Y
yildiz_12241895

  • 14. März 2007
  • Beitritt 3. Nov 2006
  • 1 Diskussion
  • 3 Beiträge
  • 0 beste Antworten
  • Mein Freund und ich wünschen uns schon lange ein Kind und mussten nun erfahren, dass er aufgrund eines genetischen Defekts zeugungsunfähig ist.
    Der Gedanke an eine künstliche Befruchtung gefällt mir gar nicht, zumal mein Hormonhaushalt auch alles andere als optimal ist.
    Darum haben wir angefangen über die Möglichkeit einer Adoption nachzudenken, aber wir befürchten, dass wir überhaupt keine Chance haben jemals ein Adoptivkind zugesprochen zu bekommen. Hat da jemand von Euch Erfahrungen und/oder Sachkenntnis, welche Voraussetzungen tatsächlich erfüllt sein müssen?
    Hier unsere "Daten":


    Ich bin 24, mein Freund 32. Wir sind seit 4 Jahren zusammen, aber nicht verheiratet.
    Wir wohnen in einer 2-Zimmer-Wohnung zur Miete.
    Ich habe einen normal bezahlten, sicheren Sachbearbeiter-Job in Vollzeit.
    Mein Freund hat nur einen 400-Euro-Job (3 Std. täglich, vormittags) und bekommt aktuell noch Hartz-IV-Unterstützung.


    Bevor Ihr jetzt alle losschreit - mir ist schon klar, dass sich zuerst einige Dinge ändern müssten:


    1. Um ein Adoptivkind zu bekommen, müssten wir auf jeden Fall heiraten - grundsätzlich kein Problem, obwohl wir unabhängig von dem Kind bisher eigentlich nicht das Bedürfnis nach einer Hochzeit hatten.
    Gibt es eigentlich Vorgaben, wie lange man schon verheiratet sein muss? Oder reicht es vielleicht auch, wenn man erst während oder nach dem Antragsverfahren heiratet?


    2. Ein Umzug ist natürlich selbstverständlich. Wir wären auch ohne Probleme in der Lage uns eine 4-Zimmer-Wohnung zu leisten. Auch hier wieder die Frage: Reicht es, wenn man umzieht, nachdem man weiß, dass man ein Kind bekommen wird?
    Stellt das Jugendamt weitere Ansprüche an die Wohnung? Ist ein Garten notwendig? Gibt es eine Mindestgröße oder ist sogar ein Haus und/oder Eigentum erforderlich?


    3. Unsere Berufstätigkeit muss sich verändern. Wenn ich schwanger geworden wäre, hätten wir vorgehabt, dass mein Freund den 400-Euro-Job behält und ich vormittags auf das Kind aufpasse. Nachmittags, wenn er zu Hause ist, könnte ich dann ca. 3/4 arbeiten (also 6 Std. täglich). Später wäre evtl. auch HomeOffice möglich bei mir.
    Würde das Jugendamt ein solches Modell auch akzeptieren?
    Und viel wichtiger: Würde denen unser Einkommen überhaupt ausreichen? Oder was für Ansprüche stellen die?


    4. Ach ja, das ALG II würde natürlich wegfallen, sobald wir ein Kind haben. Das haben wir aber durchkalkuliert und würden trotzdem mit dem Geld auskommen. (Mein 3/4-Gehalt, seine 400 und das Kindergeld).
    Viele Familien kommen mit so viel oder weniger Geld zurecht, aber ich fürchte mal, dass das bei einer Adoptivfamilie nicht zählt, oder?


    Ich wüsste zu gerne, ob es sich für uns überhaupt lohnt, einen Antrag zu stellen, extra deswegen zu heiraten und umzuziehen.


    Liebe Grüße
    Kirsten

  • Normalerweise nicht
    Ich kenne mich nicht wirklich aus, aber ich habe gelesen, dass eine Adoption nur in Extremfällen für nichtig erklärt werden kann, z.B. bei sexuellem Missbrauch durch die Adoptiveltern.
    Ansonsten erlöschen durch die Adoption alle Verwandtschaftsbeziehungen zu der Ursprungsfamilie und damit auch alle Rechte wie z.B. Erbanspruch. Ich würde daraus schließen, dass man auch den Namen und die Staatsangehörigkeit unwiderruflich verliert, aber sicher bin ich mir nicht.


    Liebe Grüße
    Kirsten

  • maria_12542797

    Danke
    Hallo Milie,


    danke für diesen wunderbaren Beitrag!
    Er hat mich so bewegt, dass mir Tränen in den Augen stehen...


    Liebe Grüße
    Kirsten