J
jayden_12562200

  • 13. Dez 2016
  • Beitritt 15. Feb 2003
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  • Hallo an euch alle,


    eigentlich sollte ich jetzt ein reifes Alter haben, um gewisse Dinge einzuschätzen, aber ich fühle mich heute so wie eine 15 jährige, die versetzt wird und komme nicht damit klar.


    Ich bin mit meinem Freund fest zusammen, so 13 Monate. Wir wohnen getrennt, telefonieren jeden Abend und sehen uns Freitag bis Sonntag. Wohnen in der selben Stadt. Der Anfang war etwas schwierig, weil er sich in Scheidung befand und auch unter Depressionen leidet. Kann schon manchmal ein hartes Brot sein das Thema :-(


    Jedenfalls entwickelte sich unsere Beziehung sehr gut, ihm geht es auch immer besser - aber im Sommer wurde er unsicher, fand halt seine Nachbarin auch attraktiv. Um es kurz zu machen: er entschied sich für mich, aber dennoch will er mit ihr "Freundschaft" halten, da sie im selben Haus wohnen. Ich muss dazu sagen, dass sie auch immer wieder anfängt mit irgendwelchen Kriechereien: z.B. stand sie am Heilig Abend vor seiner Wohnungstür mit einer Flasche Sekt und bat um 1 Stunde Eintritt - ich konnte sie auch nicht wegschicken.


    Jedenfalls macht sie immer mal den Versuch, irgendwo eine eigene Beziehung anzubahnen - da ist sie auch jedes Mal weg - aber wenn es nicht läuft ist sie eben wieder die immer gesprächige Nachbarin, die sich gern auf eine Flasche Wein einlädt oder ihn einlädt. Ich möchte aus der damaligen Sache kein Drama machen, hatte selbst früher einen eifersüchtigen Mann - aber jetzt ist er seit 18 Uhr bei ihr - hat es mir vorher erzählt - aber ich finde keine Ruhe. Könnt ihr das nachvollziehen? Es sind jetzt 4,25 h ! Und ich kann es nicht ausschalten :-/


    Wie würdet ihr reagieren? Ein Fass aufmachen bringt ja auch nichts - Liebe ist etwas Freiwilliges und trotzdem nehme ich es ihm übel, da er sicher weiß oder ev. nicht versteht, dass mir das Wissen jetzt wo er ist weh tut.....


    Also, erst mal nette Grüße
    die traurige Yinyang

  • Vielen Dank
    euch allen. Habe mich jetzt wieder beruhigt. Haben mir eure Meinungen sehr geholfen.


    Soll er sich doch 'ne Gummipuppe kaufen :roule:


    P.S. Bitte keine PN's mehr senden - komme nicht nach mit Lesen ;-)


    Liebe Grüße und Danke
    yinyang1

  • Gestern habe ich etwas erlebt, dass mich etwas runterzieht. Daher bitte ich vor allem die Herren um ihre Meinung:


    Ich hatte eine männliche Bekanntschaft (44) geschlossen, die aber als Beziehung nicht funktionierte: wir waren zu verschieden, hatten 3 x wirklich wunderschönen Sex und wir einigten uns darauf, dass wir ab und zu wenigstens mal Sex miteinander haben, so lange wir solo sind. Übrigens bin ich 2 Jahre älter. Gestern Abend war er jedenfalls bei mir. Ich freute mich wahnsinnig darauf - nicht auf ihn, sondern auf den Sex. Irgendwann ging es auch zur Sache, aber er fasste mich etwas zu grob an meinen Weichteilen an. Ich sagte es ihm, wollte ihn korrigieren - es war mir wirklich unangenehm. Er besserte sich, als ich dann endlich seinen Liebespfeil in mir hatte, ging halt die Post ab: ich spritze immer ab, wenn ich lang keinen Sex mehr hatte bzw. der Sex für mich sehr heiß ist. Er saß auf der Couch (hatte unter ihm eine Decke ausgebreitet) und ritt auf ihm und ergoss mich genüsslich über ihm. Ich hatte einen Schub nach dem anderen und als wir fertig waren, sagte er wütend: Das nächste mal pinkel ich dich voll! Ich war ganz verwirrt und erklärte ihm, dass meine Flüssigkeit aus Drüsen kommt und kein Urin ist. Jedenfalls war er völlig ungehalten und sagte, ich solle es ihm nicht übel nehmen, er müsse DAS aber jetzt abwaschen, stand auf - und ging ins Bad, um sich zu duschen.


    Nun gerät mein sexuelles Selbstbewusstsein ins Wanken :-( Ich dachte immer, über so viel Empfindungsfähigkeit freut sich ein Mann. Versuche mir immer einzureden, dass er durch meine Korrektur nur verletzt war und mir das wieder gegen wollte.


    Daher meine Frage an die Herren: Ist das wirklich so unangenehm, wenn Frau so ausläuft beim Sex?


    Sorry für die Frage, aber seine Reaktion gestern zieht mich halt sehr runter.

  • Vielen Dank
    für deine Antwort, Frau Tattinger :-)


    Das ist ja eben für mich schwierig, ihm etwas zu sagen, ohne ihn zu verletzen - aber das ist sicher der einzige Weg, der uns beiden hilft: offen zu sein mit allem was ich denke.


    Wenn ich auf ihn zu sehr Rücksicht nehme, vergesse ich mich und das rächt sich auch irgendwann: dann kommt plötzlich ein sehr plötzliches Ende.


    Liebe Grüße

  • Also zuerst die Vorgeschichte: Wir kennen uns seit einem halben Jahr und sind fest zusammen, obwohl wir noch getrennt wohnen (wir sind beide 45). Wir wohnen in derselben Stadt, leider gerade an den gegenüberliegenden Enden. Als wir uns kennen lernten, fand ich ihn ganz angenehm. Mit ihm konnte ich herrlich plaudern und eben auch ICH sein. Er kämpfte wie verrückt, um meine anfängliche leichte Mauer zu durchbrechen. (Bin aber nicht der Typ stolze Lady, eher natürlich und zu lieb).


    Ich genoss sein Umwerben und seine Liebe zu mir und seine Achtung.


    Er liebt mich immer noch so sehr, ich dachte, ich könne es lernen; es würde sich entwickeln. Es gibt auch viele Momente, in dem ich ihm auch nah bin, aber leider entwickelt es sich nicht sooo von meiner Seite, wie erhofft. Doch irgendwann sagte ich mir, falls ich einen Mann hätte, bei dem ich anfangs die sogenannten Schmetterlinge spüre, dass sie sowieso eines Tages davonfliegen. Und dann kommt es darauf an, wie man den Alltag verbringt - das Verliebtsein ist einfach, aber das DANACH enthält die eigentliche Wahrheit. Und das traue ich mir mit ihm zu.


    Mein Problem ist: dass ich mich oft von seiner Liebe erdrückt fühle, er hat z. Zt. leider keine Arbeit (was eigentlich früher von meiner Ansicht her ein absolutes NoGo war). So hat er eben sehr viel Zeit auf mich zu warten. Falls ich nach der Arbeit nicht innerhalb einer Stunde anrufe, weil ich in der Kaufhalle versunken bin, habe ich einen Ich mache mir Sorgen Anruf auf meinem AB, keine Vorhaltung, nur Sorgen. Vielleicht ist es eben auch eine schwierige Konstellation, dass ich Zeit brauche, auch für mich und er sooo viel Zeit hat, mich zu erwarten - sei es auch nur am Telefon. Selbst das fällt mir schwer: soviel zu telefonieren. Er kann mir nichts erzählen: immer nur von Wäsche waschen etc.


