• Mein Baby
  • "Meine Narbe" - 3sat - wer schaut es gerade?

Nachtrag
Ich finde Deine Feststellung, dass diese Frauen gerne im stillen Kämmerlein weinen dürfen, aber doch bitte keinen Film drehen, wirklich an Überheblichkeit und Lächerlichkeit kaum zu überbieten.
Es läuft heutzutage so viel Mist im Fernsehen, aber diese Reportage ist also dann unnötig? Es sollten Filme über schlimmere Schicksale gemacht werden?! Öhm ja, gibt es zuhauf!!! Wenn man nicht den ganzen Tag Serien oder Trash TV schaut, kennt man diese auch.
Und was hältst Du generell von Presse- und Meinungsfreiheit? Du musst doch im übrigen sowas nicht anschauen, wenn es Dich so aufregt! Dazu gibt es den Aus-Knopf...
Oh Mann, da kann man echt nur den Kopf schütteln. Ich hoffe, dass Du diese Engstirnigkeit nicht Deinem Sohn vermittelst.

Ich fand die Doku ja auch
etwas too much. Man kann es sich auch schwerer machen als es eh schon ist. Trotzdem finde ich nach wie vor, dass ab und zu ein bisschen Verständnis untereinander nicht schaden kann.

JETZT werde ich richtig sauer...
Denn SO zu reden, wie Du es hier tust, das ist unter aller S.au. "Die hat sie doch nicht mehr alle." "Das ist Verbreitung von Unwahrheiten."


Kennst DU Dich damit aus?


Auch unsere Tochter hat eine Wahrnehmungsstörung. Eine sogenannte "Sensorische Integrationsstörung". Zwischen "mal auf sein Spielzeug legen" und übermäßigem auf Dingen liegen, die verstärkte Reize auslösen liegen Welten. Das mal dazu.


Diese Störung der sensorischen Integration äußert sich bei unserer Tochter z.B. durch eine Störung des taktilen Empfindens (Berührung und Schmerzempfinden), der Tiefensensibiltät, des Gleichgewichtssinnes und des Hörsinnes. Der taktile Bereich ist am schlimmsten betroffen, was gravierende Folgen hatte. Nämlich selbstverletzendes Verhalten, wenn sie mit ihren Reizen nicht mehr klar kommt. Sie hat sich früher gebissen, bis sie geblutet hat. Sie hat den Kopf an die Wand, mit Vorliebe an Ecken geschlagen, wenn sie überfordert war. Sie konnte sich aber auf der anderen Seite nicht anfassen lassen. Und schon gar nicht ohne vorherige Ankündigung, WO man sie nun anfasst. Auch unsere Tochter hat sich mit Vorliebe auf harte Gegenstände gelegt. Warum? Weil DAS dazu geführt hat, dass sie sich selbst gespürt, wahrgenommen hat. Anders hat sie das nicht. Sie ist vermehrt gehüpft (und damit meinte ich im Zweifelsfall auch mal 1 Stunden am Stück) oder hat sich im Kreis gedreht (auch das im Zweifelsfall ziemlich lange, bis man sie eben gebremst hat), eben alles, was die Sinne "überfordert". Eine einfache Weihnachtsfeier mit der Familie ist geendet darin, dass sie heulend und schreiend und sich beißend in der Ecke saß! Aber hey. "Jedes Kind legt sich mal gerne auf's Spielzeug."
Die Therapie unserer Tochter erfolgte GENAU durch so etwas, wie auf harte Gegenstände legen, mit unterschiedlichen Materialien arbeiten, etc.


Dass es eine Verbindung zwischen Kaiserschnitt und einer Störung der Tiefensensibilität kommen kann haben mir sowohl Ärzte im Sozialpädiatrischen als auch die Ergotherapeutin bestätigt. Muss nicht, kann aber, ist so individuell wie auch die Komplikationen bei der Mutter (Verwachsungen, Wundheilung, etc.). Aus einem sehr einfachen Grund, wie ich finde (so die Erklärung im SPZ und bei der Ergo). Im Zuge der Vaginalgeburt wird das Kind im Bereich Haut massiv gereizt, die Nervenzellen in der obersten Hautschicht werden "gereizt" und somit zum Einsatz gebracht. Das Kind wird ja durch den Geburtskanal durchgepresst, außerdem werden bestimmte Reflexe ausgelöst, die eben beim Kaiserschnitt so (logischerweise) nicht ausgelöst werden. Denn das Kind arbeitet mit, auf seinem Weg durch den Geburtskanal, eben durch jene Reflexe. Beim Kaiserschnitt bleibt der Druck auf die Haut beim Weg durch den Geburtskanal auf der Strecke. Warum also soll es so unwahrscheinlich sein, dass das vollkommen ohne Folgen bleibt?


