Hallo liebe Mitglieder,


mein Problem ist folgendes. Mein Mann ist seit ein paar Monaten total in seine eigene Welt abgedriftet, er ist körperlich anwesend aber mit den Gedanken immer meilenweit entfernt. Er hat ein Hobby, bei dem er vorwiegend online recherchiert und sich auch, vor allem online, mit Gleichgesinnten austauscht - weiter möchte ich nicht darauf eingehen da es nichts zur Sache tut. Das Hobby ist auch an sich nicht das Problem eher der Punkt wie sehr es in den letzten ausgeartet ist, egal was er tut - von morgens bis abends, sitzt er am Handy od. Laptop od. ist in seine Gedanken versunken. Wenn wir unterwegs sind, zu Besuch bei Familie od. Freunden sind kapselt er sich ebenfalls nach einer gewissen Zeit ab. Den Kontakt zu Freunden & Familie verliert er dadurch auch immer mehr, beantwortet auch deren Anrufe und Nachrichten nicht od. erst sehr viel später.


Natürlich habe ich das auch schon mehrfach angesprochen. Er meint dann immer nur, ich solle doch froh sein andere Männer würden weggehen, Geld in Kneipen versaufen und ähnliches. Er sei ja schließlich in seiner Freizeit immer bei mir und den Kindern! Er kann einfach nicht verstehen, wie ich mich dabei fühle - er ist zwar da aber ich vereinsame immer mehr.


Und nein - eine Trennung ist keine Option für mich! Ich suche eher Gleichgesinnte, die das gerade ähnlich erleben od. schon mal erlebt haben od. einfach auch Tipps wie ich für mich selbst besser damit umgehen kann.


LG

    hooda_12058033

    Na ja, ich denke schon dass es einen Zusammenhang zwischen seinem Hobby und seiner geistigen Abwesenheit gibt. Mag ja sein, dass das was er so am Computer treibt harmlos ist, aber die Auswirkungen auf sein Leben sind definitiv mehr als bedenklich!
    Das solltest du ihm mal ganz klar und deutlich bewusst machen, und vor allem ihn dazu auffordern an seinem Problem zu arbeiten.

      dagmar_12271594

      ER hat doch kein Problem!


      SIE hat eins. (Fühlt sich einsam.)


      Dagegen hilft nur, selbst aktiv werden und Kontakte knüpfen. Vielleicht dämmert es dem holden Ehegatten dann allmählich, dass seine Ehe den Bach runtergeht, wenn seine Liebste immer öfter nicht daheim ist.

      hooda_12058033

      Nein, ich habe das nicht erlebt, weil ich diese Art Rollentausch, die ich aus meiner Perspektive sehr leicht erkennen kann, in meiner Ehe nie zugelassen habe.
      Dein Mann glänzt ja nur mit Anwesenheit. Aber hat er auch Aufgaben oder gar Pflichten? Dafür bist immer du zuständig, richtig? Wenn du dich ähnlich verhalten würdest, nämlich alles einfach links liegenlassen, wäre das Anlass für Streit.


      Du versorgst ihn wie eine Mutter, müsstest ihn aber mehr fordern. Es gibt diverse Aufgaben für Männer in einer Familie. Wenn nicht, brauchte man als Frau doch gar keinen Partner. Also sortiere und versuche zunächst zu fördern, was ihm davon Spaß machen könnte, z.B. Grillen o.ä., wodurch er auch Freude am Kochen, am Einkaufen gewinnen kann. Oder auch das, was ihn selbst betrifft, z.B. sich selber anziehen.