Hallo,
erstmal möchte ich jedem danken der sich die Geschichte durchließt und eventuell ein paar Worte für mich hat...
...ich weiß nicht wo ich anfangen soll...
Ich bin 29 Jahre alt verheiratet und habe 2 Kinder!
Meine Mutter verstarb am 07.03.2010...und seit dem fühle ich mich mit allem alleine...ich habe nicht nur das Gefühl sondern ich bin alleine...ich habe einen Mann mit dem ich seit 9Monaten verheiratet bin. Es war eine schöne Hochzeit und mein größter Wunsch diesen Mann zu heiraten.Wir kennen uns seit 17 Jahren seit 7 Jahren sind wir zusammen.Ich sagte damals zu meiner Mutter:Mama glaube mir den Mann werde ich eines Tages heiraten.Ich dachte alles ist PERFEKT.
Am TAg als meiner Mutter verstarb lag sie schon seit 3 Wochen im Krankenhaus 4 OPs 10 Tage künstliches Koma 3 Tage zuvor kam sie von der ITS auf eine normale Station alles verlief gut...Aber ich hatte durch den Geburtstag meines Kindes keine Zeit gefunden (ich weiß nicht mal mehr warum) sie auf der normalen Staion zu besuchen.Mein Bruder rief mich noch an warum ich noch nicht da war...und ich sagte ihm das ich morgen mit den Kids hingehen würde...am nächsten Tag rief mein Vater mich um 7.30Uhr an und schrie,tobte kreischte, das MAMA tot sei...über mich stürzte alles zusammen im Krankenhaus musste ich aus dem Totenzimmer von Ärzten rausgetragen werden und mit Beruhigungsspritzen behandelt werden.Meine Brüder,mein Vater waren alle noch am Tag zuvor da...nur ICH... ihre einzige Tochter nicht....und jetzt knapp 7 Wochen später geht es mir immernoch wie damals...nur ich kann es nicht zeigen...alle sagen zu mir das sie bewundern wie gut ich mein Leben meistern tue und alles so hinbekomme.Aber mein Problem ich kann und will es niemanden zeigen wie es mir geht.Ich gehe auch wieder arbeiten aber manchmal muss ich mich verstecken und einfach nur weinen...als ob ein Ventil platzt....
...in dieser Situation komt noch hinzu das mein Mann es nicht checkt was eigentlich los ist...ich bekomme keinerlei und wirklich keine Unterstützung von ihm.Ich Lebe mit den Kindern nur noch BEI ihm und nicht mehr MIT ihm ....ich koche alleine für mich und die Kids ich geh alleine raus mit den Kindern...ich mache alles alleine...und er stört sich nicht mal dran...er schafft es morgens die kleine in die Kita zu bringen weil ich meistens vor KITAbeginn anfange zu arbeiten.Ich denke mein Mann ist Spielsüchtig am PC er sitzt mindestens 8-12 Std. am Rechner...er arbeitet im Schichtdienst und verbringt seine komplette Freizeit am Rechner.Wenn ich nach 10 Std. arbeit nachhause komme und er gerade Frei hat sitzt er nur am Rechner....ich mach dann erstmal eine Waschmaschine,den Trockner und den Geschirrspüler an und geh dann mit den Kindern aufn Spielplatz....danach mache ich den Haushalt noch 1-2 Std. weiter und gehe dann ins Bett.
Ich kann nicht mehr...ich will ihn nicht mehr sehn!Er reagiert total gereitz wenn ich ihn um Hilfe bitte.
Er versteht nicht was ich von ihm will wenn ich mit ihm reden will...immer nur bin ich zickig...dabei bettel ich ihn schon förmlich an mich zu unterstützen,ich habe aber auch nicht die Kraft zu diskutieren und mach es dann doch wieder alleine....letztens musste ich mir anhören warum den der Wäschkorb so voll ist....ich habe keine Lust mehr auf ihn ich will alleine sein.Wenn ich mal weine wegen Mama kommt immer nur: weine doch nicht!....warum nicht?ich habe doch allen Grund zu!!!....ich habe das Gefühl das ich nicht trauern DARF.
Ich möchte so gerne an ihr Grab gehen ohne die Kinder...aber ich weiß nicht wann....ich war immernoch nicht einmal da....mein Bruder ist jeden Tag da....ich lasse MEINE MAMA nur im Stich...Warum?
SOrry ich höre jetzt auch auf ich hoffe ihr habt ein paar Worte für mich!
