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pallas_12922042

  • 17. Nov 2020
  • Beitritt 18. Aug 2010
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  • alex_12894862

    Ich bin da ganz klar bei dir Mitch!


    "leider kann ich mich da auch nicht entscheiden, weil schliesslich ist ja auch noch Liebe im spiel!!!"
    Wenn ich sowas lese... Ganz ehrlich?! Ich bin selbst Mutter einer 8-jährigen Tochter und wieder in einer neuen Beziehung. Mein Partner würde meine Tochter einmal anschreien und dann nie wieder! Entweder, weil er akzeptiert, dass ich auch diese Form der Gewalt nicht toleriere oder, weil ich mich getrennt habe, weil er diese Grenzen nicht akzeptiert. Das was er da betreibt, klingt für mich nach emotionaler Gewalt. Und das wäre für mich nicht tolerierbar! Deine Tochter klingt schon ganz eingeschüchtert und du merkst, dass sie traurig ist und sich zurück zieht. Und, dass ihr Selbstbewusstsein bereits einen ordentlich Knacks hat! Das kann im weiteren Verlauf fatale Folgen haben! Willst du das für deine Tochter?!


    Wie es dir da schwer fallen kann dich zu entscheiden ist mir schleierhaft! Das Wohlergehen meiner Tochter steht für mich über jedem Mann! Und das sollte bei dir als liebende Mutter nicht anders sein!


    Lass' nicht weiter zu, dass er die Grenzen deiner Tochter überschreitet und positioniere dich da klar und unmissverständlich. Das ist mein Rat an dich. Hat er da kein Einsehen solltest du dich ernsthaft fragen, ob er der richtige Mann an deiner Seite ist.

  • mara071234

    Hallo Mara, lieben Dank für deine Antwort!


    Danke auch für den wertvollen Tipp hinsichtlich Gedächtnisprotokoll!


    Ja, meine Tochter redet da auch ganz offen mit ihren Großeltern drüber. Auch seine Zieh-Eltern haben da bereits über die Jahre oft versucht dahingehend auf ihn einzuwirken und ihm vor Augen zu führen, dass er unserer Tochter mit seinem Verhalten schadet. Leider ohne Erfolg, er lässt sich von niemandem etwas sagen.


    Meine Tochter weiß nichts von dem Termin beim Jugendamt. Dieser Termin findet erstmal nur unter uns Eltern und einem Berater statt. Wenn möglich würde ich auch gerne vermeiden, dass sie da auch mit hingehen muss, denn die Situation ist ja so schon sehr belastend und ich möchte nicht, dass sie da in Loyalitätskonflikte verstrickt wird.

  • susana_22052116

    Hallo Regenbogen,


    schwierige Situation. Erst einmal finde ich es gut, dass dein Sohn sich dir gegenüber geöffnet hat und dir das anvertraut hat. Das spricht für eine - wie du auch selbst beschreibst - gute,vertrauensvolle Mutter-Sohn-Beziehung! Good job! :super: Wie sollst du am besten damit umgehen... Dass dich diese Offenbarung von deinem Sohn beschäftigt ist verständlich. Mir als Mutter würde das auch schwer auf dem Herzen liegen. Dein Sohn hat dir allerdings gesagt, dass er nicht möchte, dass sein Cousin da nun Schwierigkeiten bekommt. Dennoch finde ich sollte das auf jeden Fall thematisiert werden. Dein Sohn wird gerade mitten in der Pubertät sein, da kommt all das nun hoch, was er wahrscheinlich nun Jahre verdrängt hatte und jetzt im Alter von 13 Jahren merkt, dass daran was verkehrt war. Natürlich beschäftigt ihn das jetzt, wo er sich gerade auf dem Weg befindet seine Sexualität zu entdecken. Da stellt er sich natürlich auch die Frage, ob er denn nun homosexuell ist. Was das allerdings ganz und gar nicht zu bedeuten hat, trotzdem ist er nun verständlicherweise verwirrt. Ich denke, dass es ihm gut tun würde, wenn er da vielleicht nochmal mit einer Person vom Fach spricht, z.B. mit einem Kinder- und Jugendpsychologen, wenn es ihn zu sehr belastet. Auch würde ich an seiner Stelle, wenn es ihm hilft, das Gespräch suchen zu seinem Cousin. Vielleicht beschäftigt sich dieser auch damit und hat vielleicht sogar auch Schuldgefühle, weil er heute genau weiß, dass das übergriffig war. Im besten Falle denkt er so darüber.


