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marja_11846089

  • 27. Juni 2016
  • Beitritt 13. Juli 2011
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  • 143 Beiträge
  • 1 beste Antwort
  • Liebe Spiranella...
    .... es tut mir unendlich Leid, dass Ihr Euren kleinen Sebastian viel zu früh zu den Sternen gehen lassen musstet.


    Du fragst, wie es nun weiter geht. Da ich zwei Kinder still zur Welt bringen musste, kann ich Dir nur eines raten: Nimm Dir für Deine Trauer und Deine Verarbeitung so viel Zeit wie Du brauchst. Es wird sicherlich Menschen geben, die Dich nicht verstehen, aber sie haben diesen unendlichen Schmerz auch (Gott-sie-Dank) nicht erlebt. Wenn Du kannst, mach Bilder von Deinem kleinen Mann, halte ihn und verabschiede Dich. Vielleicht gibt es ein Sternenkinder-Grabfeld, wo Sebastian beigesetzt werden kann?


    Mir persönlich hat eine Selbsthilfegruppe gut getan, ich habe mich verstanden und gut aufgehoben gefühlt. Dort muss man nicht viel erklären, man muss auch gar nicht reden - alle teilen Dein Schicksal und kennen Deine Gefühle, auch ohne Worte.


    Und nein, Du wirst Deinen kleinen Engel nie vergessen, er ist in Deinem Herzen. Der Schmerz wird mit der Zeit sicherlich anders werden, aber ich glaube, vergehen wird er nie.


    Sei ganz fest umarmt, ich wünsche Dir viel Kraft!


    Kaktus

  • ndidi_11851329

    Liebe Stelzi...
    ... bei Leas Blasensprung hatte ich gar keine Anzeichen, null. Wir waren sogar noch 14 Tage in Urlaub und hatten unseren ersten Arbeitstag, als es, während ich an meinem Schreibtisch saß und mich mit einem Kollegen unterhielt, in mir zu "blubbern" anfing. Zuerst dachte ich, was ist denn das jetzt? Beim dritten Blubbern wusste ich, was das ist, denn so war es bei Felix auch gewesen, nur dass ich damals schon 4 Wochen im KH war. Tja, im Losrennen zu meinem Mann ging das ganze Fruchtwasser in einem Schwall ab, es stand mir sogar in den Schuhen. Ich möchte hier nicht auf die Einzelheiten eingehen, es war einfach das Schlimmste, was ich je erlebt habe.
    Der Muntermundsverschluss wird in der Uni-Klinik bei uns durchgeführt, d.h. der Muntermund wird richtig zugenäht. Meine Gyn hat schon gesagt, dass sie mir dann Unterlagen dazu besorgt, damit ich mich vorher ganz genau informieren kann. Ob es hilft, weiß ich auch nicht, aber dann würde das Fruchtwasser bei einem Blasensprung auf jeden Fall in der Gebärmutter bleiben und nicht ablaufen und das Würmchen würde nicht "auf dem Trockenen" liegen.


    Diese Auf und Abs, die Du beschreibst, sind normal, denke ich. Vielleicht magst Du Dir mal das Buch "Gute Hoffnung, jähes Ende" besorgen, mir hat das unheimlich geholfen.


    Und wie Du bin ich auch 35, mein Mann wird dieses Jahr sogar schon 50, aber was solls? Halle Berry bekommt mit 48 das zweite, wir schaffen das auch, daran glaube ich fest!


    Wie war Dein erster Arbeitstag? Hast Du es einigermaßen gut überstanden? Ich hab auch diese Woche wieder angefangen, grauenvoll :-(

  • Liebe Anniko....
    ... ich schließe mich all meinen "Vor-Schreiberinnen" an, wir werden unsere Sternchen nie, niemals vergessen, aber es wird mit der Zeit erträglicher.
    Und hier bist Du auch genau richtig, wenn Du darüber reden bzw. schreiben wilst, wir verstehen Dich und wissen, was Du durchgemacht hast und auch grade durchmachst. Lass Dir aber Zeit mit allem, nimm Dir die Zeit, die Du brauchst. Überleg Dir, was Dir gut tut, was Dir jetzt irgendwie helfen könnte, Dich ablenkt, Dir eine kleine Freude bereitet (und wenn es nur ein entspannendes Bad ist), aber höre ganz genau in Dich hinein. Dein Körper und Deine Seele können Dir sagen, was Dir momentan gut tut und hilft.


    Und auch wenn ich weiß, was Du meinst und es mir selbst immer sehr, sehr schwer fällt: Fühle Dich nicht stigmatisiert!!! WIr haben nichts falsch gemacht und müssen uns auch für nichts schämen... Diese kleine Seele war einfach nicht für diese Welt bestimmt, aber vielleicht tröstet es Dich, dass sie Euch ausgesucht, Euch als würdig empfunden hat, die kurze Zeit, die sie hier hat, mit Euch zu verbringen. Der Gedanke tröstet mich immer ein bißchen, wenn es mir besonders schlecht geht.


    Alles Liebe und Gute,
    der Kaktus

  • Liebe Stelzi...
    ... es tut mir Leid, Deine Geschichte hier lesen zu müssen, sei ganz fest umarmt!


