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laura13222

  • 3. März 2021
  • Beitritt 12. Feb 2021
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  • taliba_23004892

    Vielen Dank für die Liebe Nachricht.
    Ich bin hier zwar auch für die negativen, sehr konsequenten Nachrichten dankbar, aber diese hier gibt mir ein wenig mehr Hoffnung.


    Ob man an die "große Liebe" glauben mag, oder nicht, ich glaube, dass er meine ist.
    Als wir uns vor sieben Jahren kennengelernt haben und die zwei Jahre darauf so gut wie keinen Kontakt hatten (er lebte in Amerika, ich in Deutschland und wir entschieden, nicht weiter in Kontakt zu bleiben) konnten wir beide nie an jemand anderen denken. Als er nach diesen zwei Jahren nach Deutschland zurückkehrte, haben wir uns zum Essen verabredet, von da an waren wir, bis zuletzt, unzertrennlich.


    6 Monate sind vermutlich eine gute Zeit, um zu schauen, wie sich alles entwickelt und ob wir auch beide weiterhin die Kraft und Motivation haben intensiv an uns zu arbeiten.
    Ich glaube er gibt sich wirklich Mühe und mit mir ist es sicher auch nicht immer einfach.
    Ich kann hier ja leider nur meine Version schildern, seine würde sicher ein wenig anders aussehen und Fehler enthalten, die ich vielleicht in der Vergangenheit mal gemacht habe, die ihn wiederum sehr verletzt haben.


    Ich habe keine Angst davor mich zu trennen, weil ich nicht alleine sein will, oder glaube nie wieder jemand anderen zu finden.
    Ich möchte nur keine Entscheidung treffen, die ich hinterher bereue, weil ich uns nicht die Zeit gegeben habe, die wir verdient hätten, um wieder in die richtige Bahn zu kommen.


    Dennoch glaube ich, dass ich langfristig an meiner Eifersucht und den Vertrauensängsten arbeiten muss, um selbst auch glücklich sein zu können.
    Die hat nämlich nicht er verursacht, die waren leider schon lange vorher da.



    Ich wünsche auch Dir alles Gute und hoffe, dass du eines Tages doch noch abschließen kannst!

  • iamsad

    Das ist tatsächlich nicht der Fall.
    Meine Eifersuchtsprobleme und Vertrauensangst schleppe ich noch aus meiner allerersten Beziehung mit mir herum.
    Nach zwei Jahren tauchten die ersten Partybilder mit einer anderen auf, weitere folgten. Ein blödes Gefühl hatte ich immer, Beweise nie.
    Nach drei Jahren habe ich mich dann aus anderen Gründen von ihm getrennt, erst danach kam dann die Wahrheit über das Betrügen heraus.
    Theoretisch war es zu dem Zeitpunkt nicht mehr wichtig, getrennt hatte ich mich ja eh schon, beeinflusst hat es mich aber offenbar dennoch.
    Nach dieser Beziehung hat jede folgende Bekanntschaft nach spätestens drei Monaten das Weite gesucht, weil meine Eifersucht, die ewigen "was wäre wenn..." Fragen und mein Drang alles und jeden kontrollieren zu können, wohl unerträglich waren.
    Mein jetztiger Freund ist mit dem Ganzen anders umgegangen und scheinbar damit auch klar gekommen, bis es eben zuletzt noch schlimmer wurde, weil es in unserer Beziehung nicht mehr so gut lief.
    Er hat mir zuvor nie das Gefühl gegeben, dass ich mir um irgendwas Sorgen machen müsste und hatte vorher auch keine Geheimnisse vor mir. Angst, dass etwas passieren könnte, hatte ich trotzdem und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass ich das in jede Beziehung nach ihm tragen würde, wenn ich da nicht an mir selbst arbeite.
    Diese Erkenntnis habe ich zwar schon, das ganze umzusetzen ist aber noch mal etwas anderes.


    Nur weil ich ein euifersüchtiger Mensch bin, heißt das ja nicht, dass ich nicht auch rational denken kann.
    Freundschaften verbieten, oder verbieten mit seinen Freunden wegzugehen ist ja keine Lösung. Ganz im Gegenteil, ich bin der Meinung, dass man dadurch alles nur schlimmer macht.
    Natürlich wäre mir am liebsten, wenn er nur männliche Freunde hätte, das würde mir mein eifersüchtiges Leben durchaus leichter machen.
    Aber gerade die Freundinnen, die er schon lange vor mir kannte, haben sicherlich ihre Daseinsberechtigung.
    Von Verboten halte ich in diesem Zusammenhang nichts, obwohl ich tierisch eifersüchtig bin.

  • beautifulmind89

    Ich bin 24, er 32.


