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esa_18449245

  • 18. Nov 2019
  • Beitritt 9. Juli 2019
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  • keddy_12910390

    Ich denke nicht dass das Problem ein anderer Mann (Vorgesetzter oder wer auch immer) ist. Den Kontakt hat sie abgebrochen, ich vertraue ihr da wenn sie mir das zugesagt hat.

  • Hallo zusammen,


    meine Frau und ich sind seit fast 11 Jahren zusammen, davon am 11.11. 8 Jahre verheiratet. Wir haben zwei Töchter (8 und 6). Anfang des Jahres sind wir in unser Eigenheim gezogen und da fing eigentlich das Übel mehr oder weniger an, weil ich vorher wegen des Hausbaus leider relativ wenig Zeit für meine Frau und die Kinder hatte. Und zwar habe ich nach dem Umzug bemerkt, dass meine Frau sich emotional und auf körperlich von mir distanziert hat. Sie verbrachte viel Zeit am Handy und chattete mit Arbeitkollegen und u.a. auch ihrem Vorgesetzen, was sie mir erst verheimlichte. Da ich dies aber für mich immer mehr als störemd empfand, die Distanz zu mir immer größer wurde, setzte ich meine Frau Mitte August vor die Wahl, entweder sie beendet den außergschäftlichen Kontakt zu ihrem Vorgesetzten oder sie muss ihre Sachen packen und gehen. Meine Frau sagte, sie habe ihre eigene Krise, wusste zu dem Zeitpunkt nicht, ob sie mich noch liebt usw. Sie entschied sich aber bewusst für uns als Familie und blieb. Den Kontakt hat zu dem Vorgesetzen hat sie auch abgebrochen, das war Mitte August. Ich dachte eigentlich, die Störfeuer wären beseitigt und wir können uns langsam wieder annähern. Aber seitdem wird es eher nur noch schlimmer. Meine Frau geht total auf Distanz, ist immer stark gereizt und "explodiert" sehr schnell auch den Kindern gegenüber. Emotionen kann sie schon lange keine mehr zeigen. Reden will sie auch nicht, jeder Versuch ein Gespräch zu beginnen scheitert, sobald um unsere "Ehe/Beziehung" geht bzw. sie merkt, dass es unangenehm für sie werden können. Dann blockt sie sofort. Im Grunde leben wir wie in einer WG zuhause, keine Zuneigungen, keine Annäherungen ... nichts. Ich zerbreche daran, auch meine Kinder erkennen ihre Mama nicht mehr wieder. Meine Frau hat sich in den letzten Monaten, hauptsächlich auch bedingt durch ihren stressigen Job, zu einer gefühlskalten, emotionslosen Maschine entwickelt. An den Wochenenden will sie meist einfach nur ihre Ruhe haben, am besten ohne lärmende Kinder. Sie macht prinzipiell einen genervten und unglücklichen Eindruck. Meine Sorge/Vermutung ist, dass sie nervlich sowas von auf dem Zahnfleisch geht und psychisch in Richtung Depression/Burnout tendiert (erblich vorbelastet) und ihre Liebsten deshalb so emotionslos und gefühlskalt behandelt. Ich habe mich mal intensiver mit der Materie befasst und könnte mir schon vorstellen, dass sie immer mehr in diesen Strudel schlittert ohne es selbst zu merken bzw. es sich selbst einzugestehen. Aber da sie mich (uns) an ihrer Gefühlswelt nicht teilhaben lässt, da sie nicht redet, kann ich auch nur rätseln und mir den Kopf zerbrechen, ist es eine pychische Sache oder sie plötzlich die Schnauze voll von ihrem Leben mit Kindern, Mann und Haus (was sie sich eigentlich immer gewünscht hat) und will am liebsten ausbrechen. Und das ist verdammt hart für mich und auch die Mädels. Die Mädels wünschen sich ihre "alte" liebevolle Mama, die Zeit mit ihnen verbringt und ich meine "alte" Frau, die Zuneigung zulässt und auch gibt und Emotionen zeigt und zulässt.