    Auch meine erste SchwSch lief so ab, wie Du es beschreibst, allerdings musste ich Felix in der 21. SchwSchWoche nach vorzeitigem Blasensprung und Einleitung zur Welt bringen. Meine Blasenentzündung war in die Fruchtblase gewandert, so dass der kleine Mann keine Chance hatte.
    Drei Monate später ist uns dann ein "Unfall" passiert, ich wurde wieder schwanger. Und hatte ab dem Moment, da ich den positiven Test in der Hand hatte, unsagbare Angst. Aber die SchwSch entwickelte sich von Anfang an ganz anders. Keine Placenta praevia, keine Blutungen, keine Blasenentzündung. Und: Ein kleines Mädchen :-) Ich hab wirklich alles getan, um eine Blasenentzündung zu vermeiden, Cranberry-Saft, Grapefruit-Kern-Extrakt, Cranberry-Kapseln, Magnesium... Trotzdem hatte ich genau auf den Tag 6 Monate nach Felix' Blasensprung wieder einen Blasensprung und musste Lea in der 19. SchwSchWoche still zur Welt bringen. Es gab vorher keinerlei Anzeichen, erst bei der Ausschabung hat sich herausgestellt, dass die Gebärmutter entzündet war - ob das die Folge des Blasensprungs oder der Grund für ihn war, konnte man nicht mehr sagen. Die Ärzte im KH haben mir nun nahe gelegt, dass ich, wenn ich nochmal ein Kind haben wollte, in der 12. SchwSchWoche einen kompletten Muttermundsverschluss haben muss, da ich scheinbar sehr anfälliug für Infektionen bin, die wiederum einen vorzeitigen Blasensprung auslösen.


    Was mir bzw. uns im Oktober unmöglich schien, nie wollte ich ein weiteres Kind, ist inzwischen okay. Um meinem Körper etwas Zeit zu geben, möchten wir nun auf jeden Fall mindestens ein Jahr aussetzen, aber danach wollen wir es wieder versuchen. Was ich Dir sagen will:
    Es gibt leider keine Garantie, das wird Dir auch Catsdream Geschichte zeigen! Aber gebt den Mut und die Hoffnung nicht auf!!! Lasst Euch und Euer Kleines untersuchen, um Krankheiten auszuschließen, aber gebt die Hoffnung nicht auf!!!!
    Und geh nicht davon aus, dass eine zweite SchwSch so verläuft wie die erste, das muss nicht sein.


    Ich drücke Euch ganz, ganz feste die Daumen und hoffe, ich habe Dich nun nicht allzu sehr erschreckt. Gib Dir und Deinem Mann und auch Deinem Körper Zeit; in meiner Sternenkinder-Gruppe sagen die Leiterinnen immer: "Ein Mal alles ohne Sternchen!" sprich, lass ein Jahr vergehen, um Dich zu verabschieden, um zu verarbeiten, um Kraft zu sammeln. Auch wenn es Dir unendlich lang erscheinen mag, ich denke wirklich, dass das hilft.


    Ganz liebe Grüße und von Herzen alles Gute,


    der Kaktus

    • Ihr Lieben...
      ... im April habe ich unseren Sohn Felix in der 21. SchwSchWoche still geboren und fast auf dn Tag genau 6 Monate danach unsere Tochter Lea in der 19. SchwSchWoche, beide Male aufgrund eines vorzeitigen Blasensprungs.


      Schon seit dem Erlebnis mit Felix gehen wir regelmäßig in die Selbsthilfegruppe "Sternenkinder" bei uns in der Nähe und da herrscht die Auffassung: Ein Mal alles ohne Sternchen!


      Lea war dann auch ein "Unfall" und ich war zuerst gar nicht glücklich, sondern nur voller Angst. Aber da die SchwSch viel problemloser als die bei Felix verlief, wagte ich zu hoffen - und musste wieder diesen unermesslichen Schmerz erleben.


      Und nun bin ich wirklich der gleichen Meinung wie meine anderen Sternenkinder-Freundinnen, denn ich persönlich könnte diese Angst, diesen Schmerz jetzt nicht nochmal durchstehen. Schon als sich bei Lea abzeichnete, dass wir sie verlieren werden, dachte ich, dass ich am Liebsten die Abkürzung aus dem Fenster nehmen würde, gerne jamdn anders wäre oder gerne weglaufen würde, bis sich so oder so etwas ergibt.


      Jeder muss natürlich für sich wissen, was er (er-) tragen kann, aber ich glaube wirklich, dass man sich Zeit geben und lassen sollte, den (die) Verlust (e) zu verschmerzen.

    • rawiya_12508718

      Unfassbar...
      ... es tut mir so unendlich Leid für Dich/ Euch.
      Ich sitze hier und weine, ich kann Dich und Deine Gefühle so gut verstehen!!! Auch ich habe mich gefragt, ob ich so ein schlechter Mensch bin, dass mir das Schicksal zwei Mal eine solche Prüfung schickt...Und genau wie Du habe ich gedacht, dass Felix uns Lea geschickt hat, dass dieses Mal alles gut wird und der große Bruder über seine kleine Schwester aus dem Himmel wacht...


      Liebes Sanpferd ich bin sprachlos, es tut mir so unendlich Leid. Ich zünde heute abend eine Kerze dür Dich und Deine Sternchen an.


