• Mein Baby
  • Ich habe so eine scheiß Angst, wenn ich alleine Auto fahren muss

Hallo Juli!
Ich kann Dich gut verstehen.


Bei mir war es eine echte Überraschung, als ich, die ich alles mit links hingekriegt habe, in der Fahrschule komplett versagt habe. Ich bekam panische Prüfungsangst (das erste und letzte Mal in meinem Leben... :FOU: ) und habe 3 Mal die praktische Prüfung mit Bravour versaut!


Als ich den Lappen dann hatte, war ich auch total unsicher. Ich fahre eben auch nur schwer mittelmäßig. Allerdings scheint Deine Angst noch um einiges tiefer zu sitzen - Du hattest ja auch einen Unfall! Da wäre bei mir wohl auch Schluss :-/ ...


Wie auch immer: Ich habe es nur mit Übung und Beifahrer hingekriegt. Als ich dann alleine fuhr (nach Monaten, und auch nur eine kleine Strecke), habe ich mir alles ganz toll vorbereitet: Gute Musik, schick angezogen (das hat mir geholfen :FOU: )...


Das kann ich nur empfehlen: Fahre mal alleine kleinere Strecken. Du kannst lernen, die Angst zu kontrollieren. Mach das ruhig langsam und halte an, wenn es nicht mehr geht.


Außerdem: Ich habe damals mit einem Verkehrspsychologen telefoniert, der hatte gute Tipps. Wäre das was?


Ich wünsche Dir viel Mut, Deiner Angst zu begegnen!

    zena_12720844

    Dazu kommt noch,
    dass ich es sogar schaffe, mich trotz Navi zu verfahren! Es gibt wirklich keinen Bereich, in dem ich mich so dämlich anstelle wie beim Autofahren.


    Aber viell. wäre ein Vekehrspsychologe sogar mal einen Versuch wert :roll:

      loreto_12740097

      Mit Navi
      verfahre ich mich auch oft.


      Und ich halte mich für eine eigentlich sehr sichere Autofahrerin, hab auch eigentlich einen ordentlichen Orientierungssinn.
      Also daran kannst es nicht fest machen.


      Ich finde Navis wirklich ziemlich verwirrend :FOU:


      Mach dich nicht schlechter als du bist ;-)

      loreto_12740097

      Das
      kenne ich. Ich hasse es auch bis heute, obwohl ich es inzwischen ganz gut kann...


      Ja, Psychologe klingt so dramatisch - aber der war ganz nett und hat mir Imaginationsübungen vorgeschlagen. Ich sollte mir die Situation vorstellen und dann positiv ummodellieren. Da shat wirklich geholfen. Man muss es eben sehr oft machen und glauben lernen, dass es wirkich alles gut gehen wird!

        zena_12720844

        Hm..
        meine größte Angst ist eigentich immer, dass ich mich bei dem Versuch einzuparkten so verhaspele und plötzlich so schief stehe, dass nix mehr vor und zurück geht... dass der restliche Vekehr warten muss und ich am Ende wohl noch jmd. fragen muss, ob er mir mal kurz mein Auto wegfahren bzw. parken könnte...


        wie soll ich das nur positiv ummodellieren? Ich könnte mir ja vor Augen halten, dass man auf dem Weg nette neue Leute kennen lernt?

          loreto_12740097

          Zum Beispiel
          könntest Du Dir vorstellen, wie entspannt Du beim Einparken bist, und dass es Dir nichts ausmacht, wenn wer wartet... Und dass Du total elegant einparkst und Dich megalocker aus dem Auto schwingst.


          Oder, wie Du auf diesem Wege jemanden Nettes kennenlernst, der Dir Dein Auto einparkt ;-) ...


          Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass Du es halbwegs glaubwürdig findest -den Rest bildest Du Dir einfach ein...


          Du musst es Dir in jeder ruhigen Minute Schritt für Schritt vorstellen, wie Du da einparkst und wie gut das alles geht.


          Die ersten Male kann es natürlich sein, dass Du schon bei der Vorstellung Angst bekommst, dann musst Du unbedingt weiter dabei bleiben und alles gut ausgehen lassen!


