Kommt mir auch bekannt vor
Ich kenne das auch nur zu gut, ein kleines Papa-Kind zu haben.
Der peinlichste - aber im Nachhinein auch wichtigste - Moment war, als ich mit ihm bei Kinderarzt war. Mein Kleiner wollte sich partout nicht impfen lassen, hat so gekämpft, dass der Arzt meinte, es sei sinnlos, zu behandlen. Kaum hatte mein Mann den Kleinen auf den Arm genommen, war Ruhe. Ohne irgendeinen Piep hat sich unser Junior die Spritze geben lassen. Unser Kinderarzt meinte dann an mich gewandt, dass es überhaupt nicht ungewöhnlich sei, wenn ein Kind so am Papa hängt. Der Papa ist meist das erste Elternteil, welches das Kind richtig kennenlernt durch Körperkontakt. Außerdem 'steht' mein Kleiner anscheinend auf die tiefe Stimme meines Mannes, die ihn allein mit ihrem Klang beruhigt und spürt, dass mein Mann weniger hektisch mit ihm umgeht. Der Arzt sagte sogar, dass ich mittlerweile innerlich wahrscheinlich schon so angespannt sei durch diese 'Beziehung', dass ich mich nicht mehr richtig auf ihn einlassen könne. Also habe ich mich nach und nach lockerer gemacht - es hat geholfen. Obwohl er immer noch Papa-Kind ist, kommt er jetzt auch oft zu mir, kuschelt sich an mich oder will in den Arm genommen werden.
Mein Tip daher, nach diesem langatmigen Schwank aus meinem Leben: LOCKER BLEIBEN!

Papa Kinder
Ja, Ja, so ist mit uns "NÖLmütter".
Ich kenne das Gefühl sehr gut. Unsere Tochter ist 8 und es wurde mit jedes Jahr schlimmer. Für mich bleiben nur die Pflichtposten und Papa darf die "schöne Dinge" im Leben genießen ( kuscheln, in Ruhe mal was unternehmen, kein Druck, kein MUSS und SOLL, kein Alltagsstress)- ist doch klar!!!
Ich war sehr traurig und eigentlich ganz schon fertig, es tat weh... Ich entschloss mich ein Mutter Kind Kur zu machen und freue mich auf die kommende Zeit. War bei eine Kinderpsychologin und sie hatte mir viel geholfen. Die Beratungsstelle gibt es eigentlich bei allen Familienzentren. Ich kann es nur empfehlen.
Also nimmt die Hilfe an, es tut gut und man bekommt andere Einblick über die Situationen im Alltag.
Liebe Grüße!

    trini_12909578

    RE
    ICh dachte ich steh echt allein mit sowas da, hab echt noch gar niemand erzählen hören, der es genauso geht...immer im Gegenteil. Wenn man sowas scshon erwähnt wird man angeschaut, als ob man sein Kind mißhandelt.
    Aber ihr habt da recht, ich hab mich auch schon gefragt, ob es daran liegt, daß ich konsequent bin und schimpfen muß oder ihn auch mal für sich machen lass, wenn ich was im Haushalt habe, koche oder mich schnell fertig mache.
    Und auch hab ich mich wie bereits erwähnt auch schon gefragt, ob es daran liegen könnte, daß er seinen Papa als erstes gespürt hat, weil ich auf dem OP Tisch zusammengeflickt wurde ( ist ja schon traurig genug für mich). Aber andere hatten auch einen KS und haben trotzdem ne engere Beziehung zur Mama...und andere Mamas schimpfen auch und sind wie ich "böse"....ergibt alles wenig Sinn.
    Versuch es auch net so eng zu sehen, weil ich mir auch denke, daß Finn es sicher nicht böse meint und mich sicher auch liebt ( acuh wenn mans net immer merkt), aber wenns dann so extrem ist, dann geh ich echt an dem Schmerz kaputt. Gestern wollte er nicht mal aus seinem Bett geholt werden von mir, als dann Papa kam, da hob er die Arme und schmiegte sich an seine Brust, nahm sein Gesicht in die Hände und küsste ihn...ich stand da mit einem meeeeeeeeeega Kloß im Hals und hätte am liebsten meine Sachen gepackt und wär abgehauen..... ich reagier dann in so nem Moment auch sehr verletzt, weine und merke mir die innere Agression an wenn dann mein Mann ankommt und lacht und versucht das runterzuspielen und mich damit trösten will.
    Ich habe auch dann keien Lust mehr die Dingen zu machen die unangenehm sind und will auch daß er mal schimpft und würde mir auch wünschen, daß er auch was sagt, wenn Finn mit mir bockig und zornig umgeht. Aber das ist dann auch unfair, eil er ja dann damit nix zu tun hat. Aber ich will, daß er merkt, daß Papa das gleiche denkt und meint wie ich und nicht zu ihm gehen kann. Alias...mein lieber papa bietet moir schutz und bei iihm darf ich mehr...
    Man muss sich regelrecht einschleimen, damit das eigene Kind einem mal ein Kuss von sich aus gibt....das will ich nicht.