    Ich bin langsam wirklich mit meinem Latein am Ende. Wie kann ich ihr helfen??? Da sie sich ja auch niemanden anvertraut, ist es echt schwierig irgendetwas über ihre Gefühllage zu erfahren bzw. ist da niemand, der ihr ins Gewissen reden kann sich Hilfe zu suchen bzw. sie dazu bewegen kann endlich zu reden was sie so unglücklich macht.

    • Hallo zusammen,
      ich 40 und meine Frau (34) sind seit 10,5 Jahren ein Paar und seit fast 8 Jahren davon verheiratet. Ich war damals in einer langjährigen Beziehung, sogar schon verlobt, und habe mich Hals über Kopf in meine heutige Frau verliebt und alles stehen und liegen gelassen. Wir haben relativ schnell gemerkt, dass wir füreinander bestimmt sind und planten Kinder. Nach zwei Fehlgeburten kam dann 2011 unsere erste Tochter zur Welt. Wir beide waren Eltern durch und durch und Anfang 2013 kam ungeplant unser kleiner „Lusttropfen“ zur Welt. Die Kleine war in den ersten Monaten ein Schreikind, was nachts viel Nerven gekostet und das Eltern sein und die Beziehung nervlichgewaltig auf die Probe gestellt hat. Damals dachte ich daran (im stillen für mich) zu gehen, weil meine Frau ziemlich extrem gereizt und launisch mir gegenüber war, wir uns öfter gestritten haben, dabei habe ich meistens nachts das kleine Bündel auf dem Arm durch Wohnung getragen. Aber ich dachte mir ich kann doch meine Familie und meine Frau, nicht im Stich lassen. 2015 dann ist plötzlich und unverhofft mein Vater gestorben, was die Familie natürlich auch geschockt hat, mich natürlich besonders. Aber groß Zeit zum trauern und zur Verarbeitung blieb nicht. 2017 dann begann unser Projekt Hausbau, was sehr viel Zeit, Kraft und Entbehrung in Anspruch nahm, da ich den Innenausbau komplett allein übernehmen musste sonst hätten das Finanziell nicht stemmen können.
      Meine Frau hat dann auch noch einen neuen Job angetreten, in einem Zentrallager von Aldi. Ein körperlicher Job und große Umstellung zu früher. Und mit dem Hausbau und dem Jobwechsel meiner Frau, schlich sich so langsam ein gewisser Trott und bei ihr eine gewisse Unzufriedenheit ein. Wir waren bis heute all die Jahre immer nur Eltern durch und durch. Als Paar haben wir eigentlich kaum etwas unternommen, die Bedürfnisse wurden immer für die Kinder und Hausbau hinten angestellt. Bei meiner Frau muss sich wohl seitdem schon immer wieder mal Unzufriedenheit breit gemacht haben und sie würde irgendwie unglücklich. Sie hat sich mir gegenüber aber nie geäußert und anvertraut. Mit Beginn diesen Jahres sind wir dann ins Haus eingezogen. Und seitdem nimmt das Unheil seinen Lauf. Meine Frau wendet sich immer mehr von mir ab, Nähe, Zuneigung, kleine Berührungen werden abgelehnt. Ich habe dann zu Fasching zufällig mitbekommen, dass sie ausserbetrieichen Kontakt zu ihrem Vorsetzten pflegt. Als ich sie darauf ansprach, hat sie mich angelogen und sagte, das ist nur für den Fall dass es kurzfristige Änderungen der Arbeitszeit etc gibt. Naja aber ich habe dann festgestellt, dass es das eben nicht ist und der Kontakt intensiviert wurde, was für mich prinzipiell kein Problem darstellt. Da sie sich aber immer mehr abwendete war es für mich nicht ok, und so entwickelt seither eine innerlich Unruhe bei mir weil ich merke, meine Frau verändert sich und wendet sich immer mehr ab, aber ich kann nix tun. Jedes Gespräch was versucht habe zu führen endete im Streit. Als sie dann von heute auf morgen „befördert“ wurde, war der absolute Knackpunkt bisher. Seitdem kommen Sachen in ihr durch, wo ich mir denke, was ist mit diese Frau passiert. Wird die mental so manipuliert von dem Typen, dass ihr alles andere egal ist. Sie möchte jetzt von heute auf morgen ihr Leben so nicht mehr leben, sondern Freiraum, glücklich sein, glücklich leben, Leute treffen ... aber nicht mit mir. In unserem Haus fühlt sie sich nicht wohl. Der “Vorgesetzte“ hat Mental mehr Zugriff auf sie, was er mir in einem Telefonat auch genauso zugegeben hat, was für mich natürlich ein Schlag ins Gesicht darstellt. Ich liebe meine Frau über alles, genauso wie meine Kinder. Ich kann ihre Denke natürlich schon verstehen, aber ich habe schließlich auch genauso jahrelang zurückgesteckt, war nur Vater und als Ehepartner haben wir es leider beide verpasst, in uns zu investieren. Und da finde ich es jetzt schon verdammt egoistisch zu sagen, ich will das nicht mehr und will ausbrechen aus allem. Und das nur weil irgend so ein notgeiler Bock ihr da permanent Flöhe ins Ohr setzt, die sie wohl hören will und beeindrucken (Freiraum, Freiheit, Party etc alles super toll), nur weil er daheim (2 Kinder und Frau) selbst Stress hat, weil seine Frau auch nicht begeistert über die “Freundschaft” zu meiner Frau.
      Fakt ist: Ich stecke grad in einem tiefen mentalen und körperlichen Loch. Auf der einen Seite sind meine Kinder, die leider das ein oder andere Streitgespräch mitbekommen haben. Auf der anderen Seite die erste große Krise unser Ehe. Aber ich sage mir, Krisen sind dazu da um bewältigt zu werden. Ich bin dazu bereit, bei meiner Frau vermisse ich diese Bereitschaft leider aktuell. Sie hat ja diese Sinnkrise angezettelt und stellt alles in Frage. Nur ich denke halt, wegen sowas muss man nicht alles in Frage stellen. Bisher lehnt sie rigoros ab externe Hilfe (Eheberatung zb) in Anspruch zu nehmen.


