Irgendwie frage ich mich gerade wieso meine gute Freundin eigentlich meine Freundin ist.
Ich erkläre mal kurz:
Sie war 6 Jahre mit einem Mann zusammen. Die beiden haben einen fünfjährigen Sohn.
Für den Mann hat sie früher sowas von geschwärmt. Es war dann die Erfüllung schlecht hin, dass sie zusammenkamen. Dann wurde sie schnell schwanger.


Die Probleme begangen: Es ging immer um Freiheit, Nähe, Distanz, darum dass sie fühlte nicht wirklich seine Prinzessin zu sein. Ihr fehlte immer Bestätigung.


Nun verliebte sie sich vor einigen Monaten in einen 25 Jahre älteren Mann. Sie ist völlig aus dem Häuschen, schwebt auf Wolke 1 Millionen. Deshalb machte sie Schluss, obwohl da noch rein gar nichts läuft mit dem neuen Mann.
Der ältere Mann ist nämlich verheiratet, hat 3 Kinder.
Sie würde ohne Rücksicht auf Kinder und Frau was mit ihm anfangen. Egal was.
Sie ist überzeugt, dass er ihre Verliebtheit durch Blicke, Umarmungen erwidert. Das ist aber auch schon alles. Sie ist total hin und weg.
Der Mann steht in einer beruflichen Position, die sehr gefährdet wäre, wenn er was mit meiner Freundin anfangen würde.
Sie spekuliert also nur und lebt von diesen seltenen Glücksmomenten, in denen sie diesem Mann mal nah sein kann. Er erwidert alles, gibt aber auch keine Signale.
Sie spricht ihn auch nicht direkt an, sondern lebt lieber mit diesen Glücksgefühlen, der Unsicherheit.


Nun ist sie total sauer auf ihren alten Freund, dem Vater, weil er in den Stunden, in denen sie den Neuen sehen kann nicht auf das Kind aufpasst. Kratz am Kopf. Er macht das nicht, weil er natürlich weiß, wo sie dann ist. Er ist sehr fertig wegen der Trennung.


Sie erwartet also, dass er ihr den Rücken frei hält, damit sie den Neuen sehen kann. Er weiß nämlich Bescheid.


Hinzu kommt noch, dass ich meiner Freundin letztens sagte, dass es mir nicht gut geht und irgendwie spielt das gar keine Rolle. Sie schlug kein Gespräch, kein Treffen, gar nix vor.


Was für einen Egotrip fährt sie. Oder sehe ich das alles zu übertrieben? Frage mich langsam echt was für einen Menschen ich mir da als Freundin ausgesucht habe.

Wohl eher eine falsche Freundin......
ich finde nicht, das Du übertreibst. Sie konnte sich wahrscheinlich zu jeder Tages - und Nachtzeit bei Dir ausmüllen und wenn Du sie mal brauchst, verdrückt sie sich. Ich würde sie einmal damit konfrontieren.

Ja
zudem hatte ich ihr noch Hilfe angeboten und gesagt ich wäre froh darüber, dass ich dann Zeit bei ihr verbringen kann, weil mir gerade die Decke auf den Kopf fällt. Sie brauchte mich dann doch nicht und es kam kein Alternativvorschlag von wegen komm doch einfach vorbei oder wir gehen mal frühstücken, oder oder...

    Was heißt Egotrip
    sie versucht es immerhin nicht zu vertuschen.
    Der getrennte hat keinen anspruch auf sie.
    Sie macht was sie will, und nicht was der getrennte will.
    und das ist vollkommen korrekt.
    Daß sie einen andren will, ist ihr gutes Recht und du kannst als letzlich außenstehende da kein Urteil abgeben.
    Wenn er defizite hat, dann kommt es eben so.
    völlig normal.
    Wenn er nicht aufpaßt, dann kann er damit rechnen, daß sie dann ebenfalls nicht kooperativ ist.
    Sie schlägt wohl deshalb kein treffen mit dir vor, weil sie deine parteiische Einmischung satt hat.

      logan_12920314

      Schon klar...
      .. Du kannst gerne vorbeikommen, wenn SIE Dich braucht. Du solltest Dir für so eine "Freundschaft" zu schade sein.

      an0N_1247067399z

      Eine "berufliche Position", egal welche es sei
      ist durch Privatangelegenheiten nicht "sehr gefährdet", wie du meinst.
      Eine Kündigung wegen Privatangelegenheiten ist vollkommen unrechtmäßig, das heißt, wenn man ihn loswerden will, wird das richtig teuer.

      So
      da rücke ich wohl mal einiges gerade!


      Für mich ist es ein Merkmal meiner Persönlichkeit meine Meinung offenkundig zu äußern.
      Ich würde einfach nicht bei mir bleiben, wenn ich nun zu allem was sie tut stimmig "Ja" sagen würde. Das ist ja alles so toll was du machst. Weil das mit meinem Inneren nicht übereinstimmen würde.


      Ich spüre eben, dass ich mit diesen Verhaltensweisen einfach nicht konform bin.
      Und wenn sie dann auf angeblich "parteiisches" Gelabere keine Lust hat, würde das auch jegliche Basis einer Freundschaft für mich entziehen. Auch ich möchte von meinen Freunden gespiegelt werden und nicht zu Allem was ich tue ein "Ja und Amen" hören, denn dann hört für mich Entwicklung an mir selber auch auf.


      Und außerdem bin ich mehr für sie da als sie für mich. Ich hatte ihr in dieser schwierigen Situation noch Hilfe entgegengebracht, damit sie alles gedeckelt bekommt, was für mich mit einem erheblichen Aufwand verbunden ist.


      Ich selber blieb aber emotional auf der Strecke. Da kam kein Angebot, nix.


      Für mich sieht es so aus, als stehe Sie im Mittelpunkt. Das Kind ist egal, der ehemalige Partner ist egal. Die neue Frau des Mannes ist egal, die Kinder dessen sind egal. Der neue Mann auch. So kommt es mir eben vor und ja, ich distanziere mich auch innerlich von ihr, da ich damit nicht ganz klar komme.


      Und so einfach zu sagen: Sie hat ein Recht darauf den alten zu verlassen: Ja, das stimmt zwar, aber so ausgedrückt hört es sich doch ein wenig kalt an.


      Ich schätze trotzdem sehr, dass sie die alte Beziehung nicht warm gehalten hat, bis der Neue am Start ist. Das kann man wohl von vielen Menschen nicht erwarten.


      Danke für euer Feetback!