    Ich weiß, das klingt alles hart, ich möchte ja auch nett sein ich habe ja alles, was eine Frau sich wünscht: viele Komplimente, Hilfe im Haushalt, er schaut auch Filme mit mir, einfach ein angepasster, immer Liebe gebender Mann. Und ich? Ich bin traurig - irgendwie fehlt mir der Kick und MEINE ! Sehnsucht nach ihm: mir wäre es am Liebsten, er würde mal einen Tag nicht anrufen - ich möchte mal Luft holen.


    Kennt das jemand? Kann sich so etwas entwickeln? Als ich krank war, wurde ich mit Tee am Bett und Essen und sonst was umsorgt, bis der Punkt kam, als er sich am 3. Tag vor lauter Liebe mit krank fühlte und sich neben mich legte (vormittags!). Da bin ich leider geplatzt, das war mir einfach zuviel.


    Ich weiß nicht, ob mich jemand verstehen kann: er ist für mich wie eine nervige Hausfrau, die den ganzen Tag nichts erlebt und mich dann am Telefon abends zukippt


    Aber vielleicht ist es auch nur so seltsam, weil er zu Hause ist? Ich hatte auch schon Dates mit studierten Arbeitnehmern, das ist mir aber auch zu anstrengend, ich will, dass sich jemand mit mir unterhält und sich nicht laufend präsentiert.


    Oder hätte ich es von Anfang an lassen sollen, wenn es bei mir nur Symphathie ist und nicht sofort klick macht?


    Ich möchte ihm nicht weh tun; mich selbst belügen bringt aber auch nix - aber er ist eben auch superlieb, gut, vielleicht fehlt auch ein Stück das Männliche, die Arroganz, die frau manchmal hasst, aber dennoch liebt.


    Liebe Grüße
    von einer erwachsenen und dennoch ratsuchenden Frau

  • Danke für eure Antworten
    ich habe mich wieder etwas im Griff. Habe nur an ihn gedacht... habe ihn ja nicht gesehen.


    Habe mir nun Folgendes vorgenommen: Ich werde mich sehr zusammen nehmen und versuchen, es wieder auf normale Bahnen zu bringen, so, dass ich ihn als Geschäftspartner betrachten kann.


    Falls es wieder zu wörtlichen "Übergriffen" von mir kommt, werde ich ihm wohl alles erklären müssen. Zumindest damit er versteht, warum ich so reagiere.


    Mich hatte meine eigene Körperreaktion auf ihn eben auch so verwundert, früher klopfte mir bei einem Schwarm das Herz und jetzt eben etwas anderes.... scheint wohl am Alter oder besser: der Reife zu liegen ;-)


    Also, nochmals vielen Dank :-)

  • ch wohne seit einem Jahr mit meinem Freund zusammen. Es war für mich die Erfüllung meiner Träume.... endlich hatte ich ein zu Hause. Mein Freund hört mir zu, räumt auch auf, auch mal nicht eigentlich eine normale, eher ruhige Beziehung, da wir beide nicht streitsüchtig sind. Das Einzige, von was ich gern mehr hätte, wären Aktivitäten außer Haus, Kino, Essen gehen etc. - wir waren das letzte Mal zum Essen aus, kurz bevor wir zusammen zogen. Aber ich bin zufrieden, finde, man kann nicht alles haben ich fühle mich so wohl mit ihm, weil er eben ein Partner ist. Sexuell ist das natürlich auch zu spüren, ist sehr erfüllend bei uns.


    Das zur Vorgeschichte. Bisher waren alle männlichen Wesen, die ich traf, z.B. im Beruf eben nur Menschen.... und seit ca. 2 Monaten haben wir einen Geschäftspartner, wo ich noch verrückt werde. Ihn sehe ich leider als Mann. Es ist schlimm mit mir. Wenn ich ihn sehe, entflammt in mir irgendetwas, weniger das Herz irgendetwas passiert mit mir, wenn er in unserem Zimmer ist. Habe auch direkt mit ihm zu tun, zu reden usw. Ich bin aber fast in Trance! Würde mich, wenn er so auf dem Stuhl sitzt, am liebsten auf ihn setzen, ihn berühren, ihn vernaschen. Es ist mehr so ein Art sexuelle Leidenschaft, ich reagiere körperlich, wenn er in meiner Nähe ist.... bekomme Gänsehaut und einen feuchten Schritt. Ist schrecklich für mich, da ich mich sehr konzentrieren muss, was ich sage (und meine Gedanken fliegen woanders hin). Gestern war ich so verunsichert (ich weiß nicht, ob er es merkt), dass ich sehr unfreundlich war und ihn aus irgendeinem keine-Zeit-Vorwand aus unserem Büro weggeschickt habe. Ist gar nicht meine Art, ich war grundlos unverschämt im Ton. Er war natürlich beleidigt und ging etwas entsetzt und eher wütend weg.


    Mein Verhalten war nicht akzeptabel. Da er zum Glück noch in der Firma war, konnte ich mich für meinen Aussetzer noch bei ihm entschuldigen (hat es mit einem Lächeln angenommen). Schließlich ist er unser Geschäftspartner und nicht irgendwer, an dem ich mein Launen auslassen sollte.


    Wie kriege ich das los? Wisst ihr, was ich meine? Wenn ich ihn im Sport treffen würde, wäre das alles weniger kompliziert dort bin ich privat unterwegs. Aber wenn ich grundlos unfreundlich zu ihm bin, nur weil ich die Anspannung nicht ertrage sollte ich etwas dagegen tun.


    Ein wenig provoziert er mich aber auch: Wenn ich über einen Auftrag spreche und er mich anschaut und dann zwar aktiv zuhört, aber zwischendurch mit einem Finger seine Unterlippe krault, dann noch kurz mit der Zunge seine Unterlippe befeuchtet.... dann ist es vorbei mit mir, mein Knie werden weich und ich muss mich nur noch konzentrieren, dass ich keinen Müll rede. Vielleicht tut er das ja auch unbewusst und nur ICH will das so aufnehmen.


    Wenn ich mal kurz von ihm schwärmen würde, fände ich das ja noch in Ordnung. Aber ich trage ihn in Gedanken mit mir herum, eben auch noch zu Hause, im Bett u.ä.


    So, bitte um Rat und Hilfe. Ich muss das loswerden und mit ihm normal umgehen können.


    Wer kennt so etwas? Wie kann ich in ausschalten? Ich muss es tun, sonst passieren wieder solche Vorfälle wie gestern und das gehört sich nicht.


    Bitte um Rat.


    Dankeschön

  • Es wird vorbei gehen....
    Liebe pikatchu,


    kann deine ersten Verzweiflungsgedanken etwas nachvollziehen. Aber immer wieder im Leben werden wir etwas für uns kostbares verlieren..... sei es eine große Liebe, der plötzliche Tod eines Elternteils usw. Das sind Dinge, mit denen wir "leben müssen" - daran können wir nicht's ändern.


    Aber die Entscheidung für oder gegen dein Kind kannst du selbst beeinflussen! Hasse ihn, wenn es dir jetzt hilft, aber bitte nicht das Kind. Ich selbst wurde vor Jahren auch "ungewollt" geboren - landete im Kinderheim und fand zum Glück nette, liebe Eltern, die mich adoptierten und mir eine schöne Kindheit gaben. Deshalb habe ich immer etwas Probleme, wenn ich von "Kinder wegmachen" lese - weil auch ich "weggeworfen" wurde - aber eben trotzdem noch nicht so endgültig: ich hatte Glück.


