Hallo an alle,


wollte mich eigentlich nur mal in ein oder zwei Sätzen auskotzen. Also, ich bin borderliner seit 5 Jahren und ich kann mich immer noch nicht dazu durchringen eine Thera zu machen. Ist mir einfach peinloch und habe den mut nicht dazu. Mein Freund macht das ganz schön fertig, und ich habe angst dass er mich deswegen irgendwann verlässt. Es will ja keiner mit einer Psycho zusammen sein. Weiß net wie ich es anstellen soll mich zu Überwinden.
Dankeschön fürs zuhören
LG

Was
ist denn peinlich daran??? Peinlich ist auch ein unpassendes Wort!! Kann es sein, dass du einfach Angst hast vor der Arbeit an dir selbst und es "bequemer" für dich kommt, deine Krankheit als Ausrede zu benutzen?? Bitte nicht falsch verstehen, ich will dir keinesfalls zu nahe treten :) Du musst es dir so vorstellen: wenn du Zahnschmerzen hast, dann sagst du doch auch nicht: ach, mir ist das peinlich, die Schmerzen werden schon von alleine weggehen. Da gehst du doch auch zum Arzt. Und so verhält es sich mit deiner Seele, wenn deine Seele schmerzt, dann solltest du dir einen Artz suchen, der dir hilft, deine Seele zu verstehen und vielleicht auf diesem Wege, deine Krankheit zu besiegen!! Aber für eien Therapie solltest du ganz offen sein und dich nicht verschließen und wirklich entschlossen sein, gegen deine Krankheit anzugehen. Sonst hat es wenig Sinn. Vielleicht liegt es daran, dass du Angst davor hast, dich einer fremden Person so zu öffnen?? Es ist am Anfang sicherlich nicht einfach und man hat auch Hemmungen, sehr offen über sich selbst zu sprechen. Aber ich sage dir, ich habe auch schon eine Therapie hinter mir, diese Ärzte sind genau darauf geschult und sie besitzen eine gewiße Sensibilität, dich dahingehend nicht zu überfordern. Sie wissen, was sie tun :) Also, faß dir ein Herz und suche dir einen guten Therapeuten. Ich kann deinen Freund gut verstehen, denn er befindet sich in einer hilflosen Lage und er verzweifelt daran, dass er dir nicht helfen kann. Deswegen würde ich, um aber vor allem DIR eine Change auf eine neues Leben zu geben, mir HIlfe suchen.


lg
duschka

    gena_12107388

    Hi dushka
    Schade dass du es nicht einfach hinnehen kannst dass es mir peinlich ist mich dirt hinzustellen und zu sagen: ja, ich ritze mich, ja ich bin nicht ganz sauber usw. Es liegt bestimmt nicht an der arbeit, dazu arbeite ich schon zu lange daran, aber ohne Therapeut, nur leider ohne jeglichen Erfolg. Angst habe ich ja, aber ic scheu bestimmt keine Arbeit. Ich kann mich einfach keinem Menschen gegenüber öffnen, was meine meine Gefühle angehen und irgendwo habe ich auch angst davor dass die Therapie nichts bringen würde, denn dann wüsste ich nicht mehr was ich sonst noch tun könnte. Das nächste Problem ist, dass ich denke das wenn ich einen Therapeuthen aufsuche, es meine mutter mitbekommen würde, die nichts davon weiß, oder auch einfach nur nichts davon wissen will. Was hast du denn für eine Therapie gemacht? wegen was wenn ich fragen darf?
    Lg

      nannie_12930153

      Es gibt viele Wege aus der Sprachlosigkeit...
      Liebe mistery6,


      vielleicht wirst du eines Tages auf deiner Couch sitzen udn lächelnd zurückdenken: wieviel Bammel du vor der ersten Therapiestunde hattest, welche Vorstellung von Therapie zu hattest, wie du dir selbst anhand deiner eigenen Gedanken so viele Grenzen gesetzt hast (und nicht deine Mutter).. und du wirst vielleicht sehen, dass vieles inzwischen ganz anders gekommen ist, als du es dir damals vorstellen konntest.


      Etwas Risikobereitschaft udn Durchhaltevermögen gehört dazu, bis man die erste Schwelle zu einem Therapeuten überwinden kann. Neben der Therapierichtung ist auch die Person des Therapeuten wichtig - schwer zu erkennen, ob man sich gut entschieden hat. Als Laie und zudem Betroffener, dem die eigenen Probleme über den Kopf wachsen ist es schwer zu beurteilen, ob der Therapeut die nötige Kompetenz hat. Mein Tipp: höre auf dein GEfühl: Stimmt die Chemie? Fühlst du dich verstanden? Geht er auf deine Fragen ein? Sieht der Therapeut auch deine guten Seiten? Kann er Hoffnung vermitteln?


      Ich kann verstehen, dass du es als besonders bedrückend empfindest, zu einem Gespräch zu gehen, wo du doch nur schwer Worte für dich und deine Zustände findest. Viele Therapeuten erkennen diese Schwierigkeiten udn lassen dich damit nicht hängen, gehen entsprechend auf dich ein.


      Vielleicht traust du dir ein Gespräch eher zu, wenn du zunächst Zuhause für dich alleine das Sprechen übst - eben durch Selbstgespräche, über Belanglosigkeiten zunächst - überfordere dich nur nicht, schließlich hast du niemanden bei dir, der dir durch Fragen hilft.


      Auch wenn du nie eine Therapie beginnen wirst, solltest du eine Sprache für dich finden, mit der du dich ausdrücken kannst (Selbstgespräche, Malen, Tagebuch, Internet..). Oder du versuchst dich zunächst in den Worten anderer wiederzufinden (Lesen).


      Wenn wir etwas in Worte fassen, wird es fassbar: der erste Schritt zu Kontrolle und Veränderung :)


      Alles Gute!