          Mir hat das geholfen, auch wenn ich mir zunächst albern vorkam, wie ich still auf meinem Sessel saß und Panik schob... :FOU:

          :shock:
          Also die Hände vom Lenkrad würde ich nicht nehmen...ich glaube, so schlimm ist es bei mir nicht

          Übung, Übung, Übung
          Ich kann mich den meisten anderen nur anschließen. Das einzige was Dir die Angst nehmen kann ist Übung. Evtl. wirklich erstmal mit Fahrlehrer. Und dann aber auch ganz wichtig alleine. Erst mal nur um den Block, den Du gut kennst, wo Du jedes Verkehrsschild kennst und da ncihst übersehen kannst. Dann vielleicht mal die Strecke zum Einkaufen, die Du bestimmt auch gut kennst. Am besten abends üben, wenns noch hell ist (ist ja jetzt im Sommer ideal) aber kaum noch Verkehr, Auf keinen Fall im Feierabendverkehr anfangen zu üben. Dann üb Deinen Arbeitsweg, erst mit Beifahrer, wenn Du die Strecke dann gut kennst udn alle Ampeln und Verkehsrschilder versuch es alleine, auch erst mal wieder abends. Dasselbe mit dem Weg zur Tagesmutter.
          Das schlimmst bei Angsterkrankungen ist die Angst vor der Angst. Die lässt einen meist glauben, dass man viel mehr Angst hat wenn man die Angstsache macht als man dann bei der Ausführung tatsächlich hat. Ich habe mich viel mit dem Thema beschäftigt, da ich selber an einer Angststörung leide. Wenn ich lange wenig Auto gefahren bin krieg ich auch schon mal Panik, aber es hilft da einfach sich dessen bewußt zu sein, ruhig zu atmen und anzukämpfen. Im Notfall rechts ranfahren und Entspannungsübungen machen. So habe ich dei letzte Phase dieses Problems gut in den Griff bekommen, seitdem ist es beim Autofahren auch nicht mehr aufgetreten.


          Noch was Grundsätzliches: Autofahren lernt man nicht in der Fahrschule sondern erst in der Praxis.


          Viel Glück und immer positiv denken: Du schaffst das!!!!!!!!


          LG
          Morgaine

            noah_12558413

            Du hast Recht
            durch Praxis kann ich nur lernen meine Angst zu überwinden. Mein Freund ist auch so langsam mit seiner Geduld am Ende, was ich gut verstehen kann, denn immerhin steht das Auto vor der Tür und ich nutze es aber total selten. Vor allem haben wir jetzt einen neuen Kindersitz, der Kleine sitzt nun hinten und ist für mich als Fahrer dann nicht mehr so schnell zu erreichen/zu beruhigen. Wenn er also mal nörgelig ist beim Autofahren oder gar weint, dann stresst mich das noch mehr bzw. lenkt mich natürlich auch ab.


            Ich werde heute Abend nochmal Parken üben mit meinem Freund und die Strecke zur Arbeit nochmal abfahren. Ich ärgere mich so über mich selbst, das kann sich niemand vorstellen.


            Ich würde auch gerne folgenden Satz mal später sagen können (und es auch ernst meinen): Ich fahre gerne Auto.


            Danke für Deinen Beitrag!

            Oh,
            das macht mir Mut! Ich hätte gar nicht gedacht, dass es scheinbar doch recht viele von meiner Sorte gibt, die nochmal Stunden nehmen würden. Hätte eher vermutet, dass ein grinsender Fahrlehrer das Resultat wäre, wenn man sich trotz Führerscheins dort nochmal vorstellt. :roll:
            Das mit dem Psychologen klingt auch gut. Nur, dass ja dann wieder Leute MIT im Auto sitzen, dann kann ich ja komischerweise ohne Probleme fahren.


            Viel besser wäre es vermutlich, wenn ich jmd. hätte, der hinter mir herfährt und man per Kopfhöhrer miteinander vernetzt wäre (so wie beim Motorradführerschein). Denn meine Angst ist ja das Alleinefahren.

              loreto_12740097

              Frag doch mal
              bei ner Fahrschule, ob ein Fahrlehrer das machen würde. Die Technik für die Vernetzung müsste er ja haben und ist doch gar keine dumme Idee. Ein paar Übungsstunden so und Du hättest schon mal etwas mehr Praxis. Wenn Du mit Beifahrer gut fährst, dann ist das doch schon mal ein erster Schritt in die richtige Richtrung. Das heißt du kannst fahren, der Rest ist nur Kopfsache. Das ist zwar dummerweise imemr am schwersten zu überwinden, aber es ist zu schaffen.
              Und üb erst mal alleine Fahren ohen Kind. Ich fahr zur Zeit eigenlich echt routiniert ohen Probleme, aber wenn emien Tochter hinten erzählt bin ich auch schnell abgelenkt, schlimmer noch ist quengeln. Das ist in Deiner Situation erst mal nicht so günstig.


