Hallo liebe Community,


ich bin 30 Jahre alt und seit 4 Jahren verheiratet. Meine Frau ist 31 Jahre und wir haben 1 Kind. Jetzt ist es so, während ihrer Schwangerschaft, hat sie angefangen eine Art Distanz zu mir aufzubauen. Dafür gibt es diverse Gründe, für manche trage ich die Schuld für andere Sie. Naja das spielt weniger eine Rolle jetzt. Kurz nach der Geburt, unserer Tochter zog sie mit dem Kind mehr oder weniger zu ihren Eltern. Sie haben einen Bauernhof, dort hilft sie seitdem jeden Tag morgens, mittags, abends. Dadurch dass unsere Tochter aber kein Accessoire ist, und sie nicht jeden Tag mit dem Kind von unserer Wohnung aus zum Hof fahren möchte, bleibt sie über Nacht und ich bin eigentlich permanent alleine. An den Wochenenden kam sie eigentlich immer vorbei zu und dort hatten wir auch mal ein bisschen Zeit für uns.


Intim sind wir seit der Geburt kaum geworden. Wir hatten in den 1,5 Jahren seitdem nur 7x sex. Einmal ist uns bei der Verhütung ein Fehler unterlaufen, da uns das Kondom gerissen ist und ich es nicht gemerkt habe. Naja jetzt ist sie wieder schwanger. Seitdem ist sie nur noch kalt zu mir, ich kann sie nicht mal mehr küssen ohne dass sie sich angewidert wegdreht.


Nur damit eines klar ist, ich frage nicht nach den Gründen warum. Der Großteil ist mir bewusst. Jetzt ist es so, wir hatten ein ernstes Gespräch und ich hab ihr erklärt, dass mir nähe fehlt und ich seit eigentlich der Geburt einsam bin. Sonst läuft es eigentlich im Leben, ich habe einen Beruf der mir Spaß macht und einen langjährigen stabilen Freundeskreis. Aber ich halte die Situation nicht mehr aus. Ich habe auf einer Party eine Frau kennengelernt und wir haben uns einfach nach der Party in ne Wiese gelegt und geredet und ein bisl gekuschelt. In dem Moment ist mir es klar, geworden dass ich auf Nähe nicht verzichten kann. Ich habe meiner Frau die Situation erläutert. Sie ist der Meinung sie könne mir diese Nähe nicht mehr geben und für sie ist es ok, wenn ich jemanden finde der sie mir gibt.


Ich bin mit der besagten frau auch in Kontakt und wir haben uns ein paar mal getroffen, läuft soweit. Naja, ich stehe dennoch im moralischen Dilemma, soll ich die Frau weitertreffen, oder soll ich es zum Wohle meiner Frau und dem Kind(ern) nicht machen, falls es doch alles zerstört.


Ich und meine Frau sind beide eigentlich sehr charakterstarke Menschen und haben Prinzipien. Nicht fremdzugehen gehört eigentlich dazu. Ist es jetzt Fremdgehen, zerstört es alles? Ist das Verlangen nach Nähe hinter dem Allgemeinwohl der Familie anzustellen? I dont know...


Meine Frau ist an sich kein Unmensch und ich hoffe das kommt auch so rüber. Sie ist weder Besitzergreifung noch bösartig. Ich kann zum Sport, mich mit meinen Freunden treffen, auf Festivals und in den Urlaub wann ich will.

Du hast auch nur ein Leben und jedes Recht darauf glücklich darin zu werden. Meiner Meinung nach hast du alles getan um diese Ehe zu retten. Allerdings gibt es Beziehungen, die aus welchen Gründen auch immer, nicht dauerhaft funktionieren. Auch wenn mich jetzt alle steinigen werden, ich an deiner Stelle würde die Ehe beenden, weiterhin für die Kinder da sein und versuchen mein Glück mit eventuell der neuen Frau zu finden. Es ist ja nicht so, als wenn du nicht versucht hättest deine Ehe zu retten, aber ich als Frau muss ganz ehrlich sagen, du solltest nicht so viel Hoffnung in den für dich glücklichen Fortbestand deiner Ehe setzen. Aber letztendlich musst du diese Entscheidung alleine treffen und mit dieser leben.


Alles gute für dich

Achso, was hat er denn genau für die Ehe getan?

