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naoise_12674186

  • 21. Sept 2020
  • Beitritt 4. Okt 2017
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  • Hallo,


    mein Partner (32) und ich (38) leben seit einigen Jahren zusammen. Demnächst wollen (wollten) wir heiraten. Reizthema seit Jahren ist: fehlende Einbringung seinerseits in die Beziehung und in den Haushalt. Er hatte vor mir noch nie eine Partnerin und Mutti hat für ihren 27-jährigen Sohn ja alles gemacht. Wäsche waschen, Wohnung putzen, Klamotten kaufen! Machte sie aber nicht nur für ihn sondern auch für den jüngeren Bruder der heuer 30 wird! Der muss nur einmal schräg husten dann steht sie vor der Tür und muss ihm beistehen. Dafür ist ihr kein Weg zu weit denn die wohnen 200km weit weg.


    Mein Partner arbeitet Vollzeit als Buchhalter, von 07:00-16:00 Uhr, Freitag von 07:-12:00 Uhr. Reißt sich also kein Bein aus. Ich bin seit wenigen Jahren aus gesundheitlichen Gründen berentet. Wie es das Wort schon sagt, bin ich nicht so einsatzfähig wie ein gesunder Mensch, um es mal geschönt auszudrücken.
    Nun, wer macht den Haushalt? Ich. Wer kocht? Ich. Wer räumt ihm die Wäsche hinterher? Ich. Wer kümmert sich um den Hund den ER unbedingt haben wollte und jetzt schon eine kleine Abendrunde zuviel verlangt ist? Ich. Unternehmungen in der Beziehung? Wenn ich sie nicht planen- und ihn ständig mitziehen würde,dann käme nichts. Wer hat die Hochzeit von A-Z geplant die Ende September stattfinden sollte? Ich. Die leere Klopapierrolle im Bad würde auch in 2 Wochen noch da liegen würde ich es nicht wegräumen. Diese grauenhafte Lethargie lässt meinen Partner zunehmend unattraktiv erscheinen.


    Gespräche darüber enden stehts darin, dass die Situation verkehrt wird und gestern der Satz fiel: "ist für dich doch eh fein wenn ich alles bezahle". Nur ist es in meinen Augen damit nicht abgetan. Zu einer Beziehung gehört für mich auch Zweisamkeit, Zusammenhalt, ein Miteinander. Ich kann auf die schönste Wohnung verzichten wenn ich gleichzeitig behandelt werde wie eine Hausangestellte.
    Wenn es mir nicht gut geht und liege den halben Tag dann bleibt auch die Arbeit liegen. Irgendwann wird es dann schon wieder gemacht werden.


    Wir sind vor 2 Wochen umgezogen. Aufgrund von diversen Lieferungen haben wir natürlich viel Pappe in der Wohnung liegen. Vorgestern hätte der Recyclinghof offen gehabt. Der Müll liegt bis heute. Warum? Er wollte nicht fahren weil es geregnet hat.


    Ein typischer Tag sieht so aus, dass er gegen 17:00 Uhr nach Hause kommt, sich vor den gerichteten Tisch setzt, Geschichten aus der Arbeit erzählt, 5 Schritte weiter auf die Couch fällt, ins Handy starrt, in den Fernseher starrt, nach ca einer Stunde sich in Richtung Kaffeemaschine bewegt und anschließend vor den Computer und da sitzt er dann bis Mitternacht und später.


    Ist das bei euch auch so? Ist es das der Normalzustand oder bin ich nur überempfindlich?

    • soncherie, flor19942, ketura_20447089, und 5 weiteren haben auf diesen Beitrag geantwortet.
    • Mal ehrlich, was erwartest du denn jetzt?
      Das er sich ändert?
      Das wir dir ein Rezept nennen nachdem er sich ändert?
      Selbst wenn wir dir sagen, er ist furchtbar faul und du bist im Recht, hilft dir das überhaupt nicht weiter...


      Ich glaube, du wirst ihn nicht ändern.
      Vielleicht wird er mal anders, wenn die Umstände es absolut erfordern, er vielleicht alleine lebt und keinen hat auf den er es abwälzen kann, aber selbst dann wird er vermutlich eher eine Haushaltshilfe einstellen als das selbst zu machen.


      Wenn du dich mit seinem Verhalten nicht arrangieren kannst, solltest du das mit der Hochzeit gründlich überdenken!

