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bilhah_12663508

  • 11. Jan 2011
  • Beitritt 7. Apr 2009
  • 8 Diskussionen
  • 22 Beiträge
  • 1 beste Antwort
  • Hallo,


    ich habe meinen Mann mit einem Kollegen betrogen, habe es ihm sehr bald gesagt, war schon ausgezogen, eine Weile mit dem Kollegen zusammen, bin dann doch zurück zu meinem Mann, habe den Kontakt zu dem Kollegen komplett abgebrochen.
    Mein Mann und ich sind in einer Paartherapie, ich in einer Einzeltherapie.
    Wir sind gerne zusammen, unternehmen viel miteinander, reden viel miteinander. Aber wir können nicht viel Zärtlichkeit geben, nicht miteinander schlafen. Dazu steht immer noch der andere zu sehr zwischen uns. Außerdem lieben wir uns, aber nicht partnerschaftlich, sondern, daß wir uns wichtig sind und füreinander sorgen, aber nicht, daß wir uns begehren.
    Können die Gefühle für den anderen je verschwinden, wenn ich keinen Kontakt mehr habe und können wir zu einer Partnerschaft zurückfinden, die auch Lust auf Sex und Zärtlichkeit beinhaltet? Wie soll das gehen? Hat jemand Erfahrungen?


    Danke, viele Grüße

  • esther_12929833

    Moralische Verantwortung
    ja, damit habe ich auch zu kämpfen. Daher haben wir auch den Kontakt abgebrochen. Nur so kann ich sehen, ob ich mit meinem Mann zusammen bleiben kann, möglichst unabhängig von jemand anderem, obwohl das natürlich sehr schwer ist.
    Sollte ich mich trennen und dann doch mit dem anderen zusammenkommen, ist die Konstellation ja wieder anders.

  • esther_12929833

    Warum halten sie es nicht aus?
    Hallo,
    ja, das hört sich wirklich schlimm an. Aber ich glaube nicht, daß es so wird. Wenn ich mich wirklich trenne, kann ich mich auf ihn einlassen, dann bleiben wir auch zusammen. Der Knackpunkt bin nur ich, weil ich eine definitive Entscheidung nicht hinkriege

    • Nach zwei Jahren immer noch verliebt
      Das ist vielleicht der Unterschied. Das ist eine lange Zeit, und das Gefühl ist immer noch da! Heftigst!

    • Ein schönes Eheleben
      Danke für den Beitrag.


      Hat die Frau noch Kontakt zu dem Freund? Will sie ihn auf gar keinen Fall mehr? Oder schwankt sie immer noch? Sind sie wieder glücklich geworden oder bereut sie ihre Entscheidung?


      Ich stimme Dir in vielem zu.
      Aber man sollte dann auch mit der Entscheidung glücklich sein und nicht nur dahinter stehen, weil man sie getroffen hat.

      • Hallo,
        ich habe mich vor knapp zwei Jahren in einen Kollegen verliebt. Er hat sich daraufhin von seiner Frau getrennt und lebt allein. Ich bin auch verheiratet, ich habe meinem Mann sehr schnell alles gesagt. Seitdem kämpfen wir alle drei. Beide Männer wollen mich nach wie vor. Ich liebe den Kollegen über alles, komme jedoch von meinem Mann nicht los. Ich hänge so sehr an ihm, kann mir nicht vorstellen, daß es UNS nicht mehr gibt. Aber es sind völlig andere Gefühle als zu meinem Kollegen. Z.B. haben wir kaum mehr Zärtlichkeiten und keinen Sex. Ich war zwischendurch schon mal ein halbes Jahr bei dem Freund, aber ich habe es gefühlsmäßig nicht ausgehalten. Mein Freund und ich haben den Kontakt abgebrochen, was wahnsinnig hart ist, weil wir richtiggehend süchtig nacheinander sind. Mein Mann und ich machen eine Paartherapie, ich bin in psychologischer Behandlung. Ich tu alles, um zu einer Entscheidung zu kommen und kein Psycho-Wrack zu werden. Zum nächsten Jahresanfang habe ich auch endlich geschafft, eine neue Stelle zu bekommen, so daß wir uns in der Arbeit nicht mehr sehen.