      Sei ganz fest umarmt und bite melde Dich, auch gerne per PN,


      der Kakitus

    • rawiya_12508718

      Herzlichen Glückwunsch...
      ... liebes Sanpferd - ich drücke Dir/ Euch sämtliche Daumen!!!! Bitte halte mich auf dem Laufenden, wie es bei Euch so geht. Lebst Du noch in Kanada? Bekommst Du nach Deinem Verlust nun mehr Vorsorge-Untersuchungen oder wie ist das?


      Danke für Dein Mitgefühl. Im Moment stecke ich so ein bißchen fest... Wenn ich unsere Geschichten erzähle, habe ich das Gefühl, das sind nicht unsere, manchmal habe ich sogar das Gefühl, ich spüre Lea noch, das ist besonders schmerzhaft.


      Nein, bisher wissen die Ärzte nicht warum. Der häufigste Grund für einen vorzeitigen Blasensprung ist immer noch eine Entzündung, oftmals auch eine nicht nachweisbare. Nach der AS hat der Arzt mir gesagt, dass die Gebärmutter entzündet ist, aber er kann nun natürlich nicht mehr sagen, ob das die Ursache für oder die Folge des Blasensprungs war. Von Lea haben wir eine genetische Probe nehmen lassen, Ende November bekommen wir die Ergebnisse. Es gibt momentan verschiedene Ansätze, warum ich nun zum zweiten Mal einen Spätabort hatte (wie ich dieses Wort hasse!!!). Unterm Strich bleibt das Ergebnis aber gleich: Beide Mäuse haben wir verloren.


      Momentan muss ich sagen, dass meinen Mann und mich so ein bißchen der Mut verlassen hat. Wir werden jetzt erstmal mindestens ein Jahr aussetzen. Nach dem Verlust von Felix hab ich Schwangerschaft eigentlich schon mit Angst verbunden, aber als sich Lea ankündigte, dachte ich, jetzt wird alles gut, sie wurde uns geschickt und dieses Mal klappt alles. Und es war ja auch alles gut. Die Schwangerschaft völlig unproblematisch, keine Blutungen, keine Bauchschmerzen, kein gar nichts. Bis zum 14.10., als völlig plötzlich und ohne jegliche Vorahnung im Büro, an unserem ersten Arbeitstag nach mehr als 3 Wochen Urlaub, sämtliches Fruchtwasser abging. Wenn ich jetzt an SchwSch denke, dann habe ich nur Angst. Ich meine, ich hatte auch bei Lea jeden Tag Angst, aber ich habe es meist nicht laut gesagt, weil ich nichts heraufbeschwören wollte und mich auch immer selbst beruhigen wollte. Aber der Supergau ist eingetreten... Und wenn ich nochmal schwanger werden sollte, bin ich auf jeden Fall eine Risikoschwsch, sowohl von der Vorgeschichte als auch vom Alter her. Und ganz ehrlich: Im Moment kann ich einfach keine Angst mehr ertragen... Ich konnte jetzt schon kaum mehr einen US ertragen, konnte nie hinschauen, weil ich immer dachte, das Herzchen schlägt nicht mehr oder sonst was. Und als ich mich beruhigte und die SchwSch ohne Probleme weiter fortschritt, da haben wir unser Mäuschen dann verloren.


      Dir auf jeden Fall alles Liebe und Gute, keine Eltern haben ein Kind mehr verdient als Sternenkinder-Eltern!!! Ich wünsche Euch von Herzen, dass alles gut geht und Du im nächsten Jahr ein gesundes Babychen im Arm hälst. Wann habt Ihr denn Termin? Hast Du schon ein Gefühl, was es wird?


      Ich denke ganz fest an Euch und umarme Dich ganz herzlich,


      der Kaktus mit Felix und Lea im Herzen

      • rawiya_12508718

        :TRISTE:
        Liebes Sanpferd,


        wir haben unsere kleine Lea am Sa, den 19.10. morgens um 3:12 Uhr nach einm vorzeitigen Blasensprung bei 18+1 und einer Einleitung bei 18+5 verloren. Sie wog 190 g, war 23 cm groß und hatte einen KU von 13 cm.
        Sie war das schönste Mäuschen der Welt und ich liebe sie über alles.


        Leider hatte ich am Montag zuvor morgens in der Firma nach mehr als 2 Wochen Urlaub und ohne jegliche Vorankündigung einen Blasensprung. Kein Mensch versteht es, alle sind tief betroffen und weinen mit uns.
        Dieser neue Blasensprung kam auf den Tag genau 6 Monate nach dem Blasensprung von Felix. Lea kam 6 Monate und 2 Tage nach ihrem Bruder Felix zur Welt.
        Wenn mir am 18.04., als ich die Klinik nach dem Verlust von Felix verlassen hatte, jemand gesagt hätte, dass ich 6 Monate später noch ein Kind verlieren würde, ich hätte ihn ausgelacht. Nie im Leben haben wir mit dem gerechnet, durch das wir dann durch mussten.


        Es ist so unverständlich und so ungerecht, wir sind fix und fertig.


        der Kaktus mit zwei Sternchen im Herzen

        • Wow...
          ... Danke für Euren Zuspruch, das tut mir echt gut!!!