    Ich drücke dir die Daumen, dass du es schaffst, den Schmerz zu überwinden - das schaffst du auch, aber bekanntlich brauchen Wunden eben ZEIT zum heilen. Ich habe selbst einen 19-jährigen leiblichen Sohn und glaube mir, so lange wie man noch kein Kind hat, kann man sich nicht vorstellen, wie sehr man es liebt. Es ist ein Geschenk - nimm es!


    Hier noch ein paar Verse, die mich vor Jahren sehr bewegten:



    Bitte eines Ungeborenen


    Nur weil du mich nicht siehst und fühlst,
    dass ich tatsächlich lebe,
    nur deshalb glaubst und wünschest du,
    dass es mich gar nicht gäbe.


    Doch sähst du mich, so hilflos klein
    lebendig vor dir liegen,
    so würde das (könnt's anders sein ?)
    jede Furcht besiegen.


    Mir ist verborgen tief in dir
    dein Leib zum Schutz gegeben,
    damit ich wachsen und reifen kann.
    Ich möcht' so gerne leben.


    Ich möcht' das Glück der Mutterschaft,
    das reinste Glück dir schenken.
    Und sähst du mich, gäb's dir die Kraft,
    mein Leben zu bedenken.


    Bin ich auch klein, fühl' ich doch Schmerz,
    wind' mich in tausend Nöten.
    In Ängsten rast mein kleines Herz,
    wenn sie brutal mich töten.


    O bitte; Mutter, tu es nicht,
    verschon' mein junges Leben.
    Vielleicht werd' ich dir einst in Not
    als einz'ge(r) Hilfe geben.


    Und wenn dich alles mal verlässt,
    was dir heut wichtig erscheint,
    bin ich vielleicht der einz'ge Mensch,
    der deinen Tod beweint.


    -----------------------------------
    Liebe Grüße und Stärke für dich
    Yin

  • Das Treffen damals... kann jetzt erst antworten
    Ich sollte gegen 22.00 Uhr am Freitag Abend in Stuttgart ankommen. Aber da war niemand am Bahnsteig, der mich abholte. Ich rief ihn an, und er meinte, er stehe neben irgendeinem Coffee-Shop. Ich war natürlich fürchterlich aufgeregt... ich hatte mich doch so sehr in seine wunderschöne Stimme verliebt.


    Als ich ihn dann wirklich "sitzen" sah, schlief mir etwas das Gesicht ein. 1000de von Gedanken jagten mir durch den Kopf. Es war zwar das Gesicht, das ich vom Bild her kannte, aber er war eben nicht schön. Sein Gesicht strahlte nicht, die Mundwinkel hingen ständig nach unten, auch wenn er lachte, war das noch immer so. Das ich schockiert war, war aber meine eigene naive Vorstellung. Ich wusste, dass er nur 1,58 m groß ist, trotzdem hatte ich mir ihn körperlich nur etwas kleiner, aber eben wohl proportioniert vorgestellt. Aber er hatte eben diese kurzen, leicht verstümmelten Beine und einen längeren Oberkörper. Was mich am meisten beschäftigte, waren seine "Haarausfälle" am Kopf... da gab es größere kahle Stellen, wo man jegliche frühere Operation erkennen konnte. Wieso muss er da eigentlich das Haar so "raspelkurz" tragen?


    Naja, gut...nun war ich einmal da...ich lächelte und sagte nett "Hallo, da bin ich". Ich gab ihm ein Begrüßungsküsschen auf die Wange und wir gingen aus dem Bahnhof hinaus... so, wie er es sich immer gewünscht hatte: Hand in Hand. Er war in diesem Moment unglaublich stolz und ich konnte meine Hand nicht wegziehen, ich konnte ihm das einfach nicht antun.


    Zum Glück waren wir fast am Auto, mir war auf einmal alles etwas unangenehm. Ich dachte, warum fahre ich zu ihm? Wir hätten uns auch tagsüber nur auf einen Kaffee treffen können, aber er wohnt eben 600 km von mir entfernt. Da wir aber vereinbart hatten, wenn es nicht "funkt", wollten wir uns so ein schönes WE machen, freute ich mich auch gleich wieder. Ich sah zu, wie er alles und sich ins Auto verstaute und dann stieg ich ein.


    Unterwegs wurde es etwas entspannter für mich. Hier konnte ich mit ihm plaudern, ohne dass ich Bedenken habe musste, dass er mich wieder anfasst. Und die Stimme war jetzt auch die vom Telefon. Wenn ich ihn nicht ansah, sondern nur durch die Scheibe ins Dunkel schaute, war alles wieder wie sonst am Telefon: seine warme Stimme, sein Humor, sein Lachen. Ich fühlte mich wieder wohl. Doch ein Blick zur Seite ließ mich wieder "ernüchtern". Wir fuhren so eine Stunde durch die Nacht und meine Empfindungen wechselten ständig.


    Als wir im Hotel ankamen, erklärte er mir, wie ich seinen Rollstuhl zusammenbauen muss und ich verlor meine Scheu, damit umzugehen. Meine Tasche stellte ich auf seinen Schoß und wir "fuhren" ins Zimmer. Ich hatte für 2 Nächte ein Doppelzimmer gebucht (verrückter geht es eigentlich gar nicht... aber da er derzeit auch kein Geld hatte, konnte er mir auch nicht streckenmäßig entgegenkommen).


    Im Zimmer angekommen, setzte ich mich auf einen Sessel, war ja doch etwas erschöpft von der langen Reise. Er kam zu mir, sah mich an und sagte: "Ich liebe dich". Und ich - ich schwieg. Ich konnte es förmlich "fühlen", wie mein Schweigen sein Herz zusammendrückte. Er wollte mich berühren am Bauch, wollte mich küssen...doch ich drehte mich weg. Das Einzige, was ich ihm geben konnte, war meine Hand. Und wie er sie zu sich zog, wie liebevoll er sie küsste... ja, er liebte mich wirklich sehr.


    Ich begann, ihn in irgendein Gespräch zu verwickeln. Ich hatte eine Flasche Sekt mitgebracht, die wir dann auch leerten und so saßen wir so noch 1 Stunde gemütlich am Tisch und plauderten über Gott und die Welt. Er war halt so ein liebenswerter, feinfühliger Mensch... warum war er nur so unschön? Für sein Gesicht brauchte ich Überwindung, für seinen leicht entstellten Körper nicht.


    Um das nun abzukürzen, irgendwann gingen wir schlafen.... legten uns jeder ins "eigene Bett"... doch er bat um meine Hand, nur zum Einschlafen, die ich ihm auch gern gab. Natürlich hielt er nicht lange still, er begann, sie zärtlich zu streicheln, dann auch hinauf an meinem Arm, aber eben so schön, dass ich Gänsehaut bekam. Ich konnte mich seiner Streicheleinheiten nicht erwehren, hatte ich doch so lange auch keine mehr gespürt und bei ihm wirkte es für mich so ehrlich, so besonders liebevoll. Er sagte mir vielleicht 20 mal, dass er mich liebt, und seine Hände wanderten in mein Gesicht, streichelten mich so lieb, dass ich fast geweint hätte. Es dauert nicht lange und seine Hände wanderten über meinen ganzen Körper, der sich natürlich auch erregte und so ließ ich mich fallen und von seinen Zauberhänden verwöhnen... überall! Als sich mein Körper wieder beruhigte, rückte er so zu mir heran, dass er seinen Kopf auf meine Schulter legen konnte. Und ich ließ ihm das, er wirkte jetzt so allein, wirkte so klein und hilflos, wie ein Kind, dass nur den Schutz der Mutter sucht.


