@ bea
Hallo Bea,
bei Till war es ein KS, weil letztendlich seine Herztöne zu schlecht waren. Er war ein Sternengucker und ich hatte (vermutlich dadurch - das weiß man aber natürlich nicht sicher) eine Wehenschwäche und einen Geburtsstillstand. Nach 12 Stunden im Kreißsaal wurde dann der KS gemacht.
Jetzt wollte ich unbedingt spontan entbinden und war auch relativ optimistisch, da ich ja schon fast alles an Geburtskomplikationen durchhatte. Außerdem wurde mir versichert, dass man bei einem ähnlichen Geburtsverlauf, eher einen KS machen würde - das war beruhigend. Denn solange "quaälen" um dann doch unters Messer zu kommen wollte ich mich auch nicht.
Das Ende dieser Schwangerschaft verlief leider nicht so schön. Das heiße Wetter hat mir ordentlich zu schaffen gemacht, mein Buch war noch größer als schon bei Till und ich konnte mich die letzten Wochen vor der Geburt nicht mehr um Till kümmern - und hab ihn so dabei vermisst.
Durch den vorangegenagen KS würde man (zumindestens bei uns im KH) nur sehr zögerlich wehenfördernde Mittel einsetzten, weil das Risiko des Reißens der Gebärmutter unter den Wehen zu Größ wäre. Als ich über Termin war und nochmal mit einer Oberärzting gesprochen habe, meinte sie, man könnte ein Gel legen, mit künstlich erzeugten Wehen durch den Wehentropf würde man bei einem Kind von Rias Größer wahrscheinlich nicht genug Kraft erzeugen, um sie "raus zu bekommen". Als würde 7 Teg nach termin nicht eingeleitet, sondern ein KS gemacht - das wollte ich dann aber auch so! DA es mir das Wochenende vorher so schlecht ging, habe ich am Montag einen Termin geholt und den "WunschKS" auf Mittwoch morgen festgesetzt. Ich hab damit alle im KH etwas verwirrt, weil man einen Wunschkaiserschitt ja normalerweise schon wochen im Vorraus bespricht und nicht 2 Tage davor.
Am Nachmittag kam dann meine Hebamme nochmal und wir haben nochmal alles besprochen. Gerade auch meine psychische Verfassung, weil ich bei Till ja eine Wochenbettdepression hatte bzw. an der Schwelle dazu stand.
Tja, und dann setzten Abends die Wehen ein. Und haben mich völlig uberrumpelt. Auf dem Weg ins KH wusste ich nicht, ob ich denn jetzt den KS will oder erstmal so versuche. DA ich da aber schon bei 6 cm war, wurde mir die Entscheidung quasi abgenommen ;-) Und dann ging es ja auch relativ zügig. Eröffnung lief gut und mit Schmerzmitteln waren die Wehen super zu veratmen. Rias CTG war blendend (OT Hebamme " Wenn ihre Wehen nicht mirgeschrieben würden, käme man bei den Herztönen nicht auf die Idee, das das ein GeburtsCTG ist") Kurz vor den Presswehen war es nochmal sehr unangenehm, Sie hat tierisch nach untern fgedrückt, aber die Fruchtblase stand noch. Nach der Punktion war es etwa ne halbe Stunde noch sehr schmerzhaft und dann durfte ich pressen. Davor hatte ich solchen Respekt/Angst, aber das war total easy. Viele Wehen haben wir nicht gebraucht.
Danach wars etwas nervig, weil die Plazena ne Stunde gebraucht hat, bis sie endlich rauskam und aufs nähen musste ich noch länger warten, da parallel ein NotKS stattfand.
LG