              Los: Geh Fahrschulen anrufen und mach nen Termin aus :mrgreen: .


              LG
              Morgaine

              Ach meno..
              ..tut mir echt leid, dass das für dich so schlimm ist.


              Mir fällt nur ein, dass es ja nötigerweise erst mal immer dieselbe Strecke ist, die du fahren musst und ich es mir gut vorstellen kann, dass du die ganz oft abfährst und dadurch hier Sicherheit entstehen kann. Vielleicht hast du ja auch ne Freundin, die mit nem 2ten Wagen hinterherfahren kann und via Handy dich ein paar mal "lotsen" kann?


              Alles andere musst du ja nicht fahren - vielleicht ist es auch eine Chance wieder selbstsicherer zu werden.


              Alles Liebe. Julia

              Ich fahre selbstverständlich immer mit Brille
              weil ich leicht kurzsichtig bin, allerdings kann es durchaus sein, dass die Augen im Laufe der Zeit schlechter geworden sind. Meine Brille ist 5 Jahre alt :-/ Daher gehe ich ja morgen zu einem Optiker, um genau das überprüfen zu lassen (hatte ich ja oben beschrieben...), denn ich bin mir ja selbst der Gefahr bewusst, wenn es wirklich "nur" an den Augen liegen sollte.

              :shock:
              Also das mit der Mutter kann durchaus sein! Meine Mutter hat keinen Führerschein und ist demnach noch nie in ihrem Leben Auto gefahren. Meine Eltern sind geschieden und ich habe die ersten 14 Jahre bei meiner Mutter und ihrem damaligen Mann gelebt (der auch keinen Führerschein hatte).
              Mit 14 bin ich dann zu meinen Großeltern gezogen, mein Vater bekam ENDLICH das Sorgerecht für mich. Das heißt, ich bin also in meiner Kindheit/Jugend auch nie groß mit dem Auto mitgefahren, hatte demnach kein Vorbild. Erst, als ich etwas älter wurde. Dazu kommt, dass mich ein Auto von seiner Beschaffenheit überhaupt nicht interessiert. Wenn ich die Motorhaube aufmachen würde, wäre das für mich einfach nur ein Haufen Technik unter nem Deckel, ich könnte Dir aber dazu nichts erklären. Ich könnte vermutlich noch nicht mal nen Reifen wechseln.


              Und Du hast Recht: Mein größter Stressfaktor ist, dass ich immer Angst habe, die Autos hinter mir könnten genervt sein, wenn ich nicht schnell genug anfahre, wenn ich nicht schnell genug die Spur wechsel oder nicht schnell genug einparke. Wenn ich zB auf einer viel befahrenen Straße rechts seitlich einparken muss und der Verkehr hinter mir muss deshalb warten (ich also auch noch Zuschauer habe), ist das am Schlimmsten für mich. Weil ich, wenn es nicht sofort klappt, natürlich auch jedes Klischee erfülle (Frau, blond, stellt sich auch noch unglaublich blöd an...).

              Stimmt
              Schocktherapien helfen nicht immer. Ich wurde damals in der Schule mal vom Lehrer genötigt, vom 5m-Brett zu springen. Beim Runterspringen sind meine Arme seitlich hochgeflogen und aufs Wasser geklatscht. Es tat unglaublich weh.
              Er meinte, ich könne meine Angst nur überwinden, indem ich direkt nochmal springe. Also musste ich vor der ganzen Klasse nochmal da hoch und hatte noch mehr Angst als beim ersten Sprung. Ich bin trotzdem gesprungen, aber geholfen hat es mir nicht. Das war nämlich das lezte Mal, dass ich überhaupt den 5m-Turm hochgeklettert bin, danach NIE WIEDER. Soviel dann zur Schocktherapie...

