Ganz ehrlich, manche Antworten hier verstehe ich beim besten Willen nicht.
Der Bub ist 8 Jahre, der Teich gegen versehentliches Hineinfallen gesichert. In einen Teich, in dem er stehen kann.
Der Junge ist über den Zaun geklettert, im Wissen, dass genau dieser ein versehentliches Reinplumpsen verhindern soll. Dieses Hindernis hat er bewusst überwunden.
So clever ist man mit 8 (übrigens ein Alter, in dem man schwimmen können sollte, sofern man die körperlichen und geistigen Fähigkeiten dazu hat), dass man sich an solche Regeln und Erinnerungen halten sollte.
Er ist nicht abgerutscht o.ä.
Und was ist schlussendlich passiert?
Er war nass und wurde von Dir rausgezogen, zur Mutter gebracht.
Im besten Fall hat er einen Schrecken, erkennt, wozu Zäune und Begrenzungen da sind, wird von seiner Mutter zur Schnecke gemacht und kriegt einen Schnupfen. Und zieht daraus seine Schlüsse.
Freilich ist es gut und auch sehr sinnvoll, dass Ihr den Zaun erneuern werdet.
Aber viele der Kommentare hier beziehen sich auf deutlich kleinere Kinder.
Dass hier eine ganz andere Vorsicht gelten muss, ist unstrittig.
Unter meinen Freunden gelte ich als übervorsichtige Mutter.
Ich sicherte nicht nur Steckdosen, Herdplatten, Treppen und all das Andere, was eine für mich potentielle Gefahr darstellte.
Getreu dem Motto: Was ich verhindern kann, will ich verhindert wissen. Und sicher habe ich meinem Mädchen manches verboten, was andere erlaubt haben.
Ich glaube aber auch, dass man ab einem gewissen Alter stufenweise mehr Eigenverantwortung erwarten können muss.
Was ab dann, trotz Vorsichtsmaßnahmen, Hinweisen und Achtsamkeit nicht mehr verhindert werden kann, kann einfach immer passieren.
Opa kann beim Kirschenpflücken von der Leiter fallen, die Oma beim Fensterputzen.
Ich breche mir den Mittelfuß, weil mir beim Konzert jemand mit fetten Hacken draufstieg.
Der Wirt wird genäht, weil das Glas zerbrach und der Nachbar kugelt seiner Tochter die Schulter aus, als er sie hochziehen will, als sie stolpert.
Alles Alltag, und damit nur schwer zu verhindern.
Und meine Kleine lag 3 Tage (mit mir) in der Klinik, weil sie in unserer vermeintlich supersicheren Wohnung völlig haltlos ausgerutscht ist und auf dem Hinterkopf landete. Gehirnerschütterung.
Was ich übrigens wirklich ganz übel fände:
Wenn Deine Nachbarin diesen Vorfall nutzen würde, um der angeblichen Mückenplage beizukommen.
Ganz schlechtes Karma...
Gut, dann wären wir also wieder beim Thema;
ich denke nicht, dass Dich eine Schuld trifft.
Ich finde gut, dass Ihr den Zaun erneuert.
Eure Nachbarn wissen, dass es diesen Teich gibt.
Mit 8 Jahren sollten Grundsatzregeln eingehalten werden und man sollte sich als Eltern oder Gasteltern darauf verlassen können.
Der Teich ist nicht der Eisbach.
Sollte sich der Junge nicht an Eure Regeln halten können, darf er draußen nicht mehr ohne vorherige Absprache spielen.
Zuschütten halte ich für keine Option.
Warum auch?
Na ja, obwohl...
In der Isar, im Rhein, Main, der Donau, der Werra, der Havel, der Lena, na ja...
Oh, im Bodensee, Chiemsee, Starnberger See, der Müritz, Wannsee...
Ich denke, wenn ausreichend und dem Kindesalter entsprechend gesichert ist, sollte der freien Gartengestaltung nichts im Wege stehen (oh, Tollkirschen hab' ich nicht im Garten, aber Himbeersträuche ohne Stacheln)
In diesem Sinne (das war jetzt ein langer Text -aber ich habe mir auch wirklich viele Gedanken zu verschiedenen Aspekten gemacht-)
wünsche ich Dir alles Gute.
Meer.