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pavao_13131715

  • 26. Feb 2019
  • Beitritt 16. Feb 2019
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  • Hier ist ja doch noch einiges geschrieben worden - vielen Dank dafür!


    Also mein Freund war überrascht und irritiert, als ich ihm die Story von gestern erzählt habe. Ich glaube ihm, dass er außer den bereits erwähnten Ungeschicklichkeiten ihr keinen Anlass gegeben hat, zu glauben, da ginge irgend etwas. Dazu bestand auch keine Gelegenheit, denn gesehen haben wir meine Freundin eigentlich nur zu dritt. Ich werde in der Tat erst einmal auf Abstand zu ihr gehen. Es tut mir total leid, weil sie in den letzten Jahren ein fester Teil meines Lebens war, aber eine Ménage à Trois bekommen wir alle nicht hin.


    Vielen Dank noch mal - macht's gut!

    • morna_11908866

      Das stand nun gerade nicht in meiner letzten Mitteilung zur Sache ... Lassen wir es gut sein - noch einmal vielen Dank an alle.

    • morna_11908866

      Das ist bedauerlich - ich werde es von hier nicht ändern können. Weiß aber in der Tat mittlerweile selbst, wie es weitergehen soll und kann. Allen Foristen, die sich konstruktiv beteiligt haben vielen Dank!

      • Ich bin ratlos ..


        Ich hatte heute Nachmittag ein Gespräch mit meiner Freundin. Nein, es gab keine Vorwürfe. Meine Freundin hat mir, ich wusste es, auf mein Drängen endlich gestanden, dass sie heftig in meinen Freund verliebt ist. Auf meine Frage, was sie denn so an ihn anzieht, sagte sie mir, dass sie noch nie jemand so aufmerksam behandelt habe und dass ihr ein Stein vom Herzen gefallen sei, als er ihr gesagt habe, ihre Behinderung sei kein Hinderungsgrund für eine Beziehung. Ich habe versucht, ihr deutlich zu machen, dass mein Freund das allgemein gemeint hat und nicht auf sie und ihn bezogen. Er sei schließlich mit mir zusammen, und er und ich seien uns einig, dass das so bleiben solle. Als mich meine Freundin dann unter Tränen bat, meinen Freund doch freizugeben, ich sei nicht gelähmt und würde doch schnell einen neuen finden, wurde es mir zu viel. Ich habe ich gesagt, dass sie ihn und mich in Ruhe lassen solle und bin nach Hause.
        Uns hat in den letzten Jahren so viel verbunden - aber so kann ich unsere Freundschaft nicht weitertragen.
        Ich glaube schon, dass ich meine Beziehung nun in besonderer Weise pflegen muss. Mein Freund war zu oft gleichsam das dritte Rad am Fahrrad, das wird seine leichte Empfänglichkeit für "fremde" Avancen begünstigt haben. Deswegen mein Vorsatz, mehr in ihn zu investieren als bisher.
        Die Frage bleibt bloß, was aus meiner Freundschaft wird ...

        • Nun ist es offen auf dem Tisch: Meine Freundin ist verknallt - in meinen Freund. Wir waren heute bei meiner Freundin zum Abendessen. Den Termin hätte ich gerne abgesagt, aber er stand schon seit Wochen fest, und aus der Nummer hätten wir nicht so ohne Weiteres hinausgekonnt.
          Nach der Begrüßung hatte sie nur noch Augen für ihn, schaute ihn die ganze Zeit an, sprach nur zu ihm und bat ihn, ihr mit einigen Sachen in der Küche zu helfen, während ich alleine im Wohnzimmer zurückbleiben "durfte".
          Als meine Freundin während des Essens kurz verschwand, fragte ich meinen Freund, was denn hier abgehe. Er schaute mich irritiert an, zuckte die Schultern und sagte: "Ich weiß, tut mir leid, jetzt merke ich es auch ..." Ich war richtig erleichtert, dass mein Freund die Gefühle meiner Freundin offenbar nicht teilt, ihm das alles mittlerweile auch eher unangenehm ist.
          Als meine Freundin zurückkam, muss sie sofort gemerkt haben, dass die Stimmung eine andere war. Sie war ernst und verschlossen und musterte nun uns beide. Der Abend endete recht unterkühlt und abrupt.
          Zu Hause hat mir mein Freund gebeichtet, sich in den letzten Tagen schon etwas von meiner Freundin geschmeichelt gefühlt zu haben. Er will aber nur mich und hat sich auch noch für das Beinstreicheln vor einigen Tagen entschuldigt.
          Ich werde mich in der nächsten Zeit intensiv um meinen Freund bemühen, zärtlich zu ihm sein und herauszufinden suchen, wie wir endlich eine richtige Beziehung führen können.
          Nur bin ich in Bezug auf meine Freundin ratlos. Ich will sie nicht verlieren, nur weiß ich nicht, wie ich ihr nahe sein soll, wenn sie mir eigentlich meinen Freund ausspannen will ...