              Hey
              hab jetzt keine Antworten durchgelesen.Aber ich kenne dein Problem von einigen anderen,du bist also nicht alleine damit ;-)
              Ich würde dir dringend raten dich nochmal an eine gute Fahrschule zu wenden und dort nochmals ein paar Übungsstunden zu nehmen.
              Ausserdem würde ich mich an deiner Stelle ins Auto setzen und die Strecke die du demnächst zu fahren hast alleine abzufahren,immer wieder.
              Ich denke das schlimmste ist wenn man aus Angst garnicht mehr hihters Steuer setzt um so ängstlicher wird man und man "vergißt"sicher einiges.
              Wie gesagt ich kenne einige denen es so ging wie dir.


              Nur Mut!! :BIEN:


              LG

              Ich
              habe meinen Führerschein auch sehr spät gemacht und habe ihn nu n knappes Jahr... Bin auch nicht die versierteste Fahrerin einfach weil ich das Auto auch selten zur Verfügung hab.


              Allerdings hab ich anscheinend ne gesunde, arrogante Einstellung im Gegensatz zu dir^^ Mir ist es sch...egal ob ich an der Ampel mal die Karre absaufen lass, mal länger zum rückwärts einparken brauch o.ä.... dann dauerts halt und andere müssen mal n Minütchen länger warten, werden sie schon überleben :D


              Die Tipps abends mal n bißchen rumzufahren etc find ich gut, da sollteste nicht in stressige Situationen kommen und kannst dich ganz in Ruhe mit dem "Feind Auto" auseinandersetzen ohne auf viele andere Verkerhsteilnehmer achten zu müssen.


              LG
              Anja

                Mensch Mandel,
                Du solltest echt Motivator oder so was werden, Deine Worte tun richtig gut und ich werde sie mir Donnerstag früh, bevor ich losfahre, noch einmal durchlesen :BIEN:


                Und Du hast Recht: Ich hätte schon viel eher ins kalte Wasser geschmissen werden müssen, aber irgendwie haben sich die Umstände für mich immer so ergeben, dass ich es erst gar nicht musste. Selbst auf der Arbeit: Während es bei manchen Damen sogar dazu gehörte, mit der Karre vom Chef neue Winter- oder Sommerreifen in der Werkstatt montieren zu lassen, musste ich solche Dinge nie tun. Als es hieß, ich solle meinen Chef regelmäßig nach Luxenburg begleiten, war meine erste Angst "scheiße...ich muss mir nen Mietwagen nehmen und da irgendwie hinkommen...", aber mein Chef entschied kurzerhand, dass es günstiger für alle sei, wenn alle Sekretärinnen mit nem Fahrdienst zum Hotel und zum Lux-Büro hin und zurück chauffiert werden. Ich bin also immer wieder drum herum gekommen, ohne dabei vor meinen Arbeitskollegen oder vor meinem Chef mal in Verlegenheit geraten oder gar meine Schwäche zugeben zu müssen.


                Aber jetzt werde ich das Problem angehen müssen, alleine schon meinem Kind zuliebe. Ich bin eigentlich in allen Lebenslagen ein total perfektionistischer Mensch, daher regen mich meine Fehler und die daraus resultierenden Ängste beim Fahren auch so auf. Aber ich möchte auf keinen Fall, dass mein Sohn davon mal was mitbekommt. Klar, Schwächen sind menschlich, aber ich möchte auch nicht, dass ich meinem Sohn Angst vorlebe. Er wird immerhin in 4 Wochen mit im Auto sitzen.

                Genau
                und Leute wie Du schüchtern mich dann ein, weil sie hupend und wild gestikulierend hinter mir stehen :mrgreen:

                nea_12700961

                Stimmt,
                diese gesunde Arroganz, wie Du es nennst, sollte ich mir dringend aneignen. Ich bekomme nämlich schon einen hochroten Kopf, wenn mir am Berg an der Ampel der Wagen mal absäuft. Zum Glück passiert das nicht wirklich oft, aber wenn, dann zieht es mich unglaublich runter.


                Vielleicht sollte ich mir vor Augen halten, dass dies Dinge sind, die JEDEM mal passieren können, selbst nach 10 Jahren Fahrpraxis. Oder so...