ich bin 28, mein partner ist 30 und kinderwunsch war bisher ein thema, das ziemlich weit weg war. studium und job waren bisher im vordergrund und ich dachte: kinder kriegen gern - aber das kann ja noch ein bisschen warten, mit mitte 30 geht ja auch noch was. vor ca. zwei jahren hat meine frauenärztin dann endometriose festgestellt - nicht viel, aber immerhin ausreichend, um mich unters messer zu schicken. und im zuge dessen wies sie mich darauf hin, daß, falls in kinderwunsch besteht, wir uns damit vielleicht nicht mehr ganz so viel zeit lassen sollten, endometriose wuchere leider oft neu und sei ein häufiger grund für ungewollte kinderlosigkeit. wir haben das zum anlass genommen, uns ernsthafte gedanken zum thema zu machen und sind zum schluss gekommen: wir wollen ein kind - und ob jetzt oder in fünf jahren, ist dann eigentlich auch egal. gegenargumente gibt es ja immer. also: anfang letzten jahres, nach der op, die pille abgesetzt und, ganz stressfrei, auf den glücklichen zufall gewartet.
wie ihr euch denken könnt: seit eineinhalb jahren umsonst. bislang verdränge ich den gedanken noch ganz erfolgreich und gebe mich recht entspannt und hoffnungsfroh - bloss keinen knoten in den kopf kriegen. was wir vielleicht vor uns haben, ist aber eine echte fahrt ins ungewisse und ich frage mich jetzt: was macht das mit einem, mit der beziehung, mit dem leben? und wie gut sind die chancen, tatsächlich mit medizinischer hilfe schwanger zu werden? medien berichten ja gerne von den echten erfolgsgeschichten und das möchte ich gern glauben. aber ich frage mich auch: wieviel zeit verging bis dahin und ist es nicht vielleicht auch schlau, direkt einem adoptierten kind liebe und eine unbeschwerte kindheit zu schenken? falls es nicht zu persönlich ist, würde ich deshalb gerne ein bisschen von euren erfahrungen profitieren; vielleicht um fehler zu vermeiden oder vielleicht einfach nur um ein bisschen licht ins dunkel zu bekommen. denn irgendwann werden wir damit anfangen müssen, uns aktiv mit unserem "problem" zu beschäftigen.davor habe ich tatsächlich etwas angst und bevor ich in die nächste kinderwunsch-praxis renne, würde ich mich über ein wenig "expertise" freuen :)
vielen, vielen dank im voraus und liebe grüße an euch :)