hallo
ich bin 16, meine mama wird 34, meine oma ist 50. Uroma 72.
ihr seht bei mir ist alles etwas jung. meine oma war 15 als sie schwanger wurde, mein opa 18. es folgten noch drei weitere töchter. als meine mama 16 war,wurde sie mit mir schwanger. meine jüngste tante ist nur 4 jahre älter als ich. sie hat eine tochter, 1,5 jahre alt.
wieso sind bei mir alle so jung? lernt man nicht auch aus den "Fehlern" der anderen?.


diese oma ist seit ca 7 oder 8 jahren von opa getrennt. nu haben beide neue lebenspartner. opa schon seit der trennung immer die gleiche. (ich kann sie irgendwie nicht leiden, ist das schlimm?? sie ist die ehemals beste freundin von oma und der hauptgrund für die trennung) ihre tochter geht in meine klasse, sie ist sowas wie meine stieftante und gleich alt. oma hat öfters mal beziehungen, aber bisher war nix dauerhaftes bei.


meine großeltern väterlichseits sind seit ca 11 jahren getrennt. opa hat auch seitdem (fast 10 jahre) eine freundin. sie ist sehr nett und alle akzeptieren sie. oma hatte ein paar jahre einen "freund" den niemand leiden konnte, mit dem sie jetzt auch noch eine menge stress hat. ich mag diese oma nicht.
darf man seine oma nicht mögen??


Ehrlich gesagt habe ich angst auch so zu werden, wie meine vorfahren. Ich will nicht früh schwanger werden, ich habe nicht vor meine Uroma zu einer Ururoma zu machen.


Ausserdem habe ich das Problem, mich bei Familienfeiern immer Fehl am Platz zu fühlen. Die nächstälteren sind meine Tante, aber die wohnt weit weg und ist selten da, meine Großcousins (zwillinge 22 jahre alt). Oder meine Tante und meine Mutter. Die möchten lieber unter sich sein, und nicht ein pubertärendes unreifes Kind bei ihren Gesprächen dabei haben. Sie sagen es nicht, aber ich spüre es. Ihre Themen interessieren mich meist eh nicht. Die nächst jüngeren sind meine Cousine (9jahre), cousin und bruder (7jahre). das ich mit denen nix machen will ist hoffentlich verständlich. Wenn ich mich dann aber abkapsel und allein spazieren gehe oder so, ist das auch wieder Falsch.


Wie soll ich mich in meiner eigenen Familie richtig integrieren können, wohlfühlen??
Man bekommt schlechte Dinge schon in die Wiege gelegt (z.B. schlechte Schulleistungen, fehlende Abschlüsse und Ausbildungen) und hat nich wirklich eine Chance. Ich fühle mich manchmal ziemlich adoptiert, alle sind erstaunt, dass ich so gute Zensuren bekomme, da sie es von sich nicht gewohnt sind. Sie freuen sich zwar, sind aber trotzdem etwas irritiert.


Ich bin nicht sicher was ich damit ausdrücken will. Ich erwarte keine Hilfe, denn die gibt es eh nicht. Ich mag meine Familie, ich bin froh es größtenteils so gut getroffen zu haben. Hier seht ihr halt einen kleinen Ausschnitt meines kleinen Lebens.


Was haltet ihr davon? Wo sieht man Fehler die ich vielleicht in meinem späteren Leben verhindern kann? Ich habe ehrlich gesagt Angst, so zu werden wie sie.


Vermutlich habe ich das ins falsche Forum geschrieben, aber ich habe leider nix passendes dafür gefunden.


Glg Vivi

Re: 'Mein merkwürdige Familie'
hi vivi,
zu allererst: du hast doch dein eigenes leben! in deinem ganzen text konzentrierst du dich immer nur auf deine familie und, dass du wahrscheinlich genauso wirst: aber da ist ein entscheidender denkfehler: dine persönlichkeit ist geprägt von 2 dingen: den genen (das ist das worauf du nur achtest) und dann auch noch von erziehung und prägenden erlebnissen und erkenntnissen.
du hast jetzt deine erkenntnis gewonnen, nicht die fehler deiner ((ur)groß)mütter zu wiederholen. ich denke, dann wirst du es auch schaffen.


natürlich musst du nicht jeden aus deiner familie mögen! dir schreibt niemand vor, was du zu fühlen hast, vorallem deine gene nicht. hab keine angst, so zu werden. zwar bist du durch ihre erziehung geprägt, aber das bedeutet nicht, dass du fehler wiederholst.


du hast gefragt wie du dich richtig in deine familie integrieren sollst. gegenfrage: warum solltest du es nicht tun? nur weil du anders bist, heißt das doch nicht, dass du mit ihnen weniger gut klarkommst! nur weil manche älter/jünger sind, heißt das auch nicht, dass du dich nicht genauso gut mit ihnen beschäftigen kannst. ich habe fast nur ältere cousins und cousinen bzw auch einen kleinen cousin (3) und ich kann mich mit allen super beschäftigen. ich glaube du machst dir deine barrieren teilweise selbst. sei einfach offener, das hilft schon.


ich hoffe ich konnte ein bisschen helfen. wenn du willst, kannst du ja antworten. =)
lg lovely0435

    10 Tage später
    lovely0435

    :-(
    es ist nicht nur so das ich nicht mit den anderen klarkomme, sondern auch das die anderen alle nicht wissen wie sie mit mir "umgehen" sollen. klar ich versuche mich mit meinen cousinen & cousins (1-9Jahre alt) zu beschäftigen, aber die sind auch lieber unter sich, unter gleichaltrigen, was ich verstehen kann. wie ich schon schrieb sind meine eltern und meine tanten&onkels. Sie reden über ihre Kinder, über die Arbeit oder über ihre gemeinsamen Freunde. Wie soll ich da mitreden? Klar sie fragen mich auch nach der Schule aus, aber da kann man nicht viel erzählen (alles gut wie immer).


    Es wäre einfach schön, wenn man in der eigenen Familie auch "gleichgesinnte" findet. Aber bei mir ist das nicht der Fall.


    Vor einer Woche ungefähr haben wir den Geburtstag meiner Mama reingefeiert. Mein Bruder wurde schnell ins Bett gesteckt, er ist 7. Es waren auch ein Onkel und seine Freundin und eine Tante und ihr Freund da. Nach dem essen habe ich mich an meinen Laptop verzogen, was nicht richtig war, ich weiß. Wir feiern den Geburtstag und ich "verlasse die Feier". Hin und wieder kam einer der Gäste um zu schauen was ich mache, ein wenig Smalltalk und ging wieder. Am nächsten Tag haben wir wieder gefeiert, diesmal mit den Omas und Opas und ihren neuen Lebenspartnern. Ich bin wieder nach dem Essen in mein Zimmer gegangen, weil sich ihre Gespräche nur um Garten und Krankheiten und verstorbene Bekannte dreht. Ich fühle mich dann einfach Fehl am Platz.