        Das Schlimme ist der Wille.
        Tief in meinem Innern will ich mit dem Kollegen zusammen sein. Aber ich schaffe es nicht, mich von meinem Mann zu lösen und mit der Trennung fertig zu werden. Daher bleibe ich. Mal sehen, wie die Welt nach einigen Monaten keinem Kontakt und allem oben Beschriebenen aussieht.


        Kennt jemand eine ähnliche Situation? Wie ist es ausgegangen? Was habt Ihr gemacht? Wie kommt man da raus?


        Viele Grüße
        frankfort

      • Warum bin ich nicht bei meinem Freund geblieben?
        Ja, diese Frage stelle ich mir auch oft - warum kann ich es nicht?
        Hauptgründe: ich hänge sehr an meinem Mann, ich schaffe es nicht, mich scheiden zu lassen und all unsere gemeinsamen Jahre Vergangenheit sein zu lassen. Ich bin da zu dünnhäutig. Ich weiß nicht, ob es noch Liebe ist. Oder ob es das Gefühl ist, das eben so ist nach 12 Jahren, nicht mehr die Anfangsverliebtheit. Ich will das rausfinden, durch nochmal komplett Einlassen auf meinen Mann, Freund aus dem Kopf kriegen (bzw. die Frage beantworten, ob es geht), keine Betrügereien, Paartherapie.
        Sekundäre Gründe: verheiratet, gemeinsames Haus.
        Ich tu mir einfach schwer, damit abzuschließen.


        Als ich mit meinem Kollegen zusammen war, wußte ich, daß, wenn ich Single gewesen wäre, dies der perfekte Mann für mich gewesen wäre. Mich stört nichts Gravierendes. Wir haben dieselben Interessen. Ich kann mit ihm so viel machen, was ich mit meinem Mann nicht kann, v.a. Sport. Wir waren auch sehr leidenschaftlich zusammen.
        Sehr beschwert haben unsere Beziehung die Intrigen seiner Exfrau, das immer schlechter werdende Verhältnis zu meiner Familie, die Schuldgefühle. Ich habe aber auch zwei gravierende Eigenschaften meines Mannes vermißt: seinen einzigartigen Humor und sein tolles Allgemeinwissen. Ich kann soviel von ihm lernen.


        Ich hatte aber auch das Gefühl, als brächte ich meinen Freund in eine neue Welt, in der er endlich glücklich ist, für mich aber war vieles wie immer, nur mit einem neuen Mann. Zugegebenermaßen sehr verliebt, vieles mußte ich nicht mehr allein machen, viel Leidenschaft, viel Zeit und Verständnis. Aber für mich war es irgendwie ähnlich, "nur mit neuem Mann". Da fragte ich mich, ob es das wert sei?
        Das ist aber auch sekundär.


        Ich habe einfach das Gefühl, als müßte ich meinem Mann und mir nochmal eine echte Chance geben. Falls es nicht funktioniert, ich also keine Liebe mehr spüre, ich dies erkenne, und auch keine Zärtlichkeiten mehr möglich sind, werde ich aber nicht verkümmern, dann werde ich gehen. Aber dann nicht wegen einem neuen Mann, zumindest nicht mehr primär.


        Ob dann mein Freund und ich noch zusammenfinden könnten, wird sich zeigen. Daran darf ich aber jetzt nicht denken.


        Ich schreibe das relativ locker, aber es ist sehr sehr hart und tut sehr sehr weh. Und ich frage mich oft, ob ich mir einfach nur nicht eingestehen kann, daß ich mich so dermaßen in einen anderen Mann verliebt habe, daß ich mit meinem Ehemann nicht mehr sein kann. Aber irgendwas hält mich zurück, näher kann ich es aber nicht bestimmen. Ganz auf meinen Freund einlassen, habe ich einfach nicht geschafft.


        Wie ist es bei Dir?