    Ich vermute, dass uns eben beiden noch etwas an der Beziehung liegt.
    Wir waren eigentlich immer ein gutes Team, teilen gemeinsame Interessen und haben uns auch beruflich immer viel unterstützt und einander geholfen.
    Wir sind in keiner Form abhängig voneinander, weder finanziell noch auf andere Weise und eine Trennung wäre da sicher der leichtere Weg. Die wollen wir aber beide nicht.


    Wir haben zunächst mal allgemeine Probleme angesprochen, die im Alltag immer mal zu Stress geführt haben und versuchen uns allgemein wieder mehr Zeit füreinander und auch unser gemeinsames Hobby zu nehmen.
    Wir versuchen wieder Kleinigkeiten in den Alltag einzubringen, die eben eine Partnerschaft ausmachen, rücksichtsvoller sein, dem anderen wieder zuhören.
    Während es schlecht lief hat er häufig seine Laune an mir ausgelassen, das tut er nun nicht mehr, oder entschuldigt sich zumindest im Anschluss, wenn er merkt, dass er mir gegenüber unfair war.
    Ich gebe ihm mehr Freiheiten und bemühe mich weniger "Kontrollfreak" zu sein.


    Ich weiß, dass es keinen Sinn macht sich jetzt immer noch mit diesem Kuss zu beschäftigen und manchmal denke ich, dass es vielleicht einfach "notwendig" war, damit wir aufwachen und wieder mehr Arbeit in die Beziehung stecken.
    Ich bin hin- und hergerissen zwischen "es war nur ein Kuss und alles nicht so wild" und "trotzdem hat's mir irgendwie das Herz gebrochen".


    Da wir über einen so langen Zeitraum Probleme hatten, kann man wohl auch nicht von heute auf morgen erwarten, dass plötzlich alles wieder perfekt ist, aber vom Gefühl her sind wir eigentlich auf einem guten Weg.
    Oft stehe ich der Verbesserung aber mit meinen negativen Gedanken im Weg und ziehe uns wieder ein wenig runter.


    Aufgeben kann man am Ende ja immer noch, deswegen würde ich tendenziell jetzt erstmal weiter machen, wie bisher...

  • grossstadtmensch

    Wenn ich jemanden rein freundschaftlich kennenlerne, dann halte ich es sehr wohl für normal, meinem Partner auch von dieser Person zu erzählen. Mehr als Freundschaft scheint dort zumindest von seiner Seite auch weiterhin nicht zu sein.

  • monikahanke

    Er hat ja durchaus versucht das ganze zu verleugnen.
    Wären da nicht die sehr eindeutigen Chatverläufe gewesen, weiß ich nicht, ob er es zugegeben hätte...

  • Hallo, ihr Lieben,
    ich lese schon länger hier in den Foren mit, konnte aber keinen Beitrag finden, der mit meiner Erfahrung genug übereinstimmt, als das ich die dort gegebenen Rückmeldungen zufriedenstellend auf meine Situation beziehen könnte.
    Ich versuche mich kurz zu fassen, hier also mein Problem:


    Mein Freund und ich sind seit fast 5 Jahren zusammen. Das letzte Jahr hat uns ziemlich auf die Probe gestellt und wir hatten so einige Probleme.
    Von unserem gemeinsamen Urlaub im August hatte ich mir erhofft, dass wir wieder mehr zueinander finden, wenn wir mehr Zeit miteinander verbringen können.
    Ich war vor dem Urlaub beruflich für zwei Wochen im Ausland, in dieser Zeit hatten wir nicht viel Kontakt, weil wir uns zuvor häufig gestritten hatten.
    In der ersten Nacht im gemeinsamen Urlaub habe ich in sein Handy geschaut, weil ich irgendwie ein blödes Gefühl hatte (Ich weiß, eigentlich nicht in Ordnung).
    Leider bin ich dort auch fündig geworden. Er schrieb schon seit längerer Zeit täglich, beinahe nonstop mit einer anderen Frau, von der ich noch nie zuvor gehört hatte. Aus dem Chatverlauf konnte ich entnehmen, dass sie, als ich beruflich nicht zuhause war, auch einmal zu Besuch war.
    Ich sprach ihn am nächsten Tag darauf an, er sagte, dass er sowieso mal mit mir über unsere Beziehung sprechen wollte und nun wohl ein guter Zeitpunkt sei.
    Er sagte mir, dass er sie auf einer Party im Juli kennengelernt hatte und seitdem mit ihr in Kontakt sei, aber sie nur eine Freundin sei. Er meinte allerdings, dass ihm klar geworden ist, dass etwas mit unserer Beziehung nicht stimmen kann, weil er glaubt, dass er sonst den Kontakt zu dieser Frau nie aufgenommen hätte.
    Er sagte, er wollte mir nicht davon erzählen, weil ich so eifersüchtig sei und er keine Lust auf noch mehr Stress gehabt hätte. (Ich bin tatsächlich furchtbar eifersüchtig, kann das also teilweise ein wenig nachvollziehen, auch wenn ich es trotzdem nicht richtig finde)
    Ich sagte ihm, dass nichts schlimmer ist, als Dinge vor mir geheim zu halten und mich zu belügen, weil er zunächst behauptete, sie wäre gar nicht zu Besuch gewesen.
    Den Urlaub über haben wir uns ständig über sie gestritten. Er sagte, wenn ich nicht wollen würde, dass er Kontakt zu ihr hat, dann würde er das akzeptieren, ansonsten aber weiterhin mit ihr in Kontakt bleiben. Da ich aber nicht vorhabe meinem Partner Freundschaften zu verbieten, geht diese munter weiter.
    Ich habe sie inzwischen kennengelernt, dennoch ist sie mir ein Dorn im Auge. Ich glaube, dass sie sehr wohl über Freundschaft hinaus an meinem Partner interessiert ist, aber er ist fest davon überzeugt, dass ich mir das nur einbilde.


