Kollegen und Kunden.


                  Ich liebe meine Arbeit wirklich sehr, aber das heißt nicht, dass man auf Arbeit total entspannt ist. Ich stehe die ganze Zeit unter Hochspannung, weil alle 3 Minuten irgendeiner was will und ich ja trotzdem noch meine regulären Aufgaben habe.
                  Meine reguläre Arbeit macht mir tierisch Spaß, aber das heißt nicht, dass man nur Däumchen dreht und auf Arbeit durchatmen kann.
                  Das kann man als Arzt auch nicht, wenn man Medizin studiert hat...ein Kumpel von mir ist AIPler und kann seltenst sein Pausenbrötchen im ganzen essen.
                  Keine Ahnung was sich manche unter arbeiten gehen vorstellen. Selbst im Einzelhandel hat man keine sichere Pause.


                  Ich würde nie den Wert einer Vollzeitmutter mindern, aber dann möchte ich auch bitte nicht lesen, dass Arbeitnehmer durchatmen können am Arbeitsplatz. Mein Kind war auch mal klein und hat Mittagsschlaf gemacht und wenn man sich beim Schlaf dazulegen muss, weil das Kind sonst nicht schläft, dann ist das auch kein Stress sondern man liegt mal 30 Minuten.
                  Natürlich sehe ich meine Arbeit als Ausgleich zum Mutterdasein, aber das ist deswegen nicht weniger stressig. Und wer die Einstellung hat, dass Arbeit weniger Stress bedeutet, der soll sich doch bitte Arbeit suchen, weil jeder Mensch will seinen Stresspegel mindern. Aber doch bitte nicht das eine oder andere Modell bewerten oder abwerten, weil man es anders macht.

                    Ich arbeite in einem emotional sehr stressigen Job mit hoch traumatisierten Menschen. Also nichts mit Däumchen drehen. Trotzdem vergleiche ich nicht mit Müttern, die Zuhause sind. Da spielen zu viele Faktoren mit rein. Ich war selbst 5 Jahre Zuhause. Und ich genieße es, alleine auf die Toilette zu gehen, haha.
                    Es ist eine endlose Diskussion in der zu viel schwarz weiß Malerei betrieben wird.