    Hallo
    erstmal zu AMELIE: Darf ich mal fragen ob du hier Streit entfachen willst? Du schreibst immer irgendwo plötzlich mit wie z.B. bei den Julimams und tust so als würdest du uns ganz genau kennen, nur dich kennt keiner.
    Also was du da schreibst, wegen unechte Knutscherei etc. finde ich echt schwachsinnig.


    binex: Also bei meinem Sohn ist das genauso. Ne zeitlang war es total schlimm, der Papa durfte den Raum nicht verlassen, denn sonst fing er sofort an zu weinen. Es ging immer nur "papa papa papa". Wenn ich den Raum verliess dann war das egal, sofern der Papa halt da war.
    Inzwischen hat es sich etwas gelegt, aber der Papa ist meist doch noch immer die Nr. 1 :-)
    Nun heult er sogar mal wenn ich weggehe und das obwohl Papa da ist, oder er ruft nach mir wenn ich den Raum verlasse. Küsschen geben und kuscheln ist eigentlich gleichmässig verteilt :-) ab und an bekommt der Papa einen mehr ;-)

      juvela_12766469

      Huch
      zu früh auf abschicken gedrückt :fou:


      Also ich denke das es daran liegt das mein Mann sehr viel arbeiten ist und mein Sohn ihn oft nur höchstens ne Stunde am Tag sieht und wenn er dann mal da ist wird die Zeit genutzt um ganz viel mit dem Papa zu spielen.
      Wir Mütter sind den ganzen Tag beim Kind und müssen nebenbei ja noch eingies erledigen und können nicht bei jedem "Pieps" springen.
      Es gibt halt Mama und Papakinder und ich denke nicht das es an der einzelnen Person liegt, wieso das Kind sich so verhält.
      Von wegen künstliche Liebe und nicht genug Zuneigung, das ist doch schwachsinn. Das ist auf jeden Fall meine Meinung.


      Ist aber schon ein komisches Gefühl wenn man etwas abgeschoben wird vom Kind, ging mir auch so, inzwischen komme ich damit ganz gut klar.

        Ich dück dich mal
        ich weiß meine worte hast du sicher nicht das erstemal gehört ...und ich verstehe dich wirklich..mir tut das schon fast mit weh wenn ich das lese...andererseits...es gibt viele Mütter die sagen das das Kind mal mehr auf den Papa bezogen sein sollte. Ich kenne die Situation gar nicht meine ersten zwei ,vorallem mein 10Jähriger war immer ein Mama Kind,der ist mir sogar auf Klo auf den <schoss gesprungen so das ich irgendwann anfing grenzen ziehen zu müssen. naja und jetzt unser kleiner...der mag uns alle...aber wenn er wählen kann dann nimmt er sich meinen ältesten sohn...
        Tja das hilft DIR aber alles nicht weiter...stimmt.... was kann man dir raten!?
        Sprech mit Deinen Mann,sag ihm das es dich wirklich belastet.Kinderarzt und mal eine Beratungsstunde beim Kinderschutzbund!?
        Vielleicht hilt euch ein ritual ueber den tag verteilt?
        Letzendlich bleibt mir nur dir tröst zu spenden und dir zu wünschen das euer kleiner sieht was er für eine tolle mama hat


        lg

        Xxsilverm0onxx: Darf
        ich jetzt mal fragen was das mit den Männern zu tun hat?
        Nur weil wir ein Papakind haben, liegt es daran das wir unseren Männern die Leviten nicht gelesen haben, so wie du das nennst?