Manchmal hilft es, sich einfach mal mit Dingen jenseits des eigenen Horizontes zu befassen...

    Also allen die
    mir entgegnen KS-Kindern würde was fehlen und Kinder brauchen den Geburtsstress, die Natur hat sich dabei schon was gedacht, anworte ich: Die Natur hat dabei lediglich an die natürliche Auslese gedacht. Somit dürfte man keinerlei ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Also weder die Kinder impfen noch medizinisch versorgen lassen, wenn sie mal krank sind. Aber seltsamerweise ist denen die Absicht der Natur da dann auch ganz schnuppe.


    Plici

    yseult_12565987

    Ob diese sogenannte
    "tiefgreifende Entwicklungsstörung" (dazu zählt soweit ich es weiß eine sensorische Integrationsstörung auch) nun bei unserer Tochter vom Asperger-Syndrom oder sonstwoher kommt, das kann niemand genau sagen, aber es KANN eben durchaus sein.

    ...
    Eine Wahrnehmungsstörung wird übrigens nicht diagnostiziert, weil ein Kind "mal auf seinem Spielzeug liegt". Der Weg bis zu dieser Diagnose ist genauso lang und beschwerlich wie die Diagnose körperlicher Ursachen, sogar noch weit länger und beschwerlicher...
    Da gehen psychologische Untersuchungen, Krankengymnastik, Ergotherapeutische Untersuchungen, EEG, etc. mit einher, nur damit das mal klar ist.

      yseult_12565987

      Wäre "schön", wenn
      eine Diagnose in Sekunden nicht erfolgt. In dieser Doku aber hat eine (gut geschulte) Hebamme innerhalb kürzester Zeit beim Kind einer interviewten Mamas festgestellt, dass es per KS entbunden werden musste. "Die Sectio sieht man sofort."...
      Das Liegen auf Bausteinen (Lego) war das einzige und ausreichende Indiz für die Mutter, dass ihrer Tochter aufgrund des KS etwas fehlen muss!
      Mir fehlt da ganz gewaltig die Seriosität!!

      Das ist wahr, ja, das weiß ich auch.
      :)


      Bei uns trifft aber nichts davon zu. Ein Sauerstoffmangel war nicht mehr nachzuweisen (meinten die Ärzte im Nachhinein zu mir), bettlägerig war ich auch nicht, im Gegenteil, ich hab Vollzeit gearbeitet samt Überstunden, bin oft lange Strecken mit dem Auto unterwegs gewesen. Habe in meinem ganzen Leben 3 Zigaretten geraucht (und die nicht ganz sondern auf Tage verteilt), keine Cola, keine Drogen, kein Alkohol, keine "verbotenen" Lebensmittel.


      Genetische Faktoren weiß ich nicht, denn damals hat darauf noch keiner geachtet (wobei mein Mann schon auch sehr viele Parallelen zu ihr hat und viele Dinge genauso schlecht beherrscht wie sie :D ).


      Mir geht es auch nicht um diese Aussage, mir geht es um die Art, wie sich rebecca hier gibt. Das finde ich einfach arrogant, überheblich und absolut unverschämt. Ich würde es mir nie anmaßen, eine Dokumentation als "Propaganda" oder sonstwas zu bezeichnen, denn sonst könnte man jeden einzelnen Post von rebecca genauso Propaganda nennen. Mag sein, dass es nicht ihrer Weltsicht entspricht, darf es auch. Es mag sein, dass diese Doku "überzogen" war, so wie ALLES in unseren Medien vollkommen überzogen dargestellt wird, um Zuschauer zu fangen. Aber offensichtlich ist den Machern ja genau das gelungen, was sie erreichen wollten ;) Einschaltquoten (denn jeder schaut es sich nun im Nachhinein online an), weil sich ein paar Leute darüber künstlich aufregen und jeder sagt: "Was? DAS muss ich mir auch angucken." Ziel der Produzenten erreicht, Einschaltquoten (und online Klicks zählen mittlerweile genauso dazu) bekommen.

      Na ich meinte das jetzt
      nicht unbedingt nur für den Film, sondern eher allgemein.

      Klar...
      Du glaubst nicht, dass es das gibt. Und kennst einen Fall. Hmhm.
      Ich kenne drei Frauen, die Brustkrebs hatten, jetzt wieder gesund sind, ein geringes Rückkehrrisiko haben und alle derzeit weder psychisch noch physisch leiden. Dagegen kenne ich mehrere Frauen, die noch unter ihrem KS leiden. Z.T. nicht nur psychisch, sondern auch physisch. Und jetzt?
      Unsere Beispiele sind eben nur Beispiele. Ich sagte ja schon. Jeder Einzelfall ist anders, jede Frau empfindet anders. Aber gut, dass Du Dir das nicht vorstellen kannst. Das nicht sein kann, was nicht sein darf.....