    Am nächsten Morgen standen wir halb 10 auf und mussten uns beeilen, dass wir noch rechtzeitig das Frühstück schafften. Er saß mir am Tisch gegenüber und himmelte mich an. Meine Reaktion war wieder sehr "nüchtern". Wir schmiedeten Pläne für den Tag. Wenn wir nicht direkt "über uns" sprachen war ich sehr gelöst und konnte richtig mit ihm rumalbern. Wir beschlossen, in die Stadt zu fahren und eine weitere Flasche Sekt für den Abend zu kaufen. Gesagt, getan, wir gingen nach oben und als ich mich im Bad schminkte und mich für die Stadt zurechtmachte, kam er hinter mich gefahren und streichelte meine Hüften, meinen Rücken. Er hatte wirklich Traumhände... muss ich zugeben. Er zog mich zu sich, nahm meine Hand und geleitete mich zum Bett. Er verwöhnte mich wieder mit 1000den von Streicheleinheiten und - ich ließ es geschehen, ja - ich genoß es sogar. Er streichelte nicht nur meinen Körper, irgendwie auch meine Seele - er wirkte so ehrlich, so rein. Teilweise fühlte ich mich aber auch schlecht, ich konnte ihn nicht so berühren, wie er mich! Maximal an seinem Arm und auf seiner Brust konnte ich ihn kraulen, mehr ging einfach nicht.


    Als ich meinte, wenn wir uns nicht beeilen, hat noch der Lebensmittelladen zu, begann er zu kichern und wir düsten los. Mir machte es unterdessen nix aus, mit einem Rollstuhl umzugehen. Ich fuhr ihn, ließ mir bei Absätzen teilweise Anweisungen geben, in welche Richtung ich den Rolli zu kippen hatte und ich baute ihn auseinander und zusammen. Ging Ruck-Zuck!


    Der Laden in dem wir waren, schien auch wieder voller Bekannter seinerseits zu sein, denn er setzte wieder sein stolzes Gesicht auf und wollte sich gar nicht schnell durch den Laden bewegen... ich glaube, er wollte gesehen werden. Irgendwo tat er mir leid, da er sehr intelligent war und sein Schicksal ja live mitbekam...


    Dann lud er mich zum Mittagessen ein. Wir fuhren in eine Stadt, in der es einen berühmten Italiener gab. Das gehörte nämlich dem Vater von Giovanni, einem Sänger von Brosis. Das Lokal war halbvoll und ich staunte, wie galant der Wirt mit Jörg umging. Kaum hatte er ihn und seinen Rolli entdeckt, räumte er flugs 2 Stühle beiseite, damit er richtig an den Tisch herankonnte. Ich selbst hatte da früher eher Berührungsängste, wohl aber nur aus Unerfahrenheit. In der Beziehung machte er es mir sehr leicht, alles, wirklich alles durfte ich ihn fragen und er gab hilfreiche Antworten, so dass ich alle Scheu verlor.


    Das Essen war hier richtig ein Erlebnis. Es waren zwei 13-jährige wbl. Fans da, die die bekannten Lieder auf und ab sangen, und das konnten sie wirklich sehr gut. Als Papa Giovanni die CD einlegte, waren sie richtig glücklich, auch wenn ihr geliebter Giovanni nicht vor Ort war. Wir aßen unsere Pasta und freuten uns für die jungen Mädchen mit. Ich steuerte nach dem Essen wieder mit Jörg nach draußen... kippte ihn dabei fast aus seinem Rollstuhl, weil ich einmal das "Gefährt" in die falsche Richtung neigte. Aber da zum Glück noch alles gut ging, konnten wir bald darüber lachen. Beim Essen erwähnte ich übrigens mal kurz, dass ich mit ihm reden müsse... aber eben nicht hier. Ihm schlief dabei etwas das Gesicht ein... er ahnte da wohl schon was.


    Jedenfalls fuhren wir dann ins Hotel, um den Sekt kalt zu stellen, ich zog mir meinen Bikini an und wir fuhren in den Wald...es war wunderschönes Wetter. Wir waren an einer Lichtung, an der es auch ein "Kneippsches Tretbad" gab. Huhhh. das war fürchterlich kalt. Er sah mir zu, wie ich mich bis auf den Bikini entkleidete, ich legte eine Decke auf die Wiese. Wir hatten die Autotüren weit geöffnet und ließen aus dem Auto romantische Musik erklingen. Ich legte mich auf die Decke und reckte meinen Körper der Sonne entgegen. Er kam mit seinem Rolli an den Deckenrand und saß dann nur da, um meine Hand zu halten. Es war für mich wunderschön... ich rutschte ganz nach außen und wir genossen die Musik und die Wärme. Jetzt tat er mir wieder unendlich leid. Er saß am Deckenrand wie ein treuer Hund, der ergebens auf den nächsten Befehl seines Herrchens wartet. Er war bereit, alles zu geben...wirklich alles. Als er sich entschloss, zu mir auf die Decke zu kommen, bekamen wir leider Besuch. Ein weiteres Pärchen gesellte sich zu uns, um "Wasser zu treten". Sie hatten auch einen lebensechten Hund mit, der sich freute, wild herumzutollen. Sie waren sehr symphatisch, unterhielten sich mit uns, was wir zwar einerseits genossen, aber wir hatten uns das Sonnen halt etwas intimer vorgestellt... auch ich!


    Nach einiger Zeit bekamen wir durch die Hitze Riesendurst und hatten aber nix mit, so dass er vorschlug, wir fahren zu ihm nach Hause und holen uns dort Sprudel. Als wir vor seiner Haustür vorfuhren, kam seine Mama heraus und bot an, dass wir Kaffe trinken können. Gut, ich hatte nichts dagegen, sie wirkte sehr offen und schaute wirklich nett. So kam es, dass wir zu dritt in der Stube saßen, Kaffe tranken, uns nett unterhielten. Im Fernsehen lief eine spannende Sendung, so dass ich bis zum Ende dieser bleiben wollte. Es war so gemütlich da, dass ich ein Stück Kuchen und ein Tasse Kaffee nach der anderen verschlang. Ich wirkte, als hätte ich 14 Tage nichts gegessen.


    Doch dann bekam ich Panik und wollte wieder losfahren, wir wollten uns ja sonnen. Er kam sofort mit. Als wir am "Tretbad" ankamen, waren eine Unmenge Leute da, vielleicht 20. Ich baute sein "Auto" zusammen, ich nannte seinen Rollstuhl liebevoll so, und wir begaben uns wieder in ursprüngliche Position: ich auf der Decke und er im Rollstuhl am Deckenrand. Wir fühlten uns unwohl, beide... irgendwie beobachtet. Und eine schöne Romantik konnte ja bei dem Anblick der vielen ausgelassenen Leute nicht aufkommen. Nach einer halben Stunde brachen sie dann doch auf, etwas später ging auch das Pärchen mit dem Hund. Sie verabschiedeten sich sehr lieb von uns. Ich weiß jetzt nicht mehr warum, aber wir brachen auch auf... die Sonne war weg. Mir lag immer noch im Magen, dass ich eigentlich mit ihm richtig reden wollte.


