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emer_11898783

  • 1. Dez 2006
  • Beitritt 25. Nov 2006
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  • ..
    Hallo Anja,
    also erstmal, ich versteh nicht ganz warum dir/euch das so peinlich ist.. aber nun gut. Ich finde das klingt doch alles sehr nach Schlafwandeln. Versucht euer Glück doch mal in einer Schlafklinik, da kennt man sich ganz bestimmt aus.


    LG,
    Freeminder

  • fritz_12350752

    Liebe/r Remu
    Ich musste viel leiden bis ich folgendes verstanden habe: Leben ist Veränderung. Das tut dem meisten Menschen weh, aber es ist ein so natürlicher Faktor wie Geburt und Tod. LILA!! (Google: Lila + Tantr :) )

  • emer_11898783

    Rechtschreibfehler
    Sorry, nachdem ich fertig war hab ichs nicht nochmal durch gelesen. Ich hoffe man kanns trotzdem lesen..

  • Roman of my Life
    Meine Liebe,
    wo du gerade so ehrlich bist, will ich einmal auch auspacken:
    Ich bin 30 und mein ganzes Leben ist schief gelaufen. Anders als du hab ich noch nicht einmal Eltern, auf die ich zählen könnte. Als ich ein Jahr alt war, war ihre Scheidung endlich durch, ich bin das Kind das die Ehe retten sollte...
    Meine Mutter stammt aus einem Haushalt, in dem sie und ihre Mutter vom Vater aufs schwerste auch sexuell mißhandelt wurde, wärend mein Vater aus einer Familie kommt, in der die Frau für Mann und Kinder (im Fall meiner Oma 2 Söhne, also reiner Männerhaushalt) da zu sein hat. Um zu verdeutlichen das ich mir nichts einbilde, im Alter von 75 Jahren hat mein Opa ihr eine Rippe gebrochen, weil sie Nachts nicht schnell genug für ihn aufgestanden ist. In der einen wie der anderen Familie galt man nur mit rücksichtsloser Stärke und "gesundem" Egoismus etwas. Der jüngere Bruder meines Vaters starb mit ca.40 in einer Klink, in der er wegen Depressionen zur Behandlung war. Langer Rede, kurzer Sinn: Mein Vater mag keine denkende, "starken" Frauen, meine Mutter hat mit 30 beschlossen, sich NIE WIEDER unterdrücken zu lassen. Als sie meinen Vater verließ nahm sie mich (ca. 3 Monate) mit und ließ meinen Bruder (ca. 5 Jahre) zurück. Das alles war ende der 70er und woran es auch immer gelegen hat (meine Mutter ist auch echt nicht normal..) mein Vater, ein arbeitsamer Biedermann, bekam das Sorgerecht für uns beide. Ich wuchs in einer Athmosphäre der absoluten geringschätzung allen weiblichen auf und war einfach nie gut genug. Da ich auch die Jüngste war, konnte ich mich nie wehren und wenn ich etwas nicht wußte, tat man so als wäre ich dumm. Wie man sich leicht denken kann, hassen sich meine Eltern bis heute, jedes zusammentreffen oder Telefonat war Krieg. Meine Eltern (beide!) scheuten auch nicht davor zurück, uns gegen den anderen Aufhätzen zu wollen.
    Meine Mutter beschloss (ich hohl jetzt mal ganz weit aus und versuche echt ALLES zu erzähle), ein Kind ohne Vater haben zu wollen und lud sich einen Handwerker und einen Professor als mögliche Väter ins Bett. In diesem Roulettspiel hatte die Dame (bekennende Bildungsfaschistin) pech, denn es stellte sich heraus das der Handwerker der Vater war.
    Mein Vater zog mit mir und meinem Bruder 350 Km weit weg und nahm uns so meiner Mutter möglichst ganz weg. Für solche Handlungen hatte er jeden Rückhalt in seinem Freundeskrei, die regelmäßig Öl ins Feuer gossen. Nie vergessen werde ich, wie der Meinungsführer der Clique dann doch Vater werden sollte. Auf die Frage war passiert wenn es ein Mädchen wird sagte er immer lachend "dann kommts in den Fischteich!", ich war damals 6. Et cetera PP, meine Mutter zog nach und nach vielen Dramen wechselte ich mit 12 das erstemal den Erziehungsberechtigten. Mein Bruder folgt, ging dann aber ab 15 