        Ich kriege hier echt die Kriese wenn ich sowas lese :-)


        Manche Männer arbeiten halt mehr wie andere die evtl. nen 8 Stunden-Tag haben oder sogar Arbeitssuchend (so schön wie man das jetzt neuerdings nennt? sind und die sind dann wohl nicht mehr dazu verflichtet den Haushalt zu schmeissen.

        Von welchem Stern kommst du denn?
        "Den Männern die Leviten gelesen" - wofür denn? Dafür, dass sie von den Kindern mehr gemocht werden als die Mütter (wie es scheint)? Meinst du denn, wenn ich meinem Mann die 'Leviten (lese)', dass mein Kind mich dann mehr mag??? Hängt meine 'Unterdrückung' damit zusammen, dass mein Kleiner lieber bei seinem Vater ist, weil er spürt, dass er der Stärkere von uns beiden ist??? Ich bin ehrlich, ich sehe hier keinen Zusammenhang!
        Lg, eine zum Glück selbstständige, emanzipierte und glücklichlebende Mutter.

        Hallo
        Wir erziehen unser Kind beide - jeweils halbtags.


        Entsprechend ist unsere Tochter (2,5) wirklich auf beide bezogen. Aber dennoch hat sie ihre Phasen, wo sie lieber beim einen oder beim anderen ist.
        Z.B. gab es eine Zeit, wo nur ich sie ins Bett bringen durfte. Jetzt hat es sich geändert und jetzt darf es nur noch meine Frau. Ist halt so.
        Ich mache das Beste draus und freue mich einfach, dass ich es nicht machen muss und so ein paar mehr Minuten für mich habe.


        Versuch es einfach locker zu nehmen. Sag Dir einfach: Soll sie doch zum Papa rennen, dann habe ich ein paar Minuten für mich - ist doch auch mal gut. Und Du weißt doch, Kinder ändern sich von Woche zu Woche. Auch das wird sich ändern.

        juvela_12766469

        REEEE
        Also ich seh das genauso wie ihr...es sind ja auch nur Phasen, die eben mal, wie gerade erst, ganz extrem sind.
        Mein Mann hatte jetzt 1,5 Wochen Urlaub und war 24h da....
        Er hängt ja auch an mir und ruft ja auch nach mir und möchte auf den Arm,ist ja net so, daß er mich GAR NIE sehen will. Er ist auch noch klein und da ist es eben sicher öfter noch so.
        Aber was oben genannt wurde, es läge an mir usw, kann ich nur sagen:


        In solchen Situationen wo es extrem ist, da zweifel ich selber natürlci auch an mir, ob ich "alles" richtig mache und ob ich ihm eine gute Mama bin, aber ich kann behaupten, daß ich mein Sohn über ALLES auf der Welt liebe und ich zeige ihm das auch. Ich küsse ihn tausenmillionen Mal am Tag, ich sage ihm immer wieder " Mama liebt dich sooooooooooooo", wenn er ins Bett geht, dann weiß er schon ganz genau, daß ich ihm das sagen werde, ihn 3 Küsschen gebe. Wir machen Blödsinn, schauen Bücher an, singen, tanzen, gehen raus, ich erkläre ihm viel .... meiner Meinung nach, alles was andere liebende Mamis mit ihren Lieblingen auch machen.
        Ich setze meinen Willen nicht UNBEDINGT durch, gehe auch Kompromisse ein, erziehe ihn auch und setze Grenzen...ist doch normal oder??????? Ich kenne kein Kind das aufgehört hat seine Mama zu lieben, nur weil sie mal schimpft. Wichtig ist es, meiner Meinung nach, dem Kind liebend anzuerziehen was richtig und falsch ist.
        Was den papa angeht....kanns keinen besseren geben! Auch wenn er ihm die Strenge nicht so vermitteln kann wie er sollte. Aber er ist, wie die meisten anderen Papas, die ganze WOche bei der Arbeit und sehen die Kinder abend bevor sie ins Bett gehen und am WE, die Zeit ist ja zieml. begrenzt die dann genutzt wird zum Blödsinn machen.
        Ich schätz mal, daß es in dem Zeitraum zu wenig Vorfälle geschehen, um eine Strenge zu entwickeln.
        Das war noch wegen dem Kommentar von amelie!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :fou:


        Eure Kinder sind alle sicher schon etwas größer und auch erwachsener geworden und verstehen jetzt schon mehr.... bei mir wird das sicher auch besser, und nehm mir das dann net mehr so zu Herzen.
        Ich freu mich ja auch daß die sich so gut verstehen und ich mal Ruhe habe um etwas zu erledigen ohne 10 DInge aufeinmal erledigen zu müssen, aber wenns denn über längeren Zeitraum ( wie gerade erst, wo Papa eine Woche daheim war) so extrem ist, dann tuts irgendwann auch mal weh....und ich denke, daß da JEDE Mama nachfühlen kann, wo das auch so ist...auch wenn es sich wieder einpendelt.


        LG
        Sabine

        Haushalt
        Meiner hilft mit.....das war von Anfang an abgemacht, daß bestimmt Dinge seine AUfgabe sind und es funktioniert super. Ich bracuh mein Mann nicht bitten, mir beim Spülen zu helfen oder daß er die Wäsche abhängt.
        Das meiste mache ich, aber er hilft IMMER mit und sind gemeinsam fertig.
        Wenn ich 2 x die Woche abends zur Arbeit fahre, dann ist er da und kümmert sich um Finn.

        Du siehst das aus der falschen perspektive ;)...
        damit meine ich, Du beurteilst das verhalten Deines sohnes aus Deiner sicht ohne seine zu berücksichtigen, um es besser verstehen und einordnen zu können.
        1. Dein sohn liebt Dich über alles. Genauso wie seinen papa.
        2. Es gibt dinge, die er nur mit Dir teil (alltag) und dinge, die er eher mit dem papa teilt (toben, in der luft wirbeln etc.).
        3. Kinder klammern sich immer an DEN elternteil, den sie meist vermissen und mit dem sie weniger zeit teilen können. Logischerweise. Denn einerseits wieso sollte man jemanden vermissen, den man die ganze zeit um sich hat und anderseits, er hat das gefühl, Du und Deine nähe sind ihm sicher, aber der papa...der ist oft weg...und kommt der wieder? Er klammert sich an ihn, weil er ihm zeigen will, dass er ihn eben vermisst und genauso "sicher" wissen will.
        War bei meinem sohn genauso...und die erkenntnis hab ich auch erst, seitdem ich nun merke, wie er reagiert, seitdem ich notgedrungen angefangen hab, dinge ohne ihn zu unternehmen, oder er vom papa oder ner freundin gesittet werden musste. Seitdem klebt er förmilich an mir und auch wwenn wir draussen sind, lässt er mich keine sekunde aus den augen oder meine hand (da wir ja öfters zu ner kollegin sind und er dann dort bleiben musste ohne mich). Freu Dich dran, dass er euch beide sehr liebt und sobald ihr mal weg seid, enorm vermisst. Glaub mir, diese anhänglichkeit, so schön sie auch ist und ein zeichen der liebe, kann auch ganz schön astrengend sein, wenn man dringende termine hat und das herz zerreissend schreiende kind zurück lassen muss...

