hallo zusammen,
es ist so: Mein Exfreund und ich haben uns getrennt vor inzwischen über 4 Monaten. Wir haben uns geliebt und gut verstanden und hatten eine wunderschöne Zeit miteinander, aber unsere Lebensziele passten nicht zueinander. Eigentlich hatte er über ein Jahr der Beziehung mir vorgemacht, als würden sie passen, es war somit eigentlich ein Verführen sondergleichen, damit er Sex und Nähe haben kann. Dann kamen die Dinge ans Licht und in sehr kurzer Zeit hat er mich verlassen.
Mein Verstand hat verstanden, dass er nicht gut für mich ist, dass er mich nur benutzt hat, dass wir keine Zukunft haben, dass es keinen Weg mehr zurück gibt, dass er niemals zurück kommen wird und dass die Trennung unwiederrufbar endgültig ist.
Eigentlich ist alles zwischen uns geklärt und reflektiert und ich habe den Kontakt abgebrochen. Trotzdem denke ich so oft an ihn. Gucke auf facebook andauernd nach, was er macht, da kann ich immer noch so einiges mitbekommen, obwohl wir entfreundet sind, schaue andauernd in den Briefkasten oder ins Mailfach ob nicht doch eine Nachicht von ihm gekommen ist. Obwohl alles rational dagegen spricht und nun schon so viel Zeit vergangen ist, geht meine Hoffnung nicht gänzlich weg, dass an dem was er mir Vorgespielt hatte doch Wahrheit dran war und er sich dieser erinnert. Das ist allerdings eigentlich unrealistisch.
Diese in mir wallende Hoffnung fühlt sich an wie ein Gift, das mich vom Leben abhält. Es ist so als würde ich immer noch an einem Gleis stehen und darauf warten, dass ein Zug zurück kommt, der schon lange woanders hin ist und ich bin wie gelähmt weiter zu gehen. Oder so als blicke ich mir immer wieder einzelne Splitter einer zerplatzten Illusion an und versuche in ihnen etwas hoffnungsvolles zu erkennen um die Illusion wieder zusammen bauen zu können.
Wie werde ich die Gedanken an ihn los? Wie werde ich die Hoffnung nicht nur rational sondern auch emotional los?
Aasuna_12253006
- 26. Juli 2017
- Beitritt 8. März 2017
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ja das stimmt vielleicht und kann ich verstehen. Das Problem ist fast eher, dass er sich umgekehrt darauf festgelegt hat, keine Kinder mit mir zu wollen.
Aber meine Liebe ist so groß.
Ich kann nicht einfach so gehen.
Ich kann mir auch nicht vorstellen jemand anderen zu finden bei dem es besser klappt.hallo zusammen. Ich bin 35. Mein Freund 30. Wir sind seit 2 Jahren zusammen. Es ist die innigste, harmonischste, leidenschaftlichste Beziehung die ich je führte, manchmal wie im Bilderbuch. Wir waren wie im Taumel und haben dabei wohl unsere Augen verschlossen. Nun kamen jedoch die Dinge auf den Tisch: Er möchte in den nächsten Jahren keine Kinder. Er ist damit endlich klipp und klar. Der Begriff "Nächste Jahre" macht auch gleich eine längere Zeitspanne auf. Er muß sich seiner Meinung nach erst noch beruflich finden als auch noch seine Persönlichkeit stärken. Es ist verständlich. Ich wünsche mir jedoch Kinder.
Die Perspektive auf eine gemeinsame Zukunft ist nun auf Eis. Er liebt mich, er möchte mit mir zusammen sein, kann mir aber auch nicht sagen wie lange. Er bietet mir auch keine alternative Perspektive, weil er selbst nicht weiß, wie es nun weiter gehen soll. Er mag auch nicht zusammen ziehen. Sein Bedürfnis ist eine liebevolle innige Beziehung ohne Verantwortung, mit aller Freiheit sich zu entwickeln und mit der Ungebundenheit und Offenheit für das was kommt. Rational betrachtet fühle ich mich für eine solche Beziehung zu alt, wenn ich meinem Kinderwunsch noch nachkommen möchte. Es zerreist mir das Herz. Es hat so lange gedauert ihn zu finden, ich bin durch so viel Suchen und Beziehungsschmerzen durch - ich kann mir gar nicht vorstellen, mich erneut zu trennen und mich in jemand anderen irgendwann neu verlieben zu können.