    Ich selbst spreche aus eigener Erfahrung und weiß, wie sehr solche "Erkundungsspielchen" einem schwer auf der Seele liegen können. Ich habe mich mal in einer ähnlichen Situation befunden. Nur war ich damals erst zwischen 7-8 Jahre alt und meine Cousine 2 Jahre jünger. Ich bin leider in viel zu jungen Jahren mit pornographischem Material in Berührung gekommen, war dann neugierig und wollte das mit meiner Cousine ausprobieren. So haben wir auch aneinander rumgespielt. Als ich älter wurde begriff ich, dass das nicht richtig war und es geisterte mir immer wieder durch den Kopf. Heute bin ich eine Erwachsene Frau und habe mir dann ein Herz gefasst und meine Cousine vor 2 Jahren darauf angesprochen. Sie selbst konnte sich an nichts wirklich erinnern, sagte aber, dass wir damals doch noch Kinder waren und sie mich da in keiner Schuld sieht. Es wäre alles in Ordnung zwischen uns. Danach war ich sehr erleichtert und habe damit meinen Frieden machen können, weil ich weiß, dass es ihr gut geht und ich ihr damit keinen Schaden zugefügt habe.


    Was mich in eurem Fall stutzig macht ist, dass sein Cousin das in einem Alter mit ihm gemacht hat, wo er definitv genau hätte wissen müssen, dass das was er da mit seinem kleinen Cousin tut nicht richtig ist! Wenn du sagst, dass er recht eigenbrödlerisch war, dann hat er - wie es in dem Alter normal ist - seinen aufblühenden Sexualtrieb verspürt und deinen Sohn zur Befriedung missbraucht. Das war höchst übergriffig und absolut falsch!


    Solange dieses Thema nicht auf den Tisch gepackt wird, wird das sicher über die Jahre immer weiter in deinem Sohn arbeiten und ihn unter Umständen auch in seiner weiteren Entwicklung blockieren. Ich würde da nun aber nichts im Alleingang an deiner Stelle machen! Dein Sohn hat dir das im Vertrauen gesagt, vielleicht redest du einfach noch einmal in Ruhe mit ihm über die Gedanken, die dir dazu nun durch den Kopf gehen und ihr überlegt gemeinsam, was ihr tun könnt, um deinem Sohn dahingehend Erleichterung zu verschaffen.


    Alles Gute für Euch!


    Butterfly

  • Hallo an alle da draußen die meinen Beitrag lesen,


    ich hatte hier bereits schonmal geschrieben und mein Herz ausgeschüttet bezüglich der sich immer mehr zuspitzenden Situation zwischen meiner Tochter und ihrem Papa.


    Wir sind seit 4 Jahren getrennt und geschieden. Mein Ex-Mann ist mittlerweile wieder verheiratet und hat ein weiteres Kind bekommen. Unsere Tochter ist jedes 2. Wochenende bei ihnen.


    Seit längerer Zeit kommt es immer wieder vor, dass sie Phasen hat, wo sie nicht ins "Papa-Wochenende" gehen möchte. Ich habe ihr da in der Vergangenheit immer gut zugesprochen und versucht zu vermitteln. Ist dann auch doch immer ins Wochenende zu ihm gegangen, aber in letzter Zeit spitzt sich die Lage wieder zu. Der Grund warum sie dort nicht über´s Wochenende bleiben möchte ist, weil sie abends im Bett meist Bauchschmerzen bekommt. Es kommt auch vor, dass sie eine Art Schüttelfrost entwickelt oder das Gefühl hat ihr stecke was im Hals. In meinen Augen ganz klar psychosomatische Beschwerden. Natürlich fühle ich mich auch schlecht dabei, wenn ich weiß, dass es ihr nicht gut geht, aber sie doch jedes 2. Wochenende wieder hingehen muss.


