listigerlurch1

Was bringt es dur wenn jetzt einige Männer hier schreiben "Ich auch"? Ein paar megr Infos wären gut wenn du wirklich Rat willst - Meist sind beide Schuld wenn die Beziehung nicht läuft.

    darcy_22087382

    Warum nicht immer möglich? Wenn man sich manipulieren lässt weil zb. der Partner überemotional auf angebrachte Kritik reagieren läuft doch generell was schief. Sowas habe ich schon erlebt, erwachsene Menschen die dann ausflippen, Bock/Heulanfälle bekommen oder erstmal jammern wie schlecht es ihnen doch geht mitsamt einer Auflistung ihrer seeluschen Krankheiten und Traumata, verbunden damit das man aber auch keinen Spezialisten aufsucht, man hat das halt und andere haben gefälligst Rücksicht zu nehmen- Damit will man den Kritiker in den meisten Fällen nur Mundtot und das Leben bequem halten, der Partner welcher Kritik geäußert hat und unglücklich ist, ist denen dabei egal.

      Sieht bei mir ähnlich aus...
      wie helft ihr euch ab?
      Selbstbefriedigung?

      darcy_22087382

      Da gebe ich Dir Recht.


      Mann/Frau will sich manches eventuell auch nicht eingestehen, redet es sich schön, halt dieses Bla Bla.


      Ich finde es nur wichtig, sich selbst zu hinterfragen; Kann ich damit umgehen/leben oder nicht.
      Und dann dementsprechend auch zu handeln. Auch wenn emotional viel dran hängt.


      Oft lagern sich die Prioritäten in einer Beziehung mit der Zeit um und da müsste dann kommunikativ gehandelt werden. Wenn denn Bedarf besteht umzustrukturieren, von beiden Seiten aus....
      Aber meist wird ja nun mal von dem "Bedürtigen" zu spät gehandelt und von der Gegenpartei keine Einsicht oder kein Bedürfnis dahingehend gezeigt.
      Und die Kommunikation, seien wir mal alle ganz ehrlich ist eh grottig! 🙃

        suzu_20114093

        Für Andere wahrscheinlich nicht nachvollziehbar.
        Aber bei uns haben sich die Prioritäten inzwischen verlagert.


        Sex ist wichtig. Aber nicht so das es mir in den Sinn käme jetzt meine Beziehung in Frage zu stellen.
        Gespräche sind oft schwer da man sich im Kreis dreht oder es gar in Streit endet.
        Ich habe gelernt mit sexlosen Zeiten zurecht zu kommen. Meinen doch etwas komplizierten Partner habe ich ja freiwillig gewählt.

          darcy_22087382

          Doch. Das meinte ich ja, alles kann sich verlagern. In Richtungen mit den Jahren, unvorhersehbar.


          Aber der Umgang damit....


          Deshalb für mich persönlich, auch wenn es noch so schwer fällt, reden.
          Es will nicht verletzt werden. Grade wenn eine tiefe Bindung dahinter steckt,aber manches mal kommt man da nicht drum herum. Um sein Selbstwohl.


          Solange Du damit zurecht kommst....🙃

          darcy_22087382

          Warum ist es nicht möglich, Klartext zu reden? Wenn ich mit meinem Partner nicht reden kann, was ist das dann bitte für eine Beziehung? Worauf baut die dann auf? Auf Geld oder Abhängigkeit? Also das wäre nichts für mich.


          Musst du aber selbst wissen. Wenn du dich nicht deshalb trennen möchtest, ist das legitim. Dann brauchst du dich aber auch nicht zu beklagen, du suchst dir das ja selbst so aus.

          rabenschwarz

          Das kommt sogar sehr oft vor, auch hier in den Foren lese ich das häufig: es wird gejammert und sich beklagt, aber ändern will man nichts. Am liebsten wäre ein Zauberspruch, damit alles so läuft wie gewünscht.


          Blöd nur, dass es so nicht funktioniert. Mit beklagen allein erreicht man nunmal nichts und ändern kann man immer nur sich selbst. Man kann mit dem Partner reden, ihm sagen, was einen stört und was man sich wünscht. Wenn der Partner aber keine Lust hat, was zu ändern, kann man nichts machen.


