K
kyano_25663839

  • 11. März 2022
  • Beitritt 13. Sept 2021
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  • user1990744038

    Ich mag Männer, die gut aussehen, wie Männer aussehen, und zumindest so vo viel Hirn haben, dass sie die für guten Sex nötige Hirnleistung erbringen können. Daraus folgt: Ich bin deshalb weniger primitiv als pauschal "die Männer", weil ich wählerischer und anspruchsvoller bin. :clin:

  • user1990744038

    Was hat das alles mit Sexismus zu tun?


    Sexismus liegt vor wenn man die Rechte und/oder den Wert der Rechtsgüter eines Rechtssubjekts von der beim Rechtssubjekt vorliegenden Geschlechtszugehörigkeit abhängig macht.


    Inwiefern spielt bei Konventionen fürs Dating die Zubilligung von Rechten/die Bewertung von Rechtsgütern eine Rolle?


    Es wird ja, Konventionen hin oder her, beim Dating normalerweise niemand zB zwangsenteignet, und jede/r entscheidet selbst, welche Angebote sie/er zu machen bereit ist.


    Im Zweifelsfall müssen diejenigen die Rechnungen zahlen, die die Verträge mit den Leistenden (Restaurant etc) (explizit oder konkludent) abgeschlossen haben.


    Diese Frage, wer gegenüber dem Restaurant als Vertragspartner für erhaltene Leistungen auftritt, kläre ich übrigens immer, bevor etwas bestellt wird, diskret mit dem Personal. ZB beim Telefonat für die Reservierung. Das Personal im Restaurant hat dann schon im Vorfeld meine Aussage, dass ich zahlen will, und dass ich als Vertragspartner für die erhaltenen Leistungen einstehe, womit die Verhältnisse geklärt sind. Das hört sich sehr juristisch an. In der Praxis heisst das, dass ich den Leuten kurz und unauffällig mitteile, dass sie, wenn wir gehen, stillschweigend mir die Rechnung überreichen und von mir das Geld kassieren sollen. ;-)

    • aeryn_26774591

      Ich bin in meinem Leben oft von Frauen eingeladen worden. Das waren aber keine Dates, und ich war da noch ein Kind: Meine Mama hat mich alleinerziehend aufgezogen und früher alles, aber auch gar alles für mich bezahlt. Und mit Argusaugen darüber gewacht, dass mir nix passiert. ZB meine Oma und meine Tanten haben mir, als ich ein Kind war, Essen oder Eis oder dergleichen spendiert, oder einen Eintritt für mich bezahlt.
      Jetzt bin ich aber erwachsen und kann selbst für mich sorgen. ;-)

      • janina3

        Jemanden einladen und dann die eingeladene Person zahlen lassen wäre ein seltsames Verständnis für den Begriff "Einladung". ZB Politiker/inne/n, Sozialist/inn/en, Bankern, Marketing-Expert/inn/en, Leuten aus der Werbebranche und Wirtschaftsleuten traue ich sowas aber zu. :mrgreen:

      • sina555

        Mag sein, aber wenn einer sich schämen sollte, dann ist es doch besser, das gleich beim ersten Date zu erfahren als dass er sich erst verstellt und Zeitverschwendung verursacht. ;-)

      • janina3

        > Ooooooch, ihr armen Männer ...
        > Müsst euch immer hübsch machen ...


        Wenigstens Du siehst ein, was wir Männer für ein schweres Los haben. ;-)


        Aber ich rede in diesem Pukt ja eigentlich nicht von mir, sondern spreche für den normalen Durchschnittsmann.


        Ich selbst bin so überragend strahlend schön, dass ich gar nicht viel machen brauche ausser vielleicht meine Haare zurückkämmen und mein Hemd lüften, damit das nochmal geht. :mrgreen:


        Und es ist meiner Meinung nach tatsächlich eine Stilfrage, dass der Gentleman zahlt. Da bin ich voll und ganz mit Dir einig. Und genau deshalb bin ich aber auch der Ansicht, dass der Rahmen so sein muss, dass es eine Stilfrage bleibt.
        Man bzw frau sollte von einem Dating-Partner zB nicht verlangen, beim ersten Date Dinge zu veranstalten und zu zahlen, die er sich nur schwer oder gar nicht leisten kann.
        Aber genau das ist eine bei Männern weit verbreitete Angst, die ich nie verstanden habe, da ja jeder die Kontrolle darüber hat, welche Angebote sie/er machen möchte und welche nicht.


