Hallo ihr Lieben,


welche Erfahrungen habt ihr mit Mitleid in einer Beziehung gemacht?


Habt ihr schon mal eine Beziehung aus Mitleid gestartet?


Ich erkenne immer mehr, dass ich frühere Beziehungen oft aus Mitleid einging. Derjenige hat mich doch so sehr geliebt, also versuche ich auch, ihn zu lieben. Ich versuche, ihm zu helfen und vergesse dabei mich selbst.


Ich weiß aber auch, dass Mitleid keine richtige Basis für eine Beziehung ist, weil man seine eigenen Wünsche unterdrückt.


Danke für eure Antworten!

Ja
ich hab das mal getan. und ich würds nie wieder tun. nun - es hat auch nicht lange gehalten..


aber wieso tust du dass mit mehreren beziehungen? bist du dir das wert??

Mitleid..
..wäre so ziemlich das Letzte, was mich dazu bewegen würde, eine Beziehung zu starten. Man tut sich selber keinen Gefallen, und dem Anderen erst recht nicht, denn immerhin will er Liebe und Nähe und nicht nur bisschen Kopf tätscheln, nur weil er anderen leid tut.. ich würde aufrichtig meine Freundschaft anbieten, aber alles andere.. nee nöö...

Spitzenkommentar
jaja!


manndel


musste auch mal gesagt werden :-)

Meine erste beziehung...
...beruhte wohl AUCH auf einem gewissen mitleid. wir fuhren zusammen als freunde in urlaub.. und hatten was miteinander. es fühlte sich gut an und ich glaubte, verliebt zu sein und als er mich dann fragte, ob wir etwas ernsthaftes miteinander anfangen sollten, bekam ich zweifel und dachte, das ist eigentlich nicht richtig. andererseits mochte ich ihn sehr und wollte eigentlich nicht "nur" freund mit ihm sein. und ich fühlte mich schuldig, weil ich ihn geküsst hatte, ohne wirklich sicher zu sein, dass ich ihn will. aus diesem gefühl heraus willigte ich letztendlich ein. ich hatte das gefühl, es fehlt etwas, wenn ich ihn nicht öfter sehe, wenn ich ihn nicht küssen und ihm nahe sein kann. andererseits machte ich mir soviele gedanken darüber, ob es denn richtig ist oder nicht, dass es eigentlich gar nicht richtig sein konnte. wie du sagst, ich habe auch versucht, ihn zu lieben, weil er mich auch geliebt hat und wohl auch weil er der erste war, der mir gesagt hat, dass er mich liebt. dafür war ich sehr dankbar und ich wollte versuchen, ihm etwas dafür zurückzugeben. nun wurde das ganze noch dadurch verkompliziert, dass er eine schwere krankheit hat, die man ihm als laie nicht anmerkt, die aber trotzdem tödlich verlaufen kann. ich wollte ihm helfen und für ihn da sein und ich brach in tränen aus, wenn ich nur daran dachte, dass er vor mir gehen könnte. aus diesem gefühl heraus hielt ich die beziehung über zwei jahre lang aufrecht. zwischendurch wurde ich immer wieder von heftigen zweifeln geplagt und dem gefühl, dass mein wahrer traummann doch irgendwo da draußen ist und ich eigentlich nur zeit verschwende, wenn ich weiter an dieser beziehung ohne zukunft festhalte. wir hatten auch sehr schöne zeiten miteinander, aber ich bin jetzt soweit, mich von ihm zu lösen und es hat lange gedauert, bis ich wirklich bereit dazu war, auch wenn ich es zuvor schon oft versucht habe und immer wieder daran gescheitert bin, dass ich nicht mitansehen konnte, wie sehr er litt. ich trieb mich dazu, immer weiter zu versuchen, bis ich wirklich dachte, dass ich jetzt nicht mehr so kann.. und ich erkannte, dass - auch wenn man für den moment so leben kann - das leben auf die zukunft hinarbeitet. und mir meine zeit eiskalt gesagt zu schade ist, wegen diesem mann, auch wenn er noch soviele gefühle für mich hegt, meinen potenziellen traumtypen sausen zu lassen! damit muss er leben, so ist das leben. ich habe lange genug auf ihn rücksicht genommen und meine eigenen bedürfnisse hintenan gestellt. ich habe durch meine beziehung freundschaften verloren, weil ich der ansicht war, dass er mich am meisten braucht, was vielleicht auch stimmte, aber ich wurde unzufrieden mit meinem leben und mit mir selbst, und ich kann niemandem raten, allein aus mitleid eine beziehung einzugehen, das leben ist kurz genug und die zeit zu kostbar für jahrelanges dahinvegetieren mit einem mann, dem man nicht auf ewig treu bleiben kann, weil die entscheidenden motive dafür nicht vorhanden sind! auch wenn ich weiß, dass ich damals einen fehler gemacht habe, und es wohl auch für ihn besser gewesen wäre, wenn ich hart geblieben wäre und nein gesagt hätte, möchte ich diese erfahrung nicht missen, denn so weiß ich erst, was mir meine freiheit bedeutet.