Hallo


Stimmt das wirklich das ein Baby alles verändert ?


Mir ist klar das man dann nicht mehr all zu viel Zeit haben wird mit Freunden was zu machen.. Und das Kino besuche die ersten Monate bzw erstes Jahr nicht möglich sind..


Hoffe mir kann jemand die frage ehrlich beantworten.. Hab totale Angst das nächstes Jahr wenn es soweit ist evtl die Beziehung zum negativen geht :( mein Freund meint zwar das es nicht passieren wird.. Aber meine Angst ist da :( aber trotzdem möchten wir ein Kind.. Deswegen auch die Frage ;)

    iolana_12502753

    Liebe Mariemausii9,


    ein Kind ändert definitiv alles! Also: JA!


    Wie Schnuckweide bereits geschrieben hat, verändert ein Kind auch die Paarbeziehung und die Sichtweise auf einen Selbst.
    Man lernt sich und seine Grenzen sehr gut kennen. Man wächst jedoch auch an ihnen! :-) Das ist nicht immer einfach, doch es lohnt sich! (Oder warum glaubst du, gibt es Frauen mit mehr als einem Kind? ;-) )


    Auch die Partnerschaft verändert sich sehr stark. Ich will offen und ehrlich sein: Ich brauchte anfangs sehr wenig (intimen) Kontakt zu meinem Partner. Einfach weil ich den ganzen Tag gefordert war und auch körperlich durch das Stillen genügend Intimität und Körperkontakt hatte (natürlich auf andere Art und Weise). Ich musste erst einmal im ersten Jahr wieder zu mir selbst finden - und das teils immer mal wieder, um einfach die Akkus aufzuladen im ganzen Alltagstrott. Doch dies ist nur eine Phase, die bei dem einen oder anderen länger oder kürzer dauert (weiß ich aus zahlreichen Gesprächen mit meinen Freundinnen).
    Ich finde es gut, dass du nicht blauäugig in die Mutterschaft starten möchtest und glaubst, dass alles rosarot ist. (Schlafmangel ist echt nicht schön oder gar sexy.)


    Ob dies deinem Partner in all dieser Konsequenz klar ist, kann ich nicht einschätzen. Ich finde es jedoch gut, dass er versucht, dir die Ängste zu nehmen und dir das Gefühl vermitteln möchte, dass ihr das schafft. Erzähl ihm weiterhin ganz offen von deinen Ängsten und überlegt gemeinsam wie man für Entlastung sorgen kann (Elternzeit für ihn, Großeltern / Bekannte, die aushelfen, ...)


    Kinder können ein Beziehungskiller sein (das hört und liest man leider oft genug), doch denk daran: KÖNNEN heißt nicht, dass sie ein Beziehungskiller sind oder sein müssen. Ich bin seit 18 Jahren mit meinem Mann liiert, 10,5 J. verheiratet und erwarte soeben das 3. Kind. Wir haben es aufgrund von Umzug ohne Großeltern oder (anfangs) einem Freundeskreis vor Ort geschafft, uns abzusprechen, Termine zu planen, aufeinander Rücksicht zu nehmen und ein Paar zu bleiben. Es geht also... ;-)


    Liebe Grüße
    incywincyspider

    Ja also ich denke, das kommt auch ganz auf den eigenen Typ an. Aber ja, die ersten Monate hat man weniger Zeit für sich, für die Beziehung, für Kino und ja lana, auch für Sex. Allerdings ist das auch nicht immer was schlimmes, schließlich bekommt man ein Kind und das verändert die ganze Beziehung und hebt alles auf eine völlig andere Ebene. Man kann sich das kinderlos gar nicht vorstellen, aber man muss davor wirklich keine Angst haben.

    Wie die anderen schon sagten ein Baby ändert alles.
    Bevor wir Eltern wurden waren mein Partner und ich relativ oft essen gegangen oder sind einfach mal spontan ins Kino gegangen oder einfach mal in die Stadt ein bisschen bummeln.
    Seitdem unser Sohn da ist waren wir noch nicht einmal als paar alleine unterwegs (er ist 1 Jahr alt) anfangs weil ich mich einfach nicht trennen konnte und jetzt weil wir bisher noch keinen geeigneten Termin gefunden haben :D
    Klar das sex leben kann leiden muss es aber nicht.
    Es gibt Frauen die nach der Geburt so unter Strom stehen das die ersten Monate nichts läuft aber es gibt auch welche die nicht darauf verzichten können.
    Und ja die Beziehung kann leiden, sei es weil der Partner nicht helfen will oder auch zu viel hilft.
    Dann kommt im ersten Jahr so viel auf einen zu. Zb Thema Ernährung manche geben Kindern unter 1 Jahr schon Zucker andere nicht (kann ein Streit Thema sein). Eltern sein ist eine riesen große Verantwortung die eine menge Kraft kosten kann(und viele nerven).
    Aber dennoch würde ich es niemals ungeschehen machen.
    Wenn mein Sohn lacht und glücklich ist weiß ich das ich alles richtig gemacht habe. Die liebe die sie einem schenken ist unbezahlbar und einfach nur wundervoll. Für nichts auf der Welt würde ich darauf verzichten.
    Man sollte es sich gut überlegen aber das was ich mir immer gesagt habe war das es keine Garantie dafür gibt das die Beziehung hält und mein partner bleibt, ein kind bleibt ein leben lang. :)
    (wir sind immernoch zusammen und basteln gerade an kind Nummer 2 ;) )