        Mike Krüger & Karl Dall - Wir Sind So Schön

        • janina3 hat auf diesen Beitrag geantwortet.
        • janina3

          Beim ersten Date soll er also Theater vorspielen und so tun als ob er nicht kleinlich sei?


          Wem sollte das was bringen? Wer Kleinlichkeit nicht mag, merkt dann halt erst später, nach noch mehr Zeitverschwendung, dass es Zeitverschwendung war. :mrgreen:


          Ich kann der Frage jetzt einfach nicht widerstehen:


          Wie soll ein emanzipierter Mann über eine Frau denken, die ihrerseits schon beim ersten Date kleinlich ist und sich nur durchschnorren will? :mrgreen:


          Allein schon der Aufwand, den wir Männer haben wenn wir uns fürs Date schön machen... :mrgreen:

          • janina3 hat auf diesen Beitrag geantwortet.
          • user1990744038

            > Und die Tatsache, dass einige Damen der Schöpfung das von dir erwarten, sich auf auch sonst allen Privilegien ausruhen, während du höchst wahrscheinlich derjenige bist, der härter um dates kämpfen muss, während sie dich am Ende)vermutlich nicht) wählt sondern dich abblitzen lässt, stört dich dabei gar nicht?


            Du gehst bei mir von falschen Voraussetzungen aus. Ich habe in meinem Leben bisher nur eine einzige Frau -äh- gedated, und bei der handelt es sich seit ca acht Jahren um meine Freundin. Wenn mich irgendwas an ihren Erwartungshaltungen gestört hätte, wäre es nicht zu den Dates gekommen.


            Abgesehen davon gestalten sich unsere Dates bzw unser genmeinsames Ausgehen so, dass sie niemandem von uns finanziell wehtun, dass sich niemand dafür über Gebühr verausgaben und über ihre/seine Verhältnisse leben muss.


            Ob irgendwelche Damen zB in Hinblick auf Dates irgendwas von mir erwarten ist mir ehrlich gesagt eigentlich recht schnuppe. Ich mache es so, wie ich es für richtig halte. Wenn mir Anspruchs- und Erwartungshaltungen von Leuten nicht gefallen, bleibe ich auf höflicher Distanz, was dann zB auch Dates ausschliesst.


            Außerdem bin ich zwar der Ansicht, dass der Gentleman beim Date bezahlt. Aber außer Dates gibt es auch andere Dinge, die man/frau gemeinsam unternimmt. Mir ist es zB in der Zeit nach dem zweiten Date mit meiner Freundin passiert, dass wir uns verabredet hatten, weil sie von mir Nachhilfe in Mathe haben wollte. Sie kam dann mit einem großen Rucksack bei mir an, in dem sie außer ihren Mathesachen auch alles dabei hatte, was man ihrer Meinung nach für einen Kuschelabend braucht: Frotteeschlafanzug, DVDs, ein Blech von ihr sebst gebackener Schwäbischer Rahmkuchen und Salat. Nicht einen Cent hab ich da für das von ihr gemachte Essen bezahlt. Solche Sachen passieren auch. Von daher habe ich ganz und gar nicht das Gefühl, dass meine Freundin mich mit Dates ausbluten würde oder dergleichen.


            > Manchmal verstehe ich den fehlenden Sinn für gerechtigkeit, Fairness /Sexismus mancher meiner Geschlechtsgenossen nicht.


            Wenn sich Dates so gestalten, dass sie keinem Beteiligzen finanziell wehtun, sehe ich keine Probleme. Wenn das Bezahlen beim Date aber zum echten Problem wird, sollte man sich überlegen, den Rahmen, in dem die Dates ablaufen, den finanziellen Verhältnissen, in denen man lebt, anzupassen.


            Abgesehen davon - zum Thema "Sinn für Gerechtigkeit, Fairness /Sexismus mancher deiner Geschlechtsgenossen":


            Wenn ich mich immer daran orientieren würde, wie die Welt meiner Meinung nach sein soll anstatt daran, wie sie nun mal ist, käme ich keine zwei Meter weit.


            > Ich denke, wir sollten mal aufwachen, langsam.