          Also:


          All Eure Ratschläge wurden so oder in ähnlicher Art schon durchgeführt, denn das Problem besteht ja bereits seit mehr als 2 Jahren. Der Kleine muss bei uns sein Bett selbst abziehen und vor die Waschmaschine bringen (ich hab ihm auch gezeigt, wie sie funktioniert, aber das mache ich dann doch lieber selbst; aber er räumt sie ein), er musste seine Wäsche auswaschen, er musste seine Wäsche (weil allzu ver...) schon in den Mülleimer tragen; es gab verständnisvolle Gespräche, es gab Schimpfe, er war beim Allgemeinmediziner (körperlich i.O.), er war beim Psychologen (nach dem ersten Gespräch hat die Mutter das abgebrochen), es gab Gänge mit zur Toilette, wo ihm wiederholt gezeigt wurde, was er wie zu tun hat... All das kann eine Zeit lang helfen, aber eine Garantie ist es nicht. Und das ist u.a. auch etwas, was mich sehr ärgert: Er kennt alle Knöpfe an seiner Spielekonsole, am DS am Computer etc - aber er weiß nicht, wie man sich auf der Toilette verhält bzw. dass man mit 9 nicht mehr in die Hose macht.
          Hinzu kommt, dass seine Mama da absolut nicht mit uns an einem Strang zieht. Sie sagt halt immer wieder, das sei nicht schlimm. Meine Erziehungsmethoden seien wie aus dem Mittelalter (dabei werden genau diese Dinge geraten, ich hab mich vorher informiert).


          Letzte Woche hab ich nun mit einer Psychologin gesprochen und sie meinte, ich solle den Kleinen nicht fragen, ob er sich schämt, denn das tue er ganz sicher. Wir müssten uns mit der Mutter arrangieren. Und das haben wir getan... Mein Mann hat ihr klipp und klar gesagt, dass er den Kleinen bei der nächsten Aktion genauso bringt, wie er ist - vollgesch..., vollgepisst, egal. Und dass er dann nicht mehr kommen darf, bis er gelernt hat, sich zu benehmen. Sie findet das "traurig", dass er so wenig Interesse an seinem Kind hat - aber über dieser Masche stehen wir inzwischen beide drüber.


          Ich war immer diejenige, die genauso reagiert hat, wie Saraa es beschreibt: "Mein Gott, er ist ein Kind, er kann nichts dafür, irgendwas stimmt da nicht!" Aber Schluss jetzt! Meine Hebamme ist sogar der Meinung, dass er das extra macht und es eine Art von Respektlosigkeit ausdrückt. Mir ist es mittlerweile egal, warum er das macht - in meinem Haus gibt es das nicht mehr. Und mein Mann zieht glücklicherweise mit mir an einem Strang. ICH kann nichts dafür, dass die Mama dieses Kind 14 Tage lang nicht in die Reihe bekommt, daher will es ich es auch keinesfalls ausbaden. Und ganz ehrlich, das hab ich auch meinem Mann gesagt: Eine in meinen Augen gute Mutter würde sich ein bißchen mehr kümmern, als nur zu sagen "Ist nicht schlimm!" und jede Hilfe abzulehnen und alles besser zu wissen, obwohl nichts besser wird.
          Letztes Mal hat sie meinem Mann ganz stolz erzählt, dass der Kleine neulich das Bad geputzt hat - er hilft ihr ja so toll... Ich hab nur gelacht und meinen Mann gefragt, woher der Kleine das wohl kann - Bad putzen hat er bei mir gelernt.


          Nein, mir ist die Psyche dieses Kindes mittlerweile egal, er scheint schon verkorkst zu sein, sonst würde nicht dauernd so etwas passieren. Und er verhält sich nicht den Regeln unserer Gesellschaft entsprechend, also muss er gehen.
          Denn jetzt ist MEIN Baby das wichtigste, da sind mir die verzogenen Kinder von anderen Leuten echt egal. Lustigerweise habe ich teilweise genau die Sachen zu meinem Mann gesagt, die Saraa schreibt - und das hat gewirkt. Er hat sich getrennt und trotzdem hat sein Ex-Leben so viel Einfluss auf unser Leben, dass es mir schlecht geht - damit ist jetzt Schluss!


          Und stellt Euch vor: Letztes We war der Kleine da und es ist nichts passiert - vielleicht hat die Drohung ja geholfen?


          Auf jeden Fall Danke, es tut schon gut zu hören, dass ich mit meiner Meinugn nicht ganz alleine da stehe!
          Unserem Baby geht es übrigens sehr gut, wir sind jetzt 12+ 4 und gestern war ich zur Nackentransparenzmessung; alles sieht sehr gut aus, es hat gezappelt und geturnt, hartnäckig die Beine übereinander geschlagen und gewinkt. Und wenn ich das kleine Mäuschen so sehe, dann weiß ich, dass es jeden Kampf wert ist!!!


          Liebe Grüße, der Kaktus

          • Lilo...
            ... ja, die Situation ist sehr extrem. Machmal freu ich mich ganz arg und manchmal hab ich solche Angst, dass ich nichts essen kann. Die Totgeburt ist 4 Monate her, am 31.8. Wäre der Et gewesen...
            Aber für dieses Baby will ich echt alles tun, was in meiner Macht steht...
            Sorry noch für die Tippfehler!