          Das kann man dann nur so akzeptieren und entweder damit leben oder sich trennen. Meiner Meinung nach sind Menschen, die auf Kritik so reagieren, wie du es beschreibst, nicht beziehungsfähig. Das ist auch in Ordnung, es gibt manchmal Phasen im Leben, bei denen einfach keine Beziehung ins Leben passt, weil man eigene Baustellen hat, um die man sich kümmern muss. Dann sollte man aber auch so fair sein und keine Beziehung eingehen.

          darcy_22087382

          Das ist natürlich auch eine Methode, damit umzugehen. Wenn du damit leben kannst, warum nicht?

          rabenschwarz

          Hallo,


          wenn du als Kritiker fungierst, wirst du mit Gegenwind rechnen müssen oder mundtot gemacht. Was nicht daran liegt, dass alle Menschen es möglichst bequem mögen, aber wohl kaum einer mag Kritik an der eigenen Person. Deine Wortwahl trifft ziemlich genau den Punkt, unbedachte "Kritik" äußern verlagert nur das eigentliche Bedürfnis, welches man selbst empfindet, auf eine andere Person, die dieses ausgleichen soll. Da muss man sich vielleicht nicht wundern, wenn der kritisierte Partner überemotional reagiert.


          Wäre es da nicht viel zielführender über die eigenen Bedürfnisse zu sprechen? Dafür braucht es nicht einmal Kritik. Erfüllung von Wünschen oder Bedürfnissen sind keine Pflicht. Ich glaube nicht, dass es Menschen egal ist, wenn sich ein anderer unglücklich fühlt, ich glaube, sie sprechen zu selten darüber.


          LG Sis

            Geht mir leider auch so, mein Mann will nun schon eine ganze Zeit nichts von mir, egal wie viel Mühe ich mir gebe, er lässt mich immer abblitzen...

              10 Tage später
              sisteronthefly

              Kann man wirklich jede Kritik als eigenes Bedürfnis formulieren? Ich denke mir das gerade durch und tu mir damit ein wenig schwer.


              Bei vielen Dingen geht das schon, zum Beispiel, wenn es um sexuelle Bedürfnisse geht, mehr Unterstützung im Alltag, mehr Zuwendung zum Beispiel.


              Was aber, wenn es ganz normale Dinge sind, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, wie zum Beispiel, dass der Partner sich wäscht, sich die Zähne putzt, seine Wohnung sauber hält, sich einen Job sucht bei Arbeitslosigkeit, bei Alkoholismus/Suchterkrankungen und ähnliches? Sowas liest man ja auch oft im Beziehungsforum und da sind das nicht nur die Bedürfnisse des Partners, die missachtet werden, sondern grundsätzliche Dinge.


              Wie würdest du es beispielsweise formulieren, wenn der Partner ungepflegt ist und stinkt? Das hat ja nicht nur Auswirkungen auf die Beziehung, sondern auf sein gesamtes Leben (so jemand bekommt ja auch keinen Job bzw. wird ihn nicht lange behalten, um mal ein Beispiel zu nennen, ganz zu schweigen von der gesellschaftlichen Ächtung).

                eisbrecher

                Hallo,


                ja, ich würde sagen, dies ist möglich. Hinter deiner Frage ist deine spezielle Einstellung zu erkennen, also das, was du empfindest und in deinem Leben für angemessen, selbstverständlich bzw. unangemessen, unmöglich auffasst. Die Bedürfnisse wären in deinem Fall jene, nach Ästhetik, gesellschaftlicher Anerkennung und einem beruflichen Standing. Es ist doch möglich das zu formulieren.


                Eine etwas andere Perspektive bekommt deine Frage bzgl. Suchterkrankungen oder anderen schweren Erkrankungen. Wahrnehmung von Empfindungen und Bedürfnissen sind eingeschränkt, bei sich selbst oder bei anderen, auch können sie wohl oftmals nicht thematisiert werden. Wenn dies gelänge würden nicht zu Suchtmitteln gegriffen werden. Daraus resultiert wohl häufig eine Missachtung von Grenzen anderer. Manch einer muss vielleicht auch erst lernen Dinge einzufordern und nicht als gegeben hinzunehmen. Zu eigenen Bedürfnissen stehen gehört m. E. auch dazu.