      Was würdet ihr in so einer Situation machen? Welche Tipps habt ihr für mich?
      Ich habe von Freunden/Bekannten schon den ein oder anderen Ansatz bekommen. Der einstimmige Tenor war, Ruhe bewahren und abwarten,
      es liegt ja nicht in meiner Hand. Sie muss klar werden und entscheiden.

      • sxren_18247537 und ninja_18271834 haben auf diesen Beitrag geantwortet.
      • Ups, ich hatte gerade diese Geschichte in einer weiteren fortgeschrittenen Version von Dir gelesen. Offensichtlich hat sich bei Euch seit dem Sommer nichts geändert! Ich glaube, Deine Frau fühlt sich als Opfer in der Falle( Haus und Kinder) , will im Grunde als Frau erkannt und anerkannt sein und nicht nur Mutter und Putze. Für sie ist das nicht ihr Leben und nur eine Art Schicksal, dessen Anehmlichkeiten sie aber nicht missen möchte. Duuuu müsstest eine Entscheidung treffen. Sie verhält sich ja unverändert und gibt Dir mental die Schuld, dass sie so leiden muss. Auch wenn's schwer fällt, so bleiben kann das nicht und schweigend und bibbernd abwarten bringt auch nichts. Übrigens gehen Eure Kinder auch mal eigene Wege und dann? Ach ja, Haus und Garten sind in der Jugend Lust, im Alter Last! Man darf nicht vergessen zu Leben- das ist mit Sicherheit kein Floh im Ohr!