            Das ist richtig, aber das Aufwachen sollte miteinschliessen, dass wir merken, dass wir ganz ganz andere Probleme haben als irgendwelche Sexismus- und Gender- und Bezahldebatten.


            > Was Aussage 1 betrifft:


            Der Mann zahlt irgendwann immer. Egal wie er sich anstellt. :mrgreen:

          • Egal wie man es hindreht: Der Mann zahlt immer. Vielleicht nicht immer gleich. Es kommt aber immer irgendwann der Moment, zu dem er zahlt. :mrgreen:


            c) Kommt drauf an.


            Unter anderem darauf, welchen Geschlechtern die am Date beteiligten angehören.
            Daten sich zwei Männer, wird von Männern gezahlt.
            Daten sich zwei Frauen, wird von Frauen gezahlt. :mrgreen:


            Im Prinzip eben wie vereinbart. Spricht jemand während der Vereinbarung oder des Stattfindens des Dates eine Einladung aus, dann hat sie/er sich dran zu halten.


            Tut das niemand, sodass also keine Vereinbarung besteht, kann niemand darauf bestehen, eingeladen zu werden, und jede/r zahlt ihr/sein Zeug selbst.


            Um in diesem Punkt von vorneherein Klarheit zu schaffen, mache ich es so, dass ich zum Date einlade.
            Mit dieser Wortwahl ist klar, dass ich gedenke, zu zahlen.
            Denn ich denke, der Gentleman der alten Schule sollte die Dame einladen.
            Am Rahmen, den er für das Date setzt, kann die Dame erkennen, was er sich leisten kann und wie er mit Geld umgeht, ohne dass man sich gegenseitig über finanzielle Verhältnisse ausfragt.

            • dickunddoof

              > Und ja, sicher, Russland und China sind, was die Einhaltung der Menschenrechte angeht, auch nicht die erste Wahl. Aber zumindest labern die mich nicht ständig mit ihrer Großartigkeit voll.


              Propaganda in dieser Richtung richten Machtblöcke an ihre eigenen Bürger.


              Wir im Westen(tm) haben von der Großartigkeit der Werte des Westens überzeugt zu sein.
              Die Russinnen und Russen haben von der Großartigkeit der Werte Russlands überzeugt zu sein.
              Die Chinesinnen und Chinesen haben von der Großartigkeit der Werte Chinas überzeugt zu sein.


              Ich weiss aber nicht, wo überall auf der Welt ich diese Beobachtung so unverblümt hinausposaunen dürfte ohne Schwierigkeiten zu bekommen.


              Wie sehr unterscheiden sich in den verschiedenen Machtblöcken jeweils die Werte des kleinen Mannes?


              > Mich stößt der zweierlei Maßstab, den der Westen anlegt, ab.


              Mich stößt das auch ab. Traurig ist auch, dass nicht nur der Westen(tm) das so macht sondern alle, und ich deshalb gar keinen sehe, dem man vertrauen könnte.


              Meiner Meinung nach geht es beim weltweiten Taktieren nicht wirklich um Werte, sondern darum, die Welt für die anstehenden großen Verteilungskriege um die Ressourcen des Planeten einzuteilen.


              Das Dumme dabei ist, dass die Ressourcen, Krieg hin oder her, endlich sind, diejenigen, die diese Kriege führen wollen, sich also so oder so irgendwann mit der Problematik auseinandersetzen müssen, ohne diese Ressourcen auszukommen.
              Meiner Meinung nach kann man sich dieser Problematik aber besser stellen wenn man sich nicht durch Kriege schwächt sondern Stärken zusammenlegt und die Karre gemeinsam anstatt gegeneinander aus dem Dreck zieht.
              Die Chancen, die Karre aus dem Dreck zu bekommen und der Menschheit ein Überleben zu ermöglichen, sind ungleich größer wenn man zusammen arbeitet anstatt gegeneinander arbeitend die noch vorhandenen Ressourcen noch schneller verbraucht.

            • eva.eden

              Weil ich nicht gleich losgetüddelt, sondern meine Meinung zu den Dingen und den derzeitigen Relationen des Unglücks kundgetan und Fragen wie die, warum in der EU keine russischen Flugzeuge mehr landen dürfen, wie erbeten beantwortet habe, und auf den Aspekt der Gültigkeit der EU-Charta der Grundrechte eingegangen bin?