    Auf die Frage, weshalb es ihr denn bei Papa nicht gut geht kommt die Antwort, dass sie das Gefühl habe sich dort verstellen zu müssen und, dass er wohl oft in ihrer Gegenwart spitze Bemerkungen über mich fallen lässt, mittlerweile wohl auch mit seiner Frau. Das Meiste was sie erzählt wird ins Lächerliche gezogen, dann fangen die beiden wohl an sich über das von ihr Gesagte lustig zu machen oder er wertet mich ab. Sie sagt, dass sie das Gefühl habe, dass er mich hasst. Es sagt viel aus, wenn sie das mit ihren 10 Jahren so auffasst und es tut mir so Leid für sie, dass er seinen offensichtlichen Groll gegen mich (nach all den Jahren, obwohl er mittlerweile selbst wieder verheiratet ist, ein Haus besitzt, nochmal Vater geworden ist etc.!) einfach vor ihr nicht im Griff hat. Es verletzt sie natürlich ungemein, aber sie traut sich auch nicht, ihm das so klar zu sagen, da Versuche in der Zukunft Dinge mit ihm zu klären seinen Unwillen und Ärger heraufbeschworen hat und dann traut sich ein Kind natürlich nicht mehr und frisst alles in sich rein. Daher kommen dann denke ich auch ihre Bauchschmerzen, wenn sie abends im Bett liegt und es ruhig um sie herum wird. Auch sagt sie, dass sie sehr wenig Zeit hätte mit ihm und dass sie das Gefühl hat das 5. Rad am Wagen zu sein. Mir tut das einfach im Herzen weh, aber ich komme da nicht an ihn ran. Was habe ich in den letzten Jahren für Versuche unternommen ihm vor Augen zu führen, was er ihr damit antut, es ist als würde ich gegen die Wand rennen. Er ignoriert mich mittlerweile komplett. Vielmehr habe ich das Gefühl, dass das die Situation nur verschlimmert.


    Da ich mir das aber auch nicht mehr weiter mit anschauen kann und will, habe ich nun das Jugendamt eingeschaltet. Wollte ich ungern, bereits letztes Jahr hatte ich mit ihnen Kontakt aufgenommen und dann wieder auf Eis gelegt, weil ich die Hoffnung hatte, dass sich die Dinge anfangen zu legen. Nun führt kein Weg mehr dran vorbei. Ich trage die Verantwortung für meine Tochter und will, dass es ihr gut geht, wenn sie die Wochenenden bei ihrem Papa verbringt! Es kann doch nicht so schwer sein, sich mal in Gegenwart des Kindes zurückzunehmen! Ich kann das einfach nicht begreifen...


    Ich hoffe sehr, dass das Beratungsgespräch beim Jugendamt was bringen wird, aber auf der anderen Seite graut es mir auch vor diesem Termin, denn ich trete ihm nicht gern gegenüber und weiß, wie gut er sich als treusorgender Vater in der Öffentlichkeit aufführen kann.


    Meine Frage: Hat hier jemand schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht, vielleicht auch mit einem Beratungsgespräch beim Jugendamt und kann mir ein paar Tipps/Ratschläge mit auf den Weg geben?


    Viele Grüße,


    butterfly

  • kimey_12840733

    Danke für deine Nachricht!


    Um deine Frage zu beantworten: Nein, ich war zu Beginn unserer Beziehung nie misstrauisch oder eifersüchtig. Ganz im Gegenteil. Er hat schon immer gern schönen Frauen hinterher gesehen und blöde Sprüche ausgetauscht wenn er mit seinen Jungs unterwegs war. Da wurde eben "geschmarrt" und das war vollkommen okay für mich, da ich selbst auch nicht blind bin für attraktive Menschen. Ich habe ihm zu 100% vertraut. Angefangen misstrauisch zu werden war, als er innerhalb unserer Beziehung noch bei einer Dateing App angemeldet war und als er bereits letztes Jahr diesen Kontakt hatte zu dieser besagten Frau. Er hätte sie damals wohl gelöscht gehabt, also den Kontakt. Aber er hatte ihren Chatverlauf noch archiviert und als er dann sein neues Handy bekam und sein messenger dort eingerichtet hat, hätte er wieder ihre Statusmeldungen gesehen...

    • Kurzes Update: Ich habe am Wochenende ein sehr intensives Gespräch geführt mit meinem Freund. War sehr emotional, viele Tränen sind geflossen und er kam endlich mal aus sich raus. Er zeigte mir die Tage, dass er nun tätig wird und hat sich sogar bei X*ng angemeldet. Möchte wohl nun aus seiner Komfortzone raus kommen, weil er gemerkt hat, dass bereits viel kaputt gegangen ist nachdem er nun seit über einem Jahr davon redet, aber keine Taten folgen lässt. Was mein Vertrauen in seine wirklichen Absichten bzgl. unserer Beziehung unterbewusst angefangen hat zu reduzieren...


      Er hat mir im Zuge dieses intensiven Gesprächs erzählt, dass seine Ex ihm damals auch schon vorgeworfen habe nicht aus dem Quark zu kommen. Sie wollte da wohl auch schon länger mit ihm eine eigene Wohnung kaufen. Als es dann nach Jahren endlich so weit war, hat sie die Beziehung beendet...