    Und so fuhren wir an eine andere Stelle im Wald, auch auf eine Lichtung. aber hier waren wir wenigstens ungestört. Gewitterwolken zogen auf... ach ja, deswegen waren wir wohl losgefahren... und ich sagte zu ihm: Ich muss mit dir reden! Er meinte... Nur zu! (obwohl er wusste, dass ich nichts Schönes sagen würde). Aber es belastete mich, wie sehr er mich liebte. Ich wollte reinen Tisch machen. Also begann ich mit meinem Plädoyer, und versuchte mich so auszudrücken, dass es ihn nicht so sehr verletzte. Ich begann: "Ich merke, wie sehr du mich liebst, dass du mir alles geben würdest. Alles! Aber ich kann dir das nicht zurückgeben...was du für mich empfindest, ich mag dich sehr, würde sogar sagen 'ich hab dich lieb' als Mensch, aber ich liebe dich nicht als Mann". Ich sprach diese Worte sehr langsam, es fiel mir schwer. Aber noch schwerer wäre es mir gefallen, nicht darüber zu sprechen. Es herrschte eine Weile eisiges Schweigen, so als wenn die Zeit stehenbleibt. Er entgegnete nach einer Weile: "Ich habe es schon gemerkt. Ich musste ja mit allem rechnen, es ist halt nicht zu ändern!" Wie stark er sich gab, obwohl er innerlich lieber gestorben wäre. Seine äußere Tapferkeit rührte mich. Ich begann zu weinen. Er war so ein lieber Mensch, ich wollte ihm eigentlich nicht wehtun. Aber noch unfairer hätte ich es gefunden, ihn zu belügen. Er nahm mich auch nicht in den Arm, warum auch! Er hätte jetzt selbst jemand gebraucht, der das mit ihm tut. Ich erklärte weiter: "Nie, niemals würde ich die Ruhe finden, angekommen zu sein. Immer würde ich nach DEM Gefühl suchen, dass ich vermisse.. dass auch ICH liebe! Und eines Tages würde ich dich betrügen und das möchte ich nicht. DU hast es einfach nicht verdient!" Ich hatte mich so weit beruhigt, dass ich nicht wieder weinen musste und er schaltete jetzt auf stur und meinte: "Es ist alles gesagt! Fahren wir wieder ins Hotel!"


    Bis ins Hotel redeten wir kein Wort. Er kaute an der Antwort, die er schon erwartet hatte und ich an dem, was ich zu ihm gesagt hatte. Und dennoch fand ich es für richtig, es war wenigstens ehrlich! Im Hotel angekommen, fand er seine Unbekümmertheit wieder und ich somit auch. Wir beschlossen, zu duschen, erst er mich... dann ich ihn! Ich stieg unter die Dusche... Er kam mit seinem Rolli ins Bad und ich stellte mich fast außerhalb der Dusche, damit er mich einseifen konnte. Ich drehte mich in alle Richtungen und er genoss es, mich überall zu berühren... und ich, ich genoss es auch! Er hatte goldene Hände.


    Als das Wort nun auf ihn kam, hatte er plötzlich keine Lust mehr zum Duschen. Ich glaube, er schämte sich. Das verstand ich gar nicht. Ich hatte seinen Körper doch nun schon völlig entblößt gesehen. Ich schlug vor, ihn auf einen Plastestuhl, der auf dem Balkon stand, zu setzen. Doch er wollte einfach nicht mehr. Das fand ich für mich traurig... diese "Dusch-Berührungen" wollte ich ihm gern geben... so gern. Ich weiß nicht warum, aber jetzt machte mich seine Abneigung dafür traurig. Aber ich akzeptierte das, so wie er meine nicht vorhandenen Gefühle für bzw. gegen ihn.


    Als ich meine Haare fönte, kam er hinter mich gefahren und streichelte meine Hüften, meinen Rücken. Er behandelte mich wie eine Göttin. Ich genoss es und fühlte mich gleichzeitig schlecht dabei. Doch nicht mehr so schlecht, wie letzte Nacht, denn ich hatte ihm alles gesagt; wenn er es jetzt tat, war es sein Bier.


    Als ich fertig war, gingen wir hinunter zum Abendessen. Viele kannten ihn hier. Es waren außer Urlaubgästen noch ein größere Runde am Stammtisch vorhanden, wahrscheinlich Sangesbrüder... ab und zu trällerten sie einmal. Alle schauten mich bewundernd an und nickten mir freundlich zu. Das hasste ich! Ich war nicht so zu ihm, wie sie glaubten. Überhaupt wollte ich nicht bewundert werden... was tat ich denn schon? Für ihn nichts! Doch er betrachtete es anders, als ich einmal sagte, ich gebe dir nichts, entgegnete er, du gibst so viel...merkst es nur nicht!


    Wir bemühten uns, die Essensportion zu schaffen, aber es gelang uns nicht. Es war einfach zuviel. Vor und nach dem Essen griff er immer wieder nach meiner Hand, die ich ihm auch gern gab. Er himmelte mich an, und ich lächelte zurück...aber mehr als Freund, nicht so mit diesem tiefen Gefühl, was er für mich empfand.


    Nach dem Abendessen gingen wir wieder auf unser Zimmer und die Nacht endete so, wie die Letzte! Es war aber wunderschön für mich. Ich genoss ihn, konnte ihm aber nicht das von mir geben. Wir schliefen trotzdem wohlig ein.


    Am nächsten früh standen wir zeitig auf: 7.00 Uhr, damit ich meinen Zug noch schaffte. Wir gingen hinunter zum Frühstück. Was heißt, wir gingen! ich lief und schob ihn durch "die Kante". An sein "Auto" hatte ich mich so sehr gewöhnt... es waren unterdessen alle Berührungsängste weg. Ich mochte es, mich um ihn zu kümmern, ihm Hilfestellung zu leisten. Ich holte wie am Morgen zuvor alles notwendige für uns beide am Buffett zusammen, doch irgendetwas war an diesem Tag anders. Wir frühstückten nicht, wir würgten beide die Bissen hinunter. Es war wie eine Henkersmahlzeit! Er wusste, dass er mich als "Frau" nie wiedersehen wird und ich wusste, dass ich ihn auch als Freund verlieren werde! Irgendwie war es schon sehr traurig.


    Ich holte meine Reisetasche und er fuhr mich 1 h zum Bahnhof. Er gab sich alle Mühe, eine lockere Unterhaltung zu führen, aber ich merkte, wie gequält er klang und so waren auch meine Antworten. So zogen wir es vor, lieber zu schweigen, das war wenigstens ehrlich! Wir waren 1 h zu zeitig am Bahnhof, war mir aber für die vorherige Autobahnstrecke recht, man weiß ja nie. So saßen wir vorm Bahnhof noch in seinem Auto und redeten. Als er sagte, er wird alles so akzeptieren, wie ich es gesagt habe, begann ich wieder zu weinen. Doch warum weinte ich ständig? Er war sooo lieb und wünschte sich nichts anderes, wie andere "normale" Männer auch... eine Frau zum Lieben und Begehren. Ich glaube, er war so sehr meiner Seele nah... irgendetwas von ihm tat mir so gut und ich wusste in diesem Moment, dass ich es verlor. Wir gingen 10 min vor Abfahrt des Zuges in den Bahnhof. Er brachte mich bis zur Tür (bzw. ich ihn). Ich drückte ihn sehr herzlich, stieg ein und er winkte mir noch einmal und sagte, dass er jetzt gehe! Wir wünschten uns gegenseitig Glück und alles Liebe auf der Welt. Und nun "rollte" er davon. Jörg wollte sicher nicht warten, bis der Zug anfuhr, doch ich vermisste das.