              Habe ich denn zB irgendwo signalisiert, dass ich wegen irgendetwas gegen die besagte Fragestellerin vorgehen möchte?
              Habe ich nicht. Habe ich auch nicht vor.


              Dass mir an Unlauterkeit in der Argumentation grenzende anscheinend uninformiert anklagende Pseudo-Naivität auf den Keks geht darf ich wohl noch signalisieren ohne dass daraus abgeleitet wird, dass Leute wie ich daran schuld seien, dass sich die Menschheit nicht vereint. Im Gegensatz zu vielen anderen Mitbürgern auf dieser Welt bin ich bereit, zu diskutieren anstatt Köpfe einzuschlagen.

            • adraste

              > Der Westen-muss ich Dich enttaeuschen- sind wir.


              Erstens:


              Ich habe nicht abgestritten, irgendwie ein Element derjenigen Menge zu sein, die man unter dem Begriff "der Westen(tm)" subsummiert.


              Ich bin aber kein Element derjenigen Menge, die man unter dem Begriff "im Westen(tm) waltende Macht" subsummiert.


              Auch wenn "wir(tm)" der Westen sind, gehöre ich trotzdem nicht zu den im Westen waltenden Mächten.


              Das dürfte der Hauptgrund sein, warum hier im Westen(tm), seit ich denken kann, so viele Dinge so ganz anders entschieden werden als ich sie entschieden hätte. :mrgreen:


              Ich schätze, zB Russland hat derzeit mehr Einfluss auf die Entscheidungen des Westens(tm) als ich. :mrgreen:


              Es hat zB noch gar nie eine politische Partei in Deutschland gegeben, die ich hätte guten Gewissens wählen können, weil ich ihr Programm in allen Punkten für vertretbar gehalten hätte und nicht irgendwo wahnsinnige Abgründe gesehen hätte. Meine bescheidenen Versuche, eine eigene Partei zu gründen, waren bislang fruchtlos. Alles nicht unbedingt ein Beleg dafür, dass ich eine Macht darstelle. :mrgreen:


              Zweitens:


              Wieso sollte mich das enttäuschen?



              > Wir Schauen aber tatenlos zu wie russische Dirigenten Opernsaengerinnen Sportler Wissenschaftler einfach so bei uns aus ihren Jobs ihren Vertraegen geworfen werden.


              Ich bin wortreich gegen diese generelle Russen-Diffamierung, denn erstens ist das Unrecht und zweitens zerschlägt sie die Basis für künftige Annäherungen im Guten.


              Außerdem ist denjenigen Leuten, die in Deutschland lebende Russinnen und Russen, die nichts für den Krieg können, in rechtswidriger Weise anfeinden, offenbar nicht klar, dass sie damit erstens sich selbst als Kriegspartei sehen und zweitens andere, die das vielleicht gar nicht sein möchten, zur Gegenpartei machen, sich also selbst Feinde auserkiesen/machen, wo keine Feindschaften sein müssten, was unter anderem keine kluge Überlebenstaktik darstellt, denn Freunde sind für das Überleben in der Regel besser als Feinde.


              Ich bin kein Staatsorgan. Abgesehen davon, dass ich wortreich dagegen bin - was für Taten erwartest Du von mir? Friedenslieder singen? Die ändern auf die Schnelle nichts an der menschlichen Kurzsichtigkeit. Einen Rahmen der Selbstjustiz aufbauen, um die Bösen(tm) an ihren bösen Taten zu hindern?


              A propos Friedenslieder: Wir(tm) könnten einen Friedensmarsch zum Roten Platz in Moskau organisieren und da dann unsere Gitarren und Blockflöten rausholen und alle gemeinsam "We shall overcome" singen. Aber nur in der von mir vorgeschlagenen Tonart - wehe jemand singt falsch! :mrgreen:


              Noch was ganz anderes:


              Warum gibt eigentlich niemand zu, dass es bei den ganzen Kriegen in den letzten Jahrzehnten, nicht erst jetzt beim Ukraine-Krieg, darum ging, eine für die anstehenden Großkriege um die Ressourcen dieser Welt genehme Weltordnung zu schaffen, bei der zB die EU möglichst hilflos dastehen soll, und zwar nicht nur nach dem Willen der russischen Führung?