auf ein Internat. Das Verhältnis zu ihm war immer sehr gespannt, er hatte immer nur das Bedürfnis (bis heute) mich möglichts klein und schlecht zu machen. Als mein Vater uns beide nichmehr zu versorgen hatte (er ist gefühlskalt aber Verantwortungen nimmt er seeehr ernst), hat er dann doch wider geheiratet. Mit dieser Frau hat er dann auch ein Kind bekommen. Ich hab mich damals total gefreut, ein "ganz normales" Päärchen in der Familie und noch ein kleiner Bruder! Mitmeiner Mutter und mir lief es schlecht. Sie deffinierte sich schon immer ausschließlich über ihre Mutterrolle (was richtiges hat sie nie gelernt) und konnte so keinem ihrer herawachsenden Kindern Selbständigkeit einräumen. Mein Bruder war in seinem Internat und so war ich sozusagen die Älteste und "erste". Als Rebell der ich nunmal bin, habe ich angefangen richtig viel Mist zu bauen und meine alte Dame hat sich nie gefragt warum, sondern nur versucht mich durch noch mehr Machtausübung zu zwingen, ihr zu unterwerfen. All ihre persönlichen Probleme und Mankos hat sie einfach uns zugeschrieben. Für uns gab es keine kleider, in denen wir nicht ausgelacht worden wären, wir durften keine "Kravallmusik" hören und der Totfeind war BRAVO.
    Mit 14 war ich auf einer Kur in den Alpen und auf dem Rückweg bin ich in der Stadt in der mein Vater wohnt einfach ausgestiegen. Ich wuste ja das mein Vater keine Gelegenheit auslassen würde meiner Mutter in die Kniekehle zu treten und mich bei sich behalten würde.
    Und wieder einmal langer Rede, kurzer Sinn: Das gib gar nicht! Meine Stiefmutter wollte alles an mir, was ihrer Meinung nach mit meiner Mutter zusammenhing ausmertzen. Ich hatte nichts eigenes (um mir bei zu bringen, das ich nicht alles haben kann - wie meine Mutter), durfte auch hier nicht ich selbst sein (hält sich für was besseres, wie ihre Mutter) und egal was ich tat, gut in der Schule sein, Arbeiten, "gute" Freunde haben, klaglos jede Aufgabe im Haushat erfüllen, nichts änderte ihre Meinung über mich. Als bei meinem süßen, kleinen Bruder - ihrem einzigen Kind - mit 3 Jahren Progressive Muskeldystrophie (die aggresievste Form des Muskelschwunds, Googlen!) diagnostiziert wurde, wurde es zu Hause unerträglich. Sie machte mich auf die schlimmsten Arten fertig, wollte mich mit hochhakigen Schuhen verprügeln und ließ kein gutes Haar an mir. Für meinen Vater war ich sowiso eine Atr Reinkanation meiner Mutter, von ihm kamen nur Vorwürfe und, zu Abwechslung mal, Kälte. Also bin ich mit 17 ausgezogen. In Folge dessen hatte ich die Schule "nur" mit einer mittleren Reife abgeschlossen und wusste nur, das bisher alles falsch gelaufen war. Das sollte jetzt anders werden!
    Ich hatte einen gute Job in der Gastonomie und ließ mich von den Koksern der 90er blenden. Ich geriet an einen der übelsten Kerle den man sich vorstellen kann. Ich zog zurück in die Stadt meiner Kindheit, er folgte mir (weil ihm der Biden zu heiß wurde. Ich klammerte mich an die Illusion mit ihm alles anders zu machen und auch ermachte mich systematisch fertig. Bis er eines Tages von der Polizei aus meiner Wohnung gezogen wurde. Vorwurf den mehrfachen schweren Betrugs. Illusion geplazt mit 21. Ich war ein halbes Jahr wie betäubt, konnte nicht mal weinen. Meine Mutter hatte diese Aktion veranlasst. Eigentlich nett, wenn das ganze nicht eine Woche vor meinen Abiprüfungen (ich hatte die Schule wieder aufgenommen) gewesen wäre. Ein Wunder und bestimmt nur der Nettigkeit meiner Lehrer zu verdanke, das ich es trotzdem irgendwie geschafft habe.