    • horsa_12682373

      Hallo,


      ich habe deinen Post erst viel zu spät gelesen. Wie ist das Verhältnis heute zu deiner Mutter?
      Das was du beschreibst ist das Los von Töchtern die eine narzisstische Mutter haben. Es gibt dazu einige im Internet nachzulesen. Sicher wirst du an einigen Stellen ein Aha-Erlebnis haben.
      Ich bin mit einem Vater aufgewachser der (lt. Fachärzten) eine ausgeprägte narzisstische Persönlichkeitsstörung hat inkl einer narzisstischen Mutter und kann mit gut vorstellen wie das bei euch abläuft, ich kann gut nachvollziehen wie du dich fühlen magst.
      Wie hier geschrieben wurde, du seist alt genug um dich abzugrenzen, jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich... grundsätzlich ja aber man kann sich nicht abgrenzen wenn man es nie gelernt hat bzw. in einem destruktiven Abhängigkeitsverhältnis lebt.
      Ich kann dir nur anraten dir Lesematerial zu besorgen. Wenn du das Gefühl hast du leidest dann mach eine Psychotherapie und brich konsequent den Kontakt ab, auch wenn es noch so schwer fällt. Du bist über 42/43 Jahre alt. Du hast nur dieses Leben! Gestalte dir das noch glücklich und zufrieden!

    • bassam_11849845

      Wenn es sich für dich falsch anfühlt dann ist die Sache doch geklärt. Ich bin 35 und würde keinen 20-21-jährigen Partner haben wollen. So gut könnte das gar nicht passen. Mein Partner ist 28 und es ist für mich grenzwertig weil man den Altersunterschied einfach in allen Lebensbereichen merkt.

    • govad_12294271

      Das wäre kein Partner mit dem ich zurecht käme und würde mich bei dem passiven Verhalten sehr schnell sehr ärgern. Was er da betreibt ist ein selbstschädigendes Verhalten. Bei diesem Menschen kann psychisch etwas nicht stimmen. Das hat mit Gutmütigkeit nichts mehr zu tun.


      Jeder Mensch trägt im Leben auch eine Eigenverantwortung. Du bist nicht für ihn und seine Handlungen verantwortlich sondern er selbst. Er hat sich in diese Situation gebracht und hat scheinbar nach wie vor nichts daraus gelernt. Ich würde mich an deiner Stelle aus der Beziehung eher zurückziehen. Das ist kein Mann mit dem du etwas gewinnen kannst oder dir jemals eine Stütze wäre.

    • fion_12501526

      Ich würde raten es deinem Mann zu sagen was los ist. Solange ihr zwei nicht zusammen als Paar auftretet und jeder sein eigenes Süppchen kocht solange wird dieser "Freund" seine Chance wittern und alles nutzen was geht. Bestenfalls gibt es ein Gespräch zu Dritt in dem du und dein Mann ihm unmissverständlich mitteilt, dass ihr den Kontakt nicht mehr haben wollte und nicht weiter belästigt werden möchtet oder ansonsten rechtliche Schritt einleitet.


      Ich fände so ein Verhalten beängstigend und fände dazu auch ganz klare Worte.

    • Auch wenn der Post schon älter ist möchte ich darauf antworten.
      Wenn ein Mann sagt "es liegt nicht an dir" kann man ihm das ruhig glauben. Es gibt auch nicht wahnsinnig viele Frauen die vaginal zum Orgasmus kommen und halten deswegen den Mann wohl auch nicht für unattraktiv oder denken, dass er im Bett nichts kann. Die Gründe warum das so ist können vielfältig sein. Wenn ein Mann solche Probleme im Bett hat dann würde es auch eine andere Frau nicht ändern. Bei meinem liegt es an 15 Jahren Porno- und Sexspielzeugkonsum. Das verändert was im Kopf, die Reizschwelle liegt weit höher als bei anderen. Man(n) ist eine gewisse Stellung in Kombination mit einem gewissen Handsgriff und Druck gewohnt und wenn das wegfällt geht es nicht mehr. Ich bin mit meinem Partner seit 6 Monaten zusammen und er kam bisher ein einziges Mal. Muss auch nicht wundern. Eine weibliche Vagina hat nunmal keine Saugfunktion und 10 verschiedene Vibrationsstufen.


      Das er mich unattraktiv finden könnte schließe ich aus. Welcher längst erwachsene Mensch sucht sich schon einen Partner aus den er nicht attraktiv findet? Das ist höchst unwahrscheinlich. Da ich diese Probleme auch vorher nie hatte wird es auch nicht an meiner Anatomie liegen oder Feuchtigkeit.


      Umgekehrt gilt dasselbe: ich kam noch nie bei ihm wenn ich nicht selbst Hand anlegte. Ich kam aber auch in der Vergangenheit bei anderen Männern nur äußerst selten. Das hat mit dem Mann überhaupt nichts zu tun und mir macht es auch deswegen nicht weniger Spaß. Auch Selbstbefriedigung kann man ins Sexspiel mit einbauen.


      Ich würde davon dringlichst abraten diesen Umstand des nicht-kommens zu einem riesen Problem hochzustilisieren denn das macht die Sache nicht besser und baut nur Druck und Frustration auf beiden Seiten auf. Für den Mann ist es sicher auch nicht aufbauend und anregend bei jedem Fehlversuch in ein enttäuschtes Gesicht zu schaun. Sex ist ein wichtiger Aspekt aber in einer Beziehung gewiss nicht alles.