              Meiner Ansicht nach sind diese kleineren Kriege Vorbereitungsarbeiten für große Verteilungskriege.
              Wenn niemand mit großen Kriegen rechnen würde, warum dann überhaupt der ganze Affenzirkus wegen der NATO-Ost-Erweiterung? Wenn niemand mit großen Kriegen rechnen würde, wäre einerseits den Russsen eine NATO-Ost-Erweiterung schnuppe, und wäe andererseits der NATO bzw den Amerikanern eine Erweiterung der NATO und damit die Vergrößerung der Schachfiguren-Sammlung gar nicht so wichtig.


              Und wie kommt es, dass die USA signalisieren, dass sie nichts dagegen hätten wenn Polen Kampfflugzeuge an die Ukraine abtreten würde, was Polen zum Glück nicht tun will, wo doch eigentlich offensichtlich ist, dass die Ukraine diesen Krieg auf Dauer nicht gewinnen kann? Mir kommt es schon lange so vor als ob die USA in den anderen NATO-Partnern keine Partner sondern Schachfiguren erster Klasse sehen, von denen man auch mal welche verheizen/opfern kann wenn es der US-Oligarchie nützt. (Schachfiguren zweiter Klasse sind Länder wie die Ukraine. Schachfiguren dritter Klasse sind Länder wie der Irak oder Afghanistan oder Syrien.)


              Egal in welche Weltrichtung ich schaue - zur Zeit halte ich gar nichts für vertrauenserweckend.

              • dickunddoof

                Ich finde es übrigens generell falsch, dass Deutschland Waffen an andere herausgibt.


                Aus folgenden Gründen:


                1. Wenn die Waffen weggegeben sind, hat Deutschland keine Kontrolle mehr, wer die Waffen gegen wen einsetzt. Es gibt keine Garantie, dass die Waffen bei demjenigen bleiben, an den man sie übergibt. Es gibt keine Garantie, dass nicht benutzte Waffen an Deutschland zurückgegeben werden. Es gibt keine Garantie, dass derjenige, der die Waffen bekommt, sie niemals gegen Deutschland einsetzt. Man denke an die Stinger-Affäre, als die USA Mitte der 80er-Jahre den afghanischen Mudschahedin 1000 Stinger-Raketen für den Krieg gegen Russland überlassen haben, von denen in besagtem Krieg nur 300 verschossen worden sind und 700 in die Hände der Taliban geraten sind, die sie dann nach 9/11 im Krieg gegen die Amerikaner eingesetzt haben. Es wäre denkbar, dass die Ukraine in ein paar Tagen/Wochen Russland gehört und Russland dann auch die von Deutschland gelieferten Stinger und Panzerfäuste hat und diese Waffen zB gegen Deutschland einsetzen kann. (Wollen hoffen, dass es nicht zu so einer Konfrontation zwischen Deutschland und Russland kommt.)
                Es ist schlicht verantwortungslos, in der Welt unkontrolliert Waffen in Umlauf zu bringen.


                2. Es ist nicht zu leugnen, dass es in der Ukraine Gruppierungen mit zweifelhaften Gesinnungen gibt. Mit Waffenlieferungen unterstützt Deutschland unter Umständen in der Ukraine Gesinnugen, die man in Deutschland als Demokratie- und Verfassungsfeindlich ansieht.


                3. Die Russen wissen um die Waffenlieferungen. Es ist nicht gesagt, dass Russland nach dem Krieg großes Interesse haben wird, sich mit Ländern wirtschaftlich auszutauschen, die Waffen an einen Feind geliefert haben. Von wegen Öl und Gas und solchen Dingen.


                4. Waffenlieferungen im Feld verlängern den Krieg/Konflikt, führen aber in der Regel nicht dazu, dass diejenigen, die sie bekommen, tatsächlich ihre Ziele erreichen. Die Verlängerung des Kriegs/Konflikts führt zu mehr Elend und begünstigt Eskalationen.


                5. Jede Waffe steht für den Tod von Menschen.


                6. Die Zivilbevölkerungen und die verheizten Wehrpflichtigen können nichts dafür, dass Biden und Putin Krieg führen.


                Ich schätze, Deutschland schwenkt von der Lieferung von Stinger-Raketen und Panzerfäusten auf die Lieferung von kaputten Strelas um, um sich davor zu drücken, in diesen Fragen klar Stellung zu beziehen.