    Als er weg war, ohne nochmaliges Winken; er war einfach aus meinem Sichtfeld verschwunden, rollte der Zug an, und ich war unfähig... von der Tür wegzugehen. Je mehr der Zug sich aus dem Bahnhof bewegte, um so mehr verlor ich ihn. Ich konnte es förmlich spüren... aber die Vernunft sagte mir auch, dass es besser so ist! Trotzdem kamen mir die Tränen. Ich begab mich nicht auf meinen Platz, sondern ging zum Speisewagen und bestellte mir ein Glas Bier, die Tränen wollten einfach nicht versiegen. Eine ganze Stunde starrte ich so ziemlich zerknautscht zum Fenster hinaus und die Tränen hörten nicht auf. Dann gab ich mir einen Ruck und setzte mich dahin, wo mir meine Platzkarte einen Platz zuwies. Dann waren die Tränen endlich vorbei.


    Während der Fahrt simsten wir noch ein paar mal hin und her. Ich bedankte mich für das wunderschöne Wochenende und er schrieb, wie sehr er mich liebt!


    Ziemlich spät kam ich zu Hause an und fiel völlig erschöpft in mein Bett. Am Montag telefonierten wir noch einmal miteinander. Er gab sich ziemlich "locker". Am Telefon genoss ich ihn wieder: er war weit weg und ich hatte seine, wunderschöne Stimme im Ohr... es war für mich wieder, wie vor dem Date! Als ich ihn fragte, wie es ihm denn geht, da schwieg er. Und ich schwieg mit. Nach ca. 1 Minute sagte er ganz innig: "Ich vermisse Dich"! Und wieder rollten mir die Tränen. Irgendwo war er mir doch so nah und auch doch wieder nicht. Wenn er so etwas sagte, sprach er immer aus sooo tiefstem Herzen, dass es das eigene stark berührte, auch wenn man selbst nicht so empfand. Er ließ meine Tränen kullern und umarmte mich mit seinen Worten. Ja, das konnte er gut. Mich mit seiner Stimme führen! Nach einer halben Stunde war auch dieses Gespräch zu Ende... ich hätte es nicht weiter verkraftet, ER sicher auch nicht.


    Und so ging etwas zu Ende, dass doch nie richtig angefangen hatte. Im Nachhinein suhle ich mich immer noch in der Wärme, die er mir gab, es war mehr als Liebe.... ich weiß nicht, was er bei mir "berührt" hatte.... er drang wohl zu meiner Seele vor.


    Ich wünsche ihm jedenfalls von Herzen, dass sich sein Traum erfüllt. Er wünscht sich nichts anderes, als gleichberechtigt zu lieben, auch wenn er da einige Handicaps hat. Und ich kann ihn so sehr verstehen!



    ----------------------------------------------------------


    Immer denke ich noch nach, was hier so anders war, als bei anderen Dates: Einen "laufenden" Mann hätte ich nach dem ersten "Nicht-Passen" schnell weggeschickt... warum bin ich hier geblieben? Warum? War es Mitleid? Oder einfach nur das Genießen der Liebe, die er mir gab? Sie war so rein! Er streichelte meine Seele... ja und das tat er sehr gut. Vielleicht war es das, warum ich blieb. Anders kann ich es mir nicht erklären. Und warum muss ich weinen, wenn ich daran denke, ihn ganz zu verlieren? Auch als Freund? Der Gedanke bricht mir das Herz. Irgendwie brauche ich ihn und dann doch auch wieder nicht. Ich weiß überhaupt nix mehr! :-( Bin nur noch verwirrt! Aber er bringt zuviel Negatives mit... zuviel!!! Außer, dass er starke gesundheitliche Probleme hat, hat er außerdem kein Geld, deswegen bin ICH ja zu IHM gefahren. Ich stehe das nicht durch...nur Probleme, auf der ganzen Linie! Dafür bin ich zu schwach. Und doch möchte ich ihn auch nicht missen... er ist so lieb, eben ein feiner Mensch. Doch kann ich verlangen, dass er mein Freund bleibt, wo ER mich doch als FRAU sieht?! Ich glaube nicht, dass wäre einfach zuviel verlangt!
    Nie werde ich verstehen, wieso ich seine Berührungen "empfangen" konnte. Bisher war es immer so, wenn ich jemand nicht sympathisch genug fand, hätte er mich niemals berühren dürfen... bei ihm ließ ich es zu und genoss es sogar. Er sagte "Schatzi" zu mir und "Mausi"... es kam aus seinem tiefsten Herzen. Und wie ich diese Worte genoss. Ich fühlte mich irgendwie: zu Hause!


    Wenn ich das jetzt alles so schreibe, rinnen mir wieder Tränen über meine Wangen, die Tränen sind heiß, aber warum? Nicht aus Liebe und nicht aus Mitleid! Aber warum dann? Ich kann mir das einfach nicht beantworten. Es ist auch egal, am besten ich antworte mit seinen Worten: "Es ist halt nicht zu ändern!" So einfach können Erklärungen sein....


    -------------------------------------------------------


    Jetzt, ein halbes Jahr später, denke ich noch sehr gern an ihn zurück. Nie wieder habe ich ihn im Chat gesehen, er wir wohl seinen Namen geändert haben. Er hatte einfach nicht die Kraft, "nur" mein Freund zu bleiben. Aber menschlich, war er das Tollste, was mir je begegnete.

  • Danke euch
    ihr seid richtig lieb, weil ihr so schnell geantwortet habt.


    Vielleicht kann ich's ja auch "abbiegen"... aber egal, irgendwann muss es raus.


    Also, heute!


    Ich werde meinen Mut zusammennehmen.

  • Ich (39) versuche meine Frage/Geschichte aus Zeitgründen kurzzuhalten: Ich habe vor 3 Wochen einen sehr liebeswerten Mann (45) kennengelernt. Er ist Witwer und verlor seine Frau an Unterleibskrebs. Die Krankheit brach bei ihr nach 6 Jahren wieder erneut aus und eben so schlimm, dass es keine Rettung mehr gab.


    Das Problem: Auch ich hatte die selbe Krankheit vor 12 Jahren, bin aber seitdem frei oder gesund oder wie man das jetzt sagt. Ich hatte Gebärmutterkrebs im Anfangsstadium und ich entschied mich aus Sicherheitsgründen für das sofortige Entfernen. Hatte damals absolut kein Problem damit, auch seelisch überhaupt nicht.


    Nun meine Frage: Falls es dazu kommt... kann ich ja meine Narbe nicht verbergen. Ich möchte ihn aber auch nicht anlügen. Eine Freundin riet mir, ich solle sagen, ich hätte Kaiserschnitt gehabt.


    Es ist alles blöd: Man kann doch nicht eine Beziehung mit einer Lüge beginnen! Das möchte ich ja auch nicht. Andererseits denke ich, dass er diese Nachricht von mir nicht verkraften würde. Warum muss es auch ausgerechnet dieselbe Krankheit sein. Wie soll er Vertrauen in meinen Gesundheitsoptimismus finden, wenn er genau durch diese Krankheit einen geliebten Menschen verloren hat?


    Also, ihr versteht mich sicher. Ich möchte ehrlich sein, habe aber auch Angst, ihm durch meine Ehrlichkeit zu viel zuzumuten. Könnte es ja auch verstehen, wenn er diesen Umstand einfach nicht verkraftet! Es ist einfach alles blöd.


    Schreibt mir bitte schnell eure Gedanken. Bin ganz verwirrt und habe Angst.


    Aber ich denke, ich werde es dennoch äußern müssen.... ich kann mit Lügen einfach nicht leben.Und bei ihm schon gar nicht, er ist so ein lieber und feiner Mensch.


    Danke schon mal im vorab
    Yin


    Fahre dann 19 Uhr zu ihm... deshalb bitte spontan antworten.