      @rebecca: auf Deine Fragen bezogen...
      Ja, sie hat sich mit Vorliebe ins Bällebad gelegt, darin hin und her geschaukelt und auch auf die Bälle. Generell hat sie sich auf viele Dinge erstmal draufgelegt, um zu "testen", wie sich das so anfühlt. Als sie dann älter war ist sie oft "draufgetreten", sie hat Spielzeugautos z.B. geworfen, oder sehr hart auf den Boden geschlagen. Dinge kaputtgemacht. Vieles sehr lange in den Mund gesteckt (weil auch die Nerven im Mund gereizt werden wollten).
      Auch Einschlafstörungen hatte sie, sie musste als Baby bereits IMMER gepuckt sein, anders schlief sie nicht, weil sie nur rumgezappelt hat, sich selbst ständig geweckt hat, weil sie keine "Begrenzung" hatte. Zum Teil haben wir dann rechts und links Seitenschläferkissen oder Stillkissen hingelegt. Genauso hat sie sich teils zum Einschlafen auf dem Bauch hin und her geschaukelt, oder sich auch ab und zu mal den Kopf am Kopfende des Bettes "angeditscht"...
      Baden hat sie geliebt, aber Duschen hat sie immer gehasst, das war ein Gebrüll, dass einmal sogar die Polizei vor der Türe stand.

      Kläre es lieber ab.
      Du merkst, Ihr geht am Stock, und für Eure Kleine ist das garantiert auch nicht angenehm.

      Habe nicht alles gelesen
      Aber ich halte es für totalen Blödsinn, dass allen Ks-Kindern etwas fehlt und dass man jedem Kind den Ks ansehen kann. Meine 3 Ks-Kinder kommen mir zumindest nicht komisch vor;-) Bei allen U-Untersuchungen waren sie unauffällig. Zurückgeblieben oder besonders empfindlich sind sie auch nicht.


      Und dass ein Ks keins Geburt sein soll, regt mich echt auf. So ein schwachsinn...als nächstes ist noch jede Flaschen-Mama keine Mutter!


      Neulich habe ich auch einen "tollen" Bericht gelesen. Demnach sieht man einem Kind, egal in welchem Alter, seinen Geburtsmodus an. Die Ks-Kinder sind demnach alle ängstlich, kriegen nichts alleine hin, gehen jedem Konflikt aus dem Weg, sind dümmer als die anderen und auch noch dauernd krank.


      Mag sein, dass der Kontakt mit den Geburtswegen einen gewissen Schutz bietet, aber da spielen so viele Faktoren mit rein, dass ich über solche Allgemeinaussagen die Krise kriege.

      Genau, diese Enge, die für die meisten Behinderungen während
      der Geburt, nämlich der Sauerstoffmangel, Grund ist...ja, diese Enge fehlt meinen Kindern- zum Glück.


      Also ehrlich, so ein Quatsch!
      Dass ein spontangeborenes Kind keine Bakterien etc. von der Mutter mitbekommt, das ist Fakt und belegbar, aber so ein Quark von wegen man kann KSkinder und Spontanentbundene unterscheiden und KSkinder haben dieses und jenes Defizit :roll: .


      Und Enge haben die Babys im Mutterleib zum Ende hin ohne Ende und die Enge während der Geburt ist für Kinder Stress pur- es werden nicht umsonst die Herztöne überwacht- mal so als Gedankenanstoß.

        tekla_12860740

        Ja
        Die einen Kinder brauchen die Enge, die anderen nicht. Klar, klingt für mich auch logisch, dass manche es vermissen und fest eingepuckt sein möchten, aber ich kann es nicht bestätigen. Meinen Großen habe ich als Baby gepuckt, da mir das die Hebamme geraten hatte. Er hat nur gebrüllt und erst wieder aufgehört als er frei strampeln durfte, zu jeder Tages und Nachtzeit.
        Die beiden anderen habe ich nie gepuckt und hatte völlig zufriedene Traumbabys.


        Ich habe meine Kinder immer als unanstrengend empfunden. Deshalb ärgern mich einfach solche Generalaussagen.


        Manchmal kommt es mir so vor als würde man, wenn irgendwas nicht so ist wie man es gerne hätte, nach einem Grund suchen. Dann findet man schnell den Ks. Aber wenn ein spontan geborenes Kind dieselben Probleme hat, ist es die Spontangeburt schuld. ;-)

        Das hab ich auch nicht so gemeint
        Was für das eine Kind passt, passt für das eine Kind. :-) Hauptsache es hat deinem Knopf geholfen.