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caris_12061149

  • 20. Okt 2009
  • Beitritt 21. Juli 2008
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  • So traurig und so schön
    Danke June, jetzt geh ich ganz schnell schlafen und hoffe, dass ich die Geschichte ganz doll weiterträume...


    LG dany mit 1 Sternenkind

  • Superschön
    Ein superschönes Gedicht...auch wenn das mit der Trauer wohl nie auffhört :TRISTE:


    Danke

  • Der Profi kann helfen
    Hallo,


    ich hatte auch ein FG. Superspät erst in der 17. SSW. Und stecke in einer ähnlichen Situation mit meinem Freund: er hat auch ne Tochter aus ner früheren Beziehung. Die FG ist jetzt schon über ein Jahr her, aber es holt mich immer wieder ein. Als ich mal wieder heulend in der Praxis beim FA saß, weil eine hochschwangere Frau nach der anderen zur Tür hereinkam (ich finde das auch total ungerecht, aber sie sind überall), hab ich beschlossen, dass es so nicht weitergehen kann. Meine Ärztin hat mich dann zu ner supernetten Psychologin vermittelt, zu der ich jetzt regelmäßig gehe. Mir bringt das viel, vor allem kriegt man auch mal ne andere Sicht auf die Dinge und ein paar professionelle Anleitungen, die echt helfen. Es wird nach und nach - kann ich nur empfehlen!


    Gruß

  • Nimm dir Zeit
    Hallo,


    mir ging es wie dir. Musste mein Baby auch in der 17. SSW Ende Januar 2008 tot zur Welt bringen. Ein völliger Horror-Trip. Ich kann das total nachfühlen und mir kullert ein dickes Tränchen runter, wenn ich das lese.


    Wochenlang konnte ich keinen klaren Gedanken fassen. Ich bin damals sehr schnell wieder arbeiten gegangen, um mich abzulenken. Das hat aber nur bedingt geholfen. Mein Freund hat ebenso gelitten wie ich, aber Männer gehen damit anders um, was nicht heißt, dass es sie nicht genauso trifft. Wie es ihm tatsächlich ging, hat er mir erst viel später erzählt. Das dauert vielleicht auch bei dir ein bisschen, bis dein Freund darüber reden kann, aber wenn es sich dann ergibt, wird es beiden viel bringen.


    Zunächst musst du selbst einen Weg für dich finden, damit umzugehen. Das ist verdammt schwer, aber es geht. Versuch nur mit den Leuten darüber zu reden, die dich verstehen, weil sie schon einmal in einer ähnlichen Situation waren und lass alle anderen weg, die dir irgendwelche Ratschläge geben, die du gerade nicht brauchen kannst. Das zieht dich nur runter.


    Nimm dir so viel Zeit, wie du brauchst und setz dich nicht selbst unter Druck. Wenn du tagelang weinen musst, dann ist das völlig ok. Klar geht für die anderen das Leben immer weiter. Und auch für dich irgendwann, denn mit der Zeit lässt es nach. Das geht nicht von heute auf morgen, aber es wird ganz sicher besser. Vielleicht schon bald, vielleicht erst später - darauf kommt es nicht an.


    Liebe Grüße

  • naomh_12744558

    Moment mal Saraaa,
    wenn ich mich recht erinnere, war es für die Generation unserer Mütter selbstverständlich, zuhause zu sein und sich um die Kinder zu kümmern. Heute sind die Möglichkeiten anders, aber wenn man sich für das alte Modell entscheidet, dann ist das doch o.k.?! Das ändert doch nichts am Stellenwert der Frau in einer Beziehung - früher wie heute. Jede Frau möchte geliebt werden und die Nummer 1 in ihrer Beziehung sein. Sonst bräuchte sie ja keine Beziehung! Abgesehen davon, haben unsere Mütter heute auch einen Rentenanspruch gegenüber unseren Vätern. Und der wird ja zukünftig für die Frauen, die sich für ein Kind entscheiden, noch erhöht. Was ist denn das für ein Käse??? Schon mal was von Familienpolitik gehört?


    Kinder sind eine schöne Dreingabe in einer Beziehung, aber es sind eben Kinder. Und wenn die Kinder noch dazu nicht die eigenen sind, frau sich aber doch bereit erklärt, auch das zu meistern und sich bemüht, eine ebenso gute oder vielleicht bessere Mutter zu sein wie die, die das Kind geboren hat, dann ist das doch für den Mann der Volltreffer!


    Um eine glückliche Familie zu haben, kann man sich selbst und seine eigenen Interessen zurückstellen, aber man muss und darf sie doch nicht aufgeben. Und dieser Anspruch hat nichts mit Dank zu tun, sondern mit Respekt und Anerkennung, auch wenn die Lage manchmal schwierig ist (auch unsere Mütter waren nicht völlig selbstlos, sonst wären sie irgendwann davongelaufen). Da hilft schon ein liebes Wort vom Partner oder eine kleine Geste. Wer darauf angeblich gerne verzichtet, der drückt es dem Mann - meist über die Kinder - nur hintenrum rein. Da frage ich mich, was besser ist, anstatt auch einmal seinen Standpunkt klar zu machen, wenn die Luft brennt!


    Du tust mir leid, weil du entweder keine Kinder hast oder nie in so eine Situation gekommen bist. Von deiner Selbstachtung mal ganz zu schweigen...