          • Hallo Ihr Beiden...
            Danke für Eure Antworten.
            Nach einigen harten Diskussionen mit meinem Mann (er meinte, ich sei ein wenig ängstlich und empfindlich nach der Erfahrung mit Felix) hat er nun verstanden, dass ich dieses Mal nicht nachgeben werde.
            E.Coli-Bakterien, die im Kot sind, sind in 90% aller Fälle der Auslöser für Blasenentzuendung, woran wir Felix ja letztlich verloren haben. Und ich sehe nicht ein, ein weiteres Baby zu gefährden, nur weil da ein Kind ist, das sich nicht an die Regeln hält. Mein Mann wird ihn also nach Hause fahren, wenn das nochmal vorkommt.
            Was seine Mama macht? Sie nimmt ihn auf den Schoß und sagt, das sei nicht schlimm. Seine Freunde lachen natürlich über ihn, wenn sie das mitbekommen, aber dann ruft seine Mama bei den Eltern an und beschwert sich ueber die anderen Kinder. Ratschläge von Ärzten, Freunden oder gar ihrem Ex werden ignoriert. Die einzige Hilfe, die das Kind seit 2 Jahren von Mama bekommt, ist der Satz: Ist nicht schlimm!
            Mir macht es auch grundsätzlich nichts aus, Kot wegzumachen, aber Lilo, die Verdauung und die Häufchen eines 9-jährigen sind nicht mit denen eines Kleimkindes oder Babys zu vergleichen.
            Und Saraa hat einfach Recht: Jetzt ist MEIN Baby das Wichtigste. Soll die dimme Kuh doch endlich ihre Drohung wahrmachen und meinem Mann das Sorhetecht entziehen - dann haben wir wesentlich weniger Ärger. So hart das auch klingen mag...

          • Hey,


            nach sehr langer Zeit und vielen schlimmen Erlebnissen brauche ich mal wieder Rat.
            Wie einige von Euch wissen, waren wir Ende letzten Jahres schwanger. Leider mussten wir unseren kleinen Felix am 17.04. in der 21. SSW gehen lassen. Ich hatte aufgrund von Stress Blutungen, Wehen und schließlich eine Blasenentzündung, die unbemerkt in die Fruchtblase gewandert ist und einen vorzeitigen Blasensprung ausgelöst hatte.
            Im Juli haben wir dann entdeckt, dass wir wieder schwanger sind. Nach dem ersten Schock freue ich mich jetzt, auch wenn ich Angst ohne Ende habe (mein Mann war von Anfang an einfach nur froh, er denkt ja immer positiv).
            Nach der Totgeburt habe ich neue Grenzen bei uns aufgestellt, was für mich geht und was nicht und was ich in unserem Haushalt einfach nicht mehr will. Z.B. dass ich mehr Unterstützung möchte, wenn die Kinder da sind.
            Es war auch Anfang diesesn Jahres so, dass der Kleine (mittlerweile 9) total viel in die Hose geschissen hat, Krönung war bei uns, als er sich selbst, seine Klamotten und das Bett so eingeschissen hatte, dass ich einen ganzen Tag damit beschäftigt war, zu waschen, zu putzen und zu desinfizieren. Versprechungen, er geht öfter zur Toilette, wurden immer wieder gebrochen, am gleichen Tag sitzt er abends neben uns auf der Couch und pisst während dem Fernsehen in die Hose. Als mein Mann fragte, warum er das jetzt getan habe, wir können den Film doch anhlaten, er verpasse nichts, kam keine Antwort.
            Es wurde dann besser, als mein Mann ihm sagte, wenn er so weitermache, dann dürfe er nicht mehr kommen (er kann sich nicht richtig wischen, hat die Hände voller Kot und fasst dann noch alles an - also habe ich im Dezember/ Januar Sch... von Türen, Lichtschaltern, Türklinken Toiletten, Spülungen etc. gewischt)., Ich hab mich zwar geekelt, aber musste nicht brechen wie mein Mann. Und da ich schwanger war und Angst hatte vor Infektionen, hab ich lieber alles selbst geputzt als mir irgendeine Krankheit zu holen... Übrigens wusste der Kleine da noch nicht, dass er ein Geschwisterchen bekommt. Na ja, der Spruch mit dem Nicht-mehr-Kommen-dürfen (den ich persönlich für falsch hielt, aber es ist nicht mein Kind und ich war meinem Mann ja dankbar, dass er überhaupt irgendwas gemacht hat) hat geholfen; die Probleme hörten schlagartig auf und kamen auch nicht wieder, als der Kleine erfuhr, dass er noch ein Geschwisterchen bekommt. Also bin ich nach wie vor der Meinung, dass es kein psychisches Problem ist.
            Nun bin ich ja wieder schwanger, es wissen nur mein Mann, seine Mutter und meine Eltern, und letztes We begann die Chose von vorne... Dieses Mal hat er nicht nur beide Toiletten im Haus verschissen, er hat auch so ziemlich alles mit verschissenen Händen angefasst, was man eben während und nach dem Toilettengang so anfassen muss. Und da er die Hände nicht richtig wäscht... Ihr könnt es Euch vorstellen. Die Krönung war, dass ich barfuß ins Bad ging, um aufs Klo zu gehen - und in Sch... trete, die ihm aus der Unterhose auf den Badvorleger gefallen war. Leute, ich muss zugeben, ich bin ausgeflippt. Hab ihn gefragt (nicht gebrüllt oder so), ob er sich schämt und ihm gesagt, dass ich echt sauer auf ihn bin und dass er, wenn er wieder so anfängt, nicht mehr kommen darf (war halt so wütend). Ich hab mich so geekelt, hab an mein ungeborenes Kind gedacht, an Felix, den ich tot zur Welt bringen musste und der mir jeden einzelnen Tag fehlt... Am Liebsten hätte ich dem Kleinen den Popo versohlt... Er sitzt den ganzen Tag am Computer, muss nur ein Zimmer weiter auf Toilette und geht nicht, wenn man ihn nicht schickt... ER WAR MAL SAUBER!!!
            Nun hat gestern abend die Ex meines Mannes angerufen. Der Kleine brauche liebevolles Verständnis, ich dürfe ihn nicht fragen, ob er sich schämt, er sei ganz verstört... Wenn ich nicht mit dem Problem umgehen könne (das seit 2 Jahren besteht und wogegen sie nichts tut, als zu sagen: "Ist nicht schlimm!"), dann würde sie ihn nicht mehr zu uns lassen. Persönlich hat sie mir das nicht gesagt, sie hat mit meinem Mann darüber gesprochen (obwohl sie mich auch schon ein paar Mal mit ihren Problemen zugetextet hat).