Fackt ist du brauchst Nähe die sie dir geben kann.


Sie hat dir quasi einen Freibrief gegeben, ich hatte die Situation selbst einmal genauso und kann dich da gut verstehen.
Wenn du den Freibrief nutzt wird es deiner Ehe nicht helfen, im Gegenteil. Es wird immer mehr zwischen euch stehen, du bist jetzt schon einsam, eine Affäre wird dich defintiv noch weiter von Frau und Kind bringen. Ihr werdet euch dadurch später trennen, aber ihr werdet euch trennen.


Wenn ihr diese Distanz nicht überwinden könnt, dann bleibst du unglücklich oder du musst dich trennen.

Ganz ehrlich ich würde meiner Frau ein ultimative stellen.
ICh weiß nicht was da zwischen euch vorgefallen ist und warum das alles so gekommen ist, aber damit das ganze überhaupt noch eine Chance hat, müssen beide rtwas investieren wollen...


Alleine dass sie anscheinend einfach entschieden hat zu ihren Eltern zurück zu ziehen... Das wäre glaube ich für die meisten ehen das aus :shock:


Nee entweder ihr seid wieder eine Familie oder ihr seid dann eben offiziell keine mehr. Du musst deiner frau das aber auch so kommunizieren, dass du das so nicht mehr willst. Entweder es ändert sich etwas oder du beendest die ehe. Vielleicht merkt sie dann wie ernst es ist. Oder du bist dann eben wieder frei

Da doch viele Fragen und ich eine sehr liebe PN bekommen habe:


Hallo zurück,


also die Gründe für unser auseinanderleben sind hauptsächlich der Bauernhof. Sie arbeitet seit Kindheitstagen dort mit und hatte wohl die Erwartung dass ich mich dort einbringe. Seitdem das Kind da ist, ist sie permanent fertig und müde. Ist ja auch klar, jeden Tag 6-8 Stunden Bauernhof dazu ein Baby/Kleinkind. Dann kam die räumliche Trennung dazu, sie wohnt wegen der Schlafenszeiten vom Kind aufm Hof. Es zu wecken ins auto zu setzen und dann um 5:30 Uhr zum Hof zu fahren ist unmenschlich. Deswegen schafft sie es immer zu melken, bis die kleine aufwacht. Naja Fazit aus der ganzen Sache war, dass ich nicht der Mann bin, den sie sich vorgestellt hat. Unterstützung auf dem hof usw. Ich hab mich natürlich dann auch falsch verhalten. Bin am Wochenende zum Fußball und auf Partys. Während sie dann halt auch am Wochenende arbeitet. Es tut mir leid das zu sagen, ich kann aber nicht zum Hof, ich hasse es dort. Fühle mich dort ausgenutzt und sehe in ihm auch den Grund warum wir keine zeit füreinander hatten.


Eine(n) hat sie nicht, dass würde ich kategorisch ausschließen. Dadurch dass sie aufm Hof ja auch nur in einem Zimmer mit der kleinen wohnt und auch zwei ihrer Geschwister dort wohnen, wäre das auf jeden Fall rausgekommen.


Was habe ich für die Ehe getan:


Ich bin für meine Frau 30 KM von meinem Heimatort weggezogen. Das ich in Heimatort vereinsleben, Freundeskreis und Familie habe sollte ich erwähnen.


ich war liebevoll, treu hilfsbereit


mache den Haushalt seit wir zusammengezogen sind (klar seitdem sie mehr oder weniger weg ist muss ich's ja sowieso) komplett alleine


Bei all dem was ich schreibe, meine Frau ist eine tolle Mama und hat ihr Leben lang gearbeitet. Neben dem Hof hat sie immer als Kinder Industriekauffrau gearbeitet und mich finanziell unterstützt als ich noch Referendar war. Ich hab ihr aber alles zurückgezahlt.

  • berlin83 hat auf diesen Beitrag geantwortet.

    Achso eine Ergänzung noch, während sie abends im Stall ist passe ich immer die 3 Stunden aufs Mädele auf.

    • hardy hat auf diesen Beitrag geantwortet.
      striker123

      "Was habe ich für die Ehe getan: Ich bin für meine Frau 30 KM von meinem Heimatort weggezogen. Das ich in Heimatort vereinsleben, Freundeskreis und Familie habe sollte ich erwähnen. ich war liebevoll, treu hilfsbereit."


