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nawra_11968229

  • 29. Apr 2007
  • Beitritt 27. Apr 2007
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  • Borderline und Ritzen der Tochter
    Hallo!
    Ich bin ebenfalls Mutter einer 16jährigen Tochter, die sich bereits seit Ende Dezember freiwillig wegen SVV, Anorexie, Depressionen und Verdacht auf Borderline in einer stationären Therapie befindet.
    Je länger sie da ist, desto mehr distanziert sie sich von der ganzen Familie, will nach der Therapie nicht mehr nach Hause, sondern in ein betreutes Wohnen. Das kommt natürlich überhaupt nicht in Frage, wir werden dagegen ankämpfen. Wir kennen das Gefühl der Hilflosigkeit, Verzweiflung und die ständigen Achterbahnen der Gefühle. Die komplette Familie hat stark unter der Situation gelitten. Von der Klinik sind wir maßlos enttäuscht, da wir keinerlei Informationen über den Gesundheitszustand bzw. keine Diagnose bekommen. Sie ging mit wenig SVV Verletzugen hin und wird bald mit vielen schlimmen Narben entlassen. Während der Therapie war sie mehrere Male suizidal, hatte große Schlafprobleme mit Alpträumen und bekam deshalb zunächst Antidepressiva, Schlaftabletten (abgesetzt) und jetzt Neuroleptika. Doch keines dieser Mittel hatte eine positive Wirkung auf ihre sehr starken Stimmungsschwankungen. Wir haben das Gefühl, dass sie seit der Medikamenteneinnahme ihre Persönlichkeit verändert hat.
    In den Familiengesprächen wurden wir als Eltern ständig "angeklagt", obwohl uns keinerlei Schuld trifft. Ich als Mutter wurde speziell immer wieder ungerechtfertigt von den Psychologen in die Mangel genommen. Das hatte zur Folge, dass ich psychisch so angeschlagen war, das ich zeitweise depressiv wurde.
    Seitdem gehen mein Mann und ich nicht mehr zum Familiengespräch. Diese bringen absolut nichts. Unsere Tochter schwieg entweder die ganze Zeit oder beschimpfte uns, ohne das die Psychologen sie in die Schranken wiesen.
    Man hat das Gefühl, unser Kind wurde uns in 4 Monaten entfremdet und gegen uns aufgehetzt.
    Das macht einen traurig, denn man wollte seinem Kind einfach nur helfen und brachte es vertrauensvoll in die Klinik.