      Nach diesen sehr intensiven Gesprächen am Wochenende hatte ich das starke Gefühl, dass wir beide neuen Antrieb verspürt haben und wieder mehr Nähe möglich war. Und dann passierte gestern der Supergau-ich schickte mir in seinem Einverständnis ein Bild über WA und dabei stolperte ich über ein Chat mit einer Frau. Er schrieb ihr darin, dass er immer wieder an sie denken müsse und ob sie mal telefonieren wollen, was sie dann wohl auch getan haben. Seither hätten sie wieder keinen Kontakt. Das schlimme für mich ist, dass er mit dieser Frau bereits letzten Sommer geschrieben hat und genau gesehen hat, wie sehr mich das verletzt. Er hatte mir zugesagt, den Kontakt zu löschen und es zukünftig zu lassen. Am Anfang unserer Beziehung war er noch eine Weile bei Lovoo angemeldet...All so Sachen kommen nun hoch und ich fühle mich betrogen und tief verletzt. Ihm tat es schrecklich Leid. Er weinte und war selbst ehrlich betroffen, das habe ich gespürt. Aber trotzdem, ich fühle mich seither mies, kränklich und möchte mich am liebsten verkriechen... Ich weiß einfach nicht, was ich darüber denken soll... Mein Herz tut weh und mein Bauch ist wie zu... :cry:

    • pi-choo

      Hallo Pi,


      danke für deine Nachricht!


      Ja, ich denke auch, dass es darauf hinauslaufen wird. Irgendwann wird er bei einem Arzt vorstellig werden müssen...


      Und zu deiner Auffassung bzgl. meiner geschriebenen Worte- ich denke du hast Recht. Wobei mich dieser Gedanke auch sehr traurig stimmt. Er ist ein toller Mann und absolut liebenswürdig im Umgang mit meiner Tochter. Ich habe immer gesagt, dass ich nie wieder so jemanden wie ihn finde, der so ein Händchen hat für meine Tochter. Es würde ihr das Herz brechen und ihm auch...:cry:


      Grüße dich zurück,


      butterfly

    • adele123456789

      Eben, genau das wünsche ich mir seit einem Jahr von ihm. Aber nichts passiert. Er hatte letztes Jahr mal die Anwandlung und hat eine Bewerbung geschrieben. Einfach um zu sehen, ob er das noch kann nach all den Jahren. Hat er super gelöst, nur eben nichts weiter damit angefangen... Und auf dem Jobmarkt schaut er sich auch nicht um. Er überlegt auch schon seit längerem, ob er nicht ganz die Branche wechselt. Sein Job macht ihm generell nach all den vielen Jahren keinen Spaß mehr und stresst ihn mittlerweile über die Maße...


      Ich hatte ihm Anfang des Jahres gesagt, dass ich mir wünsche, dass wir nächtes Jahr endlich den nächsten Schritt gehen in unserer Beziehung. Er sagt, das würde er auch wollen. Er sagt generell sehr viel, aber nichts kommt dabei heraus. Es ist mittlerweile so, dass ich mich frage, ob er überhaupt wirklich zu uns ziehen möchte... Er liebt die Stadt in der er lebt... Aber das habe ich auch schonmal angesprochen. Klar, würde er seine Stadt lieben, aber für uns würde er her ziehen, zumindest übergangsweise mit mir, bis meine Tochter etwas älter ist. Ich bin mittlerweile an dem Punkt, dass ich immer weniger daran glaube, dass wir nächstes Jahr zusammen ziehen werden...


      Und noch zu deiner Frage im letzten Absatz. Er ist sehr gewissenhaft und leistet in der Firma viel. Krank ist er auch nie. Macht Überstunden ohne Ende. Antriebslos habe ich ihn nicht kennengelernt. Aber er ist prinzipiell eher negativ eingestellt und unvorhersehbare Dinge die über ihn herein brechen, verunsichern ihn sehr und bringen ihn direkt ins Schwanken. Eine Art mit der ich schwer zurecht komme, da ich eher optimistisch bin und er mich mit seiner Art oftmals runterzieht...

    • Hallo ihr da draußen,


      mir liegt da was auf dem Herzen, was ich gerne hier in diesem anonymen Rahmen thematisieren möchte. Ich freue mich über alle konstruktiven Ratschläge/Meinungsäußerungen!