                • adraste

                  > Ach na schoen, dass Du erkannt hast , dass sich die Probleme nicht aufloesen, wenn Putin weg ist.


                  Es gibt vieles, was ich nicht verstehe.


                  Ich meine, ich nehme wahr, dass von westlicher Seite aus viele Türen zugeschlagen werden und dass das Türenzuschlagen grade noch mehr en vogue ist als sonst.


                  Ich weiss nur noch nicht so genau, wieso.


                  Da werden jetzt Künstler fortgeschickt, die bestimmt ganz furchtbar viel Einfluss aufs Weltgeschehen haben. Dirigenten und Opernsängerinnen und Sportler/innen fortgeschickt, weil sie keinen Selbstmord begehen und ihre Lieben daheim nicht in Gefahr bringen wollen indem sie sich offen gegen das Putin-Regime stellen. Geschäftsverbindungen werden gekappt, und was weiss ich was noch alles. Angeblich wollen die im Westen waltenden Mächte, zu denen ich übrigens nicht gehöre - auf mich hört niemand, Putin stürzen, wobei ich nicht weiss, ob davon irgendwas besser werden würde. Aber ich kriege meine Zweifel, ob sie das wirklich wollen oder nur vorgeben:


                  Mal ganz plakativ ausgedrückt: Wenn wir hier jetzt alles Russische abblocken, dann bekommen die Russen doch das Gefühl, dass wir was gegen sie alle haben, und dass der einzige rettende Pol, den sie noch haben, das Putin-Regime ist. Damit stärkt das Abblocken alles Russischen das Putin-Regime. Was nicht im Sinne derjenigen sein kann, die ihn (angeblich?) stürzen/stoppen wollen.

                  • adraste hat auf diesen Beitrag geantwortet.
                  • eva.eden

                    > Auch du schaffst es nicht einmal im kleinen auf jemanden der eine Frage stellt mit Verständnis und etwas Nachsicht zu reagieren.


                    Ich schaffe das schon. Nur will ich das nicht immer.


                    Die Art, wie da die Problematik mit dem Schlaganfall der Mutter, woran man durchaus Anteil nehmen kann, in einer Schuld zuweisenden anklagenden Art mit Fragen aus dem Bereich "Entscheidungen der Politik als Mittel von Strategie und Taktik" verknüpft wurde, hat für mich ein Geschmäckle nach Stimmungsmache. Wenn das tatsächlich nur Naivität war, ist es dringend an der Zeit, selbige abzulegen.

                    • eva.eden hat auf diesen Beitrag geantwortet.
                    • dickunddoof

                      > Willkommen in der Vierte-Welt-Bananenrepublik Deutschland.


                      Ich denke da weniger an Vierte-Welt-Bananenrepublik und mehr an Kalkül in Richtung des Orwell'schen Zwiedenks.

                    • Die Entzweiung und das Schüren von Ressentiments in den Bevölkerungen ist von den verschiedenen Machtblöcken dieser Welt gewollt.


                      Der jetzige Krieg entspringt weltweiten gegenläufigen Bestrebungen, für die kommenden Ressourcen-Verteilungskriege und Klima- bzw Ökokrisen-Kriege eine genehme Welteinteilung zu schaffen.


                      Für die EU-Länder stellt sich die Frage, an wessen Rockzipfeln sie in diesen Verteilungskriegen hängen werden.


                      In diesem Sinne ist es strategisch nachvollziehbar, dass Russland nicht will, dass die NATO sich immer weiter ausdehnt und ganz nah an Russland heranrückt.


                      In diesem Sinne ist es strategisch nachvollziehbar, dass manche Länder die NATO immer weiter ausdehnen und ganz nah an Russland heranrücken wollen.


                      Es gab nach dem Zerfall der Sowjetunion eine Zeit, in der sich Russland der EU und der NATO annähern wollte, aber immer wieder ziemlich abgeblitzt ist.