          • Also:
            ich habe heute mit meinem Freund direkt und meiner Freundin telefonisch noch einmal gesprochen und beide nach ihrem Gespräch vor einigen Wochen und meine Freundin noch einmal nach der Aktion mit dem Bein-Anfassen gefragt.
            Beim Gespräch war es wohl so, dass sich beide anfangs ihre Verletzungen lautstark an den Kopf geworfen haben, er sich dann entschuldigt hat, dann sie und sie ihm noch einmal vorgeworfen hat, unsensibel mit ihrer Situation umzugehen, zumal sie keinen Partner habe, woraufhin er meinte ihre Behinderung sei ihm sch...egal, und kein vernünftiger Mann, der sie liebe, würde ihren Rollstuhl als Hindernis für irgendetwas ansehen. Ich habe den Eindruck, dass ihr diese letzte Bemerkung nun schon seit längerem zu denken gibt.
            Auf die zweite Frage hin (mit dem Streicheln) hat meine Freundin nämlich gesagt, das sei doch lustig gewesen, sie finde das "süß". Ich soll mir aber keine Gedanken machen.
            Das alles hat nicht zu meiner Beruhigung beigetragen. Ich weiß nicht, was sich da anbahnt, ob sich überhaupt etwas anbahnt. Ich glaube, dass insbesondere in meiner Freundin mehr vorgeht, als ihr gerade bewusst ist. Und meinen Freund muss ich wohl fragen, ob es Zeit ist, einmal eine Entscheidung zu treffen ...

            • Liebe Mitforisten,


              danke für Eure Gedanken. Es ist so, dass ich überhaupt keinen Zugang mehr zu meiner Freundin habe. Wann immer wir uns sehen, ist sie still und schaut meinen Freund an. Wir haben häufig unsere Zeit mit "Siedler von Catan" vertrieben. Wenn wir das spielen, spielt sie gar nicht richtig gegen meinen Freund, in letzter Zeit bietet sie ihm Tauschgeschäfte an, die sie im Spiel gar nicht recht voranbringen. Dann fragt sie ihn heute Abend, ob er ein bestimmtes Problem auf seiner Arbeit schon habe lösen können - etwas, das sie noch vor wenigen Wochen überhaupt nicht interessiert hätte. Zur Begrüßung und zum Abschied umarmt hat sie ihn eigentlich schon immer, aber in letzter Zeit meine ich zu bemerken, dass sie dabei immer sein Gesicht anfasst.


              Das alles ist nicht so recht greifbar. Ich glaube nicht, dass da zwischen den beiden richtig etwas läuft, aber mein Freund kann oder will nicht begreifen, dass diese kleinen Gesten für mich bereits verletzend sind - er sonnt sich immer noch in dem Gefühl, mit meiner Freundin jetzt "Frieden" zu haben. Dabei gibt sie ihm schon viel mehr als das, und ich finde das unangemessen. Als ich meine Freundin vorhin bei einer kurzen Gelegenheit darauf ansprach, meinte sie nur, ich müsse mich schon entscheiden, ob sie meinen Freund als Freund oder als Feind behandeln solle. Ich glaube, sie blockt mich ab, eigentlich müsste sie verstehen, was mich so verletzt.