      Es geht um Folgendes: Ich führe seit nunmehr 2 1/2 Jahren eine Fernbeziehung (120 km) mit einem sehr lieben Mann. Wir waren beide nie der Typ Mensch für eine Fernbeziehung, aber wo die Liebe eben hinführt... Wir haben es dann drauf ankommen lassen und dabei doch recht zeitig festgestellt, dass die Fernbeziehung uns in unserer damaligen Situation doch gut getan hat. Ich bin alleinerziehende Mutter einer 8-Jährigen und unter der Woche bin ich mit arbeiten gehen, Haushalt, Termine etc. doch recht eingespannt. Da bin ich dann abends froh, wenn ich endlich auf meine Couch komme und endlich Ruhe um mich herum einkehrt. Mein Freund hat dies genauso empfunden. Doch seit ca. einem dreiviertel Jahr, hat sich das Ganze gewandelt. Wir haben beschlossen, dass so gut die Fernbeziehung anfänglich für uns war, wir nun doch den nächsten Schritt zusammen wagen wollen und zusammen ziehen wollen. Die gemeinsame Entscheidung ist aufgrund verschiedener Faktoren schon auf meinen Wohnort gefallen. Er selbst strebt schon seit einigen Jahren eine berufliche Veränderung an, ich habe seit 2 Jahren einen sehr guten Arbeitsplatz mit Zukunftsperspektive. Nun zu folgendem Problem:


      Ich habe ihn kennengelernt, da war er schon beruflich sehr unglücklich, was sich auch darin zeigte, dass er sehr klammerte und von mir erwartete, dass ich ihm die Erholungsphasen am Wochenende biete. Wollte ich bereits sonntags nach Hause fahren kamen Sätze wie "ach, bitte blieb noch eine Nacht, mir geht es immer viel besser, wenn du da bist und dann muss ich noch nicht an die Arbeit denken". Oftmals habe ich mich dann doch umentschieden und bin dann eben noch geblieben, auch wenn es am nächsten Morgen Stress für mich bedeutete. Dazu kam noch, dass er dadurch bereits Schlafstörungen hatte und wenn er nachts wach wurde, mich dann mit wach gemacht hat, damit er nicht alleine "leidet". Das hat sich aber mittlerweile geändert, weil ich es frühzeitig angesprochen habe, dass das so nicht geht.


      Nun sind 2 1/2 Jahre vergangen und in dieser Zeit hat er rein gar keinen Versuch unternommen, aus dieser für ihn so belastenden Situation rauszukommen. Dazu kommt noch, dass er anfänglich sagte, dass er selbst mit 40 gerne Vater wäre und auch heiraten wollen würde. Nun ist sein jüngerer Bruder mittlerweile verheiratet und sie erwarten ein Kind. Er freut sich für sie, aber man merkt, dass ihm das auch einen Stich versetzt. Er selbst sagt, dass er das Gefühl habe, dass er gerade selbst nicht weiter kommt, auf der Stelle tritt. Ich habe das erste Jahr viel Verständnis gezeigt für seine Situation. Ich bin selbst ein sehr sicherheitsliebender Mensch und weiß selbst, wie schwer es ist, wenn man so gestrickt ist, sich aus seiner Komfortzone zu bewegen... ABER ich habe mich selbst in den letzten Jahren weiterentwickelt und Dinge in meinem Leben gewagt, die ich mich vor einigen Jahren niemals getraut hätte. Mit dem Ergebnis, dass es mir jetzt in vielerlei Hinsicht besser geht. Ich weiß selbst, dass man da nur selbst raus kommt und deshalb bin ich auch mittlerweile an einem Punkt, wo ich verzweifle. Denn ich befürchte so langsam, dass er da nicht in die Pötte kommt und noch länger drin verweilt. Was auch bedeutet, dass unsere Entwicklung innerhalb der Beziehung nun schon seit einer Weile stagniert. Und das wirkt sich mittlerweile auch auf viele Dinge aus. Ich habe mittlerweile nicht mehr bloß Verständnis, sondern sage ihm auch ganz klar, dass wenn er unglücklich ist und eine Veränderung wünscht, dass nur er es ändern und angehen kann. Und, dass ich diesen Zustand so auch nicht mehr ewig gewillt bin mitzutragen. Denn er bremst uns damit auch aus und ich verliere immer mehr das Vertrauen darin, dass wir nächtes Jahr endlich zusammen leben werden. Er selbst sagt, dass er es weiß, dass er da was ändern muss, endlich tätig werden muss, aber es passiert nichts. Er informiert sich noch nicht einmal, was er denn überhaupt für Möglichkeiten hat. Und ich merke einfach, dass mich das immer mehr belastet und mich auch irgendwo "abturnt". Unser Sexleben ist in den letzten Monaten ziemlich eingeschlafen und das, obwohl wir uns nur jedes Wochenende sehen. Mir fehlt gerade einfach eine gewisse "Männlichkeit" und ein "Dinge in die Hand nehmen". Stattdessen wird er immer depressiver, schläft wochenends sehr viel, die Schlafprobleme werden immer schlimmer und mittlerweile wirkt sich der ganze Stress auch schon körperlich aus, er hat ständig Magenprobleme und Kopfschmerzen. Ich frage mich, wie das weitergehen soll und merke einfach, dass das auch mittlerweile viel macht mit meiner Gefühlswelt....


      Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn mir jemand einen Ratschlag geben könnte, oder einfach mal seine neutrale Einschätzung dazu kund tut.


      Lieben Dank im Voraus!


      Butterfly

      • karin68

        Karin, ich danke dir für deine Nachricht und, dass du deine Erfahrungen mit mir geteilt hast!

      • Worauf wartet er denn? Das die nächste Frau kommt, die seine Tochter vergrault? Oder, das seine Tochter urplötzlich kein Problem damit hat, wenn der Papa eine neue Lebensgefährtin hat? Es wäre mal interessant mehr über das Verhältnis zwischen Papa und Tochter zu erfahren, um sich da besser ein Bild machen zu können. Hatte er vor eurer Beziehung schon eine neue Partnerin, oder ist er noch gar nicht lange von der Kindsmutter getrennt gewesen?


        Es klingt auf jeden Fall sehr dramatisch, dass zwei Menschen die sich lieben nun getrennte Wege gehen, weil die Tochter mit eurer Beziehung nicht klar kam. Wobei mir auch da weitere Informationen fehlen...


        Ich verstehe es als Mutter ja selbst, dass man sich wünscht, dass das Verhältnis zum Kind und dem neuen Partner stimmig ist. Aber du hast deiner Erzählung nach nun ja wirklich viel unternommen, um dich ihr anzunähern und Freundschaft zu schließen. Klingt für mich also so, als wäre die Tochter diejenige gewesen, die eure Beziehung boykottiert hat. Warum? Dieser Frage würde ich als Vater mal nachgehen, bevor ich weiter nach einer potentiellen Neuen von vorne beginne und am Ende vielleicht wieder an dem Punkt bin. Zumal er ja auch jetzt eine Frau hat gehen lassen, die er wohl sehr geliebt hat...

      • Hi,


        also mir letzten Endes hast du schon das getan, was im Rahmen deiner Möglichkeiten ist. Du hast ihr angeboten es langsamer angehen zu lassen, bist anscheinend einfühlsam mit ihr umgegangen und nun ist es an ihr. Immerhin ist die diejenige mit der Blockade, nicht du. Du kannst ihre Blockade nicht lösen.


        Daher mein Tipp: Halte dich - auch wenn es sehr schwer fällt - etwas zurück. Sie weiß denke wie du zu ihr stehst und, dass du die Beziehung mit ihr möchtest. Jetzt ist es an ihr auf dich zuzukommen, oder sich selbst erstmal klar zu werden, was sie denn eigentlich will.

      • Hallo du,


        mein erster Tipp an dich: Setz dich doch bitte selbst nicht so unter Druck! Du bist doch kein Unmensch, nur weil du feststellst, dass deine Gefühle deinem Partner gegenüber sich verändert haben! Dennoch verstehe ich dich. Du scheinst ein Mensch zu sein, der sich auch Gedanken über seine Mitmenschen und deren Gefühlslage macht, das ehrt dich und ist ein schöner Charakterzug von dir, allerdings kann das, zu stark ausgeprägt, eben auch zu solchen Schuldgefühlen führen und, dass man sich total fertig macht.


        Ihr seid beide noch so jung und absolut nachvollziehbar und nicht ungewöhnlich, dass du dich noch nach anderen Erfahrungen sehnst und nicht gleich von Kind/Haus/Familie träumst.
        Natürlich fühlt man sich bei diesen Gefühlen und Gedanken die sich da auftun nicht wohl, gerade, wenn man so einen lieben Partner an seiner Seite hat. Aber anscheinend fehlt dir neben dem "lieb sein" noch was anderes. Du schreibst, dass er sich noch sehr kindlich verhält und betonst, dass du maskuline Männer anziehend findest. Das ist doch vollkommen in Ordnung, zeigt dir aber auf, dass dir anscheinend etwas fehlt in eurer Beziehung.


        Nun musst du dich fragen, wie entscheidend diese Faktoren für dich sind. Ob du dir vorstellen kannst, all das mit deinem jetzigen Freund zu verwirklich, von dem er mit dir träumt. Und wenn du in dich rein horchst, wirst du die Antwort auch finden.


        Mit jemandem zusammen bleiben, nur weil er "so lieb" ist und man seine Gefühle nicht verletzen will, ist auch keine langfristige Option. Damit tust du euch beiden noch viel mehr Unrecht auf lange Sicht.


