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Ich denke, eine Gefährdung ist da.
Die Definition von Alkoholiker ist recht diffus: Es heißt, wenn man seine Gesundheit mit dem Trinkkonsum gefährdet, und/oder seine Arbeit damit gefährdet und/oder sein soziales Umfeld damit schädigt (was ja mit der Aggression schon mal vorgegeben wäre), dann ist die Gefährdung groß.
Schau mal im Internet drüber nach, da gibt es ein paar Fragen, die man beantworten muss, um zu wissen, ob eine Gefährdung da ist.
:-( Wird mein Freund zum Alkoholiker?
Ehj
Danke für deine Nachricht.
Naja er hatte ne ziemlich schlechte Kindheit, sein Stiefvater hat ihn mit 17 aus dem Haus geworfen und seinen leiblichen Vater kennt er gar nicht. Ausserdem trinkt auch seine Mutter gerne mal auch alleine das ein oder andere glass Wein.
gereizt wenn kein Alkohol da ist wird er eigentlich nicht, oder ist mir bis jetzt auch noch nicht aufgefallen, hoffe aber auch nicht das es so weit kommt.
Ich habe mir eigentlich vor genommen heute abend mal mit ihm zu sprechen, aber irgendwie weiss ich nicht wirklich wie ich das Gespräch mit ihma nfangen/suchen soll...
Das ist schwer zu beurteilen,
manche trinken das gleiche wie Dein Freund und alles ist paletti.
Ich würd mir mal genau überlegen, wie es abläuft, wie schaut es mit der Agression wirklich aus und wie fühlt er sich wenn er trinkt. Was hat er für ein Selbstbwusstsein?
Ich sage dies deshalb, weil mein Ex-Mann Alki war und das lief so ab:
In der ersten Phase war für mich nix auffällig. Er hat normal getrunken, sich gut unterhalten und wir haben Spass gehabt. Wenns zuviel wurde und er hatte einen sitzen war es auch kein Problem, denn er blieb der gleiche *sagen wir mal Nette* :-)
Dann kamen nach ca. drei Jahren Probleme - ich würd mal sagen - Alltagsgeschichten. Job, Karriere, Alltag in der Beziehung, aber natürlich auch wunderschöne Zeiten. Da ist mir aufgefallen, dass er mehr trinkt und vor allem wenns Probleme in der Firma gab, war es besonders schlimm.
f.
Er fühlte sich durch den Alk besser in Gesellschaft, allerdings zu Hause wurde er durch den Alk agressiver.
Von Tag zu Tag mehr. Als es mir zuviel wurde und wir über dieses Thema sprachen, brach eine endlose Lawine los.
Er trank, an den Problemen änderte sich nichts, sein Verhalten änderte sich enorm und auch sein Aussehen (15 Kilo zugenommen).
Das spitzte sich dermassen zu, dass er anfing im Job zu trinken und es sich mit allen Kollegen, die im übrigen das schon lange wussten, verscherzte.
Wenn er zu Hause war, machte er an einem Sonntag um 10.Uhr vormittags das erste Bier auf und war bis zum Abend tutenzu.
Die Ehe war unweigerlich zum Scheitern verurteilt und ist dann auch aus diesen Gründen letztendlich in die Brüche gegangen.
Ich kann Dir nicht sagen, ob Du alles zu ernst nimmst, ich kann Dir nur raten wachsam zu sein und Entscheidungen zu treffen, wenn sie nötig sind und zwar bevor Du am Zahnfleisch dahinkriechst.
Dies deshalb, weil u.a. auch ich co-abhängig wurde. Ich war diejenige, die alles dafür getan hat, dass er aufhört zu trinken und dass wir wieder eine normale glückliche Ehe führen. Ich war diejenige, die alles unternommen hat, um ihn die Augen zu öffnen. Ich war diejenige, die immer verzieh, wenn er sich am nächsten Tag entschuldigte für sein Verhalten und ich war diejenige, die glaubte, ihn zu therapieren. Koste es was es wolle.
Und das tu Dir bitte nicht an.
Hey
Auch danke dir für die Antwort.
Naja ich hoffe nicht das es mit meinem Freund so weit kommt.
Ich würde eigentlich gerne mal mit ihm sprechen, aber ich weiss wie gesagt nicht wie ich ein gespräch in diese Richtung beginnen soll, da er immer abstreitet zu viel zu trinken.
lg
Sowas sollte man nicht
unterschätzen!
warum will er nicht mit dir drüber reden? was sagt er denn dazu?
wenn er in dieser häufigkeit alkohol trinkt, solltest du echt wachsam sein. mein vater hat getrunken und damit die ganze familie kaputt gemacht. von daher würde ich dir raten: halte das ganze im auge und sei wachsam! wenn es immer mehr wird und er sich auch nix sagen läßt, würde ich konsequenzen daraus ziehen.
es is wie lara gesagt hat:
>>>Ich war diejenige, die alles unternommen hat, um ihn die Augen zu öffnen. Ich war diejenige, die immer verzieh, wenn er sich am nächsten Tag entschuldigte für sein Verhalten und ich war diejenige, die glaubte, ihn zu therapieren. Koste es was es wolle. >>>
LEIDER is das meistens so. die betroffenen selbst merken nicht mehr, was sie in ihrer abhängigkeit machen und anrichten. abhängige sind in ihrer abhängigkeit hochgradig egoistisch und gucken weder rechts noch links.
gucks dir ne zeitlang an und wenns dir zu viel wird, versuch' nochmal mit ihm zu reden. wenn er nicht drauf eingeht.... tja, dann mußt du wissen was du willst. ich kann dir nur sagen, dass das leben mit einem trinker, somit als co-abhäniger, die hölle ist.