    Meine Mutter dachte dann wohl, sie hätte mich jetzt endlich klein und offerierte mich die Operrolle. Aber ich wusste das da was nicht stimmt. Als ich soweit war konnte ich einen tiefen Blick in meine Seele, in meine Familie und in die Menschheit tun. Darüber werde ich heute oft noch depressiv.. aber genauso oft rettet es mir das Leben und die Freude daran.
    Ich konnte eine gute Ausbildung machen und schulte dann auf den Bereich um, in den ich immer wollte. Ich bin kompromisslos ehrlich geworden und absolut intolerant gegenüber allem verlogenen und feigem! Das macht mein Leden ich einfacher, aber ehrlicher und freier. Ich weiß das ich mich nicht belüge, egal wie viel Mist ich baue (was mich nicht davon abhält ihn zu bauen). Oft Überfällt nich die Sinnlosigkeit unserer Existenz und dann wieder die Freude über die absolute Freiheit die man darin finden kann..
    Ich hatte gute Jobs, ich hatte gute Freunde(Beziehung), ich fand die besten Freunde der Welt.
    Mein Arbeitgeber wurde verkauft, alle gekündigt (kein gejammer, reine Fakten!) und ich beschloss, mich selbständig zu machen. Das alles war Mitte bis Ende 2005.
    Zu Weihnachten wollte mein Vater gerne, das ich sie besuche und ich bin hingefahren. Noch am 23. gab es DIE Szene: Was ich denn mache, es wäre ihnen ja peinlich das sie das nicht wüßten (Stiefmutter, dass Problem ist, sie checkt einfach nicht was ich mache). Ich versuche es ihnen wieder einmal zu erklähren, dabei lasse ich das Wort "Daedline" fallen. Wenn ich gewusst hätte was das auslöst, ich , die nie ein Blatt vor den Mund nimmt, hätte mir eher die Zunge abgebissen, als dieses Wort zu benutzen. Stiefmutter tickt völlig aus. Was ich glaube wer ich wäre, ob ich mich nicht verständlich ausdrücken könne, ich weiß nicht was noch. Mein Vater natürlich loyal auf ihrer seit (er war Diplom Ingenieur, Amerikakorrespondent!) "Dafür gibt es ja wohl auch deutsche Worte!!" .. ja, Meterlange..
    Mein kleiner Bruder, damals 15, er liebt mich und natürlich seine Mutter, kam mit der Szene garnicht klar. In seinem Rollstuhl fuhr er wie ein Irrer durch das Erdgeschoss uns Summte, ich hab garnichtss mehr gesagt. Als die Dame fertig war schaut sie ihren Sohn an, dann mich:"Siehst du was du gemacht hast??" Das hat mich für 2 Monate in die totale Gleichgüligkeit gestürzt. Als ich mich daraus wieder aufrappeln wollte, hat meine Mutter noch einen drauf gesetzt. Ich war zu dem Zeitpunkt das einzige ihrer Kinder, das überhaupt noch mit ihr geredet hat. Mein Bruder hat sie von seiner Hochzeit ausgeladen, meine Schwester will, seit sie ihren Vater kennt, eigentlich sowiso keinen Kontakt mehr. Sie sagt, ihre Stifmutter ist ihr eine bessere Mutter als unsere - und sie hat recht. Ich bin total allein und hab mich Wirtschaftlich auch noch in eine richtg heikle Situation manövriert.
    Ich rappel mich zur Zeit mal wieder auf und ich weiß, was sollen sie schom machen? Mir den Kopf abreißen?? :D Mein Motto ist: Einfach weiter Wasser treten und versuchen Changsen zu nutzen. Verrecken müssen wir alle! Also, was solls? Mal schaun was noch so alles passiert und wenn ich die Zukunft der Menschheit hochrechne, dann bin ich mir heute fast sicher das ich meine geliebten Kinder nicht auf diese Welt schicken werde. Mir stehen wirklich die Tränen in den Augen, aber mal im Ernst, das Leben war noch zu keiner Zeit eine Wonne! Ich versuche mein Bestes zugeben, mal sehen was draus wird. ICh hab das Schlimmste schon gesehen, mich schockt nichts mehr. Mich kotzt nur die Erwartungshaltung aller biederere, selbstgerechter Sesselpupser an, denn ich weiß was das Leben so auf lager hat - die ganze Bandbreite! ALLE die denken, sie hätten das Leben im Griff, werden sich über kurz oder lang noch um schauen. Und je später das passiert, um so weniger könne sie daraus lernen, weil man gerne davon überzeugt ist immer alles richtig gemacht zu haben.