      • ngozi_12448202

        Was ist Liebe?
        Ja, das ist wirklich die Frage. Wie ich mir eine Partnerschaft vorstelle, weiß ich allerdings schon. Und bei Beiden Männern paßt ziemlich viel.


        Es ist aber auch wahr, daß mich irgendwas hindert, mit dem Kollegen zu leben. Ich habe noch nicht wirklich rausgefunden, was. Aber ernst genommen habe ich es ja und die Beziehung beendet. Ich spüre auch, daß da noch etwas anderes sein muß, was mich beschäftigt.


        Abstand zu beiden Männern geht irgendwie nicht mehr. dafür geht es zu lange, und dafür ist zu viel passiert. Das könnte keiner mehr mitmachen. Und daher will ich zunächst zumindest versuchen, meiner langjährigen Beziehung, meiner Ehe, nochmal eine Chance zu geben. Aber ich habe durch die ganze Sache viel übers Leben und mich und meine Ziele nachgedacht. Das war und ist immer noch sicher wichtig.

        • pat_11946223

          Therapie
          Ich bin schon bei einer Therapeutin seit Februar, aber irgendwie komme ich nicht wirklich weiter. Leider.

        • zelda_12068091

          Kannst Du das näher erklären....
          ...was du meinst? Kann Dir nicht ganz folgen, bzw. bin nicht sicher, ob ich verstehe, was Du meinst.

        • an0N_1197571599z

          Habe das Gefühl, noch nicht alles versucht zu haben
          Will nicht das Gefühl haben, daß ich mich wegen eines anderen trenne, ich kann damit einfach nicht leben.


          Immer, wenn ich meinem Mann und mir eine Chance gegeben habe, hatte ich auch noch, trotz aller guter Vorsätze, Kontakt zu dem Kollegen. Ich konnte, aber wollte ihn auch einfach nicht aus dem Kopf bringen.


          Ich würde so gerne ohne ihn im Kopf meinem Mann und mir die Chance geben, um mir klar zu werden, ob da doch noch Gefühle sind. Bisher habe ich mich nie bemüht, unabhängig von meinem Kollegen die Entscheidung zu fällen. Ich würde auch eine Paartherapie machen, vielleicht würde das helfen. Ich weiß aber nicht, wie es gehen soll. Ist alles theoretisch. Ob praktisch umsetzbar? Weiß nicht, aber ich gehe langsam dabei drauf, daß ich meine Gefühle nicht mehr benennen kann, was was ist, Liebe, Pflicht, Gewohnheit, Schuld Verantwortung...

          • Kann wahrscheinlich keiner verstehen
            Ja, ich war allein, von 20-24, seit da mit meinem jetzigen Mann zusammen.
            Jeder sagt, er würde das nicht mitmachen, verstehe ich auch, ich auch nicht, sage ich, die beiden auch nicht, eigentlich, sagen sie.


            Wenn die Liebe so groß ist und man meint, den perfekten Partner gefunden zu haben, macht man vieles mit. Und wartet und hofft....


            Es ist schwer, wenn Du verheiratet bist, das einfach zu lassen, und wenn Du schwer verliebt bist, es zu lassen, also beides zu lassen.
            Aber die Entscheidung fällt so schwer, wenn man seine Verantwortungs- und Liebes-Gefühle gar nicht mehr richtig einordnen kann.

            • Ich habe vor fast 1,5 Jahren einen Affaire mit einem Kollegen begonnen. Er war auch verheiratet. Er hat sich nach zwei Monaten getrennt von seiner Frau. Ich habe kurz darauf auch meinem Mann alles erzählt. Dann habe ich einen Monat bei einer Freundin gewohnt, herrlich, endlich Zeit mit der neuen Liebe.
              Habe es emotional nicht gepackt, fühlte mich sehr schuldig, bin zurück zu meinem Mann, konnte aber von meinem Kollegen nicht lassen, mein Mann hat es bemerkt, ich bin wieder abgehauen. War 7 Wochen viel allein, habe beide Männer immer wieder getroffen, sie wußten es. Jeder hat gehofft. Ich dachte, ich muß meinem Mann und mir nochmal eine Chance geben, bin für 3 Monate zurück. Wir waren noch 2 Wochen im Urlaub, der war furchtbar, dann bin ich ausgezogen. Zuerst zu meinem Kollegen, war mir aber emotional zu schnell, habe mir dann ein Zimmer genommen, da wohne ich seit Januar, bin seit Januar mit meinem Kollegen zusammen, habe mien Zimmer, aber war die meiste Zeit bei ihm.