      30km??? Naja, inwieweit das ein "Opfer" ist lässt sich diskutieren.
      Ich glaube du setzt am falschen Zeitpunkt an. Als deine Frau auf den Bauernhof "geflüchtet" ist, lag schon vieles im Argen. Viele Frauen leiden still und protestieren auf eine andere Art. Jetzt hat sie dich endlich an einem gewissen Punkt: du wachst auf, bist genervt und willst etwas ändern.
      Das traurige daran: deine Frau hatte genug Zeit sich von dir emotional (komplett?) zu entfernen. Wenn du ihr Angebot annimmst, ist alles wirklich alles verloren. Überlege es dir gut!

      So wie du klingst, liegt bei eurer Ehe so einiges im Argen und du trägst dabei nicht gerade wenig Schuld. Sicherlich sind beide mit dabei beteiligt, aber es gibt wohl diverse Punkte, wo deine Frau Probleme mit dir hat.


      Du sagst, es bis auf die Nähe läuft es bei dir? Guter Job, der Spaß macht, ein fester Freundeskreis wo du viel unternimmst. Das klingt für mich jetzt so, als ob du dein Ding machst und deine Frau vernachlässigst? Hat das dann auch dazu geführt, dass sie zu ihren Eltern auf den Hof gezogen ist und dich nur hin und wieder besucht?


      Was sind es denn für Themen, die sowohl deine Frau als auch du verbockt habt? Was macht ihr mit den Themen? Besprecht ihr die und versucht ihr eure Beziehung auf die Reihe zu bekommen?
      Habt ihr schon eine Paartherapie versucht? Meißt ist eine Beziehung so verfahren, als dass sie ohne fremde Hilfe nicht wirklich lösbar ist.


      Das deine Frau gesagt hat, dass sie dir keine Nähe geben möchte und du dir gerne eine andere suchen kannst, die dir diese gibt, das zeigt mir, dass eure Beziehung kurz vor dem zerbrechen ist. Wenn ihr also so Prinzipientreu seid, wie du sagst, dann wäre ich vorsichtig.


      Ich habe den Eindruck, du suchst dir gerade einen einfachen Ausweg und dein persönliches Glück bei der anderen Frau und wir sollen dir jetzt helfen, dein schlechtes Gewissen zu verarbeiten. Wenn du selber nicht damit umgehen kannst, sondern deine Gewissensbisse auf andere übertragen musst, dann wird dieser Weg in die Affäre nicht der richtige für dich sein.


      Vielleicht doch erst mal schauen, was du und deine Frau für eure Beziehung machen könnt.

      striker123

      Jetzt habe ich deine Erweiterung gelesen.


      Sorry, aber das nennst du hilfsbereit, treu und machst den Haushalt? Hm, ich weiß nicht, ob dein Selbstbild mit dem Fremdbild da so übereinstimmt. Als Ehemann und Vater gehört etwas mehr dazu und ein Fußball- und Partywochenende ist mit Kind halt nicht mehr so drin, wie früher als Singel. Aber wenn einem der Verein wichtiger als die eigene Familie ist, dann kann man schon verstehen, wenn es zu Diskussionen kommt. Zur Kinderbetreuung gehört halt etwas mehr als nur die drei Stunden am Abend auf das Kind aufpassen, bis Mutti wieder aus dem Stall kommt. Hört sich für mich so an, als hätte sie das großzügige Glück, dass du sie die drei Stunden größtmöglichst entlastest, weil du zeitunglesend neben der spielenden Tochter sitzt.


      Was mich wundert ist: Deine Frau hat schon seit ihrer Kindheit auf dem Bauernhof gearbeitet und auch als sie als Industriekauffrau hat sie nebenher weiter dort geholfen? Und jetzt, trotz Kleinkind und Schwanger ebenfalls?
      Da kommen bei mir zwei Fragen auf:
      A) Was sind das für Eltern, die die eigene Tochter nicht ihre eigene Familie lassen und auf dem Hof weiter arbeiten lassen (es sei denn, es ist die freie Entscheidung deiner Frau)?
      B) Warum habt ihr diesen Punkt nicht am Anfang eurer Beziehung geklärt? Das muss doch damals schon so gewesen sein und wenn du das akzeptiert hast, dann kannst du dich jetzt nicht rausreden. Und auf einem Hof gibt es halt immer etwas zu tun, auch wenn die Freunde Feiern oder Fußball spielen.