    Die Moral der Geschichte:
    Das Leben ist nicht Gut. Es ist auch nicht Grausam. Es ist. Und wir geben ihm solche Bezeichnuigen.
    Einfach weiter machen, es kann so viel passieren. Leben ist immer Lebensgefährlich. Und um das ganze mit meinem Lieblingsspruch zu beenden:


    Gott gebe mir die Stärke, die Dinge zu ertragen die man nicht ändern kann.


    Die Kraft, die Dinge zu ändern die man ändern kann.


    Und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!


    Ich weiß nicht ob ich dir irgend wie helfen konnte (wenn du überhaupt die Gedult aufbringen konntest, das alles zu lesen) aber ich danke dir das du mich dazu gebracht hast, das alles wenigstens ansatzweise (man mag lachen, aber: tatächlich) einmal aufzuschreiben!


    Würde mich freuen nochmal von dir zu hören.


    Alles Gute!

    • In Hass
    • Kenn ich auch,
      diese komischen Sachen, die man gar nicht denken will. Ich hab auch den humoristischen Umgang damit gewählt, ich hab ihnen zwar keinen Namen gegeben, aber mich in solchen Momenten quasi selbst beobachtet und dann versucht aktiv anderes zu denken. Z.B.: "na Süße? Spinnen wir wieder ein bischen?" oder "na, na, das wollten wir doch nicht mehr denken, oder?" Mir hat dieser freundschaftliche Abstand zu mir selbst sehr geholfen, aber ich denke man darf nicht erwarten dass das eines Tages ganz aufhört. Ich sehe es als lebenslange Übung. Als "erzieherischer Auftrag" für mich selbst. Ich denke, wenn man ihnen nach gibt, oder sich selbst dafür fertig macht, dann haben sie gewonnen und lachen ist eine gute Medizien.

    • Mutter
      Das klingt ja wie meine eigene.. Sie sollte dankbar sein das du sie trotz allem an deinem Leben teilhaben lassen möchtest! Meine Mutter hat auch versucht mich mit Liebesentzug und Bevormundung zu dressieren, eine eigenständige Persönlichkeit durfte ich nicht sein. Jede Äuserung meiner Individualität wurde als Trotzhandlung abgewehrtet, weil sie ja besser wüßte wer und was ich bin. All meine Empfindungen und Sichtweisen sind einfach "falsch" und "nicht Wahr". Bis heute, ich bin 30. Aber ich habe mich von ihr gelöst und erwarte keine Veränderung mehr. Ich möchte positive Menschen in meinem Leben, Menschen die keine perviden Spiele auf meine Kosten spielen. Sie ist in sich selbst gefangen und will ihr Gefühl des "immer" Missachtet worden seins über mich und meine Geschwister kompensieren. Ich habe wirklich versucht eine neue Beziehung zu ihr aufzubauen, aber sie will mich nicht als erwachsene Person akzeptieren sondern in dem alten emotionalen Zangengriff halten. Ich war die letzte von drei Kindern die den Kontakt zu ihr abgebrochen hat, ich habe es wirklich mit ihr versucht. So hart das klingen mag, aber löse dich von deiner Sehnsucht nach ihrer Liebe und Anerkennung, denn das ist ihr Druckmittel, ihre Macht über dich. Das Schmerzt einen selbst natürlich sehr und hinterlässt eine Lücke, aber was ist die Alternative? Ändern wird sie sich nicht. Bevor sie dich als junge Mutter auch noch in eine Depression treibt, solltest du ein Leben ohne sie ausprobieren. Anders wäre es natürlich schöner, aber wenn das Wörtchen wenn nich wär, nicht war?
      Ich hoffe sehr das der Vater des Kindes zu dir hält damit du gerade jetzt nicht ganz alleine bist. Wenn der Druck und die Belastung zu groß für dich werden, dann such dir Rat und Hilfe im "echten" Leben.
      Macht und Abhänigkeit dürfen nicht die bestimmenden Elemente in irgendeiner Beziehung sein. Ware Liebe und Fürsorge zeichnet sich dadurch aus, das man dem anderen hilft zu eigener Kraft und Stärke zu finden!
      Ich gestehe, mich hat mein Leben sehr sensibilisiert und kompromisslos gemacht, aber ich bin zufrieden :)