              Mein Mann will mich immer noch zurück. Ich habe das Gefühl, uns nie eine echte Chance gegeben zu haben, kann mit dem Schuldgefühl nicht umgehen. Daher will ich es nochmal probieren, auch mit Paartherapie, und mit dem Ziel, für uns wirklich zu entscheiden, ob es weitergeht oder nicht, ohne den Kollegen im Hintergrund. Und nicht mit dem Ziel, einen Grund zu finden, warum ich mich mit besserem Gewissen trennen könnte.


              Ich fühle mich aber furchtbar, seit ich mich wieder von meinem Kollegen getrennt habe. Habe wahnsinnige Sehnsucht nach meinem Kollegen, habe das Gefühl, er sei die Liebe meines Lebens, konnte mich aber dennoch noch nicht mit allen Konsequenzen für ihn entscheiden. Die Schuldgefühle gegenüber meinem Mann haben mich aufgefressen. Mag meinen Mann noch sehr, aber weiß nicht, ob es noch Liebe ist, v.a. nach der intensiven Zeit mit meinem Kollegen. Habe nicht so starke Sehnsucht nach meinem Mann, kann Küßchen und Streicheln noch zulassen, Knutschen und Sex ist eine schwierige Vorstellung. Bekomme den Kollegen nicht aus dem Kopf. Es war so perfekt, aber wohl eben nicht ganz, zumindest eben nicht, weil ich verheiratet bin und den Schlußstrich nicht hinbekommen habe.


              Ich bekomme den Kollegen nicht aus dem Kopf, mein Leben ist nur noch grau ohne ihn. Dennoch habe ich es so entschieden. Komme nun aber damit auch nicht klar. Kann es einen Weg geben, daß die Gefühle zu ihm in den Hintergrund gehen und ich mich wieder auf meinen Mann einlassen kann?
              Entweder wir schaffen es oder, wenn nicht, haben mein Kollege und ich nur eine Chance, wenn ich mich unabhängig von ihm von meinem Mann trenne. Sonst kann ich nicht damit leben.
              Aber ewig wird mein Kollege nicht warten, und das darf ich ja auch nicht im Hinterkopf haben.


              Wie soll ich nur aus dem Dilemma rauskommen?


              Mein Mann und ich haben ein Haus, aber keine Kinder, sind 12 Jahre zusammen, sind uns so vertraut und hatten nie wirkliche Probleme, aber gefehlt hat mir anscheinend doch immer etwas. Ich bin nicht sicher, ob wir eine Chance haben, aber ich will sie uns geben, aber ich weiß nicht wie, mit der großen Liebe zu meinem Kollegen im Kopf....

            • Hallo,


              ich habe mich vor fast 1,5 Jahren in einen anderen Mann verliebt, nachdem ich 11 Jahre mit meinem Freund zusammen war, davon 2 verheiratet.
              Nach ein paarmal hin und her bin ich im November letzten Jahres ausgezogen, habe ein möbliertes Zimmer zur Untermiete, bin aber meistens bei meinem Freund.
              Ich komme aber mit der Situation nicht klar, hänge immer auch noch sehr an meinem Mann, der mich noch dazu immer noch zurückhaben möchte.


              Ist es vorstellbar, bei meinem Freund zu bleiben, aber gleichzeitig eine Paartherapie mit meinem Mann zu machen, mit dem Ziel zu erkennen, ob und wie wir voneinander loskommen oder ob wir es nicht können und wollen und ich mich dann als Konsequenz natürlich von meinem Freund trennen würde.
              Ich liebe meinen Freund sehr, liebe aber meinen Mann auch immer noch, und kann einfach nicht entscheiden, was für mich die richtige Entscheidung ist.