    Herzliche Grüße,


    *frau im beruf mit eigenem einkommen*

  • Hi,
    mein Freund, mit dem ich knapp ein Jahr zusammen bin, hat auch ein Kind. Ein 6-jähriges Mädchen. Sie lebt bei der Mutter, von der er sich getrennt hat, als die Kleine 1 1/2 war. Am Anfang, als wir zusammen kamen, war die Situation superschwierig. Die Ex war eifersüchtig und hat dem Kind alles mögliche eingeredet, so dass die Kleine ihn plötzlich garnicht mehr sehen wollte. Mich kennenlernen ganz zu schweigen. Vor allem, als wir zusammengezogen sind. Seit ein paar Monaten hat die Ex jetzt einen neuen Freund. Plötzlich hat sich die Lage entspannt und die Kleine kommt jetzt ab und zu zu uns. Wir machen viel mit ihr. Das gefällt ihr und macht uns auch Spaß. Sie ist auch nicht ganz einfach (Benehmen, Respekt etc.), trotzdem komme ich ganz gut mit ihr klar und denke, wir mögen uns.


    Soweit, so gut. Vor kurzem aber kam ans Licht, dass die Ex plant, ziemlich schnell ziemlich weit weg zu ihrem Freund zu ziehen. Totaler Schock für meinen Freund - dass sie das Kind mitnimmt, ist für ihn undenkbar. Und ob sie es wirklich mitnehmen will, ist auch unklar. Sie wirkt eher so, als möchte sie neu anfangen. Wäre das der Fall möchte mein Freund, dass die Kleine bei uns lebt.


    Seit die Situation sich in Bezug auf die Kleine so verschärft hat, diskutieren wir auch nur noch im Kreis und ich hab auch den Eindruck, dass unsere Beziehung am seidenen Faden hängt. Mein Hauptproblem, dass ich damit habe, ist auch wie bei dir eine FG Anfang diesen Jahres in der 17. SSW. Das verkraftet keiner so leicht. An Unterstützung mangelt es da ebenso, weil ihm seine Kleine über alles geht. Das ist für mich schwer zu akzeptieren. Beiderseitige Launen stehen auf dem Tagesprogramm und die Verantwortungsfrage, wie es läuft wenn sein Kind bei uns lebt, ist auch nich geklärt.


    Im Grunde reiben wir uns gerade daran auf, wie es sein könnte wenn...und wenn ich deinen Beitrag lese, wie es dann ist, weiß ich nicht ob ich den Schritt überhaupt wagen sollte.


    Sorry, dass ich dir nicht weiterhelfen kann aber fühl dich gedrückt - irgendwie sitzen wir Frauen ja doch in einem Boot und vielleicht liegt es nun einfach mal an uns, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Weil wir die Stärkeren sind? Ich weiß es nicht...


    Liebe Grüße

  • Hi,


    ich hab mein Baby im Januar in der 17. SSW verloren und komme einfach nicht darüber hinweg. Es hatte eine sehr seltene Chromosomanomalie, die sich "Triploid" nennt. Das bedeutet, es hatte alle Chromosomen 3-fach und war nicht lebensfähig. Nach der Nackentransparenz-Untersuchung im November letzten Jahres, die bedenklich ausfiel, bekam ich an Weihnachten sehr starke Bauchschmerzen mit Blutungen. Im KH, in dem ich dann die Feiertage verbrachte, war die Diagnose, dass sich mein Uterus im Becken verklemmt hätte. Sonst alles normal. Daraufhin bekam ich Schmerzmittel und das alles. Die Schmerzen wurden besser und ich wurde ein paar Tage später voller Hoffnung entlassen, doch die Fruchtwasser-Untersuchung stand noch aus. Die ließ ich dann vier Wochen später machen. Ich hatte es schon befürchtet - auch da waren die Ärzte alles andere als zufrieden. Das Baby hatte viel zu wenig Fruchtwasser und auch die Farbe des Fruchtwassers war nicht ok. Als der Befund kam, kam auch die Horror-Nachricht: Das Baby wird es nicht in diese Welt schaffen! Zwei Tage später ging ich dann wieder ins KH. Beim Ultraschall waren keine Herztöne mehr vorhanden, das Baby lag in sich zusammengesunken in meinem Bauch. Tot. Einfach so. Dann wurde die Geburt eingeleitet und nach X-Stunden, nachdem mir das Kind auf der Toilette ins Becken gerutscht war, kam ich dann in den OP zur Ausschabung. Eine furchtbare Erfahrung.


    Mein Baby (ein Junge) war mit meinem Freund, der schon ein unglaublich süßes 6-jähriges Mädchen mit seiner Ex-Freundin hat, nicht geplant, eher eine zuckersüße Überraschung - aber dann doch gewollt. Nur, wenn ich die beiden zusammen sehe, überkommen mich große Schuldgefühle, weil ich nicht fähig war oder bin, ihm auch ein gesundes Kind zu schenken. Weil ich nichts von mir oder von uns habe, das weiterlebt...


    In Zeiten, in denen gerade jeder Kinder bekommt und die Diskussion um Elterngeld und Elternzeit täglich präsent ist, empfinde ich es als doppelt so schwer, ein Kind verloren zu haben und mit dieser traurigen Tatsache umgehen zu können. Klar wurden schon immer Kinder geboren und auch verloren - nur redet über letzteres Keiner, weil es ein Tabu ist und nur das zählt, was lebt. Das ist für mich schier unerträglich.


    Euere dany