    • .
      Hallo Siatera,
      ich habe natürlich nicht das selbe erlebt wie du, aber Ähnlichkeiten sind da. Der Druck in mir war früher oft so groß das ich dacht ich müßte zerspringen. Sei ein bischen wählerisch was deinen Therapeuten angeht, es ist wichtig das ein Vertrauensverhältnis entstehen kann und er dich nicht nur als Akte betrachtet. Du hast viel aufzuarbeiten.
      Mir hatte es auch geholfen die Geschichte meiner Familie zu verstehen (bis zu den Großeltern), denn es wird emotional immer viel an die nächste Generation weiter gegeben. Das hat dann eigentlich gar nichts mit einem selbst zu tun und beeinflusst doch so stark das eigene Leben. Das ist sehr verwirrend. Und es erklärt auch vieles über die eigenen Eltern, warum sie sind wie sie sind und daraus dann wieder vieles über einen selbst. Egal wie schlecht es dir geht, gib den Glauben an bessere Tage nicht auf!


      Ganz liebe Grüße,
      freeminder

    • .
      Hallo Tanja,
      für mich hört sich das so an alls solltest du erstmal weder zu deinem Freund, noch zu deinen Eltern ziehen (so bequem das auch sein mag). Such dir doch erstmal eine eigene Wohnung und damit ein Umfeld in dem dir nicht ständig jemand reinquatscht und dir erzählt wie du wärst. Dann wirst du deine Situation vielleicht recht schnell klarer sehen können??

    • In Hass

      Schmerz
      Ich war zwar noch nicht verheiratet und Kinder habe ich auch nicht, aber auch ich bin schon böse verletzt und verlassen worden. Das tut so weh wenn die Illusion zerplatzt. Aber es gibt ein paar Tatsachen, an denen ich nicht vorbeisehen konnte:
      Zum Beispiel ist es nicht die Frau die dir deinen Mann weggenommen hat, sondern dein Mann hat dich verlassen. Wenn überhaupt hat er deinen Groll verdient.
      Und dann ist da noch die Sache mit der Abhängigkeit.. Man darf sich nicht über andere definieren, auch wenn Frauen das oft schon reflexhaft tun. Vergiss ihn, kümmer dich um dich selbst und deine Töchter. Nimm ihre Zuneigung zu dieser anderen Familie nicht persönlich, sonder bereichere dein eigenes Leben. So wie du deine momentane Verfassung beschreibst ist es fast schon natürlich das deine Kinder gerne in deine unbeschwerten und "Hassfreine" Umgebung sind. Du bist jetzt frei, alles tu tun. FREI :) "Frau" denkt gerne, ich opfere mich auf und bekomme dafür Liebe, aber so läuft das nicht. Du mußt dich selbst lieben und schätzen, dann wird auch wieder die Freude (und auch Liebe) zu dir kommen. Mit über 30 und einem komplett eingerichteten Leben die eigenen Ansichten nocheinmal in Frage zu stellen ist schwer und du solltest das nicht alleine tun. Such dir einen Therapeuten bei dem du ein gutes Gefühl hast, das ist ganz wichtig in deiner Situation.
      Verlauf dich nicht in deinem Schmez, gib dir selber eine Changse.
      Alles Gute!!