              Bin ich bei meinem Mann, halte ich es nicht aus aus Liebeskummer nach meinem Freund.
              Bin ich bei meinem Freund, will ich nicht wahrhaben, daß mein Mann und ich getrennt sind und uns scheiden lassen werden und will zurück zu ihm (oder in mein altes Leben?).


              Ich will einfach rausfinden, ob es für meinem Mann und mich wirklich keine Chance mehr gibt und meine Gefühle nicht mehr wirklich Liebe sind. Wenn ich jedoch davor meinen Freund verlasse, was ich eigentlich machen müßte, werde ich es nicht rausfinden, weil dann der Liebeskummer gleich überwiegt und ich meine Gefühle gar nicht mehr klar sehen kann.


              Vielleicht hat jemand Erfahrungen mit Paartherapie, was es hilft, nicht hilft, welche Zielstellungen es verfolgen kann etc.
              Danke!

            • Hallo zusammen,


              Anfang 2008 habe ich mich in einen Kollegen verliebt. Ich bin zweimal im letzten Jahr für 4 bzw. 7 Wochen ausgezogen von meinem Mann (11 Jahre zusammen, 2 verheiratet), konnte nicht zu ihm zurückfinden. Seit November bin ich wieder weg von meinem Mann, bin mit dem Kollegen zusammen, wir wohnen aber nicht zusammen. Ich bin aber immer noch hin- und hergerissen. Seit einiger Zeit vermisse ich meinen Mann sehr, ich bekomme den Schlußstrich nicht hin, wir sehen uns nicht oft, aber wenn wir uns sehen, sind wir immer sehr traurig über die Situation. Er will mich auch immer noch zurück.


              Ich weiß, jedes Paar und jede Situation ist individuell.
              Gibt es Erfahrungsberichte unter Euch von welchen, die es wieder geschafft haben, die sich verziehen haben und wo die Wunden heilen? Habt Ihr Tipps?
              Danke!!

            • Ich habe meinen Mann, mit dem ich 11 Jahre zusammen und 2 Jahre verheiratet war, mit einem Kollegen betrogen, den ich liebe und von dem ich bis heute, 1,5 Jahre später, noch immer nicht losgekommen bin, es eigentlich auch nicht will.


              Dennoch gerate ich immer wieder ins Schwanken, v.a. wegen der Schuld. Mein Kollege hat auch seine Frau verlassen, jedoch hätte er das auf jeden Fall gemacht, egal, wie ich mich entscheide.


              Mein Mann ist am Ende, er sagt mir immer wieder, daß er mich noch liebt und zurückhaben will. Meine Familie heult auch nur noch.
              Wenn ich mit meinem neuen Partner ein wenig Abstand habe, z.B. ein paar Tage Urlaub, dann geht es uns wirklich gut. Aber kaum prasseln wieder emails von Ehepartner und Familie ein, wie schlecht es allen geht, wie sehr mich mein Mann noch liebt etc., geht es mir psychisch sehr schlecht und ich kann mich kaum auf meinen neuen Partner einlassen. Ich laufe nur mit Kloß im Hals und Stein im Magen herum, kann mich nie unbeschwert freuen, bin sehr in mich gekehrt.


              In zwei Monaten ziehe ich mit meinem Partner zusammen. Beim Unterschreiben des Mietvertrages habe ich mich sehr gefreut, nach erneuten Auseinandersetzungen mit Mann und Familie schiebe ich teils auch Panik. Denn dann ist es echt endgültig, es gibt keinen Weg zurück. Den hatte ich immer noch, ich habe ihn nicht beschritten, will ja mit meinem neuen Partner glücklich sein. Es ist aber teils schwer mit einem Scherbenhaufen drumrum.