  • Buchtipp ;-)
    Hallo Sony,


    ich hätte da was für dich. Der Titel lautet: "Brennende Fesseln" (Autor weiß ich jetzt nicht)... ist sehr heiß, teilweise leider sogar etwas pervers, aber naja, Neigungen sind ja bekanntlich verschieden ;-)


    Auf alle Fälle lesenswert, ist ein erotischer Psychothriller... dessen Ende mich schon ein paar Tage beschäftigt hat.


    Jedenfalls fand ich viel "Entspannung" beim Lesen ;-)


    Liebe Grüße
    Yin

  • carry_12742749

    Danke an alle,
    aber besonders an dich, Zauber03.


    Es ist für mich schön, von jemand zu lesen, der damit Umgang bzw. Erfahrung hat. Also zu seiner Behinderung: er ist sein Geburt querschnittsgelähmt. Also wir es auch nie anders. Aber Hände bzw. Oberkörper kann er selbst bewegen.


    Die größte Angst habe eigentlich ICH. Es ist aber nur Unsicherheit und mangelnde Erfahrung. Und du schreibst genau das, was ich auch schon am Telefon "erhört" habe...die Ansichten über das Leben sind einfach wunderbar. Trotz seines manchmal schmerzenden Rückens ist er immer noch gut drauf und versucht, dem Leben das Positivste abzugewinnen, was er draus machen kann. Irgendwo bestärkt mich das auch wieder und ermahnt mich unbewusst... mich über Kleinigkeiten, die mal schief laufen, nicht so zu ärgern.


    Gedanklich ist es bei mir schon "durch"... dass ich sicher auch "anders" leben kann, d.h. ja nicht schlechter, so eine Beziehung wäre nur eben anders (schon vom Ablauf her usw).


    Ich freue mich so sehr, ihn bald zu treffen und habe jetzt auch keine Angst mehr davor.


    Mal sehen, was draus wird.


    ich bin voller Hoffnung ;-)
    YinYang

    • nacho_12701282

      Hallo Chris
      danke dir für deine Antwort.


      Ich werde ihn auf alle Fälle treffen, ich kann ja eh nicht mehr zurück ;-)


      Aber so eine Partnerschaft ist eben vom Ablauf her doch anders, vielleicht aber auch schöner.. ich lass mich jetzt einfach überraschen vom "real-date".


      Liebe Grüße
      YY

      • Hallo an alle,


        meine Nerven liegen etwas blank, weil ich nicht weiß, was ich tun soll.


        Nachdem ich das letzte Vierteljahr Single war, auch einige Dates hatte, hatte ich mich nun mit der Sache abgefunden, dass es im "Alter" (ich bin 39 - wbl) eben etwas schwieriger wird. Mal gefiel er mir und ich ihm nicht oder es war umgekehrt. Es fehlte halt der gewisse "Kick".


        Nun lernte ich im Chat einen kennen, mit dem ich sehr viel Spaß hatte...eben so diesen "besonderen" Draht. Als wir wieder einmal lachten, meinte er: "Hör auf, ich kipp gleich aus dem Rolli"! Nachdem ich die erste Schrecksekunde verarbeitet hatte, chattete ich weiter mit ihm.


        Wir tauschten Tel.Nr. aus und ich hörte seine Stimme. Seitdem bin ich völlig weg, von ihm und seinen Ansichten fasziniert. Teilweise will ich mich dagegen sträuben, aber ich kann nichts dagegen tun.


        In 2 Wochn will er mich besuchen, ich möchte ihn so gern sehen... habe aber auch Angst. Angst, mich noch mehr zu verlieben! Was soll dann werden? Es ist für mich wie ein Sprung ins kalte Wasser... aber ich weiß, ich kann schwimmen!


        Er macht es mir so leicht. Er weiß, dass ich so eine Art "Berührungsängste" habe. Alles, wirklich alles darf ich ihn fragen. Und er gibt mir ehrlich Antwort!


        Versteht ihr mich, was ich sagen will? Ich hatte mir mein Leben anders vorgestellt (ist jetzt nicht bös gemeint). Aber kommt man wirklich damit zurecht?


        Kennt ihr vielleicht Paare, wo es auch so ist, das einer "gehen" kann und der andere nicht?


        Sorry, ich bin etwas durcheinander, fühle mich etwas hilflos derzeit. Aber ich möchte ihm auch nicht weh tun... es ist so schön, eine wunderschöne Romanze. Er ist eben sooo feinfühling. Aber genügt das?


        Sorry, ich weiß auch nicht mehr, was ich überhaupt fragen bzw. wissen wollte, ich bin nur noch verwirrt!


        Äußert einfach mal eure Gedanken... vielleicht geht es mir dann besser!


        Liebe Grüße
        Yinyang

        • Wie soll ich damit umgehen?
          Hallo alle zusammen .bitte helft mit!!!


          Ich bin erst 16 und habe letztes Wochnende in einer Disco einen 18 jährigen Rollstuhlfahrer kennen gelernt .


          Normalerweise tanze ich den ganzen abend bis zum Umfallen, doch dieses Mal unterhielt ich mich mit ihm stunden lang.
          Anfangs wusste ich nicht wie ich mit ihm umgehen sollte, da er der einzige unter diesen menschenmassen im rollstuhl war.


          Wir setzten uns an einen tisch und redeten. als ich müde wurde legte ich meinen kopf auf seine schulter irgendwie kam ich mir unwohl dabei vor, da war es sehr angenehm. er streichelte mein gesicht und gab mir einen kuss auf die wange. er war so liebevoll


          Nach den 4 stunden bekam ich sogar schon einige Bussis auf meinen Mund . Ich konnte irgendwie sagen es ist liebe auf den ersten blick. Als ich gehen musste verabschiedeten wir uns noch lieb und er meinte er hätte noch nie so einen lieben menschen wie mich kennen gelernt . Ich auch noch nie so einen lieben. Ich fühlte mich wohl doch kam ich mir beobachtet vor da er im rollstuhl sitzt!!! Wie soll ich damit umgehen????


          Ich habe ihn wirklich lieb gewonnen und wir sms'n und telefonieren viel und haben auch vor nächstes wochnende uns auch wieder in der disco zu treffen.


          Ich habe mich schon jez in ihn verliebt, nur ich weiß nicht ob ich dem psychischen stand halten kann und mit ihm eine beziehung führen kann.


          Ich bin mir so unsicher wie ich damit umgehen soll, da meine anderen freunde nie behinderungen hatten. Ich wollte und brauchte immer einen freund der mit mir sport machen kann mit dem ich in der disco tanzen kann, doch er gibt mir etwas ein gefühl das ich sonst nie kannte geborgenheit ....


          Bitte helft mit ich kann schon nicht mehr klar denken !!! :cry:

      • Absolut Spitze...
        und hocherotisch sind die Fotos. Wirklich mal was für's "Frauenauge".... wurde ja eigentlich auch mal Zeit!


        Danke für den Tipp Tini

      • sollst du es loslassen!
        Kehrt es zu dir zurück,
        gehört es dir für immer,
        wenn nicht...
        hat es dir nie gehört.



        ..und ich ließ ihn los :-( Es war sehr schmerzvoll für mich...zu gehen, wenn man ihn doch noch sooo sehr liebt.


        Meine letzte Geschichte ging halt so aus (für die, die es interessiert), dass bei einem näheren Gespräch herauskam, dass er immer noch an der Ex hängt und sie nicht vergessen kann. Ganz deutlich wurde es mir, dass er Silvester nicht einmal mit mir verbracht hat :-(


        Und da fiel mir letztens wieder dieser wunderschöne Spruch ein...er hat irgendwie was!


