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keelan_12339986

  • 19. Okt 2010
  • Beitritt 17. Okt 2010
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  • Hallo,


    mein Vater ist in der letzten Woche gestorben und ich habe das Gefuehl, dass ich dringend mit jemanden darueber reden muss. Meine Freunde koennen mir leider nur wenig helfen, von daher wuerde ich gerne zu einem Psychologen gehen!
    Ich habe jedoch fest gestellt, dass nur wenige Aerzte direkt mit den Krankenkassen abrechnen koennen. Und dort sind Wartelisten von mind. 6 - 9 Monaten keine Seltenheit.
    Bei den anderen muss man wohl in Vorkasse gehen. Leider bin ich noch Azubi und kann es mir nicht leisten.


    Ich bin wirklich verzweifelt. Hat jemand einen Tipp fuer mich, was ich machen kann! Ich habe das Gefuehl, dass ich es allein nicht schaffe!


    Vielen Dank

  • Hallo zusammen,


    vor einigen Tagen ist mein geliebter Vater gestorben.
    Seine Frau hatte mich mitten in der Nacht angerufen, um mir die Nachricht mitzuteilen.
    Ich bin total zusammen gebrochen und habe hyperventiliert. Ich habe ueberhaupt keine Luft mehr bekommen und konnte mich gar nicht mehr beruhigen... Die naechsten Tage habe ich nur noch geschlafen und war so schwach, dass ich nicht einmal aufstehen konnte.


    Nun sind 4 Tage vergangen und ich spuehre einfach nichts mehr. Ich kann einfach nicht mehr trauern. Ich muss dazu sagen, dass ich mich vor kurzer Zeit von meinem langjaehrigen Freund getrennt habe. Waehrend dieser Zeit habe ich bereits sehr gelitten und sehr viel geweint. Der Tod meines Vaters hat mich nun komplett aus dem Leben gerissen. Es scheint alles so unwahr.
    Ich habe das Gefuehl, dass ich neben mir stehe. Ich frage mich, ob ich durch diese vielen Ereignisse traumatisiert wurde oder ob dies nur ein normales Empfinden ist, wenn man eine geliebte Person verliert?
    Mein Vater hat mir alles bedeutet, er war die einzige Person,mit der ich ueber alles reden konnte und der immer fuer mich da war. Er war die einzige Familie die ich hatte!
    Meine Freunde versuchen nun zwar fuer mich da zu sein, sind mit der Situation allerdings ebenfalls komplett ueberfodert und koennen mir nicht helfen. Sie finden nicht die richtigen Worte.


    Warum kann ich nicht trauern?
    Konnte das meine Psyche einfach noch nicht verarbeiten? Ich frage mich häufig, ob das wirklich mein Leben ist oder nur ein Traum, aus dem ich irgendwann einmal wieder aufwachen werde.
    Hat jemand schon einmal aehnliche Erfahrungen gemacht oder hat jemand eine Rat fuer mich? Sollte ich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen?


    Vielen Dank!