              Hat da jemand Erfahrungen? Wird das besser? Kommt man darüber hinweg, wenn Haus ausräumen, Sachen aufteilen und Scheidung mal durch sind?
              Ich habe wirklich Angst, daß meine neue Beziehung irgendwann zerbricht, weil ich psychisch mit meiner Trennung, v.a. der Schuld, nicht fertig werde.

            • pene_11867202

              Nicht Hals über Kopf
              Hallo Anke,


              ich habe vor zwei oder drei Tagen meine Geschichte in Kurzform niedergeschrieben in diesem Forum - vielleicht magst Du sie lesen, dann siehst Du es vielleicht ein wenig anders, zumindest nicht als "Hals über Kopf"-Aktion.


              Ich denke, es kann auch zur Trennung kommen, wenn immer noch Gefühle da sind, die Gefühle für jemand anders aber größer sind. Nach 11 Jahren kann da nicht nix mehr sein, da ist zuviel da, was einen verbindet.


              Viele Grüße

            • Ich habe meinen Mann für einen Kollegen verlassen (habe die Story in diesem Forum schon erzählt).
              Mein Mann hat die Scheidung eingereicht, was eine logische Folgerung ist, dennoch auch für mich sehr hart ist, da ich meinen Mann immer noch liebe, nur anscheinend nicht genug, daß es reicht zu bleiben oder zu kämpfen.


              Ich wohne seit Ende letzten Jahres zur Untermiete in einem möblierten Zimmer, weil ich nicht gleich zu dem Neuen einziehen wollte. Mein Mann und ich haben ein Haus, in dem er auch immer noch wohnt, wir wollen es vermieten - er hatte mir geschrieben, ob ich 1.7. als realistisch sehe. Aus dem Zimmer muß ich zudem zum 31.7. ausziehen, daher haben der Neue und ich uns entschlossen, eine Wohnung zusammen zu suchen. Letzte Woche haben mein neuer Freund und ich den Mietvertrag unterschrieben. Ich habe dann meinem Mann mitgeteilt, daß mein neuer Freund und ich eine Wohnung zum 1.6. in Aussicht haben und ihm auch einen Vorschlag zur Trennung der Möbel geschickt.


              Er wollte es wohl nicht wahrhaben, hat mir eine Mail geschickt, daß er mich wiederhaben will, ob ich nicht noch einmal darüber nachdenken will.
              Ich hatte darauf noch nichts geantwortet.
              Er hat auch noch meiner Schwester erzählt, daß wir eine Wohnung haben, die daraufhin ganz entrüstet bei mir anrief, wie ich das nur machen könnte, solange ich noch nicht mal geschieden sei.


              Heute schreibt er mir eine Mail, wie ich denn Schwierigkeiten mit der Scheidung haben kann, wenn ich doch auf der anderen Seite keine Schwierigkeiten habe, schon eine Wohnung zu mieten.


              O-Ton:
              Das ist echt lächerlich in Anbetracht der Fakten, daß Du noch vor unserer Scheidung mit ihm zusammen ziehst. Wenn Du noch einen letzten Funken Ehrgefühl und Liebe für mich hast, dann wartet bitte mit nem Kind bis nach der Scheidung...irgendwann kann auch ich nämlich nicht noch mehr ertragen :-(
              Was ist nur aus Dir geworden? Dir sind nur noch zwei Menschen wichtig: Er und Du selbst.


              Es stimmt einfach nicht, daß mir alle anderen unwichtig sind. Es tut wahnsinnig weh zu wissen, daß ich ihm und der Familie so weh tue. Aber wenn ich mich für den anderen entschieden habe, muß ich ihm ja weh tun, anders geht es ja nicht.


              Ist es wirklich so verletzend und verwerflich, daß wir nun gemeinsam eine Wohnung nehmen?
              Wie sollte ich denn handeln, daß er weniger verletzt wird?
              Ich weiß nicht mehr ein und aus. Ich bin doch nicht so ein schlechter Mensch, sondern habe mich "nur" in einen anderen verliebt und trenne mich von meinem Mann....