                LG Sis

                  feyza_12826595

                  Einfach einen anderen mal suchen.... Für einmal... Dann vergisst man vieles und ist vielleicht mal wieder eine Zeit lang befriedigt

                  sisteronthefly

                  Danke, das ist sehr interessant!


                  Es ist schon richtig, dass der erste Teil meine Bedürfnisse und Erwartungen widerspiegelt. Aber eben nicht nur meine, das sind Dinge die allgemein von so ziemlich der Mehrheit der Menschen in unserem Kulturkreis erwartet werden. Somit hat jemand, der diese Dinge nicht erfüllt, nicht nur mit mir, sondern mit gefühlt 99 % aller Europäer und Nordamerikaner ein Problem, wahrscheinlich auch noch mit vielen Menschen aus anderen Kontinenten. Daher eben die Frage: wann geht eine Erwartung über das Bedürfnis einer Einzelperson (nämlich des Beziehungspartners) hinaus? Meiner Ansicht nach ab dem Zeitpunkt, ab dem es einen mehr oder weniger stillschweigenden gesellschaftlichen Konsens gibt, was erwartet wird.


                  Natürlich steht es in Deutschland und vielen anderen Ländern jedem frei, sich gesellschaftlichen Erwartungen nicht zu beugen, nur wird man es in allen Bereichen des Lebens schwer haben, wenn man das nicht tut.


                  Denkst du wirklich, dass Suchterkrankungen immer eine tiefere Ursache haben? Ich denke das nicht, meine Erfahrungen zeigen, dass aus Spaß und Genuss ohne tiefere Hintergründe sehr wohl auch eine Suchterkrankung entstehen kann. Was harmlos mit einem Feierabendbier beginnt, kann in Alkoholismus enden, wenn man es übertreibt. Das Übertreiben muss aber nicht unbedingt darin begründet liegen, dass man seine Wahrnehmungen und Empfindungen nicht thematisieren kann. Nicht jeder greift zu Suchtmitteln, weil er sich nicht artikulieren kann oder weil er mit seinem Leben unglücklich ist. Rausch macht einfach auch Spaß, das ist nicht zu leugnen. Leider hat dieser Spaß aber auch seinen Preis.

                    eisbrecher

                    Hallo,


                    deine Antwort finde ich auch ziemlich interessant. Deine Frage bezog sich auf Bedürfnisse und nicht Erwartungen. Das ist ein großer Unterschied. Bedürfnisse sind deine Wünsche aber Erwartungen sind deine Annahmen. Jeder darf Bedürfnisse äußern und Erwartungen jedweder Art nicht erfüllen. Der Beziehungspartner wird Schlüsse daraus ziehen und gegebenenfalls auch die Gesellschaft.


                    Rausch macht keinen Spaß, Rausch betäubt und hindert einen dort hinzuschauen, wo man hinschauen müsse. Aber dies ist meine persönliche Meinung, ebenso, dass jede Sucht einen Hintergrund hat.


                    LG Sis

                      sisteronthefly

                      Aus meiner Sicht ergeben sich aber aus Bedürfnissen Erwartungen. Und es gibt persönliche Bedürfnisse und Erwartungen und auch gesellschaftliche Bedürfnisse und Erwartungen, die nicht immer deckungsgleich sind.


                      Die Gesellschaft ächtet Menschen, die ihre Erwartungen nicht erfüllen, das ist überall gleich. Nur die Erwartungen sind unterschiedlich. Was es aber auch zu bedenken gilt: die Gesellschaft sind wir, also die Summe aller Menschen. Man kann also daraus schließen, dass die gesellschaftlichen Erwartungen sich aus den Bedürfnissen der Mehrheit der Menschen einer Gesellschaft begründen.


                      Rausch ist auch ein Bedürfnis, es gibt keine Gesellschaft, in der sich Menschen nicht an irgendetwas berauschen würden. Ich sehe das nicht so negativ, wenn man gelegentlich mal nicht überall hinschaut, wo es wichtig wäre. Zum Problem wird es aber, wenn man das ständig so macht.