malou_11874856

80 Stunden Arbeit eine Erholung
im Gegensatz 24 Stunden Mutter zu sein...und ich bin noch am Anfang... :roll:


Ich sollte mich nicht so wehren gegen diese Veränderung...so verstehe ich jetzt eure Beiträge...und ich gebe zu, ich vermisse meine sorglose und entspannte Zeit...wo ich nur eine Sorge trug, nämlich die um mich.


Das wäre stillstand, na ja, das kann ich nicht sagen, denn an etwas zu wachsen fand ich immer...ich habe immer etwas gefunden, was ich noch nicht kannte und entdecken musste. :mrgreen:
So wie jetzt auch...nur das die Zeit anders läuft und ich anders ticke... :arrow: wie schön es doch war, als ich stundenlang nachdenken, träumen und recherchieren konnte über eine Sache, die mich dann zu einer anderen führte..., ...und jetzt schiebe ich das hoffentlich nur auf...

daniek_12927335

:mrgreen:


naja nicht gleich Flodder :mrgreen: aber beim frauentausch würdest du argabschneiden lol...


nee, mal im ernst. ich kann das nicht bestätigen was weiter oben gepostet wurde. für mich waren meine kinder nie arbeit oder stress und mitlerweile sind sie 17 und 20...


ich habe jede sekunde genossen und das rate ich dir auch, weil wenn du dich mit unwichtigen dingen (staub) abgibst dann wird die zeit noch schneller an dir vorbei rasen...


kinder werden so schnell groß das jede sekunde die wertvollste eines lebens wird...


*räusper* du hast mich falsch verstanden :shy: ich werde nochmal mutter, obwohl ich oma werden sollte, vom alter her :roule:


du siehst, so schlimm kann es net sein, bei mir ist es das dritte mal und es gibt welche die machen 12-14 :mrgreen:

    daniek_12927335

    Als mein nachwuchs viel kleiner war...
    ...konnte ich nicht einmal auf die toilette alleine. Fast 3 ganze jahre lang. Die haben einen heulkrampf und eine wutattacke nach der anderen geschoben, schliesslich hätte die mama hinter dieser türe verschwinden können. Meine einzige erholungszeit war die, als bettzeit anfing (punkt acht uhr! darauf habe ich anfangs als ich so am anschlag wie Du war, wie ein luchs aufgepasst). Und diese zeit wurde mir für viele jahre geradezu heillig. Da habe ich dann als erstes ein mind. halbstündiges bad genommen. Den haushalt fertig gemacht, mir nen plan für den nächsten tag gemacht, gelesen, geträumt oder babysitter geholt... Mitten in den sommernächten lange spaziergänge gemacht, essen gegangen, ins kino.... mich als erwachsene frau und mensch gespürt und dafür sehr gerne in kauf genommen, dass ich über jahre hinweg mit durchschnittlich 4-5 stunden schlaf ausgekommen bin (gott sei dank gibt es den mittagsschlaf!). Finde eine tagesstruktur und beharre auf den schlafenszeiten, damit Du zur ruhe kommen kannst. Du wirst weiterhin träumen (Du musst Dir unbedingt das träumen bewahren!!!) können, aber Deine freie zeit und energie sowie Dein schlaf werden zu kostbarsten gütern, teile sie gut ein und achte gut auf sie. Achte gut auf Dich und Deine bedürfnisse. Und wenn Du selber nicht soweit bist für ein zweites kind, lass Dich auf keinen fall drauf ein. Es ist ein kind mehr, die arbeit fühlt sich irgendwie um ein vielfaches mehr. Und was man nicht ausser acht lassen sollte: je kleiner der altersunterschied desto grösser die eifersucht aufeinander. Und glaube mir, diese phase ist der reinste horror. Da hätte ich zum monster mutieren können. Daran erinnere ich mich mehr als gut. Im sekundentempo hat ein streit den anderen abgelöst, türen wurden zugeknallt, lautstärke in den räumen kaum zu ertragen, gezicke, geweine...und wenn es mal still war, musste man annehmen, dass es tote oder schwer verletzte gab. Kinder sind definitiv die grösste herausforderung. Auch ich war ein sehr ichfixierter mensch, der immer was interessantes zum wachsen und weiterkommen fand. Und doch ist dieses wachsen durch kinder ein anderes wachsen. Man wird (sofern man sich darauf einlässt) zu einem besseren menschen. Sie halten einem gnadenlos den spiegel vors gesicht. Und das was man darin sieht, ist weiss gott nicht schön...Man hat ganz schön viel arbeit an sich selber zu bewältigen, und die bringt einen oft an das äusserste limit. Und dann gibt es diese lächeln, umarmungen und Du hörst von dritten, wie toll sie über die eigene mama zu sprechen scheinen ( :???: :shock: ) und Dir wird bewusst, so verdammt falsch scheine ich ja doch nicht alles zu machen. Du machst das. Ganz bestimmt. Geniesse diese intensive babyzeit. Solange sie nicht reden können, sind sie am allerliebsten. Stell öfters den staubsauger in die ecke, wünsch Dir zu weihnachten jemanden, der den frühlingsputz macht und entlastung bringt. Schnapp Dir Dein baby und kuschle viel und intensiv mit dem kleinen erdenbürger. Sobald er (weg)laufen und reden kann, wirst Du Dich nach dieser idylle sehnen. ;-)