              • pene_11867202

                Nicht Hals über Kopf
                Hallo Anke,


                ich habe vor zwei oder drei Tagen meine Geschichte in Kurzform niedergeschrieben in diesem Forum - vielleicht magst Du sie lesen, dann siehst Du es vielleicht ein wenig anders, zumindest nicht als "Hals über Kopf"-Aktion.


                Ich denke, es kann auch zur Trennung kommen, wenn immer noch Gefühle da sind, die Gefühle für jemand anders aber größer sind. Nach 11 Jahren kann da nicht nix mehr sein, da ist zuviel da, was einen verbindet.


                Viele Grüße

            • Sich verantwortlich fühlen
              Hallo,


              ich habe mich auch von meinem Mann getrennt. Er ist aber kein "Problemmann" wie in manchen der oberen Fällen, sondern toll, ich habe mich einfach nur in einen anderen verliebt und komme da nicht mehr weg. Meinem Mann geht es seit einem Jahr furchtbar, er hofft immer noch, er will mich unbedingt zurück, und meine ganze Famile steht hinter ihm, gegen mich. Daher geht es mir sehr schlecht, weil ich das Gefühl habe, meine Familie zu verlieren und aber v.a. sein Glück, seine Lebensplanung zerstört zu haben. Er hat mich geheiratet, wollte in guten und schlechten Zeiten zu mir stehen, tut dies auch immer noch. Und ich lasse ihn fallen. Ich kann mit dieser Schuld nicht umgehen. Ich bin auch in Psychotherapie, es kam auch schon zur Sprache, daß ich eigentlich immer funktioniert habe. Nun, wo ich nicht nach aller Leute Sinn handle, kann meine Familie nicht damit umgehen und macht mich mit Vorwürfen fertig. Und mein Mann ist am Boden, alle halten mir dies auch vor, und mir zerreißt es das Herz, zumal auch noch Gefühle für ihn da sind, und ich ihm ja eigentlich nicht weh tun will.
              Ich weiß auch nicht, wie ich da wieder rauskommen soll.
              Auch vermisse ich unser gemeinsames Haus, unser Traum, das wir geplant und gebaut haben. Aber es ist Materielles, ich hoffe, darüber hinwegzukommen.


              Es ist wirklich schwer, mit der Schuld umzugehen und zu leben. Ich weiß es nicht, wie ich es schaffen soll, habe vielmehr Angst, daß meine neue Liebe daran zerbricht.
              Ein Rat ist dies nicht wirklich für Dich, aber vielleicht Trost, daß Du nicht die einzige bist, der es so geht. Vielleicht geht es Dir sogar besser als mir, denn zumindest ist Dein Mann in einer Verfassung, wo Dir jeder sagt, ja, da mußtest Du Dich trennen. Mich versteht keiner, jeder macht mir Vorwürfe, was dazu führt, daß ich selbst sehr unsicher mit meiner Entscheidung bin und nicht ganz drüber stehen kann, weil mein Mann doch auch toll ist und ich immer noch Gefühle habe.

            • Respekt
              Hallo, ja, es gehört Mut dazu.
              Ich hatte mich nach 5 Jahren in einen anderen verliebt, mit dem ich aber keine Perspektive sah. Ich habe aber nichts daraus gelernt und nicht gehandelt, sondern habe es sich wieder einpendeln lassen. Ich wollte nicht mehr heiraten, obwohl ich vorher immer dachte, mein Freund sei der Richtige. Als die Verliebtheitsgeschichte vorüber war (2 Jahre später - ohne Fremdgehen) habe ich meinen Freund doch geheiratet. Ich dachte, den darfst Du nun nicht mehr gehen lassen. Ich stand damals voll dahinter. Aber ein Jahr später war ich wieder in einen anderen verliebt. Gerade lebe ich in Trennung, die Scheidung steht bevor, ein Haus haben wir auch noch gebaut, psychisch bin ich ziemlich am Ende.
              Lieber gleich nicht heiraten, wenn man nicht dahinter steht. Ist schwer, aber erspart auf lange Sicht eine Menge Psychostreß!
              Frankfort