        ein Jahr später

        Endlich jemand den es genau so geht wie mir
        Hallo!!
        Bei mir ist genauso nur mit dem Unterschied das mein Sohn schon drei Jahre alt ist.
        Wenn ich mit ihm alleine bin ist ja noch alles okay aber sobald der Papa da ist bin ich abgeschrieben. Ich darf dann nichts mehr!!
        Nicht mehr Zähne Putzen, keine Geschichte lesen nicht ins Bett bringen...
        Ich habe schon oft geweint, weil ich es nicht verstehe. Er sagt dann immer mama kann das nicht oder auch mama ist böse!!
        Das tut echt weh!! Vor allem wenn papa nicht da ist dann kann ich es doch auch. Und ich bin bestimmt nicht böse zu meinen Sohn!!
        Oder er sagt dann hab dich nicht lieb habe nur meinen papa lieb!! Wiederum wenn ich mit ihm alleine bin knuddelt er mit mir und sagt mir auch ich hab dich lieb!
        Ich habe mich schon gefragt ob es vielleicht daran liegt , weil ich konsequenter bin. Sein papa meckert nicht so viel und gibt auch immer nach.
        Aber ist schön jemanden zu finden den es genau so geht. Dann steht man nicht ganz so alleine da!!
        LG

        3 Jahre später

        Hier die andere Seite, ich bin der Papa
        Hallo an alle Mamas und ein gesundes Neues euch allen. Auch Hallo an die Papas, die diese Diskussion verfolgen. Ich habe den doch recht alten Artikel mit Spannung gelesen und stelle doch zu meiner Beruhigung fest, dieses "Problem" ist kein Einzelfall. Ich bin allerdings in der Paparolle und der immer "ach so Liebe". Meine Frau verzweifelt daran und weint sehr oft, mehr als verständlich. In solcher Situation fängt man an nach Erziehungsfehlern zu suchen. Leider kann es sogar auch soweit kommen, das ein Partner den anderen mit Kind sitzen läßt. Habe ich selbst im Kollegenkreis erlebt, nun ist der Papa mit dem Sohn Alleinerziehend !!!
        Soweit kann es kommen, wenn sich Eltern nicht mit dem Thema auseinandersetzen, oder eher nicht tiefgründig auseinandersetzen.
        Meine Frau ist eine sehr liebevolle, feinfühlige, fleißige Mutter und Ehefrau. Sie arbeitet in einer 30h Woche und hat ein volles Programm zu Hause wie ihr euch denken könnt. Einen 13jährigen Sohn haben wir auch noch, der genauso seine Fürsorge braucht.
        Ich selbst arbeite in einer 40h Woche, bin aber in der Woche erst sehr spät zu Hause, so daß meine Tochter mich eher am WE oder im Urlaub für sich hat.
        Die erste Zeit bin ich auch immer gleich gesprungen wenn sie was wollte, Papa hier, Papa da. Nun aber habe auch ich bemerkt (sie ist jetzt 3 einhalb Jahre alt) das sie Mama in immer mehr Situationen geradezu abstößt.
        Sei es, wenn es ins Bett geht oder Morgens beim Anziehen oder in jeder Situation, wo sie eben ihren Willen nicht bekommt. So einfach läßt sich das Alles gar nicht beschreiben.
        Nun spiele ich aber nicht die ganze Zeit mit ihr, wenn ich zu Hause bin, sondern habe auch meine Pflichten im Haushalt. Und ich sage ihr dann auch mit Nachdruck, dass sie jetzt warten müsse, bis alles erledigt ist, dann können wir Spielen. Oft will sie dann mit helfen, damit wir schneller spielen können.
        Und trotzdem gibt es ständig riesen Theater, wenn Papa nicht da ist. Sie entschuldigt sich zwar anschließend bei Mama, aber nach ein paar Stunden ist alles vergessen.
        Ich denke auch, es ist einfach so, dass wohl die Person, die weniger anwesend ist, interessanter für das Kind ist und man irgendwie lockerer damit umgehen muss.
        Das Geheimnis ist natürlich, wie macht man das. Wenn ich auch in der augenscheinlichen "besseren" Rolle bin, macht dieses Verhalten das ganze Familienleben teilweise zur Hölle.
        Was meint ihr dazu, vielleicht finden sich ja wieder ein paar Eltern, die dieses Thema mit mir diskutieren möchten.

