Hallo Denny + Bluemchen,
was ihr beschrieben habt, bin ich auch schon durch.
Vor 5 Jahren starb mein Opa plötzlich durch einen Herzinfarkt. Das war schlimm für uns alle, er war auch der erste aus dem näheren Familienkreis, den ich gehen lassen mußte. Ich denke immer noch häufig an ihn. Aber inzwischen tut es weniger weh. Immerhin hatte ich das Glück, ihn 27 Jahre zu kennen. Um ihm all das zu sagen, was ich ihm nicht mehr persönlich sagen konnte, schrieb ich ihm einen Brief, den ich mit in den Sarg legte. Das hat mir geholfen, mich zu verabschieden. Kurz vor seinem Tod hatte ich mit Ahnenforschung begonnen. Danach machte ich mit meiner Oma weiter. Wir sortierten alte Fotos und Unterlagen und ich erfuhr viel aus dem Leben meiner Großeltern und Urgroßeltern, was ich noch nicht wußte. Ich lernte sie noch mal ganz neu kennen und verstehen und verarbeitete meine Trauer besser, als ich erkannte, daß mein Opa zwar für uns alle viel zu früh starb, aber dennoch ein langes (84 Jahre) und erfülltes Leben hatte. Laßt Eure Trauer zu, redet mit der Familie und guten Freunden darüber. Seid glücklich, daß Eure Großeltern ein Stück Eures Lebens-weges mit gegangen sind und es bereicherten. In Gedanken sind sie sicher immer bei Euch und wachen über Euch.
LG Leseratte
Eeloise_12097272
- 27. Jan 2006
- Beitritt 30. März 2005
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- an0N_1292676499z
Lese auch ganz viel,
habe auch viele Bücher darunter, die super waren, z. B.
alle von Tamara McKinley (Australienabenteuer) besonders
Matildas letzter Walzer, Bücher von Elisabeth Haran (Australien), Der Medicus, Die Liebenden von Leningrad, Tatiana und Alexander, Bücher von Breda Joyce, Wo das Glück zu Hause ist (Lesley Pearse), Sturmzeit-Trilogie von Charlotte Link, Bücher von Petra Hammesfahr, Hotel Quadriga,
aber auch zeitgeschichtliches: So weit die Füße tragen, Im Zeichen der Siege (Krieg an der Ostfront), Anne Franks Tagebuch, ...
Im Moment lese ich gerade "Der Duft der Kaffeeblüte" von
Ana Veloso. Liest sich super, kann ich empfehlen.
Hach lesen ist so toll...
Viel Spaß dabei!!!- bodo_12116400
Dem schließe ich mich an...
... nach dem Tod meines Opas, meinte jemand zu mir, daß bei der Beerdigung nur die Hülle des Menschen begraben wird. Die Energie, Seele, wie immer man es nennen will, was einen Menschen einzigartig macht, ist dann nicht mehr im Körper. Die ist dann woanders, möglicherweise in unserer Nähe als Schutzengel oder im Jenseits, je nachdem, woran man glaubt. Jedem das Seine eben. Aber der Tod ist bestimmt nicht das Ende.
Und eines Tages sehen wir die Menschen, die wir lieben und die vor uns gegangen sind, bestimmt wieder.
LG Leseratte3
Kann es nachempfinden was ihr fühlt...
... mußte leider auch schon zu einigen Beerdigungen. Die erste war bei einem Nachbarn und ging mir zwar nahe, aber ich war nicht so persönlich betroffen. Später folgte die von meinem Opa, das war hart. Immerhin kannte ich da schon den Ablauf einer Beerdigung. Mir ging alles mögliche durch den Kopf, als wir in der Kirche saßen. Der schlimmste Moment war, als der Sarg in der Erde verschwand. Das war so endgültig!
Mittlerweile sind 5 Jahre vergangen. Erst vor 14 Tagen war die Beerdigung eines Nachbarn. An Beerdigungen werde ich mich nie gewöhnen, traurig ist es immer! Wenn Dir nach Weinen ist, dann schäme dich nicht, du wirst auch nicht die Einzige sein, der so etwas nahe geht. Aber denke daran: auch der Tag ist irgendwann vorbei und da muß man eben durch. Viel Glück!
Leseratte3- In Trauerzeit?
Hi Gade6,
ich war auch mal Geliebte. Mein damaliger Freund ließ sich
scheiden und mittlerweile sind wir seit 5 Jahren glücklich verheiratet. Seine Ex hatte damals auch gedroht, sich umzubringen, tat es aber dann doch nicht.
Trauerzeit naja, wäre vielleicht angebracht. Ihr müßt ja nicht gleich auf Partys gehen oder so. Wie lange ist der Todesfall denn her? 2 Monate? Ich denke, mal zusammen essen gehen oder ins Kino, das geht schon. Auf den ersten Blick sieht man ja nicht, daß Ihr zusammen seid. Ohnehin halte ich nichts davon, sich nach der Meinung anderer zu richten. Sicher sollte man niemanden vorsetzlich verletzen, aber immerhin habt Ihr auch ein Recht auf Euer Glück. Mit der Zeit werden sich die Leute schon dran gewöhnen. Heute seid Ihr vielleicht Gespächsstoff und morgen schon ein anderer.