Also
Weshalb er nich drüber sprechen will weiss ich nich..
ich hab ihn ma gefraggt weshalb er immer so viel trinkt, bzw. weshalb er auch unter der woche trinkt, das am wochenende macht ja jeder mal an einer party oder so... und dann meinte er nur so: ich trink nur n feierabend bier das macht doch jeder, das is nicht schlimm oder so...
deswegen weiss ich echt nicht, was ich davon halten soll... vielleicht mach ich mir auch echt nur zu viele sorgen... aber ich hab halt mit drogen und so auch schon meine erfahrungen gemacht. und deswegen kanns auch sein das ich mich irgendwo rein steiger....
:neutral:
"das macht doch jeder"
Wie ich dieses Argument hasse!! Die Tatsache allein, dass das "jeder macht" (selbst wenns nur jeder zweite ist) bedeutet noch lange nicht, dass es deshalb gesünder oder ungefährlicher wäre.
Ich kenne einen, der sagt immer "Das ist nicht schlimm. Ich kenne einige, die trinken noch viel mehr". DA könnt ich ausflippen!!!! Das ist doch dasselbe, als wenn ich Brustkrebs hätte und dies jemandem mitteile, und diese Person würde dann sagen, das sei doch nicht schlimm, sie kenne noch jemand anderen, die hätte Brust- UND Gebärmutterhalskrebs!
Wie dumm!!!
Klingt nach Rechtfertigung
Hi mizegadze,
ich will Dich ja nicht angreifen, aber Deine Zeilen klingen für mich nach einer Rechtfertigung dafür warum er viel trinkt... schlechte Kindheit, die Mutter trinkt auch usw. usf. Das ist kein Grund es selber auch zu tun wenn es einem nicht gut tut!
Wenn agressiv wird wenn er was getrunken hat kann es auch daran liegen WAS er getrunken hat. Der Freund meiner besten Freundin wird z.B. auf harten Alk (Schnaps, Likör, usw.) auch agressiv. Nicht schlimm aber halt nicht so wie wenn es nur Bier oder Wein wäre - da wird er nur lustig. Darum meidet er dieses Zeug einfach... Weil er seinen Mitmenschen das nicht antun will.
Darüber solltest Du mal mit Deinem Freund reden: dass er ANDERS und nicht wirklich nett ist wenn er was intus hat. Wenn er Dich liebt, sollte er seinen Konsum dir zuliebe reduzieren oder ganz einstellen.
Liebe Grüße
Polomaus
Mein Rat:
Redet darüber.
Nicht sinnvoll ist es, in der Art Position zu beziehen, das Alkohol generell difamiert wird.
Aber es kann sehr, sehr hilfreich sein, zwei oder drei Alkohol-freie Tage in der Woche festzulegen.
Dadurch "entwöhnt" man sich von der Regelmäigkeit des Alkoholgenusses und man merkt sofort, ob es bereits kleinste Anzeichen eines Entzugs gibt (wenn man an den freien Tagen genau auf den Körper achtet).
Die aussage
(das macht doch jeder) finde ich auch blöd und vor allem falsch!!
wenn jeder in den rhein springt, muss ich das dann auch machen??
ich finde nicht gut, dass er nicht mit dich reden läßt. das is für mich auch kein so gutes zeichen. was nicht heißen soll, dass er bereits abhängig ist. aber die seelische abhängigkeit ist meist schwieriger und schlimmer als die körperliche.
versuch' ihm doch mal deine ängste zu erklären. ich würde dann auch das beispiel mit den drogen bringen und dass du deshalb hellhörig bist und dir halt sorgen um ihn machst. EIGENTLICH müsste er alleine schon deswegen langsamer machen und dich zusammen reißen.
Hallo mizegadze,
wenn Eltern trinken, müssen deren Kinder nicht zwangsweise zum Alkohol greifen. Meine Mutter trank und arbeitete in Bars. Ich trinke nicht, bzw. wenn dann in Maßen und immer wieder etliche Jahre überhaupt nicht, da es mir nix bringt. Mein Bruder trinkt ebenfalls in Maßen bis gar nicht.
Bin allerdings auch mit 15 ausgezogen und für diesen Entschluss beglückwünsche ich mich noch heute.
Mh..
ich kenne typen die viel mehr trinken und das mit 13-20 ja okey die machen das auch hauptsächlich wegen problemen und sooo ... ich weiß nicht,
ich denke es ist noch nicht soo schlimm aber normal ist das nicht, sag ihm doch mal das du angst um ihn hast und ihn nicht verlieren willst ! ich weiß nicht ob das hilft !