            Es tut mir ja Leid und ich werde das Gespräch mit dem Kleinen in 14 Tagen suchen, aber sehe ich es falsch, dass ich MEIN ungeborenes Kind schützen will? Sie sagt, der Kleine würde nur deshalb alles mit Kot beschmieren, weil er sich so schämt... Bitte???
            Mein Man steht zwischen den Stühlen und er tut mir echt Leid, denn er versucht das alles zu regeln und hinzubekommen. Aber er denkt eben nicht darüber nach, wo man Kot so überall hinterlassen kann... Ich hab ihn gestern gebeten, beide Bäder mit Sagrotan zu putzen, weil ich mich so geekelt habe, ich konnte auch den ganzen Tag nichts essen und wollte den Jungen gestern nicht sehen. Und die mit Kot beschmierte Badematte konnte ich acuh nicht zur Waschmaschine tragen...l
            Aber ich habe meinem Mann gesagt, dass ich das ernst meine; entweder, der Kleine kriegt sich in den Griff (was ja zwischen durch immer wieder klappt) oder er darf nicht mehr kommen. Ich hab schon überlegt, mir für die SchwSch eine eigene Wohnung zu nehmen. Als die Ex gestern abend anrief, hatte ich eine Stunde lang Herzrhythmus-Störungen... Aber ich kann doch nicht aus MEINEM Zuhause ausziehen, nur weil sie diese Sache seit zwei Jahren nicht in den Griff bekommt. Und ich habe solche Angst, dass ich dieses Baby auch noch verliere... Das stehe ich nicht nochmal durch...


            Habt Ihr eine Idee?


            Sorry für den langen Text...

          • Hey!
            Wie geht es Euch allen? Ich hoffe, es ist alles einigermaßen erträglich bei Euch :-)


            @ Sanpferd: Sorry, irgendwie ist Deine Frage bei mir untergegangen. Mir gehts... na ja, meist ganz gut, will ich mal sagen. Heute ist grade wieder ein nicht so guter Tag...
            Heute bin ich 8+4, letzte Woche Donnerstag hatte ich Termin bei meiner FÄ und war der festen Überzeugung, dass ich gar nicht schwanger sei - alle Symptome weg, ich hatte nicht mal Brustspannen...
            So konnte ich auch gar nicht auf das US-Gerät schauen, erst als sie sagte: "Alles perfekt, das Herzchen schlägt kräftig und regelmäßig!" konnte ich hinschauen und musste unter Tränen dann doch lachen: Der Bauchzwerg sieht aus wie ein Tintenfleck ;-)
            Deine Ängste kann ich sehr, sehr gut verstehen! Darüber hab ich auch mit meiner FÄ gesprochen, wir sind nun einfach nicht mehr so voll Gott-Vertrauen, schwanger, juchuu, alles super. Wir wissen, dass es anders sein und anders ausgehen kann. Aber ich will nun auch ruhig bleiben und mich nicht allzu sehr verrückt machen...
            Seid Ihr schon im ÜZ?


            Ganz liebe Grüße an Euch alle, der Kaktus

          • Ihr Lieben...
            ... mir geht es soweit ganz gut.


            Der 17. Juli war mein persönlicher Tiefpunkt, da war Felix' Geburt drei Monate her (und es war auch noch ein Mittwoch). Minutengenau lief in meinem Kopf der Film ab, was an jenem Mittwoch, den 17.04., geschehen ist, so dass ich an dem Tag mehr geweint hab als sonst irgendwas. Und ich dachte, ich sei gar nicht bereit für das neue, kleine Wunder... :-(
            Abends war ich zur Krankengymnastik und diese Frau hat mich extrem aufgebaut... Es wurde besser, ich konnte mich freuen und habe die Freude vor allem zugelassen.


            Ich denke immer noch jeden Tag an unseren Schlumpf, abends stehe ich auch oft kurz vor seinem Bild und spreche mit ihm. Die Trauer ist anders geworden, ruhiger, aber ich bin nach wie vor der Meinung, dass sie mein Leben bleiben wird - egal, wie viele Kinder ich noch haben werde...


            @ Sanpferd: Wollt Ihr es denn nochmal versuchen?


            @ Chaos: Wir werden es schaffen!!! Denn ich glaube, dass unsere kleinen Schlümpfe nicht sehen wollen, wie wir aufgeben!!! Genau wie Du bin ich der Meinung, dass sie uns geschickt wurden, um uns etwas zu zeigen, uns an etwas zu erinnern, was wir vergessen oder verdrängt haben... Ich denke an Dich und umarme Dich ganz fest!