        Und es klingt verrückt: ich ging, weil ich ihn liebe...weil ich will, dass es ihm gut geht!


        Also, wenn euch beiderseitige Liebe widerfährt...haltet sie fest, es ist etwas Wunderbares!


        Ciaoi Yin

      • Liebe Solanazea,
        erst mal vielen Dank für deine ermutigende Antwort.


        Du hast recht, auch ICH sollte mal mit ihm über meine Gefühle reden...ich tat es nicht aus Angst davor, dass ev. nichts zurückkommt.


        Also, ich nehme für heute Abend mal all meinem Mut zusammen...


        Liebe Grüße Yin

        • robena_11961855

          Hallo Yavanah,
          im August beschwerte sie sich mal darüber, wie "endgültig" er nun alles mache... wegen der eigenen Wohnung, in die er dann zog. In dieser Zeit habe ich auch schon mal sehr "geschwitzt"...aber es ging ja gut für mich aus. Zurzeit habe ich aber nicht so den Eindruck, dass sie ihn wiederhaben will, weil sie immer mehr Dinge von ihm aus "ihrer" Wohnung entfernt.


          Warum sie sich getrennt haben, möchte ich hier nicht so sagen, ich weiß nur, dass er von einem Tag auf den anderen ausziehen musste und er die erste Zeit sehr, sehr beleidigt darüber war. Da war er auch irgendwie wütend auf sie.


          Auf Drängen seiner Mutter versuchte er kurz nach der Trennung nochmal eine Versöhnung, aber irgendwie ging es wohl doch nicht.


          Ob sie einen neuen Partner hat, weiß ich nicht, aber ich denke jedenfalls eher nein. Wenn es so wäre, wäre ich viieel beruhigter.


          Jedenfalls sehen sie sich immer noch bei "Familienfesten"...so z.B. auch zum 1. Weihnachtsfeiertag, die "Ex" gehört für seine Eltern immer noch zur Familie. Für die Kinder ist es ja schön, aber mir reißt es bald das Herz raus.


          Ich begreife eben nicht, wenn sie ihn damals soo verletzt hat, warum er jetzt jedenmal noch "springt", wenn sie "pfeift" :-(


          Naja, wir sollten eben doch mal ein "klärendes" Gespräch führen...mit dieser Ungewissheit gehe ich kaputt.


          Für dich auch alles Liebe

          • Ich muss euch jetzt gleich mal schreiben, was mich so quält, sonst kriege ich hier noch `ne Meise! Ich versuche kurz die Situation zu schildern:


            Als ich meinen jetzigen Freund kennenlernte, war er gerade mal 6 Wochen getrennt und wohnte wieder (für den Übergang) bei seinen Eltern. Anfangs gab er sich ziemlich zurückhaltend, was eine nähere Beziehung betrifft...er wolle erst mal ein halbes Jahr allein sein usw. Das konnte ich ja so weit nachvollziehen. Mir selbst gefiel es auch, nicht gleich eine zu feste Beziehung zu haben.


            Nun sind wir heute noch zusammen, also fast genau ein halbes Jahr...wir simsen oder telefonieren täglich, wobei da auch er oft den Anfang macht (musste ja mal prüfen, ob es nur einseitig ist).


            Mein Problem ist nun, dass er fast täglich seine EX sieht, wegen der Kinder (sie sind 3 und 8 Jahre alt). Sie wohnen nicht weit auseinander und er muss sich oft um die Kinder kümmern, da sie Schichtarbeit hat und niemand sonst zum Aufpassen. Er schafft sie in den Kindergarten bzw. Schule oder zum Schwimmen usw. oder sie sind tagsüber bei ihm, zB am Wochenende. (Ich bin dann natürlich nicht da). Das kann ich ja alles verstehen und finde es für die Kinder eigentlich auch traumhaft, dass sich beide Eltern zu gleichen Teilen kümmern.


            Zu Weihnachten war sie mit den Kindern bei ihm in der Wohnung (das 1.Mal) und sie haben zusammen Bescherung gemacht und wohl auch Kaffee getrunken. Am 2. Weihnachtsfeiertag war er dann bei mir, mit Geschenken und wir haben zusammen gekocht, fern gesehen, es war einfach schön, für einen Feiertag traumhaft ruhig und stressfrei. Das ist es im Allgemeinen bei uns... lustig und eben ausgeglichen oder wir necken uns. Wenn ich bei ihm bin, ist es richtig niedlich, er ist sehr bemüht, das es mir ja an nichts fehlt...komme mir da immer sehr verwöhnt vor.


            Nach genau 9 Wochen unserer Beziehung äußerte ich mich dazu, dass mir von seiner Seite aus zu wenig emotionales rüberkommt und dann schrieb er auch unter jede SMS HDL. Aber eigentlich war ich so richtig nicht damit zufrieden, da ja der Anstoß nur von mir kam...also ließ ich meine Liebesbekundungen weg, und siehe da, er auch!


            Nun weiß ich überhaupt nicht mehr, was ich machen soll. Er sagt mir nicht, dass er mich lieb hat oder so. Warum ruft er mich dann ständig an? Ca. 3-4 mal die Woche sehen wir uns, wobei die Besuche wechselseitig sind.


            Also noch mal, für die Kinder ist ja schön und wichtig...wie es jetzt ist. Aber zum Beispiel kauft er für sie einen Kasten Bier ein, weil SIE in IHRER Wohnung Besuch bekommt. Gestern Abend war ich auch wieder bei ihm bis heute früh und erfuhr am Frühstückstisch dann, dass er später in die Stadt muss: SIE hat für den Kleinen einen Kleiderschrank gekauft und er soll ihn abholen aus dem Laden und hinbringen, er wird ihn sicher auch aufbauen.


            Ich komme damit einfach nicht zurecht. Ich werde den Eindruck nicht los, dass er vielleicht immer noch hofft, aber dann soll er mich in Ruhe lassen. Ich will ihn durch Gespräche auch nicht unter Druck setzen... aber ich leide eben. Man kann ja Liebe auch nicht erzwingen.


            Ganz lustig war mal die Frage meines 18-jährigen Sohnes, was wir überhaupt für eine Beziehung hätten: eine Popp-Beziehung oder eine Hab-Dich-Lieb-Beziehung ?! Wir gaben beide die selbe Antwort: Irgendwas dazwischen. Obwohl das für meinen Teil sicher gelogen war, ich hatte nur Angst vor seiner Antwort...denn ich habe ihn sehr lieb...vermisse ihn auch, wenn er nicht da ist.


            Kennt von euch jemand solche nicht endenden Ex-Beziehungen? Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll. Wie damit umgehen....ich will ihm nicht die Luft nehmen, aber irgendwann auch mal wissen, woran ich bin. Habe zum Beispiel kein Problem damit, wenn er mit seinen Kumpels zur Disco geht oder ins Kino.


            Ich weiß jetzt gar nicht mehr, was ich schreiben wollte, bin eben schon wieder verwirrt. Jedenfalls vielleicht noch ein wichtiger Punkt: Er hält unsere Beziehung vor seiner EX und auch seinen Eltern geheim. Sie glauben alle noch, dass er solo ist.


            Bitte schreibt mir etwas dazu, ihr habt doch den emotionalen Abstand!


            Ciaoi, die traurige Yin


            P.S. Übirgens waren sie 11 Jahre zusammen, weiß jetzt nicht, ob das für eure Ratschläge von Bedeutung ist...