        ein Jahr später

        Wie sieht es zur Zeit bei euch aus?
        Hallo binex, mein Sohn und ich hatten ein inniges Verhältnis, bis ich mich vor einem halben Jahr von meinem Mann getrennt habe. Jetzt ist er nur noch bei Papa und will auch eigentlich garnicht zu mir. Es macht mich wahnsinnig traurig und ich konnte so bei dem, was du 2008 geschrieben hast, mitfühlen. Wie sieht es heute bei euch aus? Hat sich euer Verhältnis geändert?
        Viele Grüße
        Heike

          tivoli_12240815

          Nur eine Phase, wenn....
          Da ja nun einige Zeit vergangen ist, seid dem die Probleme auftraten, kann ich euch Folgendes berichten.
          Es ist tatsächlich nur eine Phase, wenn auch ziemlich lange, gewesen. Mittlerweile ist das Verhältnis zwischen Mutter und Kind (wird im Juni 5) völlig normal und auch die extremen Wutausbrüche sind weg. Ich muss aber dazu sagen, dass meine Frau und ich uns, so gut es geht, absprechen, damit sie gar nicht erst denken kann, ach bei Papa darf ich das und bei Mama eben das. So ziehen wir an einem Strang und das Kind kann uns nicht "ausspielen".
          Ich weiß, die Zeit in der man ignoriert wird ist sehr hart. Aber wenn das gesamte Umfeld stimmt, im Positiven ist, dann kann man nur warten.
          Wenn aber die Absprachen zwischen den Eltern (egal ob zusammen oder getrennt lebend) fehlen, wird es immer überdurchschnittlich viele Reibereien geben.
          Ich kann das aus meiner Erfahrung deshalb sagen, weil meine Frau noch einen Jungen (jetzt 14 Jahre alt) mit in die Beziehung gebracht hat. Und er hat alle 2 Wochen Kontakt mit seinem Vater. Wenn wir uns mit dem Vater nicht absprechen würden, gebe es auch da nur Stress. Und so läuft alles relativ friedlich ab.
          Da alles spiegelt natürlich nur meine persönlich Erfahrung/ Meinung wider und ist logischer Weise kein Patentrezept.


          Liebe Grüße

          5 Monate später

          Mein SOhn will nur zu Papa
          ja das kenne ich das ist bei uns genau so und ich hoffe
          das es anders wird


          ich komme garnicht mehr an ihn ran er isst bei mir auch nicht


          das macht mich so traurig das ich nicht mehr schlafen kann und darüberr nach denke was ich falsch mache :cry: :???:

          Es ist wichtig, nicht von der Bestätigung durch das Kind abhängig zu sein!
          Ich weiß, das fällt schwer. Ich bin zwar bei der Großen die Bevorzugte, bei meiner Kleinen war es aber eine Zeit lang der Papa. Wir verbringen etwa gleich viel Zeit mit den Kindern.


          Mann muss sich immer wieder daran erinnern, dass man FÜR DIE KINDER da ist, nicht umgekehrt. Kinder spüren wenn man auf sie und ihre Bestätigung angewiesen ist und fühlen sich überfordert. Das heißt nicht, dass man sich verstellen soll wenn einen das Verhalten des Kindes traurig macht. Man sollte aber versuchen, darüber zu stehen. Und vor allem sich vor Augen führen, dass diese extreme Ablehnung nur eine Phase bleibt, wenn man damit verständnisvoll uns erwachsen umgeht. Kinder haben nunmal ab und zu ihren Lieblings-Elternteil. Was sie aber noch nicht haben ist das soziale Geschick und Einfühlungsvermögen um das auf weniger verletzende Weise auszudrücken. Kinder sind geradeheraus und extrem. Das wird sich ändern.


          Und keine Sorge: Geliebt werdet ihr beide! Macht kein Drama aus der Sache und sie wird sich nach und nach legen, sodass auch ihr ein gutes Verhältnis zum Kind haben könnt.

          8 Jahre später

          Hallo Setta..ich weis das ist schon eine ganze Weile her, aber würde gerne trotzdem wissen wollen ob sich das bei dir früher oder später geändert hat. Ich leide so sehr unter der Situation. Würde mich über eine Antwort freuen. Lg