    • ::
      Klingt vielleicht komisch, aber bist du Skorpion? Dieses Gefühl wie ich es kenne, habe ich Weltschmerz getauft und es ist einfach ein Teil von mir. Es kommt und es geht und ich lasse es einfach zu, genau wie das Glück. Leben bedeutet Veränderung und das bedeutet auch, das diese Gefühl wieder gehen wird, bis es einmal wieder kommt. So ist es immer im Leben, einmal ist alles aus Glück und dann ist einmal wieder alles Schwarz. Ich versuche aus dieser lebendigen Veränderung auch Sicherheit zu ziehen, die Sicherheit das nichts so bleibt wie es ist. Das wiederspricht eigentlich der menschlichen Natur, aber so ist Leben..
      Vielleicht nicht Hilfreich, aber du bist damit nicht allein :)


      Ich versuche Demut vor der Größe der ewigen Wandels zu haben und versuche mein Leben nach bestem Wissen und Gewissen zu leben. Manches kann man nicht rational erfassen, nur empfinden.

      • carmel_12869507

        ::
        Hallo Meerblau,
        leider hast du wohl nicht ganz so unrecht.. Wir suchen alle das Glück, aber das Unglück ist meist viel Interessanter.. und soo viel Tiefsinniger als die vermeintliche Oberflächlichkeit des Glücks. Man kann die Tiefe des wahren Glücks wohl erst ermessen, wenn man das "Tal der Tähnen" mit dem Schatz der Erkenntnis verlassen hat - um mal Pathetisch auf die Kacke zu hauen :)
        Das Thema Relogion ist sehr interessant, ich bezeichne mich selbst als "religiös", distanziere mich aber von der "Kirchlichkeit". Woran halte ich mich nun fest? An der Einfachheit des Leben, den kleinen Freuden und wie du an der Erhabenheit der Natur. Das ist mein Gottesdienst. Und natürlich meine Freunde *ich liebe euch*, die mir immer wieder Kraft geben.
        Ich habe auch gewisse Yogatechniken in mein Leben integriert, wie die Bauchatmung und Augenübungen. Gelassenheit und Stärke sind für mich der Schlüssel zur Liebe :)

      • ::
        Bei einer Freundin von mir ist diese Diagnose gestellt worden. Sie neigt zu Verfolgungsängsten und hatte Halluzinationen. Die Ausprägungen sind natürlich immer von Mensch zu Mensch unterschiedlich, aber ich würde dir folgendes raten:
        1. Sezte nie deine Medikamente ab.
        2. Halte dich von Internet fern.. Man weis hier nie wer am anderen Ende sitzt und in einer labielen Phase kann das fatal sein.


        Meiner Freundin geht es heute wieder gut, sie nimmt noch immer ihre Medikamente, macht eine Ausbildung und versucht gut zu sich selbst zu sein.


        Ich wünsch dir alles Gute!

      • ::
        Zur nervlichen Beruhigung und Entspannung (nur so können positive Kontakte aufgenommen werden) kann ich dir fürs erste Yoga und Natur empfehlen. Und wenn du dich dann gelassen genug fühlst, such dir eine Interessensgemeinschaft, etwas worauf du Lust hast :)

      • ...
        Oje, so komplexe Zusammenhänge..


        Du darft auf keinen Fall glauben das es recht hat! Er meint nicht euch/dich, er scheint ein altes Muster abzuspulen, das er ganz bestimmt in seiner Kindheit erlernt hat. Es geht bei ihm voallem um Macht, wärend es bei euch um Liebe und Anerkennung geht. Doch wenn er sie euch geben würde, würde er die Macht über euch/dich verliehren und ihr würdet vielleicht erkennen, das er ein Würstchen wie jeder andere ist und kein Habgott.
        In Familien existieren bestimmte Verhaltensweisen über Generationen hinweg, wir erlernen sie von kleinauf und kennen sie als die einzigen uns bekannten Verhaltensweisen.
        Darum denke ich, eine Verhaltensterapie könnte dir helfen. Denn wenn man nicht mehr in altbekannter Weise re- und agiert, greifen die alten Muster auch nicht mehr. Das hat oft ganz erstaunliche Auswirkungen :) Die anderen werden sich desshalb zwar nicht ändern, aber das sollte sowiso nie das Ziel sein. Man kann und muß nur sich selber ändern und sich annehmen. Niemand ist perfekt und niemand ist nur schlecht. Jeder der so tut als wären er selbst oder andere das doch, lügt sich in die Tasche!
        Aus eigener Erfahrung weis ich das es schwer und schmerzlich ist, sich selbst und die Familie zu erkennen. Aber es ist auch unglaublich bereichernd.
        Ich wünsche dir viel Kraft und viel Erfolg auf deinem Weg und hoffe das du die richtigen Ratgeben findest. Und sei dir immer selbst ein Freund.


