Hallo ihr,
Ich habe einen Sohn der 5 Jahre alt ist. Weil ich auf Grund psychischer Probleme die durch Sexuellenmissbrauch an mir entstanden sind einen Nervenzusammenbruch hatte, habe ich mich im Jahr 2011 entschieden (da war mein Sohn 3) Ihn bis ich stabil bin zu meiner Mutter zu geben. Nun ist er 5 Jahre alt und kommt nächstes Jahr wenn im Mai wieder zu mir und meinen Lebenspartner den er auch auch kennt sehr mag damit er nicht vom KiGA abrput getrennt wird und bei mir 90 Km von meiner Mutter entfernt einen neu Anfang beginnen kann.
Nun ist er natürlich mal mehr mal weniger bei uns und zur Angewöhnung an sein neues Heim immer länger, konstanter und regelmäßiger. Für uns alle ist das eine große Umstellung. Meine Nerven liegen schneller blank,als bevor er zu meiner Mutter kam, weil ich es einfach nicht mehr gewohnt bin, und er denkt, dass er bei mir sich einiges erlauben kann, weil ich ihn wenn er bei mir war immer mit allem zugeschüttet habe und ihm alles erlaubt habe, weil ich schuldgefühle hatte/habe.
Jetzt zu meiner Frage, ich weiß gar nicht mehr wie ich richtig mit ihm umgehen soll. Wie weit ich ihm was durchgehen lassen soll und wann nicht. Darf ich mir Zeit für mich nehmen und wie lange und wie lange muss/kann er was für sich tun. Alles Fragen über Fragen. Ich meine ich habe ja 3 Jahre ein Alltag und ein Leben mit ihm.
Ich fühl mich en bissel hilflos.
Für jede Antwort bedanke ich mich jetzt schon danke.

Dank
danke für den guten Tipp.. Eigentlich ist das alles für mir selbstverständlich was du geschrieben hast. Dennoch bin ich mir immer noch unsicher. Aber das wird sich sicherlich alles einspielen. Aber es ist schön nochmal alles zu hören.
D

Es gibt kein Rezept
Jedes Kind ist anders, jedes Kind hat andere Bedürfnisse und jedes Kind geht seinen Eltern so lange tierisch auf den Keks, bis es Grenzen gesteckt bekommt ;-)


Von daher mein einfacher, kleiner Tip: Behandle dein Kind so, wie du behandelt werden möchtest. Nur weil ein Mensch noch klein und jung ist, heißt es nicht, daß er "dumm" ist und "nichts versteht". Begegne ihm auf Augenhöhe, nimm es ernst - aber sei bitte nicht seine beste Freundin. Du sagst, was wie wann zu laufen hat - am besten natürlich auch warum.


Setze Grenzen und ziehe das auch durch. Und JA :!!!: Das ist anstrengend und nervtötend und macht dich zwischenzeitlich auch mal richtig fertig. Aber es lohnt sich. Und denk einfach dran: Wo du heute nicht konsequent bist und Grenzen setzt, da bekommst du es in ein paar Jahren doppelt und dreifach zurück.


Dein Sohn ist 5 Jahre alt, da meinen die Kerle schon mal, daß sie King des Hauses sind und alle nach ihrer Pfeife tanzen müssen. Und glaub mir eins: Dein Sohn merkt, daß du Schuldgefühle hat und er wird versuchen, das gnadenlos auszunutzen.
Nein, versteh mich richtig, Kinder sind keine Monster ;-) Sie gehen nur ganz instinktiv vor: Ausprobieren, was geht. Ausprobieren, wer der vermeintlich Stärkere ist. Ausprobieren, wie auf das eigene Verhalten reagiert wird. Das ist ganz normal und muß sein.
Dein Job ist es, darauf zu reagieren und die Richtung vorzugeben.


Am Besten sprichst du vorher mal mit deinem Partner, wie ihr euch die Erziehung so vorstellt. Also was ist erlaubt, was nicht? Ihr müßt euch einig sein, das ist wichtig. Und es geht auch nicht, daß Dinge mal erlaubt sind, mal aber nicht. Woran soll sich ein Kind da halten?


Und was einmal erlaubt war (und nicht explizit als Ausnahme deutlich gemacht wurde), das bleibt "erlaubt".


LG Zimt und die jungen Männer (3 und 5 Jahre alt)