    Hi,
    also, ich denke, es hängt dabei wirklich viel vom Mann ab.
    Ich selbst habe zwar noch keine Kinder, bin aber schwanger. Ich selbst jetzt habe ich schon so gut wie gar keine Lust mehr auf GV - warum auch immer. Aber mein Mann kann es verstehen und er ist sogar froh, dass wir überhaupt noch körperliche Nähe austauschen, weil bei seinem Bruder gab es ab SS gar nichts mehr.
    Ich kenne auch viele Paare, die nach dem Kind auseinander gegangen sind - aber in meinen Augen lag es (zumindest bei denen) immer an mangelndem Verständnis des Mannes. Für die Frauen ändert sich alles, aber die Männer scheinen oft zu denken, es sei nicht so und sie wollen an altem festhalten. Bei meinem Schwager war es so, er sagte irgendwann zu seiner Freundin, sie solle endlich mal ihren faulen Hintern hoch bekommen und aufhören sich hängen zu lassen. Das Resultat war die Trennung.
    Bei einer Freundin war es genauso - ihr Mann kam nach Hause, legte die Füße hoch und fragte, warum das Abendessen nicht fertig sei. Er schien keine Anstalten zu machen, irgendwas in seinem Leben ändern zu wollen und hatte auch kein Verständnis, dass sie Abends fertig mit der Welt war. Auch sie hat sich getrennt.
    Tja, bei einer anderen Freundin hatte der Mann sich bereits während der SS die körperliche Nähe an anderer Stelle geholt.


    Ich denke wichtig ist vor allem, dem Mann noch vorher "klar zu machen", was sich alles ändern wird. Ich habe mit meinem Mann vor unserer KiWu Zeit sehr viel über das Thema gesprochen - auch dass in meinen Augen dann seine "Zeiten mit Kumpels" stark eingeschränkt werden, weil ich es nicht einsehen würde, alleine hier mit dem Baby zu hocken während er mit Kumpels feiern geht. Auch das Finanzielle haben wir oft durchgesprochen - dass das Geld dann in erster Linie für das Kind da ist (ich bekomme in der Elternzeit ja auch weniger) und daher weniger Spielerein für ihn übrig bleiben. Ich kann mir vorstellen, dass wir trotzdem einige Streitigkeiten und Probleme haben werden, wenn das Kind erstmal da ist (ich weiß auch, wie zickig ich bin, wenn ich lange Schlafentzung hatte). Aber zumindest denke ich, dass auch er sich aufgrund unserer Gespräche über viele Dinge im Klaren ist, die manche Männer unvorbereitet treffen.
    Und ich sehe es im Freundeskreis, dass einige Beziehungen durch das Baby auch wirklich enger geworden sind. Klar, es dreht sich nicht mehr so viel um Intimität und Begehren, aber ich kenne halt solche, bei denen der Gedanke "gemeinsam Leben erschaffen zu haben" wirklich eine ganz neue Romantik in die Beziehung bringt.
    Und Probleme sind ja nicht Beziehungskiller, sondern die Art und Weise, wie man mit ihnen umgeht. Gut bewältigte Probleme bringen einen ja sogar noch näher.

    Hallo Zusammen,


    @mariemausi: ich finde deine Frage total toll, weil ich mich das selbe manchmal Frage, also wie sich die Beziehung verändert.


    und an alle Anderen: Danke für eure ehrlichen und ausführlichen Antworten und Erfahrungsberichte :)

    Hallo.


    Eine Beziehung durchlebt immer ihre Höhen und Tiefen, wichtig ist, dass beide daran arbeiten. Es ist menschlich, dass ihr nicht immer einer Meinung sein werdet und deshalb umso wichtiger miteinander zu sprechen und Kompromisse einzugehen.
    Die Schwangerschaft hat für mich persönlich nicht viel verändert. Ich habe den Alltag gemeistert und mir die schweren Sachen von meinem Mann abnehmen lassen. Nach der Geburt im Feb 16 hat sich mein Mann 10 Tage frei genommen um die Zeit intensiv zu erleben und um mir natürlich zu helfen. Als er dann wieder arbeiten musste, habe ich mich aufgerappelt und versucht meinen "Pflichten" nachzukommen. Natürlich gab es Tage, an denen ich nichts gekocht habe, das waren allerdings wenige Ausnahmen. Der Haushalt war immer gemacht und ich habe eine Typveränderung von schwarz zu blond vorgenommen. Ich denke, wenn man mit sich selbst im reinen ist, dann strahlt man das auch aus. Mein Mann hat gesehen, dass ich mir Mühe gebe und dann auch Nachts geholfen, ohne dass ich etwas sagen musste.


    Ich habe das alles gemacht, weil ich mir in der Schwangerschaft immer zwei Seiten angehört habe von Bekannten mit kl. Kindern und daraus herausgefiltert, was für mich wichtig schien.


    Habt Verständnis für beide Seiten. Oft ist die Sache mit ein bisschen Zärtlichkeit "gelutscht". Übrigens sind wir gerade wieder schwanger in der 5 Woche :-)