      Ihr müsst ganz dringend eure Beziehung klären! Überdenke nochmal deine Prioritäten, was dir in deinem Leben wichtiger ist Familie, Kind oder Verein und Freunde. Dann sollte deine Frau sich überlegen, was sie für Prioritäten hat und weshalb sie auf dem Hof arbeitet. Wenn du ein Aber gegen den Hof hast, dann muss das in eure Diskussion und Kompromissfindung mit aufgenommen werden. Ach, das sind so viele Punkte - ohne die Mediation eines Therapeuten in der Paarberatung werdet ihr das nicht hinbekommen.


      Und dein Wunsch nach Nähe (oder ist es doch eher Sex?) kann ich verstehen, aber jetzt der völlig falsche Zeitpunkt. Gehst du diesen Schritt, dann kannst du die Beziehung komplett abschreiben.

      Vielen Dank an alle, für eure Ratschläge, es ist viel wahres dabei.


      Dass ihr der Hof wichtig ist, wusste ich beim Kennenlernen schon. Am Anfang kam ich damit auch recht gut klar, habe sogar ab und an mitgeholfen. Viel Zeit für Zweisamkeit war eben auch nie. Und ja du hast recht, ich habe die Bindung und den Zeitaufwand für den Hof unterschätzt, und meine Frau meine Bereitschaft mein Leben so wie ihres zu führen, überschätzt.


      Dieser Hof funktioniert aber wie eine Firma in der jeder jeden irgendwie nicht mag, Man aber trotzdem den Laden führt.


      Ich versuche nochmal ein Gespräch über die Erwartungen zu führen, die wir aneinander haben. Ich denke aber, da ist viel verhärtet. Ich weiß auch warum sie sich ihrerseits nicht von mir trennt. Sie hat das Gefühl dann gescheitert zu sein und ihre intrigante Familie damit zu bestätigen.


      Ich bin wie gesagt eigentlich auch reflektiert. Ich kenne meine Fehler habe daran zum Teil wirklich gearbeitet. Alles bekommt man nicht raus, allerdings hat auch meine einen Menschen geheiratet, bei dem sie wusste wie er ist.

      Auf die gefahr hin das es jetzt etwas harsch rüberkommt...
      Seid ihr beiden, du und deine Frau, eigentlich blöd?
      Mal ganz außen vor wer was wann bedacht hat.
      Der Ist-Zustand ist: da ist nix mehr. Die ist sogar mehr oder weniger angeekelt, dass nicht mal mehr ein Kuss möglich ist.
      Legt euch beide mal etwas Selbstwert zu. Das ist kein Leben, das ist nebeneinander her vegetieren.
      Das es überhaupt eine Frage ist evtl. zusammen zu bleiben :FOU:
      Und bevor das Kinderargument kommt: Stellt euch vor, ihr seid ziemlich sicher nicht das erste Paar mit Kindern das sich trennt.
      Aber bleibt mal zusammen.
      Werden bestimmt ganz tolle Menschen wenn sie hübsch vorgelebt bekommen wie geringschätzig, lieblos, gleichgültig, teilweise mit Ekel Mama und Papa miteinander umgehen. Da können die sich schön was für ihre eigenen verkorksten und unglücklichrn Beziehungen lernen. Haben sie ja so gelesen und als normal vorgelebt bekommen.
      Wnn ihr euch selbst schin nichts wert seid, dann doch hoffentlich eure Kinder. Und für die solltet ihr dieses unwürdige Schauspiel beenden.

      Nein es kommt gar nicht falsch rüber. Und rein rational gesehen sicherlich die sinnvollste Lösung.


      aber was glaubst du, wie viele Menschen das so umgesetzt bekommen 😄

      Striker, was hast Du für eine Einstellung? Hält Dich Deine Frau auf Distanz, dann ist es zunächst ihre Entscheidung. Wie wird daraus Deine Schuld? Dafür gibt es diverse Gründe? Da schreibst Du in Rätsel. Hast Du vielleicht Selbstmittleid? Schuld hört sich gravierend an. Kennst Du wenigstens einen Deiner diversen Gründe?