        PS:
        Bauernweisheit:
        Was du nicht willst was man dir tut, das füg auchkeinem andern zu ;)

      • Integrität
        Der Server hat meine Antwort geschluckt, weil ich den Titel vergessen habe. Ich versuch mich noch einmal zu wiederholen.


        Du darfts das Problem nicht ignorieren, das kannst du ja offensichlich auch nicht. Versuche Integer zu handeln. Sprich nicht seine Frau, sondern ihn selbst an, er muß zu einem Therapeuten. So peinlich und unangenehm die Situation für dich sein mag, es muß Klarheit herrschen. Ich denke, die Tatsache das er die Bilder für andere zugänglich abgespeichert hat, kann als eine Art Hilferuf zu werten sein. Oder auch ein austesten der Umwelt, in wie weit diese Dinge übersehen werden. Klare Ansagen von deiner Seite sind gefragt. Das ist Schwer, aber ich bin mir sicher das es Organisationen gibt, bei denen du Rat finden kannst.
        Es tut mir leid, meine erste Antwort war besser..


        Alles Gute!

      • Eltern verstehen??
        Eltern sind leider meist genauso unwissende, eitle und ichbezogene Menschen wie alle anderen, nur dass sie das leugnen, weil sie ja Eltern sind und "nur das beste wollen". Es ist schwierig erwachsen zu werden wenn einem gewisse persönichkeitsrechte einfach abgesprochen werden.
        Auch ich bin mit 17 ausgezogen (über das Jugendamt). Ich kann zwar nicht behaupten dass es das Verhältnis zu meinen Eltern verbessert hätte, aber ich konnte mich wenigstens selber finden.
        Jahre später war ich dann soweit die Geschichte meine Eltern zu ergründen und zu verstehen.. und siehe da, sie sind gezeichnete ihrer Kindheit und Jugend. Eigentlich arme Seelen. Leider macht sie mein Verständnis für sie fuchsteufels wild, aber die Menschen sind ja verschieden.
        Mit 16 hast du das recht noch an dich selber und dein "Seelenheil" zu denken. Deine Eltern kannst du später noch verstehen. Zur Zeit wäre es ihr Job, dich zu verstehen.
        Zwischenmenschliches ist soo schwierig.. Auch ich würde dir raten, dich an Stellen zu wenden die für so etwas "zuständig" ist. Das Sorgentelefon ist fürs erste vielleicht keine schlechte Idee?


        Ich wünsch dir alles Gute und viel Stärke!

      • cyan_12486579

        Kindische Eltern
        Hallo,
        freut mich das es dir jetzt egal ist und du deine autonomie gefunden hast. Eltern glauben oft, Kinder seine nur Erfüllungsgehilfen ihrer Vorstellungen von einem "richtigen" Leben. Meine sind da ganz ähnlich und sie kommen mir vor wie schlecht erzogene Kinder, die nur an sich selber denken. Das dumme ist, das Eltern ihre Kinder bis ins hohe alter so tief verletzen können, wie sonst kaum jemand. So etwas nennt man dann emotionale Erpressung und ist einfach unwürdig. Ändern kann man auf dieser Welt nur sich selbst. Bleib ehrlich und stark und vielleicht kannst du deinen Vater als ideale übung für konsequentes verhalten betrachten? Das soll in der Kindererziehung ja ganz wichtig sein :)


        Pflege deine eigene kleine Familie, die bleibt dir viel länger erhalten..