Ich hatte auch Angst, zu meinem Freund zu ziehen, als er die Scheidung eingereicht hatte, weil ich nicht wußte, wie sein Umfeld reagieren würde. Vielleicht hätten sie mir auch die Schuld am Scheitern der Ehe gegeben? War aber völlig unbegründet und ich fand neue Freunde.Also nur Mut, es wird wieder besser!! Viel Glück
wünscht Leseratte3 - jost_11910158
Bei meinen Verwandten ist es auch so!
Manchmal packt mich auch das blanke Entsetzen, wenn ich Gespräche zwischen meiner Mutter (59 Jahre) und meiner Oma (83 Jahre) mitbekomme, in denen es um Tod oder Beerdigung geht. Da ist immer der Gedanke, daß Oma ja immer da ist und gar nicht sterben "kann". Aber spätestens seit dem Tod von meinem Opa vor 4 1/2 Jahren
ist klar, daß "es" irgendwann passiert... Das war damals auch ein Schock, er hatte einen Herzinfarkt, immerhin mit 84 Jahren. Aber auch danach war nichts mehr wie früher. Nur die Gewißheit blieb, daß es irgendwann auch meine Omas, meine Eltern usw. treffen wird. Und daß man diesen Schmerz wieder durchmachen muß, wenn man die Menschen verliert, die man liebt. Ich erlebe die Zeit mit meinen Leuten seit Opas Tod intensiver. Bei Familienfeiern oder anderen Gelegenheiten mache ich oft Fotos, um mich später an glückliche Momente zurückerinnern zu können. Die Furcht, daß etwas passiert, kann man nicht vollständig bekämpfen, aber man kann das beste aus der Situation machen und wir müssen einfach ganz fest daran glauben, daß wir noch viele schöne Stunden mit unseren Omas und Opas erleben! Laßt Euch das auf keinen Fall nehmen und besucht sie, so oft es geht! - easter_12839870
Es geht auch andersrum...
Hi zusammen, schön, daß es dieses Forum gibt. Bei uns ist es genau andersherum. Die Tochter meines Mannes (16) lebt seit 7 Jahren bei uns und deren Mutter muß den Kindesunterhalt an den Vater überweisen. Wir sind seit 5 Jahren verheiratet. Ehegattenunterhalt war damals kein Thema,da beide verdient haben. Reden kann man mit der Mutter leider auch nicht, völlig stur. Und sie steht auch auf dem Standpunkt, sie geht nicht arbeiten, um dann Unterhalt zu zahlen, sollen wir doch zusehen, wo wir Geld herbekommen. Das Jugendamt ging in Vorkasse, d.h. etwa 2 Jahre kam der Unterhalt von da. Allerdings holen die sich das Geld vom Unterhaltspflichtigen wieder. Das wußte sie wohl damals noch nicht... Aber die Zeiten sind vorbei und es kam wiederholt zu Gerichtsverhandlungen, in denen sie verurteilt wurde zu zahlen. Zuerst nur geminderten Unterhalt, wg. Umschulung. Seit letztem Jahr müßte sie wieder voll zahlen, weil die Maßnahme beendet ist. Stand auch so im Gerichtsurteil. Aber sie hat einfach den geminderten Satz weitergezahlt, nach dem Motto" nehmt das oder es gibt gar nichts mehr". Und seit Jan. diesen Jahres
stellte sie die Zahlung auch ganz ein. Seit letztem Jahr Juli liegt die Sache wieder beim Anwalt und nun warten wir auf einen neunen Gerichtstermin. Unterhaltsschulden verjähren ja nicht und laut Anwalt eine klare Sache: sie muß zahlen (Unterhalt, Gerichts- und Anwaltskosten) und Nachzahlen. Na, wir glauben es erst, wenn das Geld auf dem Konto ist. - clelia_12508194
Unterhaltsplichtige Mütter gibt es auch!
Hallo, habe mich mal durchgelesen und gewundert, daß nur von unterhaltspflichtigen Vätern die Rede ist. Die Tochter meines Mannes lebt seit 7 Jahren bei uns (ist jetzt 16) und ihre Mutter ist verpflichtet, den Kindesunterhalt zu zahlen.
Leider wehrt sie sich mit Händen und Füßen dagegen. Im letzten Jahr reduzierte sie die Zahlung und seit Januar stellte sie sie ganz ein. Der Anwalt ist schon wieder seit Juli 2004 in der Sache tätig und wir warten nun auf den nächsten Gerichtstermin. Aber selbst wenn sie (mal wieder) zur Zahlung des Mindestunterhaltes verurteilt wird, sie und ihr langjähriger Lebensgefährte sind arbeitslos. Sie übt allerdings allerlei Nebentätigkeiten aus u.a. Tupperverkauf und so. Zählen Aufwandsentschädigungen, z.B. für die Betreuung von Behinderten auch zum Einkommen? Im Übrigen ist es eine Frechheit, davon zu reden, daß der Unterhalt noch großartig für andere Dinge verwendet wird. Wer Kinder hat, weiß ganz genau, daß das bischen Unterhalt und Kindergeld niemals reicht, um ein Kind großzuziehen.
Davon mal abgesehen, mein Mann und seine Ex teilen sich das Sorgerecht, wobei das in der Praxis so aussieht, daß wir
(beide berufstätig) alles machen und sie keinen Finger rührt.Neulich sollte sie mit dem Kind mal zum Lehrstellentest fahren, aber das war schon zuviel verlangt.
Freue mich auf Antworten!
Anne