            Ganz liebe Grüße an Euch alle, der Kaktus

          • Ich bin Beides...
            ... Ex-Raucherin und "ohne" SD. Und als ich erfahren habe, dass ich schwanger bin, habe ich sofort aufgehört zu rauchen. Meiner Erfahrung nach hat das Rauchen gar keinen Einfluss auf die SD-Hormon-Einstellung. Um den Stoffwechsel in Gang zu halten (und speziell einer Verstopfung vorzubeugen) hat meine Hebamme mir MagneTrans fort 150 mg, 3 Stück täglich verordnet. Vorteil: Es entspannt auch noch die Gebärmutter.
            Und ich weiß ja nicht, wie es bei Euch mit dem SD-Arzt ist... Meine Ärztin hat mich letzte Jahr gefragt, ob ich denn einen KiWu habe, da sie mich dann nicht "so stramm" einstellen darf (wenn man sehr hart eingestellt ist, besteht ein erhöhtes Fehlgeburt-Risiko). Ich bin jetzt mittlerweile von 200 mg auf 150 mg L-Thyroxin runter - müde bin ich ja sowieso ;-)


            Mein Tipp:
            Denkt an Euer Würmchen und hört sofort auf zu rauchen!!! Das ist die ersten Tage schlimm, aber das gibt sich. Ich denke mir immer, dass es ja meine Entscheidung ist, was ich MIR antue, aber für mein Kleines will ich ja nur das Beste - und keine Zigaretten sind das Beste... zumal Ihr ja auch schon eine FG hinter Euch habt... Und Zigaretten erhöhen das FG-Risiko einfach immens...


            LG, der Kaktus

          • Okay...
            ... also das Radler von Bitburger hat gar keinen Alkohol, zumindest steht es so in den Inhaltsstoffen und darauf verlasse ich mich dann...
            Du kannst ja umsteigen, wenn Du das weißt, dass Alkohol drin ist? Also, ein anderes Bier suchen, wo wirklich gar kein Alkohol drin ist?
            Und frag doch mal Deine Frauenärztin... Also, in der letzten Schw Sch hab ich ganz am Anfang, als ich noch nicht wusste, dass ich schwanger bin, auch Sekt und Wein (es war Weihnachten/ SIlvester) getrunken und war dann sehr ängstlich als meine Gyn die SchwSch festgestellt hat. Ihre (in meinen Augen) sehr lustige Antwort: "Macht nichts, Kind macht trotzdem Abitur!" ;-)
            In der wie vielten Woche biste denn?


            LG

          • Also...
            ... ich bin heute 7+2 und trinke auch ab und zu ein Bitburger Radler alkoholfrei - und bin mir ganz sicher, dass da wirklich 0,0% Alkohol drin ist.


            Vor ein paar Jahren gabs doch mal einen Riesen-Skandal, weil in den alkoholfreien Bieren doch Alkohol drin war; da wurde alles nochmal geprüft etc. Und seitdem darf wirklich KEIN Alkohol mehr in alkoholfreien Getränken enthalten sein.


            Lass Dich nicht verrückt machen!!!


            LG

            • Liebes Chaos...
              ... zunächst mal tut es mir sehr Leid, dass Du Deine kleine Maus gehen lassen musstest. Ich fühle mit Dir und kann Deinen Schmerz so gut verstehen!


              Was Du hier schreibst, geht mir sehr zu Herzen, da wir am 17.04. unseren kleinen Felix in der 21. SSW gehen lassen mussten. Und auch, wenn es Dir jetzt kein Trost sein mag: Der Schmerz wird wahrscheinlich nie weggehen, aber er wird anders werden!
              Ich weine heute noch oft, vor allem an Monatstagen, wenn ich ein schönes Lied höre, wenn ich Schmetterlinge sehe oder sehe, wie sich die Rosen entwickeln, die wir nach seiner stillen Geburt gepflanzt haben. Aber bei aller Trauer sage ich mir auch, dass wir nicht alles in der Hand haben und eine andere Macht entschieden hat - vielleicht sogar mein kleiner Schlumpf selbst, dass er nicht bleiben kann und will. Auch bei Deinem Töchterchen wird es (medizinische) Gründe für die stille Geburt gegeben haben...


              Mit Deinem Mann musst Du sprechen, es tut mir Leid, das so sagen zu müssen, aber das geht gar nicht... Vielleicht hat er mit all seinen Argumenten Recht, aber er darf nicht vergessen, dass Dein Körper durch die Hormone noch schwanger ist und vor allem auf einen ganz anderen Lebensweg eingestellt ist... Dieses Hormon-Durcheinander kann auch noch bis zu 8 Wochen nach der Geburt andauern. Also nutzt es Dir nun gar nichts, Dir von ihm rational sagen zu lassen, wie er den Verlust sieht... Er trauert auf seine Weise, Du auf Deine. Es kostet viel Kraft, Verständnis für den anderen aufzubringen, aber das muss man auf jeden Fall!!!
              Unser Felix kam an einem Mittwoch auf die Welt, Donnerstag wurde ich entlassen, Samstag ging ich mit meinem Mann essen. Und da sagte er emir, dass er eigentlich nicht mehr über Felix sprechen wolle - wenn ich das wolle, bitte schön, er würde mir auch zuhören, aber ER würde das Thema nicht mehr anfangen, das sei nun vorbei und abgeschlossen. Ich war so schockiert und vor allem verletzt, dass ich im Restaurant vor allen Leuten anfing zu weinen... Unser Kind, unseren Sohn - totschweigen??? Weitermachen, als sei er nie da gewesen??? Nein, ich nicht!!! Ich habe ihm ganz ruhig gesagt, dass er das gerne so handhaben kann, ich aber nicht; mein Schmerz löst sich nicht dadurch, dass ich ihn verdränge. Und das hat mein Mann schließlich auch verstanden und so haben wir unseren Weg gefunden. Wir reden heute fast jeden Tag über unseren kleinen Schlumpf, auch vor seinen Kindern (13 und 9 Jahre alt) aus erster Ehe (sie dürfen alles fragen, wir versuchen, so kindgerecht wie möglich zu erklären). Wir haben auch ein Bild mit Kerzen und Blumen im Wohnzimmer von unserem Felix stehen, so dass ich immer das Gefühl habe, er ist dabei...