      angie_12634837

      Doch. Kinder sind arbeit und stress.
      Blos empfindet es nicht jede mutter gleich negativ oder positiv. :-D Ich kenne auch eine mutter, die 6 kinder hat. Die haben alle ca. 1-2 jahre abstand voneinander. Diese mama liebt es schwanger zu sein, sie liebt es ihre kleinsten durch die gegend zu tragen (meistens sieht man sie mit 2-3 kindern im arm/tragetasche, am rücken, wie auch immer...)...Sie liebt es für mind. 10 personen grosseinkauf mit meistens 4 kindern im schlepptau zu erledigen (die grosseltern sind sehr oft auch im haus..und weniger als entlastung). Sie putzt, wäscht, arbeitet nachts an ihren medizinischen referaten und zeitungsbeiträgen, bastelt, singt, backt etc...etc.... Sie geht in all dem auf. Ich liebe kinder und vor allem säuglinge, aber ich hasse es meinen körper und mich als person 24h in symbiose mit einem kind zu empfinden. Ich mag eigenständig über meinen körper verfügen, mag zeiten mit mir und für mich alleine und brauche diese auch, um kraft tanken zu können und kreativ zu sein und arbeiten. Und obwohl ich dieser sybiose sehr wenig abgewinnen kann und mich selber sehr klar abgrenzen und als eigenständige person erleben muss, obwohl ich kinder als arbeit und stress und oft sehr anstrengende arbeit empfinde, so liebe ich sie sehr und könnte mir nie ein leben ohne kinder vorstellen. Wie geschrieben, sie machen einen offener (im geist und im herzen), weniger perfekt, toleranter, kompromissbereiter und herzlicher und mitfühlender. Klar gibt es auch menschen, die kinder haben und man gar nichts davon an ihnen erkennen kann. Das ist und bleibt mir ein rätsel. Erfahrungsgemäss aber kann ich behaupten, mütter, die an sich zweifeln und viel von sich erwarten und sich stark hinterfragen, das sind mütter, die ganz intensiv sich mit dem muttersein und ihren kindern auseinander setzen und schon alleine deswegen vieles richtig machen.

        angie_12634837

        Huh...ja das habe ich nicht korrekt
        angenommen...also dann alles herzliche! Wahnsinn, dass du dich traust (positiv gemeint), weil ich mich mit 34 schwanger zu sein schon zu alt fühlte. ;-)
        Und ich wünsche dir alles Liebe und Gute...


        Ja genießen, dass tue ich in der Zeit, wenn er schläft, versuche es jetzt seit zwei Tagen, weil ich muss.


        LG

          malou_11874856

          Also erst einmal lieben Dank...
          Und Vieles, was du mir schreibst, hat mir bereits meine Wochenbetthebamme gesagt, meine Ärztin gesagt und meine Umgebung gesagt...und ermahnt habe ich mich gestern Vormittag, erst, weil ich selbst ermahnt wurde.


          Ich bin nicht die geborene Mama, wenn ich mich im Spiegel mit dem Kind über die Schulter betrachte, denke ich, das steht dir gar nicht...so als ob ich etwas anprobiere... :-/


          Was ich vor allem auch noch alles lernen muss, als Mutter... :roll:


          Du schreibst mir aus der Seele, verehrte nomenestomen...am Anfang der Kennenlernphase zu meinem Kind stehe ich immer noch. Einfach nur die Brust zu sein, ist auch ein Gefühl was die entsprechende Frau weg denken und weg fühlen muss, mit der Zeit. Das habe ich auch erst frisch geschafft, jetzt genieße ich es zu stillen.


          Und Schicht im Schacht ist 22 Uhr, das hat der Kleine so bestimmt. Schlaf ist Luxus...sporadisch gebe ich mir den, die Regel ist es noch nicht, wie gesagt, von Struktur kann noch nicht die Rede sein...weil ich ja hinter der Hausarbeit eifere, Einkauf organisiere, meinen Mann steuere und noch dazu nebenbei klitzeklein bisschen um mich da bin...
          Und wenn ich dann manche höre, wenn ich den sage, ich glaube ich schaffe das alles nicht, wie sie sagen, ich ging arbeiten ein paar Tage später nach der Geburt, oder mir hat auch keiner geholfen, oder wieso ihr seid zu zweit zu Hause, oder du nimmst das alles zu ernst, dann rudre ich aus und werde böse. Meine Schwiegermutter umarmt mich nicht mehr zum Abschied...zum einen weil sie verletzt wurde und zum anderen weil sie mich nicht einschätzen kann und Angst vor mir hat. Dabei war ich nur einmal ausfällig geworden.