        Ich wünsche dir Mut zur Ehrlichkeit mit dir selbst!


        Butterfly

      • Hi Pluma,


        deine Freundin scheint die Symptomatik des Erbrechens in den Griff bekommen zu haben, aber Magersucht ist ja sehr facettenreich...


        Nun scheint sie deiner Erzählung nach die Extreme im Sport zu suchen, beim Verreisen, Ausgehen. Sie sucht anscheinend die Zerstreuung und die völlige Verausgabung. Es wirkt als würde sie ihre Grenzen übergehen (Sport trotz Schmerzen). Oftmals ist Magersucht auch nicht das komplette Krankheitsbild. Oftmals resultiert Magersucht aus einer narzisstischen Struktur heraus. Es muss ja einen Grund für diese Magersucht geben... Bei Frauen zeigt sich diese oftmals anders, als bei Männer. Wenn du mehr darüber wissen willst, kannst du ja mal unter "weiblicher Narzissmus" googeln, ich kann dir Bücher oder Interviews von Bärbel Wardetzki wärmstens empfehlen. Natürlich möchte ich damit nicht sagen, dass das auf deine Freundin zutrifft, das könnte nur jemand vom Fach beurteilen.


        Dass du mit der Wesensveränderung deiner Freundin überfordert bist und sie nicht wirklich zuzuordnen weißt, glaube ich dir. Vielleicht solltest du dich darüber mal in Ruhe mit ihr unterhalten. Sie scheint dir ja schon was zu bedeuten, weshalb ich nicht direkt den Kontakt abbrechen würde, ohne vorher das Gespräch zu ihr gesucht zu haben.


        Alles Gute!


        Butterfly

      • avarrassterne3

        Sie gibt ihr Hilfestellung dabei mit ihren Gefühlen umzugehen und ermutigt sie dazu, das Gespräch mit ihm zu suchen und ihre Grenzen aufzuzeigen. Außerdem hat sie angeboten, dass er mal mit ihr zu einer Sitzung geht.

        • babette

          Das Ganze ist ja kein "Familienproblem", vielmehr ein Problem meiner Tochter mit ihrem Vater. Zwischen denen beiden müsste vermittelt werden.

        • avarrassterne3

          Ja, sie weiß Bescheid. Nun ging es aber mal wieder eine Weile gut und deshalb haben wir dieses Thema die letzten Sitzungen nicht mehr besprochen. Werden wir wohl wieder thematisieren müssen...
          Ich befürchte wir werden immer wieder an diesen Punkt kommen, bis sie irgendwann gar nicht mehr hin möchte und alles gut zureden von mir auch nichts mehr nützt. Solange er stoisch seinen Kurs fährt, wird sich an ihrem Verhältnis nichts zum Guten hin ändern.

          • avarrassterne3

            Danke auch für deine Antwort. Guter und sinnvoller Vorschlag, allerdings habe ich das die letzten Jahren schon so oft versucht. Mit keinem zufriedenstellenden Ergebnis für unsere Tochter. Er macht prinzipiell - so scheint es - wenn ich mich an ihn wende, dicht. Selbst seine Eltern erreichen nichts. Er wird immer sofort ärgerlich und weist alles von sich. Von meiner Seite aus habe ich da wirklich alles versucht. Er nimmt mich nicht für voll und das schlimmste - seine Tochter auch nicht.

          • elya_21339355

            Meine Tochter geht seit einem Jahr bereits zu einer Kinderpsychologin. Ich habe das unterstützend vor einem Jahr veranlasst und es tut ihr sehr gut. Er selbst hat schon diverse Male angekündigt, dass er mal mit ihr hingeht, was er bis jetzt leider noch nicht in die Tat umgesetzt hat.

            • Hallo an alle Leser/innen,


              ich wende mich heute an euch, weil ich Rat suche und einfach nicht mehr weiter weiß.


              Es geht um meine Tochter, 10 Jahre alt. Ihr Vater und ich leben getrennt, er ist wieder neu verheiratet und auch wieder Vater geworden. Meine Tochter geht jedes 2. Wochenende komplett zu ihm und die Ferien teilen wir uns auf. Das Verhältnis zwischen mir und meinem Ex-Mann ist sehr unterkühlt und wir kommunizieren nur noch unsere Elternrolle betreffend miteinander. Vor unserer Tochter tragen wir keine Streitigkeiten aus, sie weiß aber natürlich schon, dass unser Verhältnis zueinander nicht von Freundschaft geprägt ist. Ich selbst rede vor ihr nicht schlecht über ihren Vater, weiß ich doch aus eigener Erfahrung, wie schmerzhaft es ist, wenn Eltern ihre Kinder da mit reinziehen. Es fällt mir nicht immer leicht, aber ich würde mir lieber auf die Zunge beißen, als vor ihr über ihn herzuziehen. Was er leider nicht hinbekommt. Er schafft es einfach nicht, seine Abneigung mir gegenüber, von ihr fernzuhalten. Soviel erstmal zu den Rahmenbedingungen.


