Ich als ADSlerin
..kann nur sagen, dass es mir geholfen hat..
Ich war 13 als ADS bei mir festgestellt wurde. Ich bin damals schon einmal sitzengeblieben. hab mich dann aus mehreren Gründen trotzdem erstmal gegen Medikamention gewehrt aber ich glaube im Endeffekt hatte ich einfach nur angst, dass ich dadurch eine andere werde. Dann mit Ach und Krach und sehr viel Unterstützung die Unterstufe hinter mich gebracht.. aber Freude hat mir das ganze keine mehr gemacht.
Ich wollte aber trotzdem unbedingt die Schule hinter mich bringen und hab mich entschieden, anfang der oberstufe, mal ein Jahr lang Stattera auszuprobieren. und siehe da :D Schule macht doch Spaß. Ich hatte das erste mal in meinem Leben ein Vorzugzeugnis - mit weniger anstrengung und stress. Das ist auch wenn es vielleicht nach wenig klingt nach 5 jahren dahin quälen (nur 4 und 5 haben, Nachprüfungen, jeden Tag mit Bauchweh in die Schule gehen) ein echtes gutes Gefühl. Und ich bin keine andere geworden. Ich laufe nicht wie ein Zombie und apathisch durch die Gegend. Ich bin immernoch impulsiv,
kreativ, echt und chaotisch. Nur kann ich mich jetzt besser und länger konzentieren.. Heute bin ich 18, mache in einem Jahr Matura und werde Stattera sicher auch noch nehmen bis ich meinen Bachelor in der Hand habe.
Ich denke wenn jemand Diabetes hat kriegt er auch Insulin. Wieso sollten Medikamente bei A(H)DS falsch sein?
Mittlerweile sehe ich ADS mehr als Bereicherung als Krankheit.