LG Nadine
Mutti TOT.Mann Ich bin überfordert
:-( es tut mir so leid für Dich ,aufrichtig
Liebe Nadine ,glaub mir ich weiss wie Du Dich fühlst.Ich habe im Februar meine 15 j. Tochter verloren,sie nahm sich das Leben.Ich will nur noch alleine sein und meine Ruhe haben.Nadine ,wenn es machbar ist lass Dich eine Weile krankschreiben.Du hast sonst keine Chance die Trauer zu verarbeiten.Das braucht sehr viel Zeit und vorallem Ruhe. Vieleicht kommt auch eine Kur für Dich in Frage.Deine Mama wird Dir immer fehlen ,auch in 15 Jahren.Sie ist in Deinem Herzen.Wenn Du das nicht richtig verarbeitest,wirst du später Problem bekommen.ich habe seitdem viele Bücher gelesen,die sich mit dem Verlust eines geliebten Menschen und der Trauer danach befassen.Nur so konnte ich verstehen ,das ich mich " normal " verhalte.Eine Mutter zu verlieren lösst eine Stresssituation in Deinem Körper aus und das muß der Körper erst mal bewältigen .Eh Du das zu 100% realisiert hast, daß Deine Mama nicht mehr da ist ,wird noch einige Zeit vergehen.Das ist aber normal.Wäre es nicht möglich , daß Dein Bruder oder eine Freundin mal auf die Kinder aufpasst, Es ist für Dich wichtig auf den Friedhof zu gehen .Vorallem scheue Dich nicht Deine Trauer zu zeigen ,lasse die Tränen auf jedemfall zu. viel Kraft wünscht Dir SABINE
Meine Mutter starb am 19.03.2010
Ich möchte hier meine Geschichte erzählen...... vielleicht kein Trost für dich Missdine .
Ich bin 54 Jahre und habe meine Mutter am 19.03.2010 an einem Schlaganfall verloren.
Ich habe mir immer vorgestellt, wie es sein würde, wenn ein Elternteil verstirbt.z. B.: - Ich würde Schreien, Onmächtig werden,
oder nur weinen, weinen......
Hier meine Geschichte: Meine Eltern Vater 92 Jahre, Mutter 86 Jahre, sehr rüstiger Mittelpunkt unserer großen Familie.
Durch das hohe Alter der Eltern und die Krebserkrankung meines Schwagers hatte ich wenig Lust in Urlaub zu fahren. Meine Mann hat mich jedoch überreden können.
Wir kamen einen Tag vor dem Schlaganfall meiner Mutter aus dem Urlaub zurück, Innerlich zog es mich noch am gleichen Tag zu meinen Eltern. Am nächsten Tag die schlimme Nachricht. 3 Tage durften wir Abschied nehmen. Sie hat sie Augen nicht mehr geöffnet, jedoch hat sie meine Hand gedrückt, ich konnte ihr noch sooo viel sagen!!! Am Todestag wollte ich eigentlich gegen 17 Uhr zum Krankenhaus fahren, aber wieder zog mich etwas zu ihr hin und ich fuhr 2 Stunden früher.( Sie starb um kurz vor 17 Uhr!!!!) Ich wollte noch meine Kinder ins Krankenhaus bitten und verließ das Krankenzimmer für ein Telefonat.. Diesen Moment nutzte sie um die Augen für immer zu schließen. Das war genau ihre Art.. Sie hatte alle noch gespürt und tschüß gesagt, denn letzten Atemzug wollte sie uns nicht antun.
Es war für sie und uns eine "schöner Tod".
Jetzt ist es über 6 Wochen her und ich spüre den furchtbaren Schmerz des vermissens. Leider habe ich niemanden, mit dem ich darüber sprechen kann.
Traurig
Momentan habe ich gute und Sauschlechte abschnitte.Eigentlich ist mein Leben ähnlich wie vorher...und wenn ich dann wieder diese SAUschlechten abschnitte habe fühle ich mich ertappt...das ich nicht immer an sie denke.Wiederrum weiß ich das es mir gut tut und es sein muss...ich möchte sie ja nicht hintergehen.Bis vor ein paar Wochen wünschte ich mir so sehr ein drittes Kind aber jetzt will ich keins mehr....weil MAMA es ja nicht mehr erleben wird...man will irgendwie nichts großes mehr machen weil ich immer daran denke das sie es nicht mehr erleben darf.
Es ist so schwer ohne Mama zu Leben....wie oft habe ich als Kind nach ihr gerufen oder geschrien wenn es mir schlecht ging oder man Hilfe brauchte...was rufe ich jetzt?
Nur der Gedanke an ihr macht mich so leer,und innerlich wieder zum Kind.Manchmal schreit es in mir nach MAMA und ich möchte schrein und kreischen...und es tut so weh in der Brust das ich vor schmerz schreien könnte.
Ich denke immer daran...das sie die Frau war die bei mir am Bett stand wenn ich krank war und sich sorgte...die mir so viel LIEBE schenkte das es mich fast erdrückte.DIe mich in jeder Lebenslange aufklärte die aber auch hin und wieder bei mir rAT SUCHTE...die Frau der ich alles zu verdanken habe.
sie ist "DIE WIEGE MEINES SEINS"
(das habe ich mir tattoowieren lassen...einfach nur für mich ich hatte das gefühl es zu brauchen)
Danke für eure anteilnahme!!!
Ich wünsche euch so viel Kraft wie auch ich sie brauche....DANKE für alles