              Jetzt geht es um folgendes Problem: Meine Tochter hat seit ca. 2 Jahren immer wieder mal Anwandlungen, dass sie nicht ins Papa-Wochenende möchte. Ich habe in dieser Zeit immer versucht zu vermitteln zu ihrem Wohle und weil mir auch all die Jahre immer sehr daran gelegen war, dass sie trotz Trennung ein gutes Verhältnis zu ihrem Papa behält. Sie ist dann letzten Endes doch immer ins Papa-Wochenende gegangen. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass sich die Lage immer mehr zuspitzt. Zudem bin ich mittlerweile mit meinem Latein am Ende! Mittlerweile fühlt sie sich von mir auch verraten, wenn ich sie dazu "zwinge" Wochenends zu ihm zu gehen. Außerdem gehen mir auch die Argumente aus. Denn ich verstehe sie durchaus, was ich ihr auch immer sage. Aber es macht mich so traurig für sie, dass das Verhältnis zu ihrem Papa immer mehr den Bach runter geht und auch wütend auf ihn!


              Das Problem der beiden besteht darin, dass die Kommunikation gestört ist. Sie getraut sich nicht ihm zu sagen, was sie fühlt und offen mit ihm Problempunkte anzusprechen, weil sie seine Reaktion fürchtet. Die Vergangenheit hat ihr leider auch immer gezeigt, dass Papa in der Regel komplett abblockt, wenn sowas mal auf den Tisch kommt und entweder auf "ich bin ja so traurig" macht oder aber ärgerlich wird und ihre Gefühle abtut. Das tut ihr immer sehr weh verständlicherweise, was nun dazu führt, dass sie sich gar nicht mehr getraut Themen anzusprechen. Dabei wäre es so wichtig! Sie selbst sagt, dass sie sich bei ihm nicht mehr wohl fühlt, dass sie sich benutzt fühlt (wird wohl immer dazu verdonnert sich mit ihrem Stiefbruder zu beschäftigen, sollen den Erwachsenen immer aus den Füßen gehen, einiges mit im Haushalt erledigen), nicht ernst genommen fühlt (sagt sie was ist sie "eine Prinzessin" oder ein "faules Früchtchen", um nur ein paar Beispiele zu nennen). Außerdem fehlt ihr die qualitative Zeit, einfach nur mal mit ihrem Papa und auch gerne mal bei einer Unternehmung, die ihr Freude macht ("immer machen wir nur das, was Papa will"). Dazu kommt noch, dass er es wohl gar nicht schafft seine Abneigung mir gegenüber vor ihr im Griff zu haben. Es verletzt sie immer sehr, wenn sie vor ihm nicht offen über unsere Wochenenden reden kann, wenn er die Augen verdreht, wenn sie dann doch mal was erzählt oder sich einfach nur teilnahmslos oder missbilligend in diesem Momenten verhält. Sie konnte sich auch schon anhören, dass sie doch bitte nicht immer soviel über mich erzählen soll, das wäre doch seiner neuen Frau gegenüber nicht angebracht. Solche Dinge darf sie sich in ihrem Alter von ihrem Vater anhören! Und ich denke nicht, dass hier seine neue Frau das Problem ist! Zwischen ihnen (neue Frau, Stiefsohn) läuft es im großen und ganzen recht gut, die üblichen Streitigkeiten mal ausgelassen.


              All das führt einfach immer mehr dazu, dass sie sich von ihm distanziert und mittlerweile schon Bauchschmerzen und Beklemmungen bekommt, wenn die Papa-Wochenenden wieder vor der Tür stehen. Das tut mir immer so im Herzen weh für meine Tochter und macht mich so wütend auf ihn! Aber alles was ich sage scheint an ihm abzuprallen und ist ja eh immer an den Haaren herbei gezogen und entspringt nicht unserer Tochter, sondern mir! Für alles sind andere verantwortlich, nur er nicht.


              Ich weiß einfach nicht mehr weiter, sehe nur, dass meine Tochter leidet und kann und will das so auch nicht mehr hinnehmen. Nur was kann ich noch tun? Alles läuft ins Leere und es kostet uns einfach soviel Kraft... Über Rat oder Anregungen wäre ich dankbar!