                      Unter dem genannten Hintergrund ist das nicht verwunderlich, aber der NATO hätte klar sein müssen, dass dieses ständige Abblitzenlassen friedlicher Annäherungsversuche Russlands an die NATO und die EU auf Dauer nicht zwangsläufig vertrauenserweckend wirkt und unter dem genannten Hintergrund des Positionierens für die anstehenden Ressourcen-Verteilungskriege und Klima- bzw Ökokrisen-Kriege auch mal etwas grätigere Reaktionen bewirken kann, auf die man dann vorbereitet sein muss. Manchen starken NATO-Ländern war das wohl auch bewusst, und die freuen sich jetzt, weil jetzt die angsterfüllte EU um Schutz winselnd angelaufen kommt und befürchtet, im Stich gelassen zu werden.


                      Richtig witzig in diesem Zusammenhang finde ich die Kehrtwende, jetzt ganz viel Geld angeblich für die Bundeswehr bereitzustellen. Vermutlich hat Scholz, als er sich bedröppelt bei den Amis vergewissert hat, ob sie uns vor den Russen beschützen, einen Tritt in den Hintern bekommen, zusammen mit dem Bescheid, wenn wir selbst keine Anstrengungen unternehmen, tuns die Amis erst recht nicht. Nachdem in den letzten Jahrzehnten bei all dem vielen Geld, das für die Bundeswehr vorgesehen war, nicht viel Brauchbares rumgekommen, sondern vieles, ohne Leistung zu erhalten, irgendwelchen betrügerischen Abkassierer/inne/n zugeschustert worden ist, würde es mich aber auch nicht wundern wenn bei den 100 Mrd für die Bundeswehr jetzt auch wieder unter der Hand ein großer Kassenraub geplant wäre.


                      Unter dem genannten Hintergrund fast schon witzig fand ich die pseudo-naive Art, in der Baerbock Putin Paranoia vorgeworfen hat. Ich nehme an, Putin ist klar, dass er von der EU alleine nichts zu befürchten hat. Aber die NATO besteht ja nicht nur aus EU-Ländern und wird auch nicht nur von EU-Ländern orchestriert. Von daher dachte ich damals gleich: Mag sein, dass er paranoid ist, aber wie heisst es so schön: "Being paranoid doesn't mean they are not after you."


                      Abgesehen davon wird bei uns der naive Glaube geschürt, die Probleme würden sich durch einen Sturz des Putin-Regimes in Luft auflösen. Je nachdem, wer dann in Russland nachkommt, könnte nach einem Sturz Putins die Lage für die EU noch viel unberechenbarer und schlimmer wwerden.


                      Meiner Ansicht nach lassen sich die Probleme der Menschheit nur dann auf anständige Art lösen wenn die Menschheit sich als Einheit begreift, die zusammenhilft, anstatt weiterhin in verschiedene Haufen aufgeteilt zu bleiben, die übereinander herfallen und einander übervorteilen sollen.

                      • adraste hat auf diesen Beitrag geantwortet.
                      • dickunddoof

                        Ich bin nicht leicht sondern ziemlich angefressen:


                        Alles, was zur Zeit in der Welt läuft, eignet sich wenig, die Menschheit zu einem Kollektiv zu einen, welches in Frieden mit sich selbst lebt, und dessen Mitglieder einander in Augenhöhe und Respekt und Ehrlichkeit und Anstand begegnen. Statt dessen werden seit Menschengedenken Menschen belogen und aufeinandergehetzt und ausgetrickst in einer Weise, bei der man einander nicht mehr in die Augen schauen kann. Teile und hetze die Leute aufeinander und herrsche.


                        Die ganze Nationalstaaterei gehört abgeschafft, zugunsten einer einzigen großen Nation der Menschheit.


                        Jede Kugel, die abgefeuert wird, jede Granate oder Bombe, die geworfen wird, jedes Austricksen und jedes Abzocken und jede Propaganda und jedes Fitzelchen Fake-News entfernt die Menschheit von diesem Ziel.


                        Es ist unglaublich, wieviel Kraft und Ressourcen die Menschheit auf jeder Lebensebene aufwenden muss, um mit ihren Idioten fertigzuwerden. Was man damit alles an Gutem machen könnte...



                        Ich hab ehrlich gesagt auch wenig Lust drauf, irgendwelchen Leuten erklären zu müssen, warum die EU dies, oder warum Russland jenes tut. Das wäre so, als ob ein Floh die Handlungen des Hundes durchschauen und womöglich mitverantworten sollte, auf dem er zufälligerweise lebt.

                        • eva.eden hat auf diesen Beitrag geantwortet.