    Einen Monat später im August ging er wieder auf eine Party, wo er auch zwei Tage blieb.
    Eine Woche später fand ich in seinem Handy einen Chat mit einer weiteren unbekannten Frau. Sie flirtete ihn an, er schrieb ihr, dass das Ganze ein Fehler war, er die Beziehung mit mir noch nicht aufgeben wolle und kein weiteres Interesse an ihr hat. Der Abend mit ihr war schön, aber nicht richtig.
    Ich sprach ihn darauf an, nach einer Weile gab er schließlich zu, sie geküsst zu haben.
    Es ging von ihm aus, aber gleich danach hat er ihr wohl gesagt, dass er eine Freundin hat und das nicht machen sollte.


    Er sagte mir, dass unsere ständigen Streits dazu geführt hätten, dass er für jegliche Form von Aufmerksamkeit anderer Frauen empfänglich war, er keine Gefühle oder irgendein Interesse an dieser Frau hatte und auch keinen Kontakt zu ihr hat.
    Er hat sich zwar entschuldigt, aber von Reue kann ich nicht unbedingt sprechen.
    Er sagte mir, dass es ihm zwar leid tut, aber er mich sicher nicht anlügen würde und mir sagen würde, dass er den Abend mit ihr total doof fand. Ich sei ja nicht auf den Kopf gefallen und wüsste selbst, dass es dann gar nicht dazu gekommen wäre.
    Ich habe fast das Gefühl, es stört ihn mehr, dass es rausgekommen ist und er sich nun mit meinen Gefühlen herumschlagen muss, als dass er mich so verletzt hat.


    Wir haben viel geredet, viel gestritten und uns letztendlich dazu entschieden, unserer Beziehung noch eine Chance zu geben.
    Das ganze ist nun 4 Monate her und eigentlich läuft es inzwischen wieder sehr viel besser zwischen uns, doch manchmal kreisen meine Gedanken nur um diesen Fremdkuss und ich kann nicht begreifen, wie er so weit gehen konnte. Manchmal denke ich mehrere Tage gar nicht daran, dann kommt plötzlich alles wieder hoch und es tut einfach nur weh.
    Ich habe große Angst, dass so etwas wieder passiert und zweifle manchmal an seiner Liebe, weil mir so ein "Ausrutscher" nicht passieren würde. Ich war ebenso unglücklich in der Beziehung, ich war ebenso alleine unterwegs und trotzdem habe ich im Traum nicht daran gedacht mir meine Zuneigung bei jemand anderem zu suchen.
    Für mich ist es einfach kaum nachvollziehbar.
    Auch die Tatsache, dass er mich zweimal hintereinander angelogen und mir Dinge verheimlicht hat, macht es für mich schwierig. Nach seinem Fremdkuss haben wir zwar ausgemacht, dass er mich nicht mehr anlügt, oder mir Dinge verheimlicht, aber meiner Meinung nach war das auch zuvor unser Konzept einer Beziehung, daher bin ich nicht sicher, wieviel Wert ich auf diese Aussage legen kann.


    Nun zu meiner Frage:
    Meint ihr, dass es trotz allem realistisch ist, dass wir wieder eine glückliche Beziehung führen können?
    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
    Ich habe bis jetzt immer nur von Fremdküssen gelesen, nach denen die Partner sofort davon erzählt haben und selbst unglaublich traurig darüber waren. Das da noch nichts verloren ist kann ich mir gut vorstellen, aber so wie in meinem Fall?


    Ich weiß, dass hier niemand eine richtige Antwort haben wird, aber ein paar Meinungen würden mir eventuell schon helfen.
    Eigentlich möchte ich die Beziehung nicht aufgeben, aber ich habe Angst, dass ich dieses Misstrauen und die schlechten Gedanken an den Abend mit dieser Frau niemals loswerde...


    Entschuldigt den langen Text und danke an alle, die bis hier her gelesen haben.


    Liebste Grüße :)