              Viel geholfen hat mir auch das Buch "Gute Hoffnung - jähes Ende" von Hannah Lohtrop. Wir sind nicht alleine mit unseren Gefühlen, Schmerzen, Ängsten und Hoffnungen! Und wir sind auch nicht unnormal, wenn wir nach drei Wochen (!!!) noch nicht mit dem Tod unseres Babys abgeschlossen haben!!!


              Und warum mit 34/ 42 nicht noch ein Baby haben? Ich werde dieses Jahr 35, mein Mann ist 14 Jahre älter als ich und vor 14 Tagen haben wir entdeckt, dass Felix uns ein Geschwisterchen geschickt hat... So Gott will, werden wir also kommendes Frühjahr ein kleines Würmchen in den Armen halten...


              Verlier den Mut nicht, ich drücke Dich ganz dolle!!!


              Liebe Grüße, der Kaktus

            • Hallo Janas...
              ... ja, Du hast Recht, vergleichen kann man nicht. Wir gehen seit der stillen Geburt zu einer Selbsthilfegruppe und haben einige Frauen kennengelernt, die ihre Babys viel früher (oder viel später) verloren haben als wir. Jeder Fall ist anders.


              Aber eines weiß ich ganz sicher: Jede Mama, die sich auf ihr Baby freut, ist unendlich traurig, wenn es plötzlich geht; daher spielt der Zeitpunkt des Verlusts für mich keine Rolle mehr (früher dachte ich da ein wenig anders).


              Und: Seit Montag wissen wir auch, dass wir wieder schwanger sind :-) Angst habe ich (noch) keine, bei uns war es wahrscheinlich so, dass Felix meine Blasenentzündung bekommen hat. Also tu ich nun alles, um dem vorzubeugen und warte ansonsten ab. Muss sagen, ich kanns auch immer noch gar nicht richtig glauben, denke mir aber, das soll einfach so sein.


              Auf jeden Fall wünsche ich allen Männern und Frauen, die ein kleines Würmchen gehen lassen mussten, Kraft und Mut, diese Prüfung durchzustehen und gestärkt daraus hervorzugehen. Vor allem den Mut, sich nochmal auf ein kleines Wunder einzulassen!


              Ganz liebe Grüße, der Kaktus

            • Hallo...
              ... es tut mir sehr Leid für Euch, dass Ihr so etwas erleben müsst!


              Zunächst mal ein Satz zur Beruhigung:
              Deine Reaktion ist normal, mach Dir also darum mal keine Gedanken!


              Wir haben im April in der 21. SSW unseren Felix verloren und auch mir gingen 1000 Sachen durch den Kopf. Bei mir war es so, dass das BV am 17.04. mit der stillen Geburt von Felix endete. Danach bekam ich von Krankenhaus einen Krankenschein, der bis zum 23.06. immer wieder vom Arzt verlängert wurde.
              Mein Rat: Nimm Dir alle Zeit der Welt, Du hast einen Verlust erlebt und musst Dich erstmal selbst "sortieren". Auch ich wollte zunächst niemanden sehen, mit niemandem sprechen und wenn, dann nur am Telefon. Gestresst hat mich, wenn dann die Leute gesagt haben "Aber Du MUSST wieder das und das, unter Leute gehen, am Leben teilnehmen... etc.!" NEIN, ich MUSS gar nichts, nur meine Trauer verarbeiten. MEIN Körper hat mir gesagt, wann ich wieder so weit bin, was ich kann und was nicht.
              Hilfreich war ein Satz meiner Gyn:
              "Wenn Sie nicht jetzt nicht traurig sind - wann denn dann? Die Leute werden noch dümmer reden, wenn sie in einem halben Jahr wegen verdrängter Trauer umfallen!"
              Ich war dann auch irgendwann soweit, dass ich die Leute, wenn sie mir Rat geben wollte und ich das grade gar nicht hören konnte, gefragt habe: "Wie viele Kinder sind denn schon in Dir gestorben? Wie viele musstest Du denn tot zur Welt bringen?" ich weiß, dass das krass ist, aber ich weiß auch, dass niemand, der so etwas nicht selbst erlebt hat, das beurteilen kann. Natürlich sind die Ratschläge gut gemeint, aber: Gut gemeint ist nicht gut gemacht...


              ich wünsche Dir viel, viel Kraft und alles, alles Liebe!!


              Der Kaktus