      Du bist nun zweifacher Vater. Du trägst sehr viel Verantwortung. Kinder brauchen beide Eltern. Deine Frau braucht Dich auch. Diese Verantwortung kannst Du nicht abgeben, wenn es mal schlecht läuft. Im Dreierpack eintauschen durch eine neue Frau? Nun, Eure Kinder werden für immer Euren gemeinsamen Genen entstammen.


      Du sagst Deine Frau ist eine gute Mutter. Sicher ist sie führsorglich, eine weibliche Eigenschaft. Weiblichkeit ist anziehend für Dich. Genauso ist Männlichkeit anziehend für sie. Du willst sicher anziehend sein für sie? Wie wäre es, wenn Du Deine Führungsstärke ihr beweist, gute Entscheidungen fällst, Disziplin zeigst und ihr Deine Kompetenzen beweist? Das wäre männlich.


      Vielleicht musst Du z.B. mal in ihrem Familienchaos "aufräumen". Entscheiden, dass ihr als eine Familie fortan zusammen auf dem Hof oder wieder zuhause lebt. Für Deine Bedürfnisse einstehen. Klarstellen welcher Arbeit Du nachgehst. Dir selbst angemessene Grenzen auferlegen im Umgang mit anderen Frauen. Einen Plan machen, wie ihr beide Liebe wieder finden könnt, wieder Glücklich werdet. Deiner Frau helfen herauszufinden, was sie wirklich will. Ihr beistehen, wenn sie ihre eigenen Gefühle einordnen muss.


      Alles dies sei nur so daher gesagt, ich weiss es nicht. Es geht darum, dass Du selbst Deine Kompetenz als Mann beweist. Du musst Dich da reinknien, Dich nicht vor Entscheidungen drücken und dann machst Du alles wie von selbst korrekt. Zu oft wird Dir gesagt, dass Du Deine Frau fragen musst, sie mitentscheiden soll. Tatsächlich darfst Du auch allein entscheiden. Denn Du weisst doch, dass Du nicht als Tyrann Entscheidungen triffst. Sondern Du entscheidest verantwortungsvoll, im besten Sinne Eurer Partnerschaft. Das hat auch mit Selbstvertrauen zu tun, wie hier schon geschrieben wurde. Alles das ist, was Deine Frau braucht.


      Du sagst ihr Hof ist ihr wichtig? Wie wichtig denkst Du sind ihr Eure Kinder? Wusstest Du, dass statistisch bewiesen Kinder von alleinerziehenden Eltern massiv mehr gefährdet sind von: Alkohol- und Drogenmissbrauch, Kriminalität, toxischen Beziehungen...? Wie wichtig sind Dir Deine Kinder?


      Du bist wohl an dem Punkt, an dem Du Dich in gewissen Dingen unumgänglich entscheiden musst. Entscheidungen sind schwierig, weil sie Konsequenzen haben. Deine Entscheidung und das Tragen der Konsequenzen, das ist Verantwortung. Sieh es nicht als eine Bürde und stelle Dich ihr. Du darfst entscheiden, ist das nicht auch Freiheit? Siehe in Deiner Verantwortung die beste Sache überhaupt. Sie gibt Dir Bestimmung und Lebenssinn. Wozu bist Du sonst auf dieser Erde, wenn nicht um Verantwortung zu tragen? Ich hoffe meine Worte helfen Dir, die richtige Entscheidung zu treffen.
      Schreib doch, wie es Dir auch längerfristig ergeht.

      • frau-coco hat auf diesen Beitrag geantwortet.
        spectru

        Ich glaub dein Post ist nicht komplett übermittelt worden.
        Da fehlt wahrscheinlich der letzte Satz, dass das alles nur Ironie war.


        Nachher nimmt das noch jemand den Quatsch ernst.
        Wär ja albern zu glauben solche Denkweisen gibt es 2022 noch :FOU:

        • spectru hat auf diesen Beitrag geantwortet.

          Hallo striker123


          ich merke an deinen Antworten, dass du dich eigentlich nicht trennen möchtest und du eigentlich mit deiner Frau und deiner Familie glücklich werden willst. Ihr müsste den Kindern zuliebe keine Ehe führen, in der ihr euch permanent unglücklch fühlt und wichtige Bedürfnisse wie Nähe nicht erfüllt werden. Aber ich finde, man sollte bevor man sich mit Kindern trennt, vorher alles probiert haben um eine zufriedene Ehe fügren zu können. Eure Kinder sind so klein, da kann ja schon rein zeitlich noch nicht so viel passiert sein, oder?