          Deinen Rat bezüglich weiterer Familienplanung beherzige ich.
          Eine Frage, da ich dich hier zum ersten Mal lese, welches Sternbild hast du?


          Gute Nacht.

          daniek_12927335

          Danke...


          für deine netten wünsche.


          hm..., nee - ich fühle mich nicht zu alt. ich bin eher ein verrückter mensch, mein partner (skorpion) ist 15 jahre jünger als ich. es war sicherlich keine geplante schwangerschaft :mrgreen: , ein unfall eben ;-)


          aber wir sind nun seid 3 jahren zusammen und sehen es als geschenk ;-)


          ich gebe weiter unten nochmal meinen senf dazu...

            Hallo Weidenzweig.
            Danke.


            Also voll normal das Ganze...ja...aber total anstrengend...die noch unterentwickelten Muttereigenschaften machen mich fertig...und dann noch wenn das Geschrei los geht, was mir bis in den Rückenmark schmerzt...das unorganisierte Leben...die Ängste, vorm Unbekannte...und es kommt noch mehr...und der Kleine kann ja nicht in Watte gepackt werden. :-(


            Ich würde gerne mehr geben, aber ich bin oft am Ende meiner Kräfte...für mich schaffe ich manchmal nicht aufzustehen und wenn der Kleine brüllt hüpfe ich wie eine junge Göttin hoch.


            Na ja, alles geht vorbei.


            Liebe Grüße, ich hoffe dir geht es gut!

            malou_11874856

            Körpernähe
            davon fordert meiner auch viel ein. Schlafen nur unter der Bedingung, wenn ihn jemand trägt. Wenn er nicht tief und fest schläft und ich ihn hinlege ist er wieder da. Inzwischen pucken wir ihn, wenn er zu wenig am Tag schläft. Und in der Zeit, wenn er geschlafen hat, habe ich den Haushalt gemacht, wir haben auch noch umgebaut, umgestellt, und der Chaos störte mich...das alles was ich nicht hätte machen sollen, weil ich eher die Zeit für mich hätte nutzen sollen, essen, duschen, mit Freunden unterhalten/treffen...
            Dann noch dazu, wenn ich ihn zum Schlafen bringen will, geht die Suche nach der Nahrungsquelle los, so das Kuscheln nur noch geht wenn er bis oben hin voll ist...satte Säuglinge sind irgendwie widerstandsloser :-) ...also war das dann die Aufgabe des Papas...


            Und ich habe mir nicht nur im Kopf den Stress gemacht, sondern auch körperlich...


            Dann die Angst, vorm Unbekannten...die Angst das was mit ihm ist und ich nicht weiß was und ich nicht helfen kann...dass ihm was passiert...geschweige dann die Gedanken an die Zukunft, wenn er sich weh tut...wenn er zum ersten Mal Fieber hat usw. Du weißt wie ich es meine.


            Von daher hast du mit allem was du schreibst recht, scheinbar erging es dir, wie mir jetzt. Und wie ich oben erwähnt habe...das mir dasselbe mehrere ans Herz legten und ich mich unbewusst im Kreise drehte, mich gegen diese Veränderung wehrte und nicht zur Ruhe kam.
            Wahrscheinlich dauert das alles noch...wenn es ein Prozess ist, muss ich wohl durch. Einige Schritte bin schon voran gekommen...nur die ungeduldige Skorpionen hätte es gerne schon Gestern...


            Also lieben Dank, nochmal, an deine ausführlichen und lebensnahen Worte. So wie deine Zeit.
            Alles Gute!

            angie_12634837

            Ach ja...
            er ist jünger als du (also hast du sicherlich das Glück, dass dein Mann nicht vor dir stirbt, es heißt ja, durchschnittlich lebt ein Mann sieben Jahre weniger als eine Frau ;-) ).
            Ich habe mir Gedanken gemacht, wie alt ich bin, wenn mein Kleiner 20 ist... :-/ ...irgendwie alt...zu alt.
            Ich wäre so gerne, wie du, Anfang 20 Mutter geworden...aber damals klappte es nicht, weder mit der Frucht, noch mit Mann.


            Spaß beiseite. Trotzdem wird für dich auch wenn es das dritte Kind ist eine ganz neue Erfahrung sein, stimmts?
            Ein Geschenk und ein Wunder, das ist es bestimmt. So sehe ich das bei uns auch... ;-)


            Ach wie schön... :bebe:

            Nein, es gibt kein Rezept...
            und nein, es ist nicht ein Skorpionfluch :mrgreen:


            die Zeit wird Dich lehren was wirklich wichtig im Leben ist und was kannst du auf später verschieben.


            so wie schon geschrieben worden ist, genieße diese zeit, im nachhinein betrachtet, ist die zeit so schnell vorbei gerauscht.


            du machst es schon richtig.


            lg