elis_12485411Klar, ich meine, es gibt von Grund auf Menschen mit mehr Verlangen.
Was wir hier bei ihm natürlich nicht beurteilen können ist, hat er tatsächlich ein solch hohes verlangen oder ist das vielleicht eine Sucht?
Auch beim Sex gibts eben ne Sucht. Angestoßen durch Pornografie ect...
Ich brauche zum Sex Gefühle. Z.B.Ich mag die Person; gerade Laune habe, gewisse andere Gefühle zu empfinden - und ich meine jetzt nicht Orgasmus damit. Usw...
Wenn ich dieses Verlangen oft habe, ja dann bin ich einfach ich befriedigt.
Wenn mir der Kopf jetzt aber sagt "DU BRAUCHST JETZT SEX", ich gerade nicht in der Stimmung bin und mich dazu erst selbst visuell und geistig animieren muss, weil es gerade der Geist verlangt um sich kurz gut zu fühlen, dann ist das sicher eine Sucht.
Innere Unruhe, Unzufriedenheit, Müdigkeit, Aggresivität usw. sind dann die Folge. In diesem Moment, wenn man gerade solche negativen Sachen spürt, sagt der Kopf wieder - "JETZT BRAUCHST DU SEX", um sich wieder besser zu fühlen. Das ist ein Teufelskreis, der Geist gerät ausser Kontrolle.
Es ist halt schwer, das selbst zu erkennen und dass man sich das auch selbst eingesteht.
Ich habe es hinter mir... Früher dachte ich nämlich auch, ich finde es richtig geil, dass ich egal wann und wo immer bereit bin Sex zu haben. Das hat sich so hochgeschaukelt, dass ich jeden Tag mindestens 3 Mal onanieren musste. Die Filmchen wurden immer langweiliger, ect.... Man wird mit der Zeit immer geiler und überreizt.
Das zu kontrollieren ist schwer, wenn man sich einredet, man braucht halt viel Sex und der andere ist Schuld, wenn er mir das nicht bieten kann.
Ob Alk, Zigaretten oder Sex, bei der Sucht sehe ich keinen Unterschied.
Gibt natürlich auch im Rennsport. Ein Sport für EGOs. Hat man einmal gefühlt, besser zu sein als der andere, die eigenen Leistungen immer besser werden, dann ist das ein Gefühl, das man immer wieder erleben möchte. Eine Form von Sucht...
Denn da befreit man in der gesammten Zeit im wagen auch seinen Kopf von Sorgen, man empfindet positiven Stress und vergisst alles andere... kombiniert mit Erfolgs-Sucht werden manche "lebensmüde" und zu Egomaten. Aus dem Wagen ausgestiegen, fragt man sich immer, ich kann doch niemals so schnell da durch die Kurven geflogen sein. Zudem geht es mir so, wenn ich mit einem anderen Menschen durch eine enge Türe laufen muss, ich ihm immer den Vortritt gebe. Aber im Wagen muss ich als erster durch die Kurve fahren.
Das ist eine Form von Sucht, die man kontrollieren kann..
Auf ihn nochmal zurückzukommen. Er braucht viel Sex und ist quasi nicht satt. Es liegt an ihm zu entscheiden, ob einfach sein Verlangen größer ist oder er süchtig ist.
Bei sucht denken Menschen an harte Drogen usw. Dabei ist Sucht erst zu nehmen. Dabei kann auf dem Stuhl zu wippen oder seine Fingelnägel zu kauen kann eine Sucht sein.
Da kann ihm aber nur ein Spezialist unter vier Augen helfen. Im Internet wird das nix. Und wenn er alle Antworten immer als schwachsinnig empfindet und immer gegenredet hilft das auch nicht. Er muss sich immer die Frage stellen, "ist das vielleicht doch richtig, was der andere sagt". Er ist unglücklich, sonst würde er hier nicht schreiben. Also hat er ein Problem. Das Problem braucht er nicht herunterspielen...