              • Ich, 27, habe seit mehreren Monaten einen neuen Freund. In den ersten Wochen allerdings hatten wir doch schon erhebliche Probleme. Ich bin nämlich seit vielen Jahren, seit meiner Schulzeit sehr eng mit meiner besten Freundin. Wir verstehen uns blind, erzählen uns alles, lachen viel und verbringen viel Zeit miteinander. Meine Freundin sitzt im Rollstuhl, und so helfe ich ihr bei vielen Dingen im Alltag. Mein Freund reagierte zunächst ziemlich eifersüchtig, und das nicht so ganz ohne Grund, er musste manches Zusammensein, manche Party überstehen, in der er zuweilen das "Opfer" unserer Späße und Neckereien war. Ich gebe zu, dass wir es tatsächlich anfangs übertrieben haben. Irgendwann vor ein paar Wochen hat mein Freund mir dann gesagt, wie verletzt er sich hierdurch gefühlt hat. Das wollte ich natürlich nicht und habe versucht, mein Verhalten ihm gegenüber zu ändern, wenn wir zu dritt oder zu mehreren waren. Meine Freundin habe ich auch gebeten, meinen Freund mehr zu schonen. Das Scharmützel zwischen meinem Freund und meiner Freundin setzte sich nämlich noch eine Weile fort. Auch mein Freund konnte nämlich austeilen und tat das auch, wenn er glaubte, sich wehren zu müssen.


                Die Situation eskalierte trotzdem noch einmal, als etwa Anfang Dezember meiner Freundin bei einem Zusammensein mit Freundin in ihrer Wohnung irgendeine Bemerkung `rausrutschte, worauf mein Freund ziemlich sarkastisch und mit einer Anspielung auf die Behinderung meiner Freundin erwiderte. Meine Freundin bebte sichtlich vor Wut, sie sagte meinem Freund, sie müsse mit ihm nebenan etwas klären. Ich ließ die beiden machen und hoffte, dass sie das Gewitter endlich würden bereinigen können. Das Gespräch der zwei muss bald eine Stunde gedauert haben. Man konnte hören, wie es zuweilen laut zwischen ihnen wurde. Am Ende kamen beide wieder ins Wohnzimmer und sagten, es sei nun alles klar, sie hätten sich vertragen.


                Mein eigentliches Problem begann erst dann: In der Folgezeit redeten beide kaum miteinander. Aber auch mir gelang es so gut wie nicht mehr, zu meiner Freundin vorzudringen, sie war ernst, verschlossen und auf einmal mir gegenüber abweisend. Wenn wir miteinander und mit anderen zusammen waren, saß sie schweigsam daneben. Mir fiel auf, dass sie immer wieder verstohlen meinen Freund musterte. Ich kann das überhaupt nicht einordnen. Dieses Wochenende nun waren wir zusammen bei meinen Eltern. Wir saßen mit mehreren Freunden in einer großen Runde auf dem Boden, meine Freundin neben meinem Freund in ihrem Rollstuhl. Bei einer Gelegenheit strich mein Freund mit der Hand über den Unterschenkel meiner Freundin und fragte, ob sie das spüren könne. Ich fand die Geste sehr übergriffig und völlig unangemessen und wollte meinen Freund gerade zurechtweisen. Normalerweise – ich kenne meine Freundin – hätte sie so etwas nicht geduldet, sondern den Betreffenden verbal einen Kopf kürzer gemacht oder sogar geohrfeigt. Als ich wahrnahm, dass sie bloß antwortete, nein, sie könne das nicht fühlen, und dann auch noch meinem Freund über die Kopfhaut fuhr und fragte, ob er denn das spüren könne, blieb mir die Spucke weg. Das war wie ein Streicheln! Zu Hause habe ich meinen Freund zur Rede gestellt. Er meinte nur, da wäre nichts, er sei nur froh, dass jetzt endlich Waffenstillstand herrsche. Für mich scheint da aber mehr als das zu sein.


                Was soll ich jetzt machen? Meine Freundin darauf ansprechen? Vielleicht ist ja wirklich nichts los, aber ich bin trotzdem sehr verletzt. Ich habe in den letzten Jahren so viel für sie getan und nun das! Bitte helft mir!