          Mir hilft es immer, emotionale Probleme "pragmatisch" anzugehen.
          1. Gefühle ändern sich nicht von heut auf morgen. Also setz dir vielleicht mal einen zeitlichen Rahmen, in der du diverse Dinge versuchst um die Ehe zu retten. 9 Monate oder auch 1 Jahr. Wenn du dann keinen Fortschritt siehst, kannst du immer noch die Konsequenzen sehen.


          2. die Nähe zu einer anderen Frau entfremdet dich von deiner. Beende das.


          3. Die Fronten haben sich verhärtet, da wird jetzt kurzfrisitg nichts zu machen sein. Jeder ist stur, jeder ist frustriert, jeder ist wahrscheinlich gekränkt. Keine gute Basis, um gemeinsam konstruktiv an der Ehe zu arbeiten. Bevor ihr Probleme bespricht und lösen wollt. Versuche erstmal aus dem negativen Teufelskreis zu kommen. Deine Frau hat ein Baby, ist schwanger UND arbeitet auf dem Hof? (Ich war nur mit Baby schnell wieder schwanger und alleine das war eine riesen Belastung! Wie bekommt sie das überhaupt hin?) Das ist eine extreme Belastung, die von außen betrachtet defintiv viel zu hoch ist. Keine Wunder, dass sie keine Nerven auch noch für deine Bedürfnisse hat. Eine Auszeit ist angebracht. Tue dich mit ihrer Familie zusammen, plane eine Überraschung, fahr mit ihr ein Wochenende weg, überleg dir was ihr Spaß machen würde. Bedräng sie nicht, aber zeig ihr Zuneigung, Liebe, Unterstützung,


          Erst wenn die Stimmung wieder etwas besser ist und deine Frau offener wird (wahrscheinlich ist sie augrfund der anderen Frau auch verletzt. Ehrlich ich kenne niemand, der nicht verletzt ist, wenn der Partner oder die Partnerin eine andere hat. Da musst du erstmal ordentlich Liebe zeigen, damit sie sich von dir überhauptnoch wertgeschätzt fühlt.), könnt ihr Probleme angehen.


          4. Schreib deine Probleme mit ihr auf. Versuche zu analysieren, wo der Kern in deinen Problemen liegt.
          Dann frag sie nach ihren Problemen. Und versucht mit dieser Basis zu arbeiten. Probleme benennen und priorisieren. Wichtigere zuerst, weniger wichtigere später. Kompromisse finden. (Sie ist 2 Tage auf dem Hof, 5 Tage bei dir. Du bringst dich ihr zuliebe 1 Tag in der Woche auf dem Hof ein, usw.) Wenn ihr das nicht alleine könnt, geht unbedingt zu einer Eheberatung. (Eine bei der sich beide Wohlfühlen). Es helfen auch manchmal Bücher zu dem Thema, die neue Impulse bringen.


          5. Versucht diverses, redet miteinander, gibt euch Feedback.


          6. Versuche keine Nähe zu erzwingen. Sie weiß, dass sie dir fehlt. Sie gibt sie dir nicht, weil sie sich nicht wohlfühlt. Erst wenn ihr wieder eine gewisse Harmonie hergestellt habt, Verletzungen überwunden hwabt und sie sich bei dir sicher fühtl, wird sie dir die Nähe auch wieder geben können.


          (übrigns: als ich junge Mutter war, konnte ich meinem damaligen Mann eine zeitlang auch keine Nähe geben. Das Baby hing den ganzen Tag mir dran, ich hab dem Kind soviel Nähe gegeben (ja, freiwillig, trotzdem kann es im alltag auch mal eine belastung sein) Ich wollt abends einfach meine Ruhe von meinem Mann. Einfach mal ne halbe Stunde auf der Couch, ohne dass jemand an mir klebt und irgendjemand was von mir will. Ich weiß, du suchst die Nähe deiner Frau, absolut klar. Aber wie wäre es denn wenn du deinem Kïnd nähe schenkst, du wirst merken du bekommst welche zurück, deine Frau wird entlastet, du wirst dich besser fühlen, dein Kind wird es lieben.; Win win für alle!)

          frau-coco

          "Nachher nimmt das noch jemand den Quatsch ernst." Lange Nacht gehabt?


          Möchtest Du mich auf eine bestimmte Fehlüberlegung aufmerksam machen? Oder nur abchecken, inwiefern Du Beiträge diskreditieren kannst?

          • frau-coco hat auf diesen Beitrag geantwortet.
            spectru

            Kinder brauchen beide Eltern.
            Brauchen? Naja. Optimaler ist es sicher. Aber er ist ja auch bei Trennung nicht aus der Welt. Und lieber ein glücklicher Elternteil als zwei unglückliche. Das schade am meisten.


            Männlichkeit zeigen. Führungsstärke zeigen. Bestimmen wo sie Leben. Entscheidungen ohne Absprache Mit der Mutter treffen.
            Die 50er sind vorbei.
            Wenn es sowas wie DIE Männlichkeit die man zeigen soll überhaupt gibt, so ganz sicher nicht mehr.
            Ich will keinen Mann der mir zeigt wo es langgeht. Ich bin froh einen zu haben der neben mir geht. Auf Augenhöhe und gleichberechtigt.

            • spectru hat auf diesen Beitrag geantwortet.
              frau-coco

              Nicht optimal? Ja, das meine ich mit "Kinder brauchen beide Eltern". Da sind wir uns einig. Du wählst die Worte, welche dessen Bedeutung abschwächen. Ich jene welche die Bedeutung hervortun. Damit ist es eine Frage der Hierarchie von Bedeutung. Genau in diesem Umfeld sehe ich Striker123 navigieren und Entscheidungen fällen.


              Nun, vielleicht kann er herauszufinden, wo es am besten ist für die Mutter zu leben. Und falls er das herausfinden kann, dann "bestimmen" dort zu leben. Vielleicht ist es auf dem Hof, vielleicht auch nicht. Ich würde mich an seiner Stelle nicht darauf verlassen, dass seine schwangere Frau heute dort lebt (und das tut) was das Beste für sie ist. Letztlich kommt noch die Frage hinzu, was das beste für die ganze Familie ist. Ich schreibe nicht, dass er seine Frau tyrannisieren soll.


              Entscheidungen ohne Absprache mit der Mutter (bzw. seiner Partnerin)? Na, das hört sich sehr diktatorisch an. Geht es jedoch z.B. darum, wie weit er mit anderen Frauen gehen will... Das muss er selbst entscheiden. Vielleicht will er seine Entscheidung mitteilen. Aber absprechen?
              Klar braucht es Absprachen in der Partnerschaft. Aber nicht alles muss abgesprochen sein. Willst Du als Mann alles absprechen, dann weil Du übermüssig verunsichert bist. Frauen gehen auf Distanz bei einem ausgewachsenen, verunsicherten Kind. Sie müssen selbst stark sein und brauchen einen starken Partner an ihrer Seite. Eine starke Schulter zum Anlehnen (wie es einige Frauen symbolisch beschreiben).


              Ja Frau-Coco, gut für Dich zu wissen, wo es lang geht. Ich wünsche es nicht aber rechne damit, dass auch Du Dich irgendwann mal verirrst. Rechne damit, weil Du nicht blind sein willst, falls es mal passiert. Damit Du Deinen Partner siehst, wenn er Dir hilft, Dich in die richtige Richtung führt. Nicht weil es einfach ist Dich führen zu lassen, aber weil es schwierig ist zu Vertrauen. Weil Vertrauen gegenseitig sein muss, gleichberechtigt wenn Du so willst. Weil gegenseitiges Vertrauen, Kooperation und Liebe uns so stark machen, wie jeder von uns es allein nicht sein könnte.

                7 Tage später

                Nicht genug Sex, zuviel Arbeit mit dem Kind und auf dem Hof, Fußball und Partys drängen ja auch - kann es sein, dass du gar nicht richtig angekommen bist im Erwachsensein? Ein Leben mit Kind ist nun mal ein ganz anderes als ohne. Du musst deine Prioritäten anders setzen! Versetze dich mal in die Lage deines Kindes, dass dich unmotiviert und oft abwesend wahrnimmt, sich dadurch ungewollt und störend fühlen wird. Auch kleine Kinder kriegen sehr viel mit und dein Verhalten wird alle seine späteren Bindungen zu anderen Menschen prägen, denke immer daran!