S
suse_12763523

  • 9. Sept 2005
  • Beitritt 9. Sept 2005
  • 1 Diskussion
  • 1 Beitrag
  • 0 beste Antworten
  • Hallo,


    ich weiß gar nicht, ob dies überhaupt ein Problem ist, oder einfach nur abhängig von der Sichtweise. Mein Sohn (geb. Juni 1999) ist vor kurzem eingeschult worden. Bereits im Kindergarten fiel er durch seine übergroße Phantasie auf (er war oft in einer völlig anderen Welt) und ich habe versucht, seine Aufmerksamkeit mehr auf die materiellen Dinge zu lenken, also seine Geschichten immer wieder auf die uns umgebende Realität zu beziehen. Bereits nach dem Aufstehen erzählt unser Sohn uns mehrere Geschichten hintereinander weg, ohne ins Stocken zu kommen, oder sich zu wiederholen...


    Er kann zwischen erfundenen Begebenheiten (Monster-, Alien-, Märchengeschichten) und tatsächlich geschehenen Vorkommnissen unterscheiden, driftet aber meist in die schillernde Phantasie ab. Nun könnte man sagen, das ist toll, aus ihm wird vielleicht mal ein toller Geschichtenerzähler...?


    Was mir jedoch zu denken gibt ist nun, dass er in der Schule lt. seiner Lehrerin immer bei allem der letzte ist, oft nicht "mitbekommt", was sie von ihm will, mehr darauf achtet, was die anderen Kinder machen, selbst aber damit nicht in die Gänge kommt, viele wichtige Informationen vergisst an mich weiter zu leiten, seine Hausaufgaben beispielsweise nachmachen muß, weil er nur die Hälfte davon gemacht hat. Sie sagt, dass er bei persönlicher Aufforderung dann seine Arbeit sehr sorgfältig, ganz richtig und ohne Murren macht, aber eben immer der letzte ist und dann natürlich weniger Zeit zum spielen hat.


    Sicherlich benötigt er noch eine Eingewöhnungszeit, es sind ja erst 3 Wochen Schule, doch kenne ich dieses Kind und weiß, er kann sich z.B. sehr auf virtuelle Dinge wie Kinderlernprogramme (PC) und auch Filme konzentrieren, doch anscheinend lässt er sich durch seine Schulkameraden total ablenken. Gibt es einen Weg, seine eigene Einstellung zu ändern, ohne Druck und ständiges Gängeln? Ich bin von Natur aus eher ein temperamentvoller Mensch und nichts geht mir schnell genug. Es ist daher für mich sehr schwierig, einen geeigneten Weg selbst zu finden.


    Das morgendliche Trödeln bekam ich dadurch in den Griff, dass ich mit ihm ein Wettrennen veranstalte, bei dem er naturgemäß immer gewinnt (Mama hat halt mehr zu erledigen). Abends machen wir es so, dass wir keine Zeit mehr für seine Geschichte haben, wenn er zu lange bummelt.


    Aber was mache ich, dass er in der Schule flotter wird bzw. konzentrierter? Reicht es aus, dass ich ihm immer wieder sage, dass er dann weniger Zeit für Freizeit hat und er das dann auch irgendwann merkt? Fruchtet dies bei "Dauerberieselung"? Oder gibt es noch andere Möglichkeiten?


    Für Tipps